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Erfolgreiche Unternehmen zwischen Wachstum und Nachhaltigkeit

Workshop

01. Juli 2014  
Frankfurt/Main

Veranstalter: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), GLS Bank

 

Wachstum ist die vorherrschende Zielvorstellung modernen Wirtschaftens; Unternehmenswachstum gilt als Normalfall und Leistungsnachweis: Wer es richtig macht, wird auch wachsen. Diese Erwartung eines klaren Zusammenhangs wurde vornehmlich durch den Wachstumsschwung der europäischen Nachkriegszeit geprägt; längst jedoch stößt die Wirtschaft an Grenzen des Wachstums. Stagnierende oder schrumpfende Märkte, ökologische Knappheiten, ökonomische Krisen oder einschneidende demografische Veränderungen erfordern heute alternative Entwicklungsorientierungen sowie Strategie- und Handlungsoptionen, die vom Wachstum unabhängig und gleichwohl zukunftsfähig sind.

Was heißt Erfolg jenseits des Wachstums?

Bislang wissen wir jedoch zu wenig darüber, wie ein Unternehmen, das sich nicht vordergründig an betriebswirtschaftlichen Kenngrößen wie Umsatz, Gewinn oder Mitarbeiterzahl ausrichtet, erfolgreich gesteuert werden kann. Wie können sich Unternehmen auf Wachstumsgrenzen einstellen und ihnen gestaltend begegnen? Was heißt dann „Erfolg“? Welche Rolle spielen qualitative Entwicklungsvorstellungen – etwa die Prozess-, Produkt-, Beziehungs- und Arbeitsqualität – und wie können sie gestärkt werden? Sind Wachstum und Nachhaltigkeit echte Widersprüche; wie verhält es sich mit Effizienz und Suffizienz? Aber auch: Wie lassen sich Risiken von zu starkem Unternehmenswachstum frühzeitig erkennen und gibt es eine optimale Unternehmensgröße, die das Bestehen am Markt sichert?

Um hier neue (oder auch längst bekannte) Wege zu erkunden und aufzuzeigen, richtet das Projekt „Postwachstumspioniere“ den Blick auf kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). In Fallstudien und einer Online-Befragung unter deutschen, österreichischen und Schweizer Unternehmen zeigte sich: Viele KMU setzen bereits primär auf Qualitäten, die Wachstum nach innen oder über ihre Partner ermöglichen und häufig die sozialen und ökologischen Wirkungen verbessern. Die Erfahrungen solcher Unternehmen sollten durch den Workshop auch für andere nutzbar gemacht werden.

Zielgruppe

Der Workshop richtete sich an unternehmerisch Aktive sowie Vertreterinnen und Vertreter kleiner und mittelständischer Unternehmen und zielte auf einen intensiven Wissens- und Erfahrungsaustausch. Drei Impulsreferate aus der praxisnahen Forschung sowie der direkten Unternehmenspraxis gaben am Vormittag einen Einblick in den aktuellen Wissensstand. Strukturierte Arbeitsphasen im Welt-Café-Format ermöglichten am Nachmittag einen intensiven Austausch mit den anderen Teilnehmenden.

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