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IÖW-Studie: Geplante EEG-Reform verhindert 20.000 Jobs

Wird es bald eine Begrenzung des Zubaus von Windenergieanlagen geben? (Foto: Markus Conrad / pixelio.de)

Die geplante Reform des Erneuerbare Energien-Gesetzes (EEG) würde die Bundesländer rund drei Milliarden Euro Wertschöpfung kosten und 20.000 neue Arbeitsplätze im Jahr 2020 verhindern. Dies belegt eine IÖW-Studie im Auftrag von Greenpeace. Der Reformvorschlag von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) soll morgen im Bundeskabinett beschlossen werden.

Grund für die erwarteten Mindereinnahmen ist der gedrosselte Ausbau, der nach dem neuen Gesetz für Wind- und Photovoltaikanlagen sowie für Biomasse gelten soll. Das IÖW verglich für seine Studie die bisherigen Pläne der Bundesländer für das Jahr 2020 mit dem durch das neue Gesetz vorgegebenen Ausbaurahmen.

Windenergieanlagen auf dem Land gelten als günstige Technologie unter den Erneuerbaren Energien. Ihr Bau verursacht einen verhältnismäßig kleinen Teil der Kosten. Dennoch will die Bundesregierung auch hier Obergrenzen einziehen, was starken Einfluss auf die Beschäftigungslage haben kann. Knapp 14.000 Arbeitsplätze würden gar nicht erst geschaffen. Über alle EE-Branchen hinweg droht der Verlust von mehr als 20.000 Jobs. Rund drei Milliarden Euro weniger Wertschöpfung verursachen vor allem Einbußen im Windsektor bei der beschäftigungsintensiven Anlagenherstellung, bei der Planung und Installation sowie dem Betrieb von EE-Anlagen.

Branchen erwarten sogar 33.000 Arbeitsplätze weniger

Schließlich errechnete das IÖW auch den Verlust an Wertschöpfung und Arbeitsplätzen auf Basis eigener Prognosen der Erneuerbaren-Branchenverbände. Diese sind noch deutlich pessimistischer und gehen davon aus, dass die angestrebten Zubauwerte teilweise erheblich unterschritten werden. Das IÖW kommt zu dem Schluss, dass danach sogar Wertschöpfung von 4,3 Milliarden Euro und knapp 33.000 Jobs verloren gehen könnten, sollten sich die Sorgen der Unternehmen bewahrheiten.

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Weitere Informationen und Download der Studie

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