Menü image/svg+xml
IÖW Logo

Dienstreisen am IÖW

Dienstreisen tragen erheblich zu den Umweltwirkungen des Instituts bei. Die absolute Anzahl unserer Dienstreisen ist im Vergleich zu den betrachteten Vorjahren gesunken. Im Jahr 2015 haben unsere Mitarbeiter/innen insgesamt 212 Dienstreisen unternommen. Ein Jahr zuvor waren es noch 250 und im Jahr davor sogar 287 Reisen. Ein Rückgang zeigt sich auch bei den zurückgelegten Personenkilometern. Im Jahr 2015 wurden insgesamt 152.765 km zurückgelegt – und damit fast 30 Prozent weniger Kilometer als im Vorjahr. Damit setzt sich die seit Datenerfassung erkennbare Tendenz zu weniger Reisen und weniger weit entfernten Zielen auch im aktuellen Berichtsjahr weiter fort.

Bei der Durchführung von Dienstreisen berücksichtigt das IÖW ökologische Aspekte in hohem Maße und hat hierfür institutsintern entsprechende Regeln. Zunächst versuchen wir – soweit sinnvoll und möglich – Dienstreisen zu vermeiden. Für den Fall, dass keine Alternative zum Reisen besteht, sind Bahn, öffentlicher Personennahverkehr und seit 2015 auch Fernbusse unsere Verkehrsmittel der Wahl. Die Pkw-Nutzung und Flüge innerhalb Deutschlands sind nur im Ausnahmefall und nach vorheriger Genehmigung gestattet. Sind Flüge nicht zu vermeiden, werden sie bei einer gemeinnützigen Klimaschutzorganisation kompensiert. Vielreisenden Mitarbeiter/innen wird eine BahnCard 50 auf Kosten des IÖW zur Verfügung gestellt. Damit fahren sie bei Reisen mit der Deutschen Bahn zu 100 Prozent mit Ökostrom.

2015 haben wir den Großteil unserer Dienstreisen, nämlich 86 Prozent, mit der Bahn durchgeführt. PKW-Reisen haben mit insgesamt 6 Prozent leicht zugenommen – Grund waren längere Streiks bei der Deutschen Bahn, die uns zwangen kurzfristig auf alternative Verkehrsmittel wie PKW und Fernbus umzusteigen. Das Verkehrsmittel Fernbus wurde im Jahr 2015 erstmalig für kürzere Distanzen genutzt. Bei den CO2-Emissionen schneidet diese Art zu reisen sehr gut ab – aus Zeit- oder Komfortgründen lohnt der Umstieg von der Bahn auf den Fernbus aber nicht immer. Erfreulich ist, dass die Anzahl der Flugreisen auf dem niedrigen Niveau des Vorjahrs geblieben ist und 2015 nur sechs Prozent der Dienstreisen ausmachte. Da 2015 keine Langstrecken sondern nur europaweite Reisen mit dem Flugzeug erfolgt sind, sind auch die Flugdistanzen rückläufig (29.083 gegenüber 53.701 km im Vorjahr). Dadurch sinkt die Umweltbelastung unserer Dienstreisen insgesamt (siehe unten). Gleichzeitig sehen wir gerade bei Flugreisen zu europäischen Zielorten, die auch mit einem vertretbaren zeitlichen Aufwand per Bahn zu erreichbar sind, ein Potenzial zur Kompensation durch umweltfreundlichere Verkehrsmittel.

Durch unsere Reisen haben wir im Jahr 2015 rund 14 Tonnen CO2-Äquivalente emittiert. Dies sind fast 40 Prozent weniger Treibhausgase als im Vorjahr (23,3 Tonnen). Damit erreichen wir den niedrigsten Wert seit Datenerfassung. Von den Emissionen gehen 60 Prozent auf die Flugreisen zurück, die nur sechs Prozent der Dienstreisen ausmachen.

 

Ob und wie viel wir reisen hängt stark von den Anforderungen unserer Projekte ab. Diese definieren, ob Forschungsaufenthalte im Ausland notwendig oder Konferenzteilnahmen und Mittel- und Langstreckenflüge unumgänglich sind. Daher fällt die Anzahl unserer Dienstreisen von Jahr zu Jahr unterschiedlich aus.

Aufgrund der in den letzten Jahren kontinuierlich gesunkenen Anzahl von Flugreisen und der ökologisch orientierten Dienstreiseregelungen planen wir keine zusätzlichen Maßnahmen in diesem Bereich.

Arbeitswege der IÖW-Mitarbeiter/innen

Bis auf wenige Mitarbeiter/innen kommen die IÖW-Beschäftigten in aller Regel mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit dem ÖPNV zur Arbeit. Das Institut ist sowohl in Berlin als auch in Heidelberg zentral gelegen und sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Mit dem Verkehr für die Arbeitswege lösen wir also sehr geringe Ressourcenverbräuche und Emissionen aus. Diese Umweltwirkungen können wir nicht genauer quantifizieren – aufgrund der Geringfügigkeit der Umweltwirkungen haben wir auf tiefergehende Analysen verzichtet.

Hinweise zu den Daten

Die CO2-Emissionen werden unter Zuhilfenahme des UmweltMobilChecks der Deutschen Bahn (DB) für Bahn- und Pkw-Reisen, des Emissionen-Rechners für Flugreisen von atmosfair sowie des Berechnungstools von raumobil für Fernbusse ermittelt. Bei der Ermittlung der CO2-Emissionen mit dem UmweltMobil-Check sind uns teilweise veränderte Werte für gleiche Strecken im Vergleich zu den Vorjahren aufgefallen. Dies hängt mit einer Aktualisierung des UmweltMobilChecks zum 1.4.2016 zusammen, bei der die neuesten, verfügbaren Emissionsdaten sowie eine differenzierte Betrachtung je nach dem eingesetzten Anteil Ökostrom des genutzten Eisenbahnverkehrsunternehmens hinterlegt wurde. Das führt laut Auskunft der DB zu dem Ergebnis, dass Reisen, bei denen der DB-Fernverkehr genutzt wird, aufgrund des Anteils von 75 Prozent Ökostrom, einen besonders niedrigen CO2-Ausstoß haben. Ferner ergeben sich auch im Nahverkehr der DB Verbesserungen durch neue Verbrauchsdaten, die auf umfangreiche Aktivitäten zum energiesparenden Fahren und den gestiegenen Einsatz moderner Fahrzeuge mit Energierückspeisung beim Bremsen zurückzuführen sind.

Hauptnavigation

Servicenavigation