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Energieverbrauch am IÖW

Endenergieverbrauch am IÖW

Der Gesamtendenergieverbrauch wird für das Jahr 2017 angegeben, weil die Verbrauchszahlen für Gas zum Zeitpunkt der Berichtslegung nur bis zum Jahr 2017 vorliegen. Der Gesamtendenergieverbrauch für Strom und Wärme am IÖW lag 2017 bei 211.152 kWh. Dies entspricht – bei steigender Mitarbeiter/innenzahl nahezu dem Vorjahreswert, 2016 betrug der Endenergieverbrauch 211.339 kWh. Über einen längeren Zeitraum betrachtet ist der Gesamtendenergieverbrauch starken Schwankungen unterworfen, die mit der Größe des Instituts (Mitarbeiter/innen und Büroflächen) und mit den unterschiedlich kalten Wintern zusammenhängen können. Von 2012 bis 2015 war ein konstanter Rückgang in Folge des geringeren Wärmeenergiebedarfs durch gebäudeenergetische Verbesserungsmaßnahmen am Standort Berlin zu beobachten. Dieser positive Trend wurde in 2015 unterbrochen. 2016 lag der Gasverbrauch bei 176.029 kWh und sank 2017 um 0,8 Prozent  (174.578 kWh). Der Stromverbrauch stieg im gleichen Zeitraum um 3,6 Prozent (36.574,1 kWh gegenüber 35.310,5 kWh).

Die Betrachtung der relativen Verbräuche zeigt: Im Jahr 2017 wurde pro Vollzeitäquivalent sechs Prozent weniger Energie verbraucht als im Jahr zuvor (4.435 kWh gegenüber 4.737 kWh). Wir zeigen im Folgenden die Entwicklung in der Zeitreihe seit Beginn der Datenerfassung in 2011.

Stromverbrauch am IÖW

Das IÖW deckt seinen Strombedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Seit 2015 beziehen wir unseren Strom von den Berliner Stadtwerken, einem kommunalen Anbieter für die lokale, verbrauchernahe Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien. Damit unterstützen wir das Ziel der Stadt Berlin, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden.

Während die Ermittlung des Gesamtendenergieverbrauchs ausschließlich Werte aus 2017 berücksichtigt, wird der Stromverbrauch am IÖW hier sowohl für das Jahr 2017 als auch für das Jahr 2018 dargestellt, da beide Daten in diesen Bericht einfließen. Den Stromverbrauch allein können wir bereits auf Basis der aktuelleren Werte aus 2018 kommunizieren. In 2017 war der Stromverbrauch noch um 3,6 Prozent gegenüber dem vorherigen Jahr gestiegen und lag bei 36.574 kWh. Nun zeigen unsere Bemühungen, Strom einzusparen, Früchte. Wir senkten unseren Gesamtstromverbrauch zwischen 2017 (36.574 kWh) und 2018 (34.833 kWh) um 1.740 Kilowattstunden und somit um 4,8 Prozentpunkte, während das Institut im gleichen Zeitraum zehn Prozent mehr Mitarbeitende einstellte. Deshalb entwickelte sich auch der spezifische Stromverbrauch sehr erfreulich: Der Jahresverbrauch an Strom pro Vollzeitäquivalent betrug 622 kWh (2017: 768 kWh, 2016: 792 kWh). Elf Jahre nach Beginn unserer Datenaufzeichnung zum Stromverbrauch liegen wir 22 Prozent und damit deutlich unter dem spezifischen Stromverbrauch von 2008 (798 kWh).

Seit 2015 haben wir Maßnahmen zur Reduktion des Stromverbrauchs aus unserem Nachhaltigkeitsprogramm umgesetzt. Dazu gehört unter anderem die Einführung einer Richtlinie zur Beschaffung von energieeffizienten und ressourcenschonenden IKT-Geräten (siehe Beschaffung am IÖW). Die Beschaffungsrichtline haben wir Ende 2017 einem Monitoring unterzogen, um ihre Umwelt- und Kosteneffekte zu prüfen.

