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Befristung, Entfristung, Institutszugehörigkeit

Für die berufliche Perspektive von Wissenschaftler/innen ist die mehrfache Befristung von Arbeitsverhältnissen über viele Jahre hinweg ein wesentliches Problem. Oft beschäftigen Hochschulen und Forschungsinstitute Wissenschaftler/innen nur auf bestimmte Zeit und bieten ihnen danach aus rechtlichen oder personalpolitischen Gründen keine weitere Anstellung an. Dies gilt für Qualifizierungs- und für drittmittelfinanzierte Stellen gleichermaßen. Eine wissenschaftliche Karriere jenseits der Professur ist daher oft schwierig zu bewerkstelligen und auch riskant.

Demgegenüber zielt das IÖW auf eine langfristige Beschäftigung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dies ist wegen der ausschließlichen Drittmittelfinanzierung keine einfache Aufgabe. Gleichwohl wirken einzelne Mitarbeiter/innen schon länger als drei Jahrzehnte, viele Mitarbeiter/innen schon länger als zehn Jahre am IÖW. Die durchschnittliche Institutszugehörigkeit der Wissenschaftler/innen ist von 2010 bis 2015 kontinuierlich gestiegen, in 2016 in Folge der vielen Neueinstellungen wieder auf 7,4 Jahre (2015: 8,1 Jahre) gesunken. In 2017 ist die Institutszugehörigkeit mit 7,5 Jahren wieder leicht angestiegen. Neueinstellungen nehmen wir vor, wenn es die Projektlage erlaubt. In der Regel werden neue Wissenschaftler/innen zunächst auf ein konkretes Drittmittelprojekt befristet eingestellt. Kommen weitere Projekte hinzu, werden Stellenumfang und Befris-tungsdauer der neuen Finanzierungssituation angepasst. Nach mehreren Jahren erfolgreicher Forschungstätigkeit am IÖW laden wir Mitarbeiter/innen in der Regel ein, Gesellschafter/innen der gemeinnützigen GmbH zu werden, und entfristen ihre Anstellungsverhältnisse.

Auch in 2017 ist die Mehrheit der wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen unbefristet angestellt. Die Anzahl an Mitarbeiter/innen in unbefristeten Beschäftigungsverhältnissen ist mit 23 im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben. Durch weitere Neueinstellungen in 2017 ist der Anteil unbefristet angestellter wissenschaftlicher Mitarbeiter/innen weiter gesunken, von 81 Prozent im Jahr 2015 (einem historisch außergewöhnlich hohen Wert) auf 59 Prozent im Jahr 2017. In 2017 konnte das Beschäftigungsverhältnis eines Kollegen im nicht-wissenschaftlichen Bereich entfristet werden. Der Anteil unbefristeter nicht-wissenschaftlicher Mitarbeiter/innen stieg von 78 Prozent (2016) auf 89 Prozent (2017).

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