Menü image/svg+xml
IÖW Logo

Befristung, Entfristung, Institutszugehörigkeit

Für die berufliche Perspektive von Wissenschaftler/innen ist die mehrfache Befristung von Arbeitsverhältnissen über viele Jahre hinweg ein wesentliches Problem. Oft beschäftigen Hochschulen und Forschungsinstitute Wissenschaftler/innen nur auf bestimmte Zeit und bieten ihnen danach aus rechtlichen oder personalpolitischen Gründen keine weitere Anstellung an. Dies gilt für Qualifizierungs- und für drittmittelfinanzierte Stellen gleichermaßen. Eine wissenschaftliche Karriere jenseits der Professur ist daher oft schwierig zu bewerkstelligen und auch riskant.

Demgegenüber zielt das IÖW auf eine langfristige Beschäftigung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dies ist wegen der ausschließlichen Drittmittelfinanzierung keine einfache Aufgabe. Gleichwohl wirken einzelne Mitarbeiter/innen schon länger als drei Jahrzehnte, viele Mitarbeiter/innen schon länger als zehn Jahre am IÖW. Die durchschnittliche Institutszugehörigkeit der Wissenschaftler/innen ist von 2010 bis 2015 kontinuierlich gestiegen, und seit 2016 in Folge der vielen Neueinstellungen auf aktuell 6,7 Jahre (2017: 7,5 Jahre) gesunken. Neueinstellungen nehmen wir vor, wenn es die Projektlage erlaubt. In der Regel werden neue Wissenschaftler/innen zunächst auf ein konkretes Drittmittelprojekt befristet eingestellt. Kommen weitere Projekte hinzu, werden Stellenumfang und Befristungsdauer der neuen Finanzierungssituation angepasst. Nach mehreren Jahren erfolgreicher Forschungstätigkeit am IÖW laden wir Mitarbeiter/innen in der Regel ein, Gesellschafter/innen der gemeinnützigen GmbH zu werden, und entfristen ihre Anstellungsverhältnisse.

In 2018 sind genauso viele wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen befristet angestellt wie unbefristet. Die Anzahl an Mitarbeiter/innen in unbefristeten Beschäftigungsverhältnissen beträgt 23. Aufgrund der zahlreichen Neueinstellungen in 2018 ist der Anteil unbefristet angestellter wissenschaftlicher Mitarbeiter/innen weiter gesunken, von 58 Prozent im Jahr 2017 auf 50 Prozent im Jahr 2018. Der Anteil unbefristeter nicht-wissenschaftlicher Mitarbeiter/innen blieb von 2017 bis 2018 konstant bei 89 Prozent.

Hauptnavigation

Servicenavigation