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BlueGreenStreets: Investitionen in blau-grüne Infrastrukturen machen sich schnell bezahlt

Das von der Hafencity Universität Hamburg (HCU) geleitete Forschungsvorhaben „BlueGreenStreets – Multifunktionale Straßenraumgestaltung urbaner Quartiere“ hat seine Ergebnisse in zwei Broschüren veröffentlicht. Sie bieten Tools und Beispiele dafür, wie aus bestehenden Straßen vielseitige, wassersensible und grüne Stadträume werden können – für mehr Lebensqualität und Resilienz. Das IÖW hat den Nutzen blau-grüner Infrastrukturen für die Stadtgesellschaft bewertet: Er übersteigt die Kosten deutlich.

Grüner Korridor statt Parkplatz: Hoher Mehrwert für die Stadtgesellschaft 

Von einer Aufwertung des Straßenraums im Sinne der blau-grünen Gestaltung profitiert sowohl die Anwohnerschaft als auch die gesamte Stadtbevölkerung in vielerlei Hinsicht. Bei Pilotprojekten in Hamburg und Berlin wurden etwa Parkplätze in grüne Korridore umgewandelt: mit Sträuchern, Rasen und Bäumen sowie Rigolen, die Regenwasser speichern und für die Pflanzen verfügbar machen. Solche blau-grünen Elemente steigern nicht nur die Aufenthaltsqualität im Wohnumfeld und Straßenraum, sondern verbessern außerdem die Luftqualität, wirken an Hitzetagen kühlend und halten bei Regenereignissen Niederschlagswasser zurück.

In dem vom IÖW verfassten Kapitel 4 „Nutzen für die Stadtgesellschaft“ wird zunächst erläutert, wie diese Leistungen erfasst und in monetären Werten ausgedrückt werden können. Anschließend wird der ökonomische Nutzen am Beispiel von zwei konkreten Fällen dargestellt. Die in Zusammenarbeit mit den Kolleg*innen des Verbundprojektes untersuchten Investitionen in blau-grüne Infrastrukturen amortisieren sich nach Berechnungen des IÖW innerhalb von sieben bis zehn Jahren. Angesichts einer Nutzungsdauer von mindestens fünfzig Jahren (oder auch deutlich mehr) übersteigt der Nutzen die Kosten also um ein Vielfaches.

Toolbox für Stadtplanung und Anwohner*innen

Die von der HCU veröffentlichten Broschüren sind als anwendungsorientierte Planungshilfe mit Fokus auf die Neugestaltung bestehender Stadtstraßen nutzbar. Mit ihnen wird ein Werkzeugkasten aus Tools und planerischen Hinweisen für den Entwurf qualitätsvoll gestalteter, multicodierter, blau-grüner Straßenräume bereitgestellt. Die Broschüren richten sich an alle Akteure, die für deren Konzeption, Planung und den Umbau verantwortlich sind. Aber auch die Anwohner*innen können hier Anregungen erhalten, wie Straßenräume anders gestaltet werden können, um Argumente für neue Perspektiven auf Straßenräume zu entwickeln. 

In einer geplanten zweiten Phase des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts soll Feedback aus der praktischen Anwendung in die Toolbox eingearbeitet werden.
 

Download

BlueGreenStreets als multicodierte Strategie zur Klimafolgenanpassung 

  • Toolbox – Teil A – Praxisleitfaden für blau-grüne Straßenraumgestaltung (PDF, 98 MB)

  • Toolbox – Teil B – Steckbriefe blau-grüner Elemente (PDF, 65 MB)

Zitierlink: https://doi.org/https://doi.org/10.34712/142.27         

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