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Die Schlüsselressource in der Energiewende: Bürgerinnen und Bürger

Gemeinden oder einzelne Bürgerinnen und Bürger, die ihre eigene erneuerbare Energie produzieren, nutzen und verkaufen, könnten bis zum Jahr 2050 bis zu 89 Prozent des Strombedarfs im Haushaltssektor decken. Das europäische Forschungsprojekt PROSEU, das in Zusammenarbeit mit dem IÖW durchgeführt wurde, kommt zu dem Schluss, dass europäische, nationale und lokale Regierungen in den kommenden Jahren die Chance haben, mit dem „Prosumerismus“ eine effektive und sozial gerechte Energiewende zu unterstützen.

Auf Dächern in Städten, Feldern in ländlichen Gemeinden oder Inseln mit unregelmäßigen Verbrauchsmustern organisieren sich Bürgerinnen und Bürger zunehmend in Energiegemeinschaften, die ihre eigene Energie produzieren, verbrauchen und manchmal sogar verkaufen. Das PROSEU-Projekt zeigt, wie diese sogenannten „Prosumer“, dazu beitragen können, das Energiesystem in Europa nachhaltig zu verändern. Die Schlussfolgerungen sind eindeutig: Solche Bürgerinitiativen haben das Potenzial, bis zu 89 Prozent des Strombedarfs im Haushaltssektor zu produzieren. Darüber hinaus sprechen die Ergebnisse dafür, die von Bürger/innen produzierte Energie in ganz Europa auszubauen.

Neben der Untersuchung der Möglichkeiten des Prosumerismus arbeiteten das IÖW und seine PROSEU-Partner mit „Living Labs“ in neun Ländern zusammen, analysierten europäische und nationale Politiken, untersuchten Geschäftsmodelle und erstellten eine Roadmap für die bürgergetriebene Energiewende. Das IÖW konzentrierte sich dabei auf die technischen Potenziale und Implikationen. Dazu gehörten

  • die Mitarbeit an einer Datenbank mit relevanten Prosumer-Technologien mit aktuellen Kosten und technischen Kennzahlen sowie einem Ausblick auf 2030 und 2050 (Link)
  • das Aufzeigen von Potenzialen des Eigenverbrauchs und der Eigenproduktion auf Individual- und Quartierssebene (Link)
  • Empfehlungen zum Mainstreaming des Prosumerismus aus technischer Sicht (Link)
     

Politische Empfehlungen als Wegweiser

In Zusammenarbeit mit Prosumenten in ganz Europa, von Kroatien bis Großbritannien, hat das PROSEU-Projekt konkrete Empfehlungen für politische Entscheidungsträger auf verschiedenen Ebenen erarbeitet. Die Empfehlungen konzentrieren sich auf vier Bereiche: die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Prosumerismus, seine rechtzeitige Verankerung in der Gesetzgebung, die Schaffung von Rahmenbedingungen und das Engagement der Bürger*innen in der Energiepolitik.

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Politikempfehlungen:

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Über das PROSEU-Projekt:

Im Projekt PROSumers for the Energy Union (PROSEU) PROSEU-Partner waren IÖW, FEUP, ClientEarth, DRIFT, Universität Zagreb, Leuphana Universität, Eco-union, CE Delft, ICLEI und die University of Leeds und FC.ID (Projektleitung). PROSEU wurde durch das EU-Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 finanziert.

Für weitere Informationen besuchen Sie die PROSEU-Website hier oder sehen Sie sich die Projektvideos an, indem Sie hier klicken.

Hinweise und weitere Infos:

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