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Energieverbrauch am IÖW

Endenergieverbrauch am IÖW

Der Gesamtendenergieverbrauch für Strom und Wärme am IÖW lag 2014 bei 195.585 kWh. Dies bedeutet einen Rückgang um rund zwanzig Prozent zum Vorjahr, in dem der Endenergieverbrauch 238.590 kWh betrug. Über einen längeren Zeitraum betrachtet ist der Gesamtendenergieverbrauch starken Schwankungen unterworfen, die mit der Größe des Instituts und mit den unterschiedlich kalten Wintern der letzten Jahre zusammen hängen können. Seit dem Jahr 2012 ist jedoch ein konstanter Rückgang in Folge des geringeren Wärmeenergiebedarfs zu beobachten. Dies hängt mit den Verbesserungen der Energieeffizienz durch bauliche Maßnahmen an unserem Gebäude in Berlin zusammen. Gleichzeitig ist der Strombedarf in Folge der räumlichen Vergrößerung jedoch gestiegen.

Die Betrachtung der relativen Verbräuche zeigt ebenfalls einen positiven Trend: Pro Vollzeitäquivalent wurde im Jahr 2014 fast 30 Prozent weniger Energie verbraucht als zwei Jahre zuvor (3.802 kWh gegenüber 5.316 kWh).

Stromverbrauch am IÖW

Das IÖW deckt seinen Strombedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Bislang haben wir unseren Strom von einem Anbieter erhalten, dessen Ökostrom das ok-power-Label trägt und damit höchste Ansprüche an Umweltverträglichkeit und Verbraucherfreundlichkeit erfüllt. Seit diesem Jahr beziehen wir unseren Strom von den Berliner Stadtwerken, einem kommunalen Anbieter für die lokale, verbrauchernahe Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien. Das Angebot befindet sich aktuell in einer Prüfung für die freiwillige Zertifizierung durch eine unabhängige Prüforganisation. Damit unterstützen wir das Ziel der Stadt Berlin, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden.

Der Stromverbrauch am IÖW ist 2014 um etwa 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und lag bei 36.289 kWh. Der spezifische Jahresverbrauch lag bei 705 kWh (2013: 606 kWh). Damit wird der positive Trend der letzten Jahre unterbrochen und erstmals seit Datenaufzeichnung mehr Strom pro Vollzeitäquivalent als im vorhergehenden Jahr verbraucht. Den Anstieg sowohl des absoluten als auch des relativen Stromverbrauchs führen wir auf die räumliche Vergrößerung des Instituts zurück. Mit der Einrichtung neuer Büroräume, Küchen und Besprechungsräume und der Inbetriebnahme neuer elektronischer Geräte wie Spülmaschinen, Kühlschränke und Projektoren ist auch der Strombedarf gestiegen.

Im Laufe des letzten Jahres haben wir einige Maßnahmen zur Reduktion des Stromverbrauchs aus unserem Nachhaltigkeitsprogramm umgesetzt. Neben der Einführung einer Richtlinie zur Beschaffung von energieeffizienten und ressourcenschonenden IKT-Geräten (siehe Beschaffung am IÖW) handelte es sich dabei um eine Informations- und Motivationsveranstaltung zu umweltschützendem Verhalten im Büroalltag. Da die Verbrauchsbilanz der letzten Jahre positiv ausfiel, waren zunächst keine weiteren Maßnahmen geplant. Sollte das zukünftige Monitoring zeigen, dass unser Stromverbrauch weiter ansteigt, werden wir neue Maßnahmen zur Verbrauchsreduktion prüfen und eine Auswahl geeigneter Maßnahmen im Nachhaltigkeitsprogramm beschließen.

Wärmeversorgung

Die IÖW-Büros in Berlin und Heidelberg befinden sich in gemieteten Altbauten. Die Gebäude werden durch gasbefeuerte Zentralheizungen der Vermieter beheizt. Das Mietshaus des Heidelberger Büros wurde vor einigen Jahren partiell gedämmt, weitere Maßnahmen sind von Vermieterseite derzeit nicht vorgesehen. In Berlin haben wir seit Ende des Jahres 2013 im Zuge von Umbauten einiges zur Verbesserung der Energieeffizienz beitragen können. Auf Anregung des IÖW hat unser Vermieter das Flachdach gedämmt und Fenster ausgetauscht. Der Effekt: eine verbesserte Energiebilanz des Berliner IÖW-Büros. Darüber hinaus haben wir den Mitarbeiter/innen erneut Informationsangebote zum effizienten Heizen bereitgestellt. Mit unserem Vermieter in Berlin haben wir Gespräche aufgenommen, um eine Umstellung der Gasversorgung auf 100 Prozent Biogas zu erreichen. Dafür haben wir mit EWS Schönau einen Anbieter vorgeschlagen, der sein Biogas nachhaltig aus Speiseresten, Marktabfällen und überlagerten Lebensmitteln erzeugt. Der Vermieter hat zugesagt, eine Umstellung zu prüfen, wenn die aktuellen Versorgungsverträge im Jahr 2017 auslaufen.

Unser Gasverbrauch ist im Jahr 2014 deutlich gesunken. Insgesamt ging er um fast ein Viertel von 207.319 auf 159.296 kWh zurück. Da wir im Vorjahr unsere Berliner Bürofläche erweitert hatten, sind die Einsparungen bezogen auf die Heizfläche sogar noch deutlicher: mit 147 kWh pro Quadratmeter konnte der spezifische Gasverbrauch klimabereinigt um ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr reduziert werden.

Mit den deutlichen Verbesserungen unserer Energiebilanz sind wir zufrieden und planen aktuell keine weiteren Maßnahmen, um den Wärmeenergieverbrauch zu senken. Den Fokus legen wir für die nächsten Jahre auf das Monitoring der umgesetzten Maßnahmen.

 

 

Hinweise zu den Daten

Aufgrund veränderter Berechnungsmethoden bei der Ermittlung der Verbrauchsdaten ergeben sich abweichende Werte des Gasverbrauchs für 2012-2014 im Vergleich zu den Angaben in unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung 2014. Ferner korrigieren wir zur Verbesserung des Monitorings schon seit dem letzten Jahr den spezifischen Gasverbrauch um Witterungseinflüsse. Dabei werden die spezifischen Gasverbräuche für jeden Standort (Berlin, Heidelberg) mit dem entsprechenden Klimafaktor des Deutschen Wetterdienstes für das jeweilige Jahr multipliziert. Dies ermöglicht es, die Effekte von Maßnahmen zur Reduzierung des Gasverbrauchs unabhängig von Änderungen der zu beheizenden Fläche oder von der Härte oder Milde des Winters zu bestimmen.

 

 

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