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Investitionen der vier großen Energiekonzerne in erneuerbare EnergienStand 2009, Planungen und Ziele 2020 - Kapazitäten, Stromerzeugung und Investitionen von E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW

In dieser Studie werden die Kraftwerkskapazitäten, Stromerzeugung und Investitionen der vier größten in Deutschland aktiven Energiekonzerne – E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW – in erneuerbare Energien für das Jahr 2009 sowie das politisch relevante Zieljahr 2020 analysiert. Dabei werden auch die Entwicklungen im Kernmarkt Deutschland untersucht, wobei dies aufgrund der Datenlage in quantitativer Hinsicht nicht für das Jahr 2020 möglich war. Die Studie baut auf einer vorhergehenden Analyse mit dem Basisjahr 2007 auf (Link zur Vorgängerstudie von 2009). Der zentrale Ausgangspunkt für die Studie ist, dass die hier im Vordergrund stehenden Daten nach wie vor überwiegend nicht direkt aus Konzerninformationen ablesbar sind, zudem liegen die Zielwerte der Konzerne im Regelfall nicht bezogen auf den politisch relevanten Zielhorizont 2020 vor.



Die Analyse des Jahres 2009 zeigt zunächst, dass sich bezüglich der Anteile erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung gegenüber dem Jahr 2007 kaum signifikante Veränderungen ergeben haben. Lediglich RWE wies eine größere Steigerung auf, verbleibt dennoch mit einem Anteil von 3,5 % auf dem letzten Platz. Vattenfall bleibt mit 22 % aufgrund seiner überwiegend skandinavischen Wasserkraftressourcen führend. Die Entwicklung blieb bei allen vier Konzernen zum Teil deutlich hinter der EU-weiten Steigerung auf 20 % zurück. Betrachtet man unter Abzug der überwiegend alten Wasserkraftwerke nur die neuen erneuerbaren Energien, dann bleibt der Anteil bei allen vier Konzernen unterhalb von 2 %. Im Kernmarkt Deutschland liegt der EnBW-Konzern mit 11 % ebenfalls aufgrund der Wasserkraft vorn, Vattenfall verfügt hier nur über 1 %. Alle vier Konzerne lagen in Deutschland zum Teil deutlich unterhalb des nationalen Ausbaugrads in Höhe von 16 % im Jahr 2009. Der Anteil der neuen erneuerbaren Energien-Technologien lag bei den Konzernen sogar nur zwischen 0,4 und 1 %. Der Blick auf die Ziele für das Jahr 2020 zeigt, dass alle Konzerne ihre Stromproduktion auch im fossil-nuklearen Bereich deutlich steigern wollen. Im Ergebnis planen alle vier Konzerne, unterhalb der politischen Zielvorgaben der EU-Kommission und der deutschen Bundesregierung eines 35 % Anteils erneuerbarer Energien im Jahr 2020 zu bleiben. Die kurz- bis mittelfristig geplanten Investitionen in erneuerbare Energien erreichen maximal einen Anteil 20 %. Der technologische Schwerpunkt liegt bei allen Konzernen einseitig auf der Windenergie, insbesondere auf Offshore-Anlagen.

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