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Appetit auf Schule - Wege zu einer Ernährungswende in der schulischen Praxis

Programm

Tagung

20. Juni 2005 9:30 - 17:00
Berlin
Auf der Tagung „Appetit auf Schule“ wurde angesichts von Handlungsdruck und wirtschaftlichen Zwängen einerseits und hohen Ansprüchen andererseits nach Wegen zu einer nachhaltigen Verpflegung an Schulen gesucht.

Veranstalter:
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)

Veranstaltungsort:
Umweltforum Berlin Auferstehungskirche GmbH
Pufendorfstr. 11
10249 Berlin

Das Thema: Ein Schokoriegel in der großen Pause? Pommes mit Ketchup? Oder doch lieber Vollwertmensa? Der Ausbau von Ganztagsschulen – und damit die Notwendigkeit eines Mittagstischs an Schulen - stellt Schulträger und Schulen vor neue Herausforderungen. Die Entscheidung für eine kostengünstige Variante liegt nahe – zumal die kommunale Haushaltslage nach wie vor desolat ist. Doch Ernährungswissenschaftler drängen auf die Einhaltung von Qualitätsstandards in der Schulverpflegung, und Eltern wollen, dass ihre Kinder leckeres und bezahlbares Essen bekommen. Kommunen und Schulträger müssen jetzt über die Verpflegungsmodelle in ihren Schulen entscheiden – und damit über die Chancen für eine „Ernährungswende“ in der schulischen Praxis.

Das Ziel: Auf der Tagung „Appetit auf Schule“ wurde angesichts von Handlungsdruck und wirtschaftlichen Zwängen einerseits und hohen Ansprüchen andererseits nach Wegen zu einer nachhaltigen Verpflegung an Schulen gesucht. Gemeinsam mit Entscheidungsträgern aus Kommunen, Schulen, Anbietern von Gemeinschaftsverpflegung und zivilgesellschaftlichen Akteuren diskutierte das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) Möglichkeiten, wie der Einstieg in eine Ernährungswende praktisch zu verwirklichen ist. Unter dem Motto „Verantwortung teilen – Entlastung schaffen“ war es ein Ziel der Tagung, Bündnisse, Potenziale und Instrumente für eine qualitätsgesicherte Verpflegung auszuloten.

Der Hintergrund: Den theoretischen Hintergrund der Tagung bildeten Leitlinien für eine Ernährungswende in der Schule, die von Dr. Ulla Simshäuser (IÖW) vorgestellt und anschließend von Vertreterinnen und Vertretern aus den Bereichen Schule, Kommune, Gesundheit und Gemeinschaftsverpflegung kommentiert und diskutiert werden. Die Leitlinien sind ein Ergebnis des Forschungsprojektes Ernährungswende, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms „Sozial-ökologische Forschung“ (SÖF) gefördert wird.

Beiträge zum Download (pdf-Datei)
Flyer zum Download (pdf-Datei)

Vormittag: Einführung in das Thema

9.30
Empfang und Anmeldung

10.00
Begrüßung und Einführung
Thomas Korbun
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), Berlin

Schulverpflegung in Europa, Beispiele für Anforderungen an die Praxis
Prof. Dr. Ines Heindl
Institut für Ernährungs- und Verbraucherbildung, Universität Flensburg

Leitlinien für eine Ernährungswende im Schulalltag
Dr. Ulla Simshäuser
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), Heidelberg

11.15
Kaffeepause

11.45
Kommentare zu den Ernährungswende-Leitlinien:
Margit Büchler-Stumpf
Hessisches Kultusministerium, Wiesbaden
Ursula Walther
BundesElternRat, Oranienburg
Norbert Brugger
Städtetag Baden-Württemberg, Stuttgart
Prof. Ulrike Arens-Azevedo
Hochschule für angewandte Wissenschaften, Hamburg

Moderation des Vormittags:
Rainer Steen
Praxisbüro Gesunde Schule, Heidelberg

13:00
Mittagspause

14:00
Parallele Arbeitsgruppen

AG 1: "Lebensraum Schule": Auf die Zutaten kommt es an...
Die Einführung von Mittagstischen bietet Chancen für die Gestaltung einer gesundheitsfördernden, nachhaltigen Schulkultur. Praktische Ansätze gibt es viele, und mit Öko-Audit, Mensabeiräten und Schulprofilbildung auch erprobte Instrumente. Welche Zutaten brauchen wir für ein ausgewogenes Gesamtkonzept „Mittagtisch“? Welche Schulen können dies realisieren, wo ist externe Unterstützung nötig und welche Akteure sind gefragt?


