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Digitalisierung? Ja, aber nachhaltig! – Diese sieben Videos zeigen wie

Digitalisierung – möglichst viel, schnell und überall. Dann wird die Menschheit das Klima retten und weitere ökologische Probleme lösen. Dieser erhoffte Schub für eine nachhaltige Entwicklung ist bislang ausgeblieben. Inzwischen belegen immer mehr Studien: Die Digitalisierung an sich wird die Umwelt nicht entlasten. Vielleicht ist sogar das Gegenteil der Fall. In sieben Videos erklären Wissenschaftler*innen der Forschungsgruppe „Digitalisierung und sozial-ökologische Transformation“, worauf es bei digitalen Trends aus Nachhaltigkeitssicht ankommt und welche politischen Weichenstellungen es jetzt braucht. Die Drei- bis Vierminüter fassen zentrale Ergebnisse zahlreicher wissenschaftlicher Veröffentlichungen aus sechs Jahren Forschung zusammen. Die Gruppe wird vom Bundesforschungsministerium in der Fördermaßnahme „Sozial-ökologische Forschung“ gefördert.

Die Forscher*innen haben interdisziplinär untersucht, wie Digitalisierung und die sozial-ökologische Transformation zusammenhängen. Die zweisprachig auf Deutsch und Englisch verfügbaren Videos zeigen die Fakten und geben Empfehlungen in den Bereichen Konsum, Marketing, Makroökonomie, sozialer Wandel, Zukunftsvisionen und Smarthome.

Digitalisierung: Mehr oder weniger Stress für Mensch und Umwelt?

Mit digitalen Geräten wie dem Smartphone können wir viele Tätigkeiten in unserem Leben schneller erledigen. Trägt die Digitalisierung also zur Beschleunigung unseres Lebenstempos bei? Und falls ja, führt das zu einem erfüllteren Leben oder zu mehr Stress? Tilman Santarius stellt in einem Video die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung der deutschen Bevölkerung vor.

Häufig wird angenommen, dass die Digitalisierung grünes Wachstum, also Wirtschaftswachstum mit deutlich sinkenden Emissionen, ermöglicht. Unsere Forschung zeigt: Die Digitalisierung steigert das Wirtschaftswachstum nur leicht und das Versprechen die Emissionen vom Wachstum zu entkoppeln, wird bislang nicht eingelöst. Wie digitale Technologien wirklich zu ökologischer Nachhaltigkeit beitragen können, präsentiert Steffen Lange.

Immer mehr digitale Geräte und Apps halten Einzug in Alltag und Haushalte. Können so Energie gespart und Ressourcen geschont werden? Sind Smart Home Anwendungen also ökologisch sinnvoll? Johanna Pohl verrät den aktuellen Forschungsstand.

Nachhaltigkeit in Zukunft – (Wie) können Marketing und Zukunftsvisionen unterstützen?

Marketing und Werbung sollen den Konsum steigern und können durch digitale Technologien noch zielgerichteter eingesetzt werden. Kann Marketing auch dafür eingesetzt werden, weniger zu kaufen?  Maike Gossen erklärt, wie digitales Marketing aussieht, das konsequent auf Nachhaltigkeit und damit auch auf eine Verringerung des Konsums abzielt.

Es werden viele Zukunftsvisionen über die digitale Welt von morgen entwickelt. Welche Rolle spielen diese Visionen dabei, die Digitalisierung nachhaltigkeitsorientiert zu gestalten? Friederike Rohde gibt einen Einblick in die Forschung über Visionen zur Digitalisierung des Energiesystems.

Durch E-Commerce, Smartphones oder Sprachassistenten ist Shopping jederzeit und überall möglich. Zugleich vereinfacht das Internet aber auch den Zugang zu umweltfreundlichen, fair gehandelten oder Secondhand-Produkten. Kann die Digitalisierung also zu einer Konsumwende beitragen? Die Ergebnisse der Befragungen und Experimente stellt Vivian Frick vor.

Wie kann die Digitalisierung gestaltet werden, damit sie zur sozialen und zur ökologischen Nachhaltigkeit beiträgt? Diese Frage haben Tilman Santarius und Steffen Lange in dem Buch „Smarte grüne Welt?“ untersucht und fassen in diesem Video die zentralen Ergebnisse zusammen. Sie haben die Forschung zu ökologischen Chancen und Risiken sowie Auswirkungen auf soziale Gerechtigkeit untersucht und zwei übergreifende Leitbilder entwickelt.

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Mehr über das Projekt:

Die Forschungsgruppe „Digitalisierung und sozial-ökologische Transformation“ untersuchte die Chancen und Risiken der Digitalisierung für eine sozial-ökologische Transformation. Es wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in der Fördermaßnahme „Nachwuchsgruppen in der Sozial-ökologischen Forschung“ (SÖF) gefördert und läuft von 2016-2022. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen der Technischen Universität Berlin und dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW).

www.nachhaltige-digitalisierung.de

Zu den Videos in deutscher Sprache:


Zu den Videos in englischer Sprache:

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