Als Verbesserungsmaßnahme hatten wir uns bereits für 2018 vorgenommen einen Stromsparmonat durchzuführen, um zu überprüfen, wie sich verändertes Nutzungsverhalten auf unseren Stromverbrauch auswirkt, wenn wir alle IÖW-Mitarbeiter/innen intensiv für eine umsichtige Stromnutzung sensibilisieren. Der Stromsparmonat fand schließlich im Februar 2019 statt, die Ergebnisse berichten wir im Jahresbericht 2019.

Wärmeversorgung

Die IÖW-Büros in Berlin und Heidelberg befinden sich in gemieteten Altbauten. Die Gebäude werden durch gasbefeuerte Zentralheizungen der Vermieter beheizt. Das Mietshaus des Heidelberger Büros wurde vor einigen Jahren partiell gedämmt, weitere Maßnahmen sind von Vermieterseite derzeit nicht vorgesehen. Das Gas zum Beheizen unserer Büroräume in Berlin und Heidelberg war auch im Jahr 2017 für 65 Prozent unserer Treibhausgasemissionen verantwortlich. Wir befinden uns in regelmäßigem Austausch mit unserem Vermieter, um weitere ökologische Verbesserungen zu erzielen.

Unser Gasverbrauch wird für 2017 angegeben, weil die Verbrauchszahlen für Gas zum Zeitpunkt der Berichtslegung nur bis zum Jahr 2017 vorliegen. Er reduzierte sich im Jahr 2017 um fast ein Prozent von 176.029 kWh auf 174.578 kWh. Er liegt damit zwar höher als in den Jahren 2014 und 2015, aber immer noch deutlich unter den Verbräuchen im Zeitraum von 2010 bis 2013. Mit 151 kWh pro Quadratmeter liegt der spezifische Gasverbrauch klimabereinigt um knapp ein Prozent höher als im Vorjahr (2016: 150 kWh).

Dass der Gasverbrauch trotz vieler Neueinstellungen stabil ist, ist erfreulich. Wir ruhen uns nicht darauf aus, sondern werden im Zuge der anstehenden erneuten Erweiterung unserer Büroflächen mit besonderem Augenmerk eruieren, welche Maßnahmen effektiv dazu beitragen können den Wärmeenergieverbrauch konstant zu halten.

Nachhaltigkeitsprogramm

Das Nachhaltigkeitsprogramm nennt eine Maßnahme zu der Zielstellung „Spezifischen Stromverbrauch reduzieren – Auswirkungen von Nutzungsverhalten prüfen/Sensibilisierung“.

Hinweise zu den Daten

Hinweise zu den Daten: Die Verbrauchszahlen für Gas liegen zum Zeitpunkt der Berichtslegung nur bis zum Jahr 2017 vor. Deshalb kann der Gesamtenergieverbrauch nur bis zum Stichtag 31.12.2017 ermittelt und hier berichtet werden. Aufgrund veränderter Berechnungsmethoden bei der Ermittlung der Verbrauchsdaten ergeben sich abweichende Werte des Gasverbrauchs für 2015 im Vergleich zu den Angaben in unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung 2016. Ferner korrigieren wir zur Verbesserung des Monitorings schon seit zwei Jahren den spezifischen Gasverbrauch um Witterungseinflüsse. Dabei werden die spezifischen Gasverbräuche für jeden Standort (Berlin, Heidelberg) mit dem entsprechenden Klimafaktor des Deutschen Wetterdienstes für das jeweilige Jahr multipliziert. Dies ermöglicht es, die Effekte von Maßnahmen zur Reduktion des Gasverbrauchs unabhängig von Änderungen der zu beheizenden Fläche oder von der Härte oder Milde des Winters zu bestimmen.

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