Dialoge zur Klimaanpassung: Chemieindustrie
Klimaschutz ist in aller Munde – aber vor dem Hintergrund bereits spürbarer Klimaänderungen wächst die Bedeutung der Anpassung an den Klimawandel – auch in der Chemieindustrie in Deutschland.
Hier ergeben sich einerseits neue Chancen durch energieeffiziente Produkte und Dienstleistungen sowie Materialinnovationen.
Andererseits steht auch die Chemieindustrie vor neuen Herausforderungen: Steigende Temperaturen verringern die Verfügbarkeit von Kühl- und Prozesswasser und beeinflussen temperatursensible Produktionsprozesse. Zunehmende Extremwetterereignisse gefährden Infrastruktur sowie Logistikprozesse. Hier stellt sich die Frage, wie Unternehmen proaktiv den Folgen des Klimawandels begegnen können. Dieses wichtige Thema, das lange im Schatten des Klimaschutzes stand, möchten wir gerne auf unserem eintägigen Workshop am 25. Januar 2010 in Frankfurt diskutieren und laden hierzu Vertreter/innen aus Unternehmen, Verbänden, Behörden und Wissenschaft ein. Wir erwarten einen Kreis von interessierten Akteuren, die sich teilweise bereits mit den möglichen Klimafolgen beschäftigen und Anpassungsoptionen in Planungs- und Entscheidungsprozessen berücksichtigen. Die Veranstaltung findet im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und des Kompetenzzentrums Klimafolgen und Anpassung (KomPass) im Umweltbundesamt statt. Der Workshop erfolgt in Zusammenarbeit mit der ProcessNet-Initiative: „Industriegespräche zur +2-Grad-Gesellschaft – Technologische Auswirkungen des Klimawandels auf Produktionsprozesse und Produkte“.
Organisatoren sind das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) sowie die Fachhochschule Eberswalde.
Im Rahmen des Workshops wollen wir folgendeFragen erörtern:
werden die Akteure der Chemiebranche bereits
heute und in Zukunft konfrontiert? Welche sind besonders prioritär?
die Chemiebranche durch den Klimawandel?
werden bereits ergriffen, welche zusätzlichen
Maßnahmen werden in Zukunft erforderlich?
Unternehmen und Behörden?
Ergebnisse dieses eintägigen Dialoges sollen die Identifikation von Anpassungs- und Vernetzungsbedarf sein sowie die Entwicklung von konkreten Handlungsempfehlungen an die Chemieindustrie und die Politik. In kleineren und wechselnden Arbeits- und Dialogeinheiten treten die Teilnehmer/innen mit Hilfe der „Weltcafé-Methode“ in einen intensiven Dialog und Austausch. Die „Weltcafé-Methode“ soll einen konstruktiven, ergebnisorientierten und motivierenden Dialog befördern.
Dokumentation der Veranstaltung
Arbeitspapier Dialog Chemieindustrie
Präsentationen des Workshops