Menü image/svg+xml
IÖW Logo

Energieverbrauch am IÖW

Endenergieverbrauch am IÖW

Der Gesamtendenergieverbrauch wird für das Jahr 2015 angegeben, weil die Verbrauchszahlen für Gas zum Zeitpunkt der Berichtslegung nur bis zum Jahr 2015 vorliegen. Der Gesamtendenergieverbrauch für Strom und Wärme am IÖW lag 2015 bei 210.296 kWh. Das bedeutet einen Anstieg um acht Prozent zum Vorjahr, in dem der Endenergieverbrauch 195.585 kWh betrug. Über einen längeren Zeitraum betrachtet ist der Gesamtendenergieverbrauch starken Schwankungen unterworfen, die mit der Größe des Instituts (Mitarbeiter/innen und Büroflächen) und mit den unterschiedlich kalten Wintern zusammenhängen können. Seit dem Jahr 2012 war ein konstanter Rückgang in Folge des geringeren Wärmeenergiebedarfs durch gebäudeenergetische Verbesserungsmaßnahmen am Standort Berlin zu beobachten. Dieser positive Trend wurde in 2015 unterbrochen. Dazu tragen zu gleichen Teilen der in 2015 institutsweit erhöhte Raumwärmebedarf und der bis dahin gestiegene Stromverbrauch bei. Der Gasverbrauch lag um 7,6 Prozent höher als im Vorjahr (171.456 kWh gegenüber 159.296 kWh), der Stromverbrauch stieg im gleichen Zeitraum um 7 Prozent (38.839 kWh gegenüber 36.289 kWh).

Die Betrachtung der relativen Verbräuche bestätigt die Unterbrechung des bisher überwiegend positiven Trends: Pro Vollzeitäquivalent wurde im Jahr 2015 25 Prozent mehr Energie verbraucht als im Jahr zuvor (4.761 kWh gegenüber 3.802 kWh). Wir schreiben dieses Ergebnis dem Fakt zu, dass viele Mitarbeiter/innen ihren Stellenumfang im Zuge der Kurzarbeitsphase reduzierten, Büroflächen dennoch vorgehalten, jedoch nicht im Verhältnis weniger beheizt wurden.

Stromverbrauch am IÖW

Das IÖW deckt seinen Strombedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Seit 2015 beziehen wir unseren Strom von den Berliner Stadtwerken, einem kommunalen Anbieter für die lokale, verbrauchernahe Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien. Damit unterstützen wir das Ziel der Stadt Berlin, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden.

Der Stromverbrauch am IÖW wird hier sowohl für das Jahr 2015 als auch das Jahr 2016 dargestellt, da beide Daten in diesen Bericht einfließen. Die Ermittlung des Gesamtendenergieverbrauchs berücksichtigt ausschließlich Werte aus 2015. Den Stromverbrauch allein, können wir aber bereits auf Basis der aktuelleren Werte aus 2016 kommunizieren. Er ist 2015 um sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und lag bei 38.840 kWh. In 2016 ist er um neun Prozent gegenüber dem vorherigen Jahr gesunken und lag bei 35.310 kWh. Damit ist in 2016 zum ersten Mal seit 2014 wieder ein positiver Trend erkennbar. Das ist umso erfreulicher, weil mehr Mitarbeiter/innen am IÖW beschäftigt sind und auch die Vollzeitäquivalente stiegen. Der Jahresverbrauch an Strom pro Vollzeitäquivalent betrug 686 kWh (2015: 879 kWh, 2014: 705 kWh). Seit Beginn unserer Datenaufzeichnung zum Stromverbrauch im Jahr 2008 konnten wir den spezifischen Stromverbrauch um insgesamt 14 Prozent senken (2008: 798 kWh).

Im Laufe der Jahre 2015 und 2016 haben wir einige Maßnahmen zur Reduktion des Stromverbrauchs aus unserem Nachhaltigkeitsprogramm umgesetzt. Dazu gehört unter anderem die Einführung einer Richtlinie zur Beschaffung von energieeffizienten und ressourcenschonenden IKT-Geräten (siehe Beschaffung am IÖW). Im Nachhaltigkeitsprogramm ist mit Ende 2017 ein Monitoring dieser Beschaffungsrichtlinie vorgesehen, um die Geräte, deren Verbrauchsparameter und die damit verbundene Umwelt- und Kosteneffekte zu prüfen.

