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Klimaneutral bis 2050? IÖW macht Berliner Klimaszenarien „