Menü image/svg+xml
IÖW Logo

Beschaffung am IÖW

Ein zentraler Aspekt für die Nachhaltigkeit des IÖW liegt in der Beschaffungspraxis. Viele Bereiche sind dabei schon immer sehr ökologisch orientiert, in anderen Bereichen wie der Beschaffung von Informations- und Kommunikationstechnik haben wir in den letzten Jahren deutliche Fortschritte gemacht. 

Informations- und Kommunikationstechnik

Der Stromverbrauch am IÖW ist 2016 um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken und lag bei 35.310 kWh (2015: 38.839 kWh). Der Jahresverbrauch pro Vollzeitäquivalent betrug 686 kWh (2015: 879 kWh). Im Vergleich zum Beginn unserer Datenaufzeichnung bezüglich des Stromverbrauchs im Jahr 2008 konnten wir also den spezifischen Stromverbrauch um 14 Prozent senken (2008: 798 kWh).

Dieses Ergebnis signalisiert uns: Unsere Bemühungen beim Stromsparen zeigen Früchte. Ein Beitrag ist unsere Richtlinie zur Beschaffung von nachhaltigeren IKT-Geräten. Diese Richtlinie beschreibt den Prüfprozess bei der Neuanschaffung von IKT-Geräten, der vom IT-Beauftragten des Instituts begleitet und kontrolliert wird. Ein Monitoring ist für 2017 geplant.

Im Berichtsjahr 2016 arbeitete eine Mehrzahl der Mitarbeiter/innen auf zentral bereitgestellten energieeffizienten Servern. Dadurch teilen sie sich dieselbe IT-Hardware. Mehrere Exemplare eines Mini-Computers, der lediglich die Funktion übernimmt, eine Verbindung mit dem Terminalserver herzustellen, setzen wir seit Anfang 2015 testweise als sogenannte Thin-Clients ein. Im Jahr 2016 haben wir Modelle weiterer Hersteller getestet und ein Gerät gefunden, das wir in unseren Standardkatalog für Neuanschaffungen von IKT-Geräten aufgenommen haben. So wollen wir bei Neuanschaffungen von IKT-Geräten auch auf der Seite der EDV-Nutzer/innen (Clients) energie- und ressourcensparender werden. Eine Ausnahme für die Terminalservernutzung bildet bislang eine bestimmte Spezialsoftware (z. B. Modellierungsprogramme), die weiterhin auf lokalen Arbeitsgeräten ausgeführt wird. Um mögliche Energieeinsparungen auch in diesem Bereich bewerten zu können, werden wir Ende 2017 die Richtlinie evaluieren.

Vergabe von Dienstleistungsaufträgen

Am IÖW arbeiten wir im Zusammenhang mit unseren Projekten und internen Aktivitäten gelegentlich mit externen Dienstleistern wie Marktforschungsinstituten, Grafikagenturen oder Druckereien zusammen. Bei der Vergabe von Aufträgen sind sowohl die Erfahrungen und die Fachkunde der Dienstleister, als auch ihre unternehmerische Ausrichtung an Nachhaltigkeitszielen ausschlaggebend. Daher haben wir im Jahr 2016 unsere verbindlichen und allgemeingültigen Vergaberichtlinien für Dienstleistungsaufträge um den Aspekt des Nachhaltigkeitsengagements erweitert.

Papierverbrauch am IÖW

Wie für Dienstleistungs- und Informationsunternehmen üblich, ist auch am IÖW Papier ein viel genutztes Arbeitsmittel. Beim Einkauf von Papierprodukten legt das Institut daher größten Wert auf Umweltfreundlichkeit. Unser Standard ist es, ausschließlich 100 Prozent Recyclingpapier zu verwenden, das mit dem Umweltzeichen Blauer Engel ausgezeichnet ist. Es ist eine Selbstverständlichkeit, am IÖW sparsam mit Papier umzugehen. Einseitig bedrucktes Papier, das nicht mehr gebraucht wird, wird zunächst als „Schmierpapier“ für handschriftliche Notizen benutzt, bevor es über den Papiermüll entsorgt wird. Für den Mehrseitendruck ist in den Druckprofilen standardmäßig doppelseitiger Druck eingestellt.

Der Verbrauch von DIN A4-Kopierpapier am IÖW ist im Jahr 2016 auf 125.690 Blatt Papier gesunken (2015: 131.415 Blatt). Obwohl am IÖW so viele Menschen arbeiten wie nie zuvor, erreichen wir damit den zweitniedrigsten Wert seit Beginn der Datenerfassung in 2009. Pro Vollzeitäquivalent wurde der Jahresverbrauch ebenfalls reduziert und liegt bei 2.443 Blatt. In der Vergangenheit kommunizierten wir an dieser Stelle oft einen Dreijahresvergleich. Erst der Vierjahresvergleich zeigt hier deutlich die Entwicklung des rückläufigen Papierverbrauchs: der spezifische Papierverbrauch konnte zwischen 2013 und 2016 um mehr als ein Drittel reduziert werden. Seit 2011 sogar um 42 Prozent.