Wärmeversorgung

Die IÖW-Büros in Berlin und Heidelberg befinden sich in gemieteten Altbauten. Die Gebäude werden durch gasbefeuerte Zentralheizungen der Vermieter beheizt. Das Mietshaus des Heidelberger Büros wurde vor einigen Jahren partiell gedämmt, weitere Maßnahmen sind von Vermieterseite derzeit nicht vorgesehen. Das Gas zum Beheizen unserer Büroräume in Berlin und Heidelberg war im Jahr 2015 für rund 58 Prozent unserer Treibhausgasemissionen verantwortlich. Um diese Emissionen substanziell zu senken, haben wir uns bei unserem Vermieter in Berlin dafür eingesetzt, Erdgas durch Biogas aus Rest- und Abfallstoffen zu ersetzen. Würden 100 Prozent Biogas eingesetzt, wäre es möglich, die Emissionen um 50 Prozent zu reduzieren. Der Umstieg wäre sogar bei gleichen Kosten möglich gewesen, da der bestehende Erdgasvertrag sehr teuer war. Die Hausverwaltung hat die von uns vorgeschlagenen Biogasanbieter und ihre Tarife auf unsere Bitte hin geprüft, sich jedoch für den bestehenden Erdgas-Versorger entschieden, der erhebliche Preisabschläge zusagte. Ein wichtiges Argument aus Sicht des Vermieters war, dass der Liefervertrag für mehrere Objekte gilt und die Mehrkosten für Biogas von allen privaten und gewerblichen Mietern zu tragen wären.

Unser Gasverbrauch wird für 2015 angegeben, weil die Verbrauchszahlen für Gas zum Zeitpunkt der Berichtslegung nur bis zum Jahr 2015 vorliegen. Er hat im Jahr 2015 zugenommen. Insgesamt stieg er um mehr als sieben Prozent von 159.296 auf 171.456 kWh, liegt damit aber immer noch deutlich unter den Verbräuchen im Zeitraum von 2010 bis 2013. Mit 146 kWh pro Quadratmeter liegt der spezifische Gasverbrauch pro Vollzeitäquivalent klimabereinigt fast ein Viertel höher als im Vorjahr (2014: 118 kWh).

Den erneuten Anstieg des Gasverbrauchs beobachten wir kritisch. Vor dem Hintergrund vieler Neueinstellungen und einer erneuten Erweiterung unserer Büroflächen werden wir deshalb mit besonderem Augenmerk eruieren, welche Maßnahmen effektiv dazu beitragen könnten den Wärmeenergieverbrauch wieder zu senken.

Hinweise zu den Daten

Die Verbrauchszahlen für Gas liegen zum Zeitpunkt der Berichtslegung nur bis zum Jahr 2015 vor. Deshalb kann der Gesamtenergieverbrauch nur bis zum Stichtag 31.12.2015 ermittelt und hier berichtet werden. Aufgrund veränderter Berechnungsmethoden bei der Ermittlung der Verbrauchsdaten ergeben sich abweichende Werte des Gasverbrauchs für 2013 und 2014 im Vergleich zu den Angaben in unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung 2014 und 2015. Ferner korrigieren wir zur Verbesserung des Monitorings schon seit dem letzten Jahr den spezifischen Gasverbrauch um Witterungseinflüsse. Dabei werden die spezifischen Gasverbräuche für jeden Standort (Berlin, Heidelberg) mit dem entsprechenden Klimafaktor des Deutschen Wetterdienstes für das jeweilige Jahr multipliziert. Dies ermöglicht es, die Effekte von Maßnahmen zur Reduzierung des Gasverbrauchs unabhängig von Änderungen der zu beheizenden Fläche oder von der Härte oder Milde des Winters zu bestimmen.

 

 

Hauptnavigation

Servicenavigation