Margit Büchler- Stumpf
Hessisches Kultusministerium, Wiesbaden
Inka Bormann
Freie Universität Berlin
Holger Pfefferle
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), Bonn

Moderation:
Dr. Ulrike Eberle
Öko-Insitut, Freiburg

AG 2: Ernährungs- und Verbraucherbildung: Mehr als Kochkurse!
Wie stelle ich eine Mahlzeit zusammen? Wie bewerte ich die Qualität von Lebensmitteln, Produkten und Dienstleistungen? Schülerinnen und Schüler brauchen Basiskompetenzen, um ihren Alltag zu bewältigen. Die AG vertieft Ziele einer zeitgemäßen Ernährungs- und Verbraucherbildung an Schulen und diskutiert die besondere Bedeutung von Mittagstischen zur Kompetenzstärkung von Schüler/innen, aber auch von Lehrer/innen und Eltern und in der Gemeinschaftsverpflegung.

Prof. Dr. Kirsten Schlegel-Matthies
Universität Paderborn
Sabine Schulz-Greve (Präsentation als PDF)
Vernetzungsstelle Schulverpflegung, Berlin
Michael Baldenhofer
Projekt „Tafelfreuden Bodensee“, Konstanz

Moderation:
Dr. Doris Hayn
Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), Frankfurt/Main

AG 3: Strukturen schaffen: Kein Rezept für Eilige!
Eine Ernährungswende in Schulen braucht dauerhafte Strukturen - dies zeigt sich besonders bei der Frage der Qualitätssicherung von Mittagstischen. Rahmenkriterien liegen zwar vor, ihre Anwendung von Seiten der Schulträger steht aber noch aus. Was fehlt, ist eine Verantwortungsnahme von Ländern und Gemeinden für den Aufbau dauerhafter Strukturen, die jetzt eine Qualitätssicherung ermöglichen. Die AG diskutiert, welche Strukturen hierfür erforderlich sind und über welche Handlungspotenziale Länder und Kommunen verfügen.

Carola Rummel
Ministerium für Ernährung und Ländlicher Raum Baden-Württemberg, Stuttgart
Christine Kußmaul (Präsentation als PDF)
Stadt Markgröningen
Anja Erhart
Ökologischer Großküchenservice (ÖGS), Frankfurt/Main

Moderation:
Regine Rehaag
KATALYSE-Institut für angewandte Umweltforschung, Köln

AG 4: Zwischen finanzieller Realität und sozialer Verantwortung - Was darf's denn kosten?
Die Kassen der kommunalen Schulträger sind leer. Angesichts wachsender Armut fürchten die Schulträger, dass mehr und mehr Familien die Schulverpflegung nicht mehr zahlen können. Damit der Mittagstisch nicht zur Überlastung schulischer Akteure führt, ist eine breite gesellschaftliche Verantwortungsnahme und Verantwortungsteilung unerlässlich. Welche Wege gibt es zwischen finanzieller Realität und sozialer Verantwortung? Die AG diskutiert Erfordernisse und mögliche Modelle.

Prof. Dr. Dietmar Bräunig
Universität Giessen
Ursula Matschke (Präsentation als PDF)
Stadt Stuttgart, Stuttgart
Prof. Ulrike Arenz-Azevedo
Hochschule für angewandte Wissenschaften, Hamburg

Moderation:
Prof. Dr. Barbara Methfessel
Pädagogische Hochschule Heidelberg

15.30
Kaffeepause

16:00
Nachmittagspodium
Handeln zwischen Prävention und Kostendruck: Worauf kommt es jetzt an?


Ursula Walther
BundesElternRat
Prof. Dr. Dietmar Bräunig
Universität Giessen
Carola Rummel
Ministerium für Ernährung und Ländlicher Raum Baden-Württemberg, Stuttgart
Rainer Steen
Praxisbüro Gesunde Schule, Heidelberg
Dr. Ulla Simshäuser
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), Heidelberg

Moderation:
Dr. Ursula Weidenfeld
Der Tagesspiegel, Berlin

17.00
Ende der Veranstaltung

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