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Beschaffung am IÖW

Ein zentraler Aspekt für die Nachhaltigkeit des IÖW liegt in der Beschaffungspraxis. Viele Bereiche sind dabei schon immer sehr ökologisch orientiert, in anderen Bereichen wie der Beschaffung von Informations- und Kommunikationstechnik haben wir in den letzten Jahren deutliche Fortschritte gemacht.

Informations- und Kommunikationstechnik

Der Stromverbrauch am IÖW ist 2017 um 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und lag bei 36.574 kWh (2016: 35.310 kWh). Der Jahresverbrauch pro Vollzeitäquivalent betrug 768 kWh. Im Vergleich zum Vorjahr konnten wir also den spezifischen Stromverbrauch um fast drei Prozent senken (2016: 792kWh). Im vorherigen Berichtszeitraum konnten wir sehr deutliche Einsparungen realisieren, 10 Prozent beim Gesamtstromverbrauch und 9 Prozent beim spezifischen Stromverbrauch. Mit insgesamt sechs weiteren Beschäftigten ist dies nicht mehr so einfach. Deshalb zeigt unserer Einschätzung nach hier der reduzierte Wert beim spezifischen Stromverbrauch, dass unsere Richtlinie zur Beschaffung von nachhaltigeren IKT-Geräten und gerade auch die Energieeffizenz-strategie für die neu eingerichteten Arbeitsplätze tragen. Diese Richtlinie beschreibt den Prüfprozess bei der Neuanschaffung von IKT-Geräten, der vom IT-Beauftragten des Instituts begleitet und kontrolliert wird. Die Richtlinie enthält einen verbindlichen Gerätestandardkatalog, über den ein Großteil der notwendigen Neuanschaffungen abgedeckt wird. Weiterhin wird vor jeder Neuanschaffung geprüft, ob bestehende Geräte weitergenutzt oder im Haus getauscht werden können.

Das Monitoring unserer IT-Beschaffungsrichtlinie wurde – wie vorgesehen – 2017 durchgeführt. Die Ergebnisse sind folgende: Seit Inkrafttreten dieser Richtlinie im Jahr 2015 konnten wir eine deutliche Verschiebung bei Neuanschaffungen von Festrechnern zu energieeffizienten Thin-Clients und Notebooks verzeichnen. In den Jahren 2012 bis 2014 wurden im Mittel sechs Festrechner und fünf Thin-Clients/Notebooks pro Jahr angeschafft. In den Jahren 2015 bis 2017 stieg die Zahl der Thin-Clients/Notebooks auf sechs Geräte pro Jahr. Auf den Neukauf von Festrechnern wird seit 2015 verzichtet. Der Anteil von energiesparenden Thin-Clients an der Gesamtzahl der stationären Arbeitsplätze am IÖW hat sich seitdem deutlich erhöht (von 5 Prozent in 2015 auf 16 Prozent in 2017). Die Neuanschaffung von Monitoren sank in den betrachteten Zeiträumen von im Mittel sieben auf sechs Geräte pro Jahr. Zum Teil mussten im Zeitraum 2015 bis 2017 defekte Geräte ausgetauscht werden. Im Berichtsjahr 2017 arbeitete eine Mehrzahl der Mitarbeiter/innen auf zentral bereitgestellten energieeffizienten Servern. Dadurch teilen sie sich dieselbe IT-Hardware. Mehrere Exemplare eines Mini-Computers, der lediglich die Funktion übernimmt, eine Verbindung mit dem Terminalserver herzustellen, setzen wir seit Anfang 2015 als sogenannte Thin-Clients ein. Im Jahr 2016 haben wir Modelle weiterer Hersteller getestet und ein Gerät gefunden, das wir in unseren Standardkatalog für Neuanschaffungen von IKT-Geräten aufgenommen haben. Eine Ausnahme für die Terminalservernutzung bildet bislang bestimmte Spezialsoftware (z. B. Modellierungsprogramme), die weiterhin auf lokalen Arbeitsgeräten ausgeführt wird. Unser Fazit: Wir sind auf einem guten Weg unsere „Green-IT-Nachhaltigkeitsstrategie“ umzusetzen. Ziel dieser ist es, immer mehr Anwender/innen die gemeinsame Nutzung geteilter Rechenleistung auf sogenannten Terminalservern zu ermöglichen.

