IÖW Logo

Zwischen Green Economy und Postwachstum – Ökologisches Wirtschaften 4/12

06.12.2012

Die Nachhaltigkeitsdebatte wird sowohl national als auch international intensiv und vor allem facettenreich geführt: Spätestens seit der WBGU das sogenannte „Transformationsgutachten” publiziert hat, wird die Analyse und Gestaltung sozial-ökologischer Transformationsprozesse von immer mehr Forschungseinrichtungen aufgegriffen und zunehmend auch in politischen Prozessen verankert. Die aktuelle Ausgabe von Ökologisches Wirtschaften bemüht sich um eine Bestandsaufnahme der Debatte sowie eine Klärung der Überzeugungen innerhalb der wissenschaftlichen, politischen, nationalen und internationalen Diskussionen, die sich „zwischen Green Economy und Postwachstum“ bewegen.

Grüne Ökonomie, Postwachstumsökonomie und der Stellenwert des Wachstums für eine nachhaltige Gesellschaft

Ulrich Petschow typisiert in seinem Beitrag die Unterschiede der unterschiedlichen Diskurse wie etwa "Grünes Wachstum" oder "Grenzen des Wachstums", die unterschiedliche Vorstellungen von Regulierung und Wachstumsfokus haben. Martin Jänicke erklärt, weshalb eine "Grüne Ökonomie" erstrebenswert ist, und diskutiert Einwände gegen sie. Niko Paech sagt, das Wachstumsparadigma habe ausgedient und präsentiert die Idee einer Postwachstumsökonomie. Hans Diefenbacher errichtet in seinem Beitrag eine Brücke zwischen der akademischen und politischen Debatte. Er fasst zusammen, welche Indikatoren sich am besten dazu eignen, die Idee der Nachhaltigkeit abzubilden sowie politisch und öffentlich kommunizierbar sind.

Zwei Beiträge konzentrieren sich auf die politische Ebene der Nachhaltigkeitsdebatte. Herrmann Ott erarbeitet eine Vorstellung darüber, wie ein positives Ergebnis der Enquete-Arbeit aussehen sollte und welche Wirkung diese auf Gesellschaft und Politik haben könnte. Sunita Narain ergänzt diesen Schwerpunkt um eine Darstellung der internationalen Perspektive auf die gegenwärtige Nachhaltigkeitsdebatte.

Neue Konzepte, aktuelle Berichte

In der Rubrik "Neue Konzepte" wird ein Forschungsprojekt vorgestellt, das zivilgesellschaftliche Organisationen für den anstehenden Wandel strategisch neu aufstellen und stärken will: Das Smart CSOs Lab. Außerdem begründet diese Ausgabe des Ökologischen Wirtschaftens eine kleine Serie zur Zukunft unternehmerischer Nachhaltigkeitsberichterstattung mit Beiträgen von Susanne Bergius und Heike Leitschuh. Claus Leggewie bricht in seinem Beitrag "Das Prachtschloss Interdisziplinarität" eine Lanze für fächerübergreifende Zusammenarbeit, denn Wissenschaft müsse von den Problemen her denken.

Ökologisches Wirtschaften Online

Seit August 2010 sind alle Ausgaben der Fachzeitschrift Ökologisches Wirtschaften online verfügbar. In dem Portal können über 1.000 Einzelartikel aus über 25 Jahrgängen nach Titeln, Autoren und Volltext durchsucht und heruntergeladen werden. Der Online-Zugriff auf die letzten acht Ausgaben der Zeitschrift steht exklusiv den Abonnent(innen) zur Verfügung. Mit dem Ökologisches Wirtschaften Newsletter sind Sie stets vorab über neue Ausgaben und Themen informiert und wissen, welche Artikel im Open Access Bereich von „Ökologisches Wirtschaften Online“ neu verfügbar sind.

www.oekologisches-wirtschaften.de