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Dienstreisen am IÖW

Dienstreisen tragen mittlerweile nur noch unwesentlich zu den Umweltwirkungen des Instituts bei. Die absolute Anzahl unserer Dienstreisen sank auf 259 Dienstreisen im Jahr 2018, während sie im Vorjahr gestiegen war (2017: 285) und in den vorherigen zwei Jahren konstant blieb (2016: 213; 2015: 212). Die zurückgelegten Personenkilometer sanken um 2,3 Prozent. Im Jahr 2018 wurden insgesamt 200.917 Kilometer (2017: 205.615 km) zurückgelegt. Seit Beginn unserer Datenerfassung gab es keine erkennbare Gesamttendenz zu einer Abnahme der Reisen. Dennoch legen die IÖW-Mitarbeiter/innen derzeit weniger Dienstreisekilometer zurück.

Bei der Durchführung von Dienstreisen berücksichtigt das IÖW ökologische Aspekte in hohem Maße. Hierfür haben wir uns institutsintern auf klare Vorgaben geeinigt. Zunächst versuchen wir – soweit sinnvoll und möglich – Dienstreisen zu vermeiden. Für den Fall, dass keine Alternative zum Reisen besteht, sind Bahn, öffentlicher Personennahverkehr und seit 2015 auch Fernbusse unsere Verkehrsmittel der Wahl. Die Pkw-Nutzung und Flüge innerhalb Deutschlands sind nur im Ausnahmefall und nach vorheriger Genehmigung der Geschäftsführung gestattet. Sind Flüge nicht zu vermeiden, werden sie bei einer gemeinnützigen Klimaschutzorganisation kompensiert. Vielreisenden Mitarbeiter/innen wird eine BahnCard 50 auf Kosten des IÖW zur Verfügung gestellt. Ob und wie viel wir reisen, hängt stark von den Anforderungen unserer Projekte ab. Diese definieren, ob Forschungsaufenthalte oder Konferenzteilnahmen im Ausland notwendig sind und bestimmen damit auch, ob und wie viele Mittel- und Langstreckenflüge unumgänglich sind.

2018 haben wir mit 97 Prozent wiederholt nahezu alle Dienstreisen mit der Bahn durchgeführt. In 2018 fand keine der Dienstreisen mit dem PKW oder dem Fernbus statt. Erfreulich ist, dass die Anzahl der Flugreisen wieder gesenkt werden konnte und 2018 nur drei Prozent der Dienstreisen ausmachte. Die Flugdistanzen sind weiterhin rückläufig (13.359 km gegenüber 24.884 km im Vorjahr). Dadurch sinkt die Umweltbelastung unserer Dienstreisen insgesamt. Mittlerweile sehen wir unsere Potenziale ausgereizt, umweltfreundlichere Verkehrsmittel zu nutzen.
Durch unsere Reisen haben wir im Jahr 2018 rund 5,7 Tonnen CO2-Äquivalente emittiert. Dies sind 38,7 Prozent weniger Treibhausgase als im Vorjahr (9,3 Tonnen). Damit erreichen wir den niedrigsten Wert seit der Datenerfassung 2009. Daran haben nicht nur weniger Dienstreisekilometer einen Anteil: Die Deutsche Bahn (DB) fährt im Fernverkehr mittlerweile mit 100 Prozent Ökostrom. Die DB erklärte auf unsere Nachfrage, dass ergänzend im Regionalverkehr umfangreiche Aktivitäten zum energiesparenden Fahren und der vermehrte Einsatz moderner Fahrzeuge mit Energierückspeisung beim Bremsen die Treibhausgasemissionen pro Kilometer zurückgelegte Strecke deutlich verringern. Unser Beitrag? Als bahn.business-Kund/innen reisen viele IÖW-Mitarbeiter/innen auf allen deutschen Bahnstrecken im Fernverkehr mit 100 Prozent Ökostrom und vermeiden dienstreisebedingte CO2-Emissionen.
68,4 Prozent der Emissionen sind durch Flugreisen entstanden. Aufgrund der in den letzten Jahren kontinuierlich gesunkenen Anzahl von Flugreisen und der ökologisch orientierten Dienstreiseregelungen planen wir keine zusätzlichen Maßnahmen in diesem Bereich.

Arbeitswege der IÖW-Mitarbeiter/innen

IÖW-Beschäftigte kommen in der Regel mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit dem ÖPNV zur Arbeit. Das Institut ist sowohl in Berlin als auch in Heidelberg zentral gelegen und sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. So lösen wir also sehr geringe Ressourcenverbräuche und Emissionen bei den Arbeitswegen aus. Diese Umweltwirkungen können wir nicht genauer quantifizieren – aufgrund der Geringfügigkeit der Umweltwirkungen haben wir auf tiefergehende Analysen verzichtethtet.

Hinweise zu den Daten

Hinweise zu den Daten: Das IÖW ermittelt die dienstreisebedingten CO2-Emissionen unter Zuhilfenahme des UmweltMobilChecks der Deutschen Bahn für Bahn- und Pkw-Reisen, bei dem laut Auskunft der DB die neuesten verfügbaren Emissionsdaten sowie eine differenzierte Betrachtung je nach eingesetztem Anteil an Ökostrom bei dem genutzten Eisenbahnverkehrsunternehmen hinterlegt sind. Durch Flugreisen verursachte Treibhausgasemissionen werden über den Emissionen-Rechner von Atmosfair ermittelt und die für Fernbus-Nutzung mithilfe des Berechnungstools von Raumobil. Laut UmweltMobilCheck verursachen Reisen im DB-Fernverkehr aufgrund des Anteils von 100 Prozent Ökostrom keinen CO2-Ausstoß und die beschriebenen Aktivitäten im Nahverkehr (energiesparendes Fahren, vermehrter Einsatz moderner Fahrzeuge mit Energierückspeisung beim Bremsen) tragen laut DB zu sehr geringen Treibhausgasemissionen pro Kilometer zurückgelegte Strecke bei.

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