Liebe Leser*innen,

noch gut drei Wochen bis zur kommenden Bundestagswahl. Was die zukünftige Bundesregierung im Bereich Digitalpolitik dringend angehen muss, damit die Potenziale der Digitalisierung für eine sozial gerechte und nachhaltige Zukunft genutzt werden, hat das Bündnis Bits & Bäume, dem das IÖW angehört, in einem Forderungspapier veröffentlicht. Damit die Digitalisierung Klima und Ressourcen schützt und die digitale Arbeit fair und menschlich gestaltet. Die Bundesregierung muss sich für eine resiliente digitale Gesellschaft und wehrhafte Demokratie einsetzen sowie demokratische Kontrolle über digitale Infrastrukturen ermöglichen, so eine der sieben Kernforderungen.

Sind sie auch besorgt über die Zunahme antidemokratischer Tendenzen in unserem Land? Dann kommen Sie am 16. Februar 2025 gemeinsam mit uns zur Kundgebung und Demo #MutigMenschlichMiteinander in Berlin-Mitte, zu der das IÖW als Teil des Bündnisses „Hand in Hand“ aufruft.

Herzliche Grüße aus dem IÖW
Ihr
Richard Harnisch
Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

Save the Date: Jubiläumstagung und Sommerfest von IÖW & VÖW am 2. Juli 2025 – jetzt vormerken

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AKTUELL

Bits & Bäume: Digitalpolitik jetzt in den Dienst von Mensch und Umwelt stellen

Das Bündnis Bits & Bäume fordert die zukünftige Bundesregierung dazu auf, die Potenziale der Digitalisierung für eine sozial gerechte und nachhaltige Zukunft zu nutzen. Die zwölf Organisationen des Bündnisses aus den Bereichen Umwelt-, Sozial- und Digitalpolitik kritisieren, dass die Chancen der Digitalisierung für gesellschaftlichen Zusammenhalt, Gute Arbeit und Innovation bislang nicht genutzt würden und dass negative Auswirkungen unbehandelt blieben. 

Insbesondere in Zeiten, in denen die enorme Macht einzelner großer Tech-Milliardäre sowie -Konzerne auf die Politik und Demokratie deutlich werde, müsse die deutsche Bundesregierung einen digitalpolitischen Kurs für soziale Gerechtigkeit und die Umwelt vorlegen. Das Forderungspapier mit dem Titel „Digitale Souveränität und nachhaltige Zukunft durch demokratische Kontrolle“ umfasst sieben Kernforderungen für eine nachhaltige Digitalpolitik für Mensch und Umwelt. Forschungsfeldleiter Jonas Pentzien vertritt das IÖW im Bündnis.

► Mehr zu den Kernforderungen erfahren
 

 

Mit Mehrweg gegen den To-Go-Müll: Was Politik und Gastronomie tun können

Ob Kaffee „To Go“ oder Burger vom Lieferdienst: Kund*innen von Cafés, Restaurants oder Lieferplattformen bekommen ihre Bestellungen meistens in Einwegverpackungen, die danach weggeworfen werden. Wie können umweltfreundliche Mehrwegverpackungen als Alternativen attraktiver werden? Ein Projektteam aus Forschung und Praxis zeigt, was jetzt getan werden kann: Die Betriebe sollten einfache Maßnahmen im Verkaufsbereich umsetzen. Damit sich Mehrweg ausweitet, müssen die Gastronom*innen aber von der Politik durch die Schaffung einer niederschwelligen Rücknahmeinfrastruktur vor Ort unterstützt werden.

Im vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderten Projekt REPAID haben das Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu) und das IÖW gemeinsam mit den Mehrwegsystemanbietern Recup und Vytal untersucht, wie Mehrweg in der Gastronomie gefördert werden kann. Die von den IÖW-Wissenschaftler*innen Patrick Schöpflin und Carlotta Harms mitentwickelten Empfehlungen hat das Projekt nun in einem Impulspapier für die Politik, in Handlungsempfehlungen für die Gastronomie sowie einem Hintergrundpapier veröffentlicht.