Seit Anfang 2017 erfolgt nun – wie im Maßnahmenprogramm vorgesehen – zu Beginn eines jeden Jahres eine Inventarisierung des Papierbestands. Diese Erfassungsmethode wird uns ermöglichen, den Einkaufszahlen die tatsächlichen Papierbestände gegenüberzustellen. Auf diese Weise ermitteln wir genauere und jahresspezifische Verbrauchsdaten.

Druckerzeugnisse

Eigene Druckerzeugnisse des IÖW werden von einer Berliner Druckerei mit zertifiziertem Umweltmanagementsystem erstellt. Die Druckerei berücksichtigt darüber hinaus soziale Nachhaltigkeitsanforderungen, zum Beispiel im Umgang mit ihren Mitarbeiter/innen, und setzt sich als Unternehmen der Gemeinwohlökonomie mit Grundlagen gesellschaftlicher Gerechtigkeit auseinander.

Diese Druckerei nimmt Kleinauflagen nicht an. Müssen Printprodukte in geringen Mengen erstellt werden, weicht das IÖW auf andere Druckereien aus und achtet darauf, dass ausschließlich umweltfreundliches Papier eingesetzt wird.

Druckerzeugnisse, die im Rahmen von Projekten erstellt werden sollen, planen wir bei der Projektentwicklung nach den gleichen ökologischen Standards. Diese werden von unseren Förderern in der Regel akzeptiert.

Die vom IÖW gemeinsam mit der Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung herausgegebene Fachzeitschrift Ökologisches Wirtschaften erscheint im oekom Verlag in München, dem ersten klimaneutralen Verlag Deutschlands. Das Papier der Zeitschrift besteht zu 100 Prozent aus Recyclingpapier, zertifiziert mit dem Blauen Engel RAL-UZ 14.

Büromaterialien

Beim Einkauf der weiteren Büromaterialen (wie Briefumschläge, Stifte, Ordner etc.) wird in den meisten Fällen die umweltfreundlichere Alternative gewählt. Dabei vertrauen wir auch auf die Kompetenz und Beratung von Händlern, die als Pioniere für nachhaltiges Wirtschaften für ihre Sortimentsgestaltung, aber auch für die umweltfreundliche Logistik und soziales Unternehmertum ausgezeichnet wurden.

Möbel

Büromöbel wie Schreibtische oder Stühle wurden bisher nur zu einem geringeren Teil von ökologisch orientierten Händlern und nach ökologischen und sozialen Standards bezogen. Den Großteil der im Zuge der Büroerweiterung 2016 benötigten Möbel haben wir als neuwertige Gebrauchtware angeschafft. Alle Möbel werden möglichst lange genutzt und anschließend, sofern noch möglich, einer Weiterverwendung durch Dritte zugeführt.

Bewirtung im Büro

Zur (Pausen)verpflegung von Mitarbeiter/innen und Gästen beschaffen wir im Berliner Büro Kaffee, Tee, Kleingebäck, Milch, Hafermilch und Zucker aus ökologischer Produktion. Der Kaffee ist darüber hinaus auch fair gehandelt. Jeden Tag gibt es Bio-Obst und -Möhren – wenn vorhanden aus der Region – als kostenlosen Snack für alle. Auch das Heidelberger Büro beschafft „öko“, zum Teil auch „fair“.

Leuchten und Leuchtmittel

Am IÖW verwenden wir in der Regel energieeffiziente Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren. Einbau-Halogenleuchten wurden anstelle von Halogenstrahlern mit LED-Leuchtmitteln ausgerüstet.

Nachhaltigkeitsprogramm

Das Nachhaltigkeitsprogramm nennt Maßnahmen zu der Zielstellung "Spezifischen Papierverbrauch reduzieren" sowie zum Handlungsfeld "Energieeffizienz der IT-Hardware".

Hinweise zu den Daten

Aufgrund veränderter Berechnungsmethoden bei der Ermittlung der Verbrauchsdaten ergeben sich abweichende Werte des Papierverbrauchs für 2013 und 2015 im Vergleich zu den Angaben in unserer Online-Nachhaltigkeitsberichterstattung 2014 und 2015. Wir berichteten, dass 212.5000 Blatt in 2013 und 122.500 Blatt Papier in 2015 verbraucht wurden. Im Zuge der Einführung einer genaueren Erfassungsmethode für unseren Papierverbrauch im Januar 2017, wurden auch die seit 2013 erfassten Bestellmengen kritisch geprüft. Die deutliche Diskrepanz ist vor allem daraus zurückzuführen, dass in den Vorjahresberichten eine der Bestellungen aus 2013 im Umfang von 32.500 Blatt Druck- und Kopierpapier als „Verbrauch“ fälschlicherweise ausschließlich dem Jahr 2013 zugschlagen wurde, während die Papiermenge über einen Zeitraum von 29 Monaten hinweg verbraucht wurde. Die Berichtszahl ist aus diesem Grund nach unten korrigiert worden. Eine Papierbestellung aus Mitte 2015 im Umfang von 10.000 Blatt Druck- und Kopierpapier wurde – äquivalent – über einen Zeitraum von 19 Monaten verbraucht, blieb jedoch in unserer Online-Nachhaltigkeitsberichterstattung 2015 unberücksichtigt. In der Konsequenz ergibt sich für 2015 der hier mit 125.690 Blatt angegebene höhere Papierverbrauch.

Hauptnavigation

Servicenavigation