Menü image/svg+xml

Jugendbeteiligung bereichert Gremien und bringt junge Engagierte weiter

Zwei junge Menschen geben sich einen Handschlag und springen dabei kurz hoch. Man sieht den Slogan des Projekts, den man unterschiedlich lesen kann, nämlich sowohl „you decide“, als auch „youth decides“. Untertitel: „Du willst mitbestimmen?“

Wie wirkt es sich aus, wenn sich junge Menschen in Gremien wie Beiräten, Vorständen oder Foren engagieren? Das haben Forschende des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) im Auftrag des Instituts Futur der Freien Universität Berlin (FU Berlin) am Beispiel des Jugendgremiums youpan untersucht. Das youpan ist das Jugendforum der Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Für die Untersuchung hat das IÖW Interviews mit Mitgliedern des youpan und mit weiteren Gremienmitgliedern der Nationalen Plattform BNE geführt. Die Interviews zeigen, dass die Engagierten sowohl ihre eigenen Kompetenzen und Netzwerke erweitern als auch Entscheidungen in den Gremien beeinflussen. Mit Social-Media-Postings ermutigt das Projekt junge Menschen daher zu einem solchen Engagement. 

Im youpan engagieren sich 30 Personen zwischen 16 und 27 Jahren. Sie bringen ihre Sichtweise in den BNE-Foren zu Themen wie berufliche, schulische und Hochschulbildung ein. Zudem organisieren sie Veranstaltungen und sprechen mit Entscheidungsträger*innen. Das IÖW-Team wertete Dokumente aus und führte Interviews mit aktiven und ehemaligen youpan-Mitgliedern sowie mit erwachsenen Mitgliedern der Fachforen.

Skills fürs Leben lernen

Die Interviews zeigen, dass die Engagierten ihre Kompetenzen deutlich weiterentwickeln – von Fachwissen zu BNE-Themen über Moderations- und Organisationsfähigkeiten bis hin zu demokratischen und sozialen Kompetenzen. In einem Video zu dem Projekt erklären einige aktive youpan-Mitglieder, was sie aus ihrem Engagement mitnehmen – etwa persönliche Netzwerke, ein Gespür für die Vielfalt von Meinungen oder das Gefühl, etwas bewegen zu können. Interviews mit ehemaligen Mitgliedern zeigten auch, dass viele nach ihrer youpan-Zeit ehrenamtlich aktiv bleiben und dass die Erfahrungen für ihre berufliche Laufbahn hilfreich waren.

Thematische und methodische Impulse für Gremien 

In allen untersuchten Foren nehmen die jungen Menschen Einfluss auf Themen und Diskussionen. Sie haben zur Entstehung von Positionspapieren und Beschlüssen beigetragen, neue Arbeitsformate wie Kleingruppen oder Barcamps eingebracht und Arbeitsgruppen mitgegründet. Einige ältere Gremienmitglieder übernehmen methodische Impulse der youpan-Mitglieder sogar in ihre eigene Arbeit.

„Junge Menschen wollen sich engagieren und mitgestalten, gleichzeitig bereichern ihre Perspektiven die Prozesse. Wichtig ist, dass ihnen geeignete Räume geboten werden. Das heißt, dass sie selbst Einfluss auf Themensetzung und Arbeitsweisen nehmen können und dass ihre Beiträge wertgeschätzt werden“, betont Dr. Esther Hoffmann, IÖW-Projektleiterin und Expertin für Partizipationsprozesse. 

Projekt wirbt auf Social Media für Jugendbeteiligung

Auf Social Media möchte das Projekt in Kooperation mit dem youpan junge Menschen zur Gremienarbeit ermutigen: Eine Bildreihe gibt Tipps für erste Schritte und ein Video zeigt den persönlichen Nutzen. In einem weiteren Video fordert eine angehende Tischlerin, die sich im youpan engagiert, dazu auf, Ehrenamt für Auszubildende besser zugänglich zu machen. Hintergrundwissen und Einblicke in Interviews gibt es hier

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Weitere Informationen: