
Wie kann mein Betrieb umweltverträglicher produzieren? Wie schaffen wir die Wende hin zu einer gesunden und ökologischen Ernährung? Bei vielen unternehmerischen Entscheidungen und gesellschaftlichen Diskussionen ist heute die Wissenschaft gefragt. Doch leider passen Fragen und Antworten nicht immer zusammen. Rund 40 Forschungsprojekte zu gesellschaftlich relevanten Themen bearbeiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IÖW jedes Jahr. Und für ein praxisorientiertes Institut ist ein Projekt erst dann abgeschlossen, wenn die Ergebnisse auch den entsprechenden Akteuren in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zur Verfügung stehen. Kurz: Der Transfer von Forschungsergebnissen ist für das IÖW von großer Wichtigkeit. Er ist eine der zentralen Aufgaben der IÖW-Öffentlichkeitsarbeit. Dabei sind die Zielgruppen für die Öffentlichkeitsarbeit ebenso heterogen wie die Themen und Fragestellungen in den Projekten: Das Spektrum reicht – je nach Projekt – von Wissenschaftlerinnen über Entscheider in Unternehmen und Politik bis hin zur interessierten Öffentlichkeit. Die Methoden und Instrumente, die für den Wissenstransfer genutzt werden, richten sich dabei immer nach der jeweiligen Zielgruppe. Damit unsere Forschungsfragen und -ergebnisse nicht nur in Expertenkreisen, sondern auch in einer breiteren Öffentlichkeit diskutiert werden, begleitet das IÖW seine Projekte mit einer gezielten Pressearbeit.
Wissenschaftliche Veranstaltungen bieten Raum für Diskussionen und neue Ideen. Das IÖW organisiert internationale Tagungen, die sich an eine breite Öffentlichkeit wenden, ebenso wie Sommerakademien, auf denen ein kleiner Kreis von Experten intensiv an einem Thema arbeiten kann. Ein Beispiel für eine zielgruppengerechte Veranstaltung war die Auftaktveranstaltung zur Sustainability Lounge, die im Januar 2007 in Berlin stattfand. Hochrangige Referenten diskutierten mit Entscheidern aus Wirtschaft, Politik und NGOs über „Globale Märkte zwischen Klimaschutz und Innovation“.
Ist eine Untersuchung beendet, stellt sich die Frage: Für wen können die Ergebnisse noch von Interesse sein? Und wie erreiche ich die Zielgruppe? In dem Vorhaben "Energieeffizienz und Beschäftigung" untersuchte das Projektteam im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung den Stand und die Potenziale von Energieeffizienz in Produktionsprozessen sowie Produkten und Dienstleistungen in Unternehmen sowie die daraus resultierenden betrieblichen Beschäftigungseffekte. Ein zentraler Output dieses Projektes ist der Leitfaden "Aktiv werden für Energieeffizienz", in dem das IÖW die Ergebnisse praxisnah und zielgruppenspezifisch für Betriebsräte und Beschäftigte aufarbeitete. Durch zielgruppenorientiertes Marketing erreichte das Heft die richtigen Leser, etwa Gewerkschafts- und Unternehmensvertreter oder Energieberater. Auch das Erstellen von Projekt- und Veranstaltungs-Flyern oder Tagungsreadern gehört zu den Aufgaben der IÖW-Öffentlichkeitsarbeit. Die Printerzeugnisse stehen zum kostenlosen Download bereit.
Kaum ein Forschungsprojekt kommt heute ohne seine eigene Projekt-Homepage aus. Wenn es aktueller sein soll, ist das Internet das Mittel der Wahl für den Wissenstransfer. Ein weiterer Vorteil: Verschiedene Inhalte können parallel für die Zielgruppen angeboten werden – je nach Interesse und Erwartungen. Das IÖW konzipiert und erstellt Projekt-Präsenzen, beispielsweise für das BMBF-Projekt „Fair Fuels?“ (www.fair-fuels.de).
Auch mit dem Medium Film arbeitet das IÖW, um komplexe Sachverhalte anschaulich zu vermitteln. So erstellte das Institut im Auftrag des Umweltbundesamtes im Jahr 2011 vier Kurzfilme, die die Preisträger des Wettbewerbs „Blauer Kompass 2011“ porträtierten. Das IÖW organisierte am 12. Dezember 2011 die Preisverleihung des Wettbewerbs, der die besten Ideen zur Anpassung an den Klimawandel in Deutschland auszeichnet, im Bundesumweltministerium in Bonn und präsentierte dort die Filme. Das IÖW produzierte die Filme gemeinsam mit dem Filmemacher Tilman Zens. Da die Folgen des Klimawandels mitunter recht komplex sind, kann sich das Medium Film sehr gut eignen, um für diese Zusammenhänge zu sensibilisieren und Anpassungsbedarf zu kommunizieren. Machen Sie sich ein Bild, etwa vom Preisträger Stadt Wuppertal:

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