► Zum Impulspapier | ► Zu den Handlungsempfehlungen | ► Zum Hintergrundpapier

Steinbruch, Sand- und Kiesgrube als Lebensraum: So kann die Baustoffbranche Biodiversität fördern

Grafik: Lebensräume, Zielarten und Biodiversitätsmonitoring in einem fiktiven Steinbruch. © IÖW/Universität Münster/Daniela Leitner 2025 im Projekt GiBBS.

Immer mehr Menschen sorgen sich um das Artensterben. Der öffentliche Druck nimmt auch auf Rohstoffunternehmen zu, denn sie verändern Ökosysteme durch den Abbau beziehungsweise die Gewinnung von Baustoffen, zum Beispiel Sand und Gips. Doch gerade für seltene Arten können in Gewinnungsstätten – die es in ganz Deutschland gibt – wichtige neue Lebensräume entstehen.

Um diese potenziellen Lebensräume besser zu entwickeln, haben Forschende im Dialog mit der Baustoffbranche ein Konzept für ein ganzheitliches Biodiversitätsmanagement erarbeitet. Mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erstellte das Projekt „Ganzheitliches Biodiversitätsmanagement in der Baustoffindustrie“ (GiBBS) unter Leitung von Anneli Heinrich ein Handbuch: Es unterstützt Rohstoffunternehmen dabei, Artenschutzmaßnahmen zu planen, umzusetzen und zu evaluieren.

► Weiterlesen und erfahren, wie viele Pflanzen- und Tierarten in den beteiligten Standorten nachgewiesen werden konnten: A) 400, B) 800, C) 1.200?

„Mobil auf Deine Weise“: Citizen-Science-Studie sucht Teilnehmende

Ob zu Fuß, mit Rollstuhl, Rollator, Rad, Öffis oder Auto: Alle Menschen sollten sich gut und gesund durch die Stadt bewegen können. Bisher wurden die Perspektiven von Menschen, die in ihrer Mobilität benachteiligt sind, in der Forschung oft vernachlässigt. Ein Projektteam aus fünf Forschenden der Freien Universität Berlin und des IÖW möchte dies im Projekt AMBER ändern. Ihr Ziel ist es, die Mobilität dieser Menschen besser zu verstehen, ihrer Perspektive Gehör zu verschaffen und ihre Bedürfnisse sichtbar zu machen. Das Team unter Leitung von IÖW-Wissenschaftlerin Dr. Vivian Frick und FU-Wissenschaftler Dr. Jan Keller erforscht gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern in der Studie „Mobil auf Deine Weise“, wie die Mobilität in Berlin gesünder und gerechter werden kann. 

Die Teilnahme an der Studie ist unkompliziert und ohne Vorkenntnisse möglich. Die Teilnehmenden erhalten je nach gewähltem Teilnahmemodell eine Aufwandsentschädigung von 60 bis 80 Euro.

► Mehr zu der Citizen-Science-Studie erfahren | ► Zur Anmeldung

Windenergie: räumliche und zeitliche Gerechtigkeit mitdenken

Um den Ausbau von Windrädern zu beschleunigen, haben mehrere europäische Länder in den letzten Jahren Planungs- und Umsetzungsprozesse optimiert. Doch diese werden oft durch Interessen- und Zielkonflikte verlangsamt, die auf Gerechtigkeitsfragen hinweisen. In einem Papier entwickelte das Projekt JustWind4All ein differenziertes Verständnis von Beschleunigung und Gerechtigkeit der Energiewende. Die Forschenden vom IÖW und vom Dutch Research Institute for Transitions BV (DRIFT) bieten einen Fragenkatalog an: Damit können Forschung und Energiepolitik die zeitliche und räumliche Gerechtigkeit sichtbar machen, um eine gerechte und zugleich beschleunigte Energiewende zu ermöglichen.

► Weiterlesen | ► Zum Papier

Eine Vision für Energiegemeinschaften: Zukunftswerkstatt entwickelt Transformationspfade

Wie können Energiegemeinschaften in Zukunft ein relevanter Teil des Energiesystems sein? Das diskutierten die Teilnehmenden aus Theorie und Praxis in der Zukunftswerkstatt (Foto: IÖW)

Von der Kritik zur Vision: Das war das Motto der Zukunftswerkstatt „Energiegemeinschaften im klimaneutralen Energiesystem der Zukunft“, die im Rahmen der Nachwuchsgruppe SteuerBoard Energie vom ECOLOG-Institut, der Leuphana Universität und dem IÖW am 29. Januar 2025 in Berlin durchgeführt wurde. Wichtige Stakeholder aus 15 Organisationen haben Hürden diskutiert, Visionen erarbeitet und Maßnahmen gestrickt: Zu Themen wie Bürgerenergie, Verbraucherschutz, Technik und Wirtschaft.

