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Dienstreisen am IÖW

Dienstreisen tragen mittlerweile nur noch unwesentlich zu den Umweltwirkungen des Instituts bei. Die absolute Anzahl unserer Dienstreisen stieg auf 285 Dienstreisen im Jahr 2017, während sie in den vorherigen zwei Jahren konstant blieb (2016: 213; 2015: 212). Die zurückgelegten Personenkilometer stiegen deshalb um ein Viertel. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 205.615 Kilometer (2016: 163.304 km) zurückgelegt. Seit Beginn unserer Datenerfassung gab es keine erkennbare Gesamttendenz zu einer Abnahme der Reisen. Dennoch legen die IÖW-Mitarbeiter/innen derzeit weniger Dienstreisekilometer zurück.

Bei der Durchführung von Dienstreisen berücksichtigt das IÖW ökologische Aspekte in hohem Maße. Hierfür haben wir uns institutsintern auf bestimmte Vorgaben geeinigt. Zunächst versuchen wir – soweit sinnvoll und möglich – Dienstreisen zu vermeiden. Für den Fall, dass keine Alternative zum Reisen besteht, sind Bahn, öffentlicher Personennahverkehr und seit 2015 auch Fernbusse unsere Verkehrsmittel der Wahl. Die Pkw-Nutzung und Flüge innerhalb Deutschlands sind nur im Ausnahmefall und nach vorheriger Genehmigung der Geschäftsführung gestattet. Sind Flüge nicht zu vermeiden, werden sie bei einer gemeinnützigen Klimaschutzorganisation kompensiert. Vielreisenden Mitarbeiter/innen wird eine BahnCard 50 auf Kosten des IÖW zur Verfügung gestellt. Ob und wie viel wir reisen hängt stark von den Anforderungen unserer Projekte ab. Diese definieren, ob Forschungsaufenthalte oder Konferenzteilnahmen im Ausland notwendig sind und bestimmen damit auch, ob und wie viele Mittel- und Langstreckenflüge unumgänglich sind.

2017 haben wir mit 96 Prozent nahezu alle Dienstreisen mit der Bahn durchgeführt. In 2017 fand keine der Dienstreisen mit dem PKW und nur eine mit dem Fernbus statt. Erfreulich ist, dass die Anzahl der Flugreisen wieder gesenkt werden konnte und 2017 nur drei Prozent der Dienstreisen ausmachte. Die Flugdistanzen sind weiterhin rückläufig (24.884 km gegenüber 27.096 km im Vorjahr). Dadurch sinkt die Umweltbelastung unserer Dienstreisen insgesamt. Mittlerweile sehen wir unsere Potenziale ausgereizt, umweltfreundlichere Verkehrsmittel zu nutzen.
Durch unsere Reisen haben wir im Jahr 2017 rund 9,3 Tonnen CO2-Äquivalente emittiert. Dies sind drei Prozent weniger Treibhausgase als im Vorjahr (9,6 Tonnen). Damit erreichen wir den niedrigsten Wert seit der Datenerfassung 2009. Daran haben nicht nur weniger Dienstreisekilometer einen Anteil: Die Deutsche Bahn (DB) fährt im Fernverkehr mittlerweile mit 100 Prozent Ökostrom. Die DB erklärte auf unsere Nachfrage, dass ergänzend im Regionalverkehr umfangreiche Aktivitäten zum energiesparenden Fahren und der vermehrte Einsatz moderner Fahrzeuge mit Energierückspeisung beim Bremsen die Treibhausgasemissionen pro Kilometer zurückgelegte Strecke deutlich verringern. Unser Beitrag? Als bahn.business-Kund/innen reisen viele IÖW-Mitarbeiter/innen auf allen deutschen Bahnstrecken im Regional- und Fernverkehr mit 100 Prozent Ökostrom und vermeiden dienstreisebedingte CO2-Emissionen.
70,5 Prozent der Emissionen sind durch Flugreisen entstanden. Aufgrund der in den letzten Jahren kontinuierlich gesunkenen Anzahl von Flugreisen und der ökologisch orientierten Dienstreiseregelungen planen wir keine zusätzlichen Maßnahmen in diesem Bereich.

Arbeitswege der IÖW-Mitarbeiter/innen

IÖW-Beschäftigte kommen in der Regel mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit dem ÖPNV zur Arbeit. Das Institut ist sowohl in Berlin als auch in Heidelberg zentral gelegen und sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. So lösen wir also sehr geringe Ressourcenverbräuche und Emissionen bei den Arbeitswegen aus. Diese Umweltwirkungen können wir nicht genauer quantifizieren – aufgrund der Geringfügigkeit der Umweltwirkungen haben wir auf tiefergehende Analysen verzichtet.

Hinweise zu den Daten

Das IÖW ermittelt die CO2-Emissionen unter Zuhilfenahme des UmweltMobilChecks der Deutschen Bahn (DB) für Bahn- und Pkw-Reisen, des Emissionen-Rechners für Flugreisen von atmosfair sowie des Berechnungstools von raumobil für Fernbusse. Bei der Ermittlung der CO2-Emissionen mit dem UmweltMobilCheck ist uns aufgefallen, dass gleichen Entfernungen seit 2016 gegenüber den Vorjahreswerten deutlich reduzierte Werte zugewiesen wurden. Dies ist auf eine Aktualisierung des UmweltMobilChecks zum 1.4.2016 zurückzuführen, bei der laut Auskunft der DB die neuesten verfügbaren Emissionsdaten sowie eine differenzierte Betrachtung je nach eingesetztem Anteil an Ökostrom bei dem genutzten Eisenbahnverkehrsunternehmen hinterlegt wurden. Ein Ergebnis sei, dass Reisen im DB-Fernverkehr aufgrund des Anteils von 100 Prozent Ökostrom keinen CO2-Ausstoß verursachen. Auch die beschriebenen Aktivitäten im Nahverkehr (energiesparendes Fahren, vermehrter Einsatz moderner Fahrzeuge mit Energierückspeisung beim Bremsen) tragen laut DB zur deutlichen Reduktion der Treibhausgasemissionen pro Kilometer zurückgelegte Strecke bei.

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