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Erinnerungen

Das sagen einige unserer Wegbereiterinnen und Wegbereiter, wenn sie an 30 Jahre Institut und Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung (zurück)denken:

„1985 waren die bestehenden Ökoinstitute in Deutschland eher naturwissenschaftlich-technisch ausgerichtet. Ein Institut für ökologische Wirtschaftsforschung zu gründen, war ein Schritt ins Ungewisse. Und es war kein leichter Schritt, da es abgesehen von ersten Ansätzen der Ecological Economics noch keinen theoretischen Bezugsrahmen gab. Die Diskussionen der letzten Jahre gehen erfreulich stark in die Richtung, diesen theoretischen Bezugsrahmen weiter auszubauen. Ich wünsche mir, dass sich das IÖW daran in Zukunft noch stärker beteiligt.“

Prof. Dr. Reinhard Pfriem, Gründer des IÖW, seit 1994 Professor für allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Unternehmensführung und betriebliche Umweltpolitik an der Universität Oldenburg

„Eine besondere Stärke des IÖW sind die Gestaltungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter/innen. Sie schaffen sich einen Raum für ihre Fragestellungen und für ihre Arbeit. Gegenüber den sonstigen stark strukturierten Institutionen bietet dieser Raum eine Chance, wirklich etwas zu bewegen. Diese Struktur gibt es heute noch so wie 1985. Mir hat es viel Spaß gemacht, das IÖW mitzugründen, weil da konnte ich wirklich den Tiger reiten, meine Interessen richtig austoben und etwas tun, das wirklich Sinn macht.“

Prof. Dr. Eckart Hildebrandt, Gründungsgesellschafter des IÖW, 1977-2008 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

„Die ökologische Wirtschaftsforschung war für mich der Rettungsanker in einem absolut dogmatischen BWL-Studium. Dass in der Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung ein Diskurs tatsächlich existiert, der aus meiner Sicht überkommene Sichtweisen auf die Wirtschaft um gänzlich unberücksichtigte Aspekte erweitert, hat mich bis heute geprägt.“

Antje Merschel, Studierendenvertreterin im Vorstand der Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung, 1992-1998

(Foto: Shoshone Lizenz: Creative Commons by-sa 3.0 de)

„1985 gab es noch keine ökologisch orientierte Wirtschaftswissenschaft, und diese Lücke von den Graswurzeln aus zu füllen, fand ich extrem spannend. Wir waren ein Wohngemeinschaftskücheninnovator – es sind solche Orte, an denen sowas entsteht.“ 

Dr. Joachim ('Jo') Müller, Mitbegründer des IÖW, Mitglied des 10. Deutschen Bundestags


„Als ich vor gut 20 Jahren zur VÖW kam, promovierte ich gerade an der Universität St. Gallen an einem der wenigen Institute für Wirtschaft und Ökologie im deutschsprachigen Raum. Der VÖW-Studierendenkreis und engagierte Lehrende setzten sich damals dafür ein, das Thema umweltgerechtes Wirtschaften an deutschen Hochschulen voranzubringen. Die Visionen und der Elan haben mitgerissen und tragen meine Begeisterung für die ökologische Wirtschaftsforschung bis heute.“

Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie

„Bereits in den jungen Jahren des IÖW gab es sehr viele Ideen für praxisnahe Projekte zur gesellschaftlichen Transformation, aber es gab niemanden, der uns diese Art von Forschung finanzieren wollte. Heute, da die Erkenntnis um sich greift, dass in Wirtschaft und in Gesellschaft wirklich ein Wandel geschehen muss, können wir solche Projekte umsetzen, die wir gerne schon vor 20 Jahren gemacht hätten.“

Marion Wiegand, seit 1985 Mitarbeiterin im IÖW, seit 1996 Kaufmännische Geschäftsführerin

„Also, das IÖW hat mir unglaublich viel Stärke gegeben, persönliche Stärke. Ich hatte immer wieder die Chance, Dinge zu erreichen, die einem keiner zugetraut hätte. Und wenn man das einmal in seinem Leben schafft, dann kann einen so schnell nichts mehr umwerfen.“

Prof. Dr. Stefan Zundel, 1990-1996 Wissenschaftlicher Geschäftsführer des IÖW, seit 1997 Professor für Volkswirtschaftslehre und Umweltökonomie an der BTU Cottbus-Senftenberg

„Um wissenschaftlich erfolgreich zu sein, ist es aus meiner Sicht besonders wichtig, frei zu sein. Als unabhängiges Institut hat das IÖW schon immer extrem große Freiheitsgrade. Das ist eine unserer bedeutenden Stärken seit 30 Jahren.“

Dr. Frieder Rubik, seit 1990 Wissenschaftlicher Mitarbieter am IÖW

„Unsere Arbeit war nie eine rein wissenschaftliche Veranstaltung, sondern war auch politisch motiviert. Dabei kam es auch zu einem neuen Projekttypus: Früher nannten wir das ‚Aktionsforschung‘, heute wird dies etwa in der Transformationsdebatte im WBGU unter ‚transformativer Forschung‘ neu diskutiert. Diese Experimentierfelder, die wieder verstärkt gesucht werden, haben wir schon Anfang der 90er bespielt. Das war und ist unser Wissenschaftsverständnis: Aktiv beratend tätig zu werden und auch aktiv zu verändern.“

Rainer Lucas, Forschungsfeldleiter am IÖW von 1989-1999, seit 2000 Projektleiter am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

„In der Anfangszeit des IÖW trafen wir uns unter anderem im Heidelberger ‚Essighaus‘. Reinhard Pfriem, Frieder Rubik, Volker Teichert, Thomas Baumgartner und ich erörterten die Möglichkeiten einer Heidelberger Zweigstelle. Ökologische Ökonomie im Spannungsfeld zwischen BWL und VWL war als Thema damals ausgesprochen innovativ. Ich freue mich, dass das IÖW auch die Forschungslandschaft im Süden der Republik weiter bereichert.“

Hans Diefenbacher, stellvertretender Leiter des Instituts für interdisziplinäre Forschung (FEST) in Heidelberg und apl. Professor für Volkswirtschaftslehre am Alfred-Weber-Institut der Universität Heidelberg

„Der in engen Kooperationen mit dem Gründungsinitiator und Mitstreitern gewagte Schritt zu einem ersten privaten Öko-Wirtschaftsforschungs-Institut hat sich wohl gelohnt – 30 Jahre-Jubiläum spricht für sich und lässt weitere wünschen!"

Prof. Dr. Eberhard K. Seifert, Mitbegründer des IÖW, Wissenschaftlicher Beirat des IÖW

 

 

 

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