Klimaschutz aus Sorge um die Benachteiligten

Ein Argument für die Reduktion der THG-Konzentration auf das vorindustrielle Niveau
in: Felix Ekardt (Hrsg.) (2012): Klimagerechtigkeit. Ethische, ökonomische, rechtliche und transdisziplinäre Zugänge. Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Nachhaltigkeitsforschung Band 2, S. 105-140, Metropolis-Verlag, Marburg
Autor/innen: Pissarskoi, Eugen
Erscheinungsdatum: 2012
Publikationstyp: Beitrag zu Sammelwerk

Abstract

In diesem Beitrag bringt der Autor ein Argument für die These vor, dass es einen Prima-facie-Grund dafür gibt, die Treibhausgaskonzentration möglichst schnell auf das vorindustrielle Niveau zu reduzieren. In das Argument geht die normative Überzeugung als Prämisse ein, dass es verwerflich ist, die am meisten Benachteiligten bewusst zu schädigen. Der Autor versucht zu zeigen, dass sich diese normative Überzeugung gut dazu eignet, in die Rechtfertigung politischer Handlungsempfehlungen einzugehen. Eine wichtige Quelle für die Bedenken gegen ambitionierte Klimaziele liegt in der folgenden Befürchtung: Die Höhe des finanziellen Aufwandes, der für das Erreichen dieser Klimaziele erforderlich wäre, wird dermaßen hoch sein, dass es für die heute lebenden Menschen unzumutbar ist, diesen Aufwand auf sich zu nehmen. Der Autor bemüht sich zu begründen, dass die Höhe des finanziellen Aufwandes für die Reduktion der Treibhausgasemissionen keinen Prima-facie-Grund dagegen liefert, die Treibhausgaskonzentrationen auf das vorindustrielle Niveau zu senken.
Beteiligte IÖW-Autor/innen: Eugen Pissarskoi
Thema: Umweltpolitik und Governance, Klima und Energie
Forschungsfeld: Umweltökonomie und Umweltpolitik