„Wir haben inspirierende Impulse ausgetauscht und in einem sehr fruchtbaren Umfeld auch kontroverse Ideen diskutiert“, so Nachwuchsgruppenleiterin Dr. Swantje Gährs vom IÖW. „Auf diese Weise haben wir nicht nur Visionen entwickelt, wie die Rolle von Energiegemeinschaften in Zukunft aussehen kann, sondern auch diskutiert, welche Maßnahmen uns kurz- oder langfristig dort hinführen.“ Aufbauend auf den Ergebnissen der Zukunftswerkstatt und den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Nachwuchsgruppe erarbeitet das Team nun einen Policy Brief, der die Ideen konkretisiert und bündelt.

► Mehr zum Projekt SteuerBoard Energie

Unser letzter Tweet....

Wir verlassen nach über elf Jahren Twitter/X. Die Entwicklungen widersprechen unserem Verständnis einer demokratischen Gesellschaft. Wir stehen für einen konstruktiven Dialog über Nachhaltigkeitsforschung. 

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BLOG POSTWACHSTUM

Künstliche Intelligenz und Postwachstum

Ist KI ein Mittel, um die Klimakrise zu bewältigen, oder eine schlimmere Umweltsünde als das Fliegen? In einer aktuellen Artikelreihe beschäftigt sich der Blog Postwachstum mit dem kontroversen Thema der Nachhaltigkeit von KI-Systemen sowie deren Auswirkungen auf Gesellschaft und politische Praxis. Kilian Vieth-Ditlmann geht der Frage nach, wie viel Energie KI-Systeme wirklich benötigen, warum bessere Messungen nötig sind und welche Ansätze es gibt, die Systeme nachhaltiger zu gestalten. Marion Meyers beschäftigt sich mit der Rolle von KI im modernen Kapitalismus und plädiert für einen Paradigmenwechsel im Umgang mit Technologien. Leo Schlichter reflektiert das Potenzial von KI-Systemen für Prozesse wirtschaftlicher Planung.

► www.postwachstum.de

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TERMINE

14. Februar 2025 | Fridays for Future: Klimastreik

Zeige am Valentinstag Deine Liebe für unseren Planeten: Fridays for Future ruft zum bundesweiten Klimastreik vor der Wahl auf – am Freitag, 14. Februar 2025, überall in Deutschland.

Setzen wir uns gemeinsam für eine lebenswerte Zukunft ein. Wir haben ein Recht auf Zukunft, die Regierung muss es schützen.

fridaysforfuture.de/klimastreik 

16. Februar 2025 | „Hand in Hand“-Demo #MutigMenschlichMiteinander

Das Bündnis „Hand in Hand“ bereitet aus Anlass der Bundestagswahl am 16. Februar 2025 eine Großdemo auf dem Bebelplatz in Berlin vor, zu der das IÖW als Teil des Bündnisses aufruft.

Mit einer Kundgebung in Berlin unter dem Motto „Mutig. Menschlich. Miteinander.“ wird eine Aktionswoche für Demokratie, soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte eröffnet. Gemeinsam erheben wir unsere Stimmen gegen Ausgrenzung, Hass und Hetze und zeigen, wie wichtig der Schutz demokratischer Werte und solidarischer Zusammenhalt sind.

Datum: 16. Februar 2025
Ort: Unter den Linden/Bebelplatz, Berlin-Mitte
Veranstalter: Bündnis „Hand in Hand“

► Weitere Informationen

2.–3. April 2025 | GTPF-Jahrestagung – Neue Horizonte in der transdisziplinären Forschung

Die GTPF – Gesellschaft für transdisziplinäre und partizipative Forschung lädt zu ihrer ersten Jahrestagung „Neue Horizonte in der transdisziplinären Forschung“ ein. Das Projekt tdAcademy zeigt, wie das Zusammenspiel zwischen Kontexten, Formaten sowie gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Wirkungen in der transdisziplinären Forschung besser verstanden werden kann. Diese Impulse werden aufgenommen in der Diskussion von gemeinsamen Herausforderungen von transdisziplinär und partizipativ Forschenden. 

