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Expertise: Nachhaltige Wirtschafts- und Arbeitspolitik für Berlin-Brandenburg

Bild: Dr. Stephan Barth/pixelio.de

Was kann die Metropolregion Berlin-Brandenburg tun, um mit den vielfältigen gesellschaftlichen Herausforderungen der heutigen Zeit umzugehen? Wie kann sie in ihrer Politik gleichzeitig die großen Umweltprobleme wie Klimawandel oder Biodiversitätsverlust aufgreifen? Und wie kann sie diese Herausforderungen annehmen und zugleich strukturiert auf sich verändernde Wirtschaftsprozesse reagieren, die z. B. durch moderne Informations- und Kommunikationstechnologien oder durch neue Formen der Wertschöpfung entstehen? Durch weitgehend neue und konzertierte wirtschaftspolitische Zugänge und Instrumente, die auf ein „Entwicklungsleitbild“ der Metropolregion maßgeschneidert sind, sagt IÖW-Volkswirt Ulrich Petschow in einer jüngst erschienenen Expertise.

Umfassend umsteuern, Transformation starten

„Berlin und Brandenburg müssen akzeptieren, dass die Herausforderungen so groß sind, dass sie mit einer Anpassung des Business-as-usual nicht zu bewältigen sein werden“, sagt Studienautor Petschow. „Vielmehr ist es an der Zeit, dass die Politik erkennt, dass sie umfassend umsteuern muss und dass sie die Transformation der Region gezielt angeht.“ Die Studie nennt sowohl die Relevanz sozialer als auch technischer Innovationen für gesellschaftliche Veränderungen, worunter z. B. verändertes Konsumverhalten der Verbraucher fällt, aber auch neue Formen von Mobilität oder die zunehmende Mischung von Energieproduktion und -verbrauch.

Mehr Kapazitäten für Wirtschaftsförderung, fokussiertere Clusterpolitik

Die Wirtschaftsförderung in der Region brauche größere und neu ausgerichtete Kapazitäten, um Wirtschafts- und Arbeitspolitik fit für die Zukunft zu machen, so die Studie. Zudem liege eine große Chance in einer zielgerichteten Clusterpolitik, die sich an den spezifischen Zukunftsherausforderungen der Region ausrichtet. Bisher sei die Clusterpolitik noch zu oberflächlich und fokussiere zu wenig auf die Notwendigkeit und die Fähigkeit, konkrete Probleme zu lösen.

Gesellschaftliche Transformation erfordert integrierte Betrachtung

Petschow: „Es greift zu kurz, isolierte Lösungen für einzelne Herausforderungen zu suchen. Eine weitreichende Transformation wird nur gelingen, wenn alle Bereiche gebündelt gesehen und angegangen werden. Dies erfordert einen veränderten Blick der Wirtschaftsförderung. Einen Blick, der etwa auch die zunehmende Wichtigkeit von Forschung und Entwicklung beachtet und die Umsetzung von Innovationen in konkrete Handlungen.“

Die Expertise erstellte Ulrich Petschow im Auftrag des Umweltministeriums des Landes Brandenburgs. Ziel ist es dem hiesigen "Beirat für Nachhaltige Entwicklung" Grundlagen bereitzustellen, auf deren Grundlage er seine Empfehlungen für eine nachhaltige Entwicklung der Wirtschafts- und Arbeitspolitik in Berlin-Brandenburg aussprechen kann.

Die Studie zum Download (pdf): www.mugv.brandenburg.de/sixcms/media.php/4055/expertise_petschow.pdf

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