Vergabe von Dienstleistungsaufträgen

Am IÖW arbeiten wir im Zusammenhang mit unseren Projekten und internen Aktivitäten gelegentlich mit externen Dienstleistern wie Marktforschungsinstituten, Grafikagenturen oder Druckereien zusammen. Bei der Vergabe von Aufträgen sind sowohl die Erfahrungen und die Fachkunde der Dienstleister als auch ihre unternehmerische Ausrichtung an Nachhaltigkeitszielen ausschlaggebend. Daher hatten wir bereits im Jahr 2016 unsere verbindlichen und allgemeingültigen Vergaberichtlinien für Dienstleistungsaufträge um den Aspekt des Nachhaltigkeitsengagements erweitert.

Papierverbrauch am IÖW

Wie für Dienstleistungs- und Informationsunternehmen üblich, ist auch am IÖW Papier ein viel genutztes Arbeitsmittel. Beim Einkauf von Papierprodukten legt das Institut daher größten Wert auf Umweltfreundlichkeit. Unser Standard ist es, ausschließlich 100 Prozent Recyclingpapier zu ver-wenden, das mit dem Umweltzeichen Blauer Engel ausgezeichnet ist. Es ist eine Selbstverständlichkeit, am IÖW sparsam mit Papier umzugehen. Einseitig bedrucktes Papier, das nicht mehr gebraucht wird, wird zunächst als „Schmierpapier“ für handschriftliche Notizen benutzt, bevor es über den Papiermüll entsorgt wird. Für den Mehrseitendruck ist in den Druckprofilen standardmäßig doppelseitiger Druck eingestellt.

Der Verbrauch von DIN A4-Kopierpapier am IÖW ist im Jahr 2017 auf 82.000 Blatt Papier gesunken (2016: 128.915 Blatt). Obwohl am IÖW so viele Menschen arbeiten wie nie zuvor, erreichen wir damit den niedrigsten Wert seit Beginn der Datenerfassung in 2009. Pro Vollzeitäquivalent wurde der Jahresverbrauch ebenfalls reduziert und liegt bei 1.722 Blatt. Seit letztem Jahr kommunizieren wir an dieser Stelle einen Vierjahresvergleich (vorher drei Jahre). Er zeigt deutlich die Entwicklung des rückläufigen Papierverbrauchs: Der spezifische Papierverbrauch konnte zwischen 2014 und 2017 um ein Viertel reduziert werden, seit 2011 sogar um 59 Prozent.

Im Januar 2017 führten wir eine neue Erfassungsmethode für unseren Papierverbrauch ein. Seitdem stellen wir den Einkaufszahlen die tatsächlichen Papierbestände gegenüber. Dafür erfassen wir nun nicht mehr nur die Bestellmengen an Druck- und Kopierpapier, sondern zu Beginn eines jeden Jahres im Rahmen einer kleinen Inventarisierung auch den Bestand. Auf diese Weise ermitteln wir den jahresspezifischen Papierverbrauch exakter.

Druckerzeugnisse

Eigene Druckerzeugnisse des IÖW werden von Berliner Druckereien mit zertifiziertem Umweltmanagementsystem erstellt. Eine der Druckereien berücksichtigt darüber hinaus soziale Nachhaltig-keitsanforderungen, zum Beispiel im Umgang mit ihren Mitarbeiter/innen, und setzt sich als Unternehmen der Gemeinwohlökonomie mit Grundlagen gesellschaftlicher Gerechtigkeit auseinander.

Diese Druckerei nimmt Kleinauflagen nicht an. Müssen Printprodukte in geringen Mengen erstellt werden, weicht das IÖW auf andere Druckereien aus und achtet darauf, dass ausschließlich umweltfreundliches Papier eingesetzt wird.

Druckerzeugnisse, die im Rahmen von Projekten erstellt werden sollen, planen wir bei der Projektentwicklung nach den gleichen ökologischen Standards. Diese werden von unseren Förderern in der Regel akzeptiert.

Die vom IÖW gemeinsam mit der Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung (VÖW) herausgegebene Fachzeitschrift Ökologisches Wirtschaften erscheint im oekom Verlag in München, dem ersten klimaneutralen Verlag Deutschlands. Das Papier der Zeitschrift besteht zu 100 Prozent aus Recyclingpapier, zertifiziert mit dem Blauen Engel RAL-UZ 14.

Veröffentlichungen sind ein wichtiges Element unseres Kerngeschäfts. Bislang kennen wir hier aber das Ausmaß unserer Umweltwirkung nicht. Das soll sich ändern! Hand in Hand mit unserem Ansatz „papierlose Veranstaltung“ (siehe Abschnitt „Nachhaltige Organisation von Veranstaltungen“) haben wir uns als neues Nachhaltigkeitsziel vorgenommen, bis Ende 2019 den Papierverbrauch in unseren Publikationen zu bilanzieren und zu optimieren. Wir wollen dabei die Stellschrauben für Verbesserungspotenzial identifizieren und punktuell smarte Alternativen ausprobieren.

Büromaterialien

Beim Einkauf der weiteren Büromaterialen (wie Briefumschläge, Stifte, Ordner etc.) wird in den meisten Fällen die umweltfreundlichere Alternative gewählt. Wir führten in 2017 für die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) die Marktstudie zu nachhaltigen biobasierten Büroartikeln durch und identifizierten über 260 biobasierte Produktalternativen am deutschen Angebotsmarkt. Wir überprüfen unter Nachhaltigkeits-, Qualitäts- und Kostengesichtspunkten, ob und welche unserer bisher verwendeten Büromaterialien durch diese innovativen Produkte ersetzt werden können. Weiterhin setzen wir dabei auf die einschlägige Kompetenz und Beratung von Händlern, die als Pioniere für nachhaltiges Wirtschaften für ihre Sortimentsgestaltung und auch für die umweltfreundliche Logistik und soziales Unternehmertum ausgezeichnet wurden.

Möbel

Büromöbel wie Schreibtische oder Stühle wurden bisher nur zu einem geringeren Teil von ökologisch orientierten Händlern und nach ökologischen und sozialen Standards bezogen. Den Großteil der im Zuge der Büroerweiterungen seit 2016 benötigten Möbel haben wir als neuwertige Gebrauchtware angeschafft. Alle Möbel werden möglichst lange genutzt und anschließend, sofern noch möglich, einer Weiterverwendung durch Dritte zugeführt.

Bewirtung im Büro

Zur (Pausen)verpflegung von Mitarbeiter/innen und Gästen beschaffen wir im Berliner Büro Kaffee, Tee, Kleingebäck, Milch, Hafermilch und Zucker aus ökologischer Produktion. Der Kaffee ist außerdem fair gehandelt. Jeden Tag gibt es Bio-Obst und -Möhren – wenn vorhanden aus der Region – als kostenlosen Snack für alle. Auch das Heidelberger Büro beschafft „öko“, zum Teil auch „fair“.

Leuchten und Leuchtmittel

Am IÖW verwenden wir in der Regel energieeffiziente Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren. Einbau-Halogenleuchten wurden anstelle von Halogenstrahlern mit LED-Leuchtmitteln ausgerüstet.

Nachhaltigkeitsprogramm

Das Nachhaltigkeitsprogramm nennt Maßnahmen zu der Zielstellung "Spezifischen Papierverbrauch reduzieren" sowie zum Handlungsfeld "Energieeffizienz der IT-Hardware".

Hinweise zu den Daten

Aufgrund veränderter Berechnungsmethoden bei der Ermittlung der Verbrauchsdaten ergeben sich abweichende Werte des Papierverbrauchs für 2013 und 2015 im Vergleich zu den Angaben in unserer Online-Nachhaltigkeitsberichterstattung 2014 und 2015. Wir berichteten, dass 212.5000 Blatt in 2013 und 122.500 Blatt Papier in 2015 verbraucht wurden. Im Zuge der Einführung einer genaueren Erfassungsmethode für unseren Papierverbrauch im Januar 2017, wurden auch die seit 2013 erfassten Bestellmengen kritisch geprüft. Die deutliche Diskrepanz ist vor allem daraus zurückzuführen, dass in den Vorjahresberichten eine der Bestellungen aus 2013 im Umfang von 32.500 Blatt Druck- und Kopierpapier als „Verbrauch“ fälschlicherweise ausschließlich dem Jahr 2013 zugschlagen wurde, während die Papiermenge über einen Zeitraum von 29 Monaten hinweg verbraucht wurde. Die Berichtszahl ist aus diesem Grund nach unten korrigiert worden. Eine Papierbestellung aus Mitte 2015 im Umfang von 10.000 Blatt Druck- und Kopierpapier wurde – äquivalent – über einen Zeitraum von 19 Monaten verbraucht, blieb jedoch in unserer Online-Nachhaltigkeitsberichterstattung 2015 unberücksichtigt. In der Konsequenz ergibt sich für 2015 der hier mit 125.690 Blatt angegebene höhere Papierverbrauch.

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