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Experten fordern neue Waldpolitik - Studie legt Bausteine für zukunftsfähige Waldpolitik vor

Deutschland braucht eine neue Waldpolitik. Zu diesem Ergebnis kommen die Waldexperten aus Wissenschaft und Praxis in der heute vorgelegten Studie „Waldzukünfte: Herausforderungen für eine zukunftsfähige Waldpolitik in Deutschland“. Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung hat sich in dem BMBF-Verbundprojekt maßgeblich mit einer vertiefenden Analyse besonders relevanter Zukunftsfelder der Wald- und Landnutzung wie der Entwicklung von Flächennutzungskonkurrenzen sowie der energetischen und stofflichen Nutzung von Holz beschäftigt. Über passgenaue Öffentlichkeitsarbeit hat das IÖW relevante Akteure mit in den Diskurs eingebunden sowie die Projektergebnisse den entsprechenden Teilöffentlichkeiten kommuniziert.

Die Fachleute aus den Bereichen Holz, Forst, Naturschutz und Politik mahnen an, sich schon jetzt für die zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu wappnen. Als Grundlage für die Gestaltung der Waldpolitik haben die Wissenschaftler drei mögliche Entwicklungsszenarien für den Wald bis zum Jahr 2100 erarbeitet und wenden sich mit folgenden Empfehlungen an die Politik:

  • Die von der Großen Koalition versäumte Novellierung des Bundeswaldgesetzes sollte vom neu gewählten Bundestag möglichst schnell wieder in Angriff genommen und damit wichtige Grundlagen für eine nachhaltige Waldnutzung geschaffen werden.

  • Vor allem der Umgang mit neuen Nutzungsformen zwischen Land- und Forstwirtschaft wie Kurzumtriebsplantagen und Agroforstsystemen muss endlich geregelt werden. Aber auch veränderte Waldeigentumsverhältnisse und Bedürfnisse der Holzindustrie verlangen ein Nachjustieren der veralteten gesetzlichen Regelungen.

  • Waldpolitik ist als politische Querschnittsaufgabe aktiv zu gestalten. Die Bündelung und Abstimmung der verschiedenen Interessen in einer Gesamtwaldstrategie sollte von der Bundesregierung konsequent fortgesetzt und mit den Ländern abgestimmt werden.

  • Um in Deutschland einen fortdauernden Dialog über die Zukunft der Waldnutzung führen zu können, sollte der ins Stocken geratene Prozess des Nationalen Waldprogramms durch eine Orientierung auf Zukunftsfragen und eine höhere Verbindlichkeit seiner Ergebnisse wieder in Schwung gebracht werden.

Das Projekt „Zukünfte und Visionen Wald 2100“ wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms „Nachhaltige Waldwirtschaft“ gefördert.

Zur Pressemitteilung | Die Studie zum Download (PDF 4756 KB)

Weitere Ergebnisse des Projekts finden Sie unter www.waldzukuenfte.de

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