Die Konferenz richtet sich an alle, die an der Weiterentwicklung exzellenter transdisziplinärer und partizipativer Forschung arbeiten. Das IÖW ist Gründungsmitglied der Fachgesellschaft, IÖW-Geschäftsführer Thomas Korbun engagiert sich als Mitglied im GTPF-Vorstand.

Datum: 2.–3. April 2025
Ort: Frankfurt/Main
Veranstalter: ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung, KIT – Karlsruher Institut für Technologie, Öko-Institut e. V., Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG) der Technischen Universität Berlin, Leuphana Universität Lüneburg und GTPF

▶ Weitere Informationen

Save the Date: 2. Juli 2025 | Jubiläumstagung und Sommerfest von IÖW und VÖW

Klick aufs Bild: Thomas Korbun und Lara Schultz stellen unsere Einladung zum 40-jährigen Jubiläum von IÖW und VÖW vor

2025 wird das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung 40 Jahre alt. Das heißt: Über 700 Forschungsprojekte zum sozialen und ökologischen Wandel. Doch derzeit wachsen Widerstände. Und jetzt? Zeit innezuhalten, agil zu bleiben, Neues zu wagen. Wir bleiben überzeugt: Gutes Leben für alle und Wirtschaften in planetaren Grenzen – das geht besser als heute. Wir laden ein: Diskutieren wir zusammen, feiern wir gemeinsam, teilen wir Zuversicht.

Merken Sie sich schon jetzt den Termin vor: Am Mittwoch, den 2. Juli 2025, findet unsere Jubiläumstagung in Berlin statt. Weitere Infos folgen.

Datum: 2. Juli 2025
Ort: Berlin
Veranstalter: IÖW und VÖW

▶ Im Terminkalender speichern ▶ Informiert bleiben  ▶ www.ioew.de/40-jahre

DAS IÖW IN DEN MEDIEN

++ Künstliche Intelligenz in der Landwirtschaft ++

Der Acker wird jetzt digital

Forscher des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung in Müncheberg und des IÖW kritisieren, dass digitale Technologien in der Landwirtschaft bisher in erster Linie der Intensivierung dienen, also auf einen geringeren Einsatz von Zeit und Geld zielten, schreibt Christiane Grefe in der Wochenzeitung „Die Zeit“. IÖW und ZALF fordern deshalb, die Politik müsse der „Digitalisierung eine Richtung geben“. Diese müsse gezielt der Agrarökologie dienen, also einer „vielfältigen Landwirtschaft, die auf Nachhaltigkeit und Biodiversitätsschutz ausgerichtet ist“. 

Die Zeit, 15.01.2025 (+) | ► Zum Beitrag

Zum Policy Brief „Die Digitalisierung der Landwirtschaft nachhaltig gestalten“

AUS DEM IÖW

Wir stellen ein: Aktuelle Ausschreibungen für Studentische Mitarbeit und Praktika

Wir freuen uns über neue Kolleg*innen im IÖW-Team. Unsere Stellenangebote:

AUS DEM IÖW-NETZWERK

Call for Abstracts: 22nd European Roundtable on Sustainable Consumption and Production (ERSCP 2025)

The Organising and Scientific Committee are delighted to invite you to the 22nd European Roundtable on Sustainable Consumption and Production (ERSCP 2025). The event will focus on „Multi-stakeholder cooperation on sustainability: Role of business, academia, public sector, and civil society in Sustainable Consumption and Production (SCP)“. 

It aims to present cutting-edge approaches in sustainability, environmental protection, and low-carbon economy, fostering collaboration among diverse sectors. The conference will be held from September 16-18, 2025, at the Czech University of Life Sciences, Prague. IÖW scientist Dr Frieder Rubik is chair of the ERSCP Society.

Deadline for Abstracts: February 15, 2025

► More information

Impressum

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH (gemeinnützig)
Potsdamer Str. 105 | D-10785 Berlin
Telefon: +49-(0)30 - 884 59 4-0 | Fax: +49-(0)30 - 882 54 39
E-Mail: mailbox@ioew.de 

Redaktion: Richard Harnisch, Fanny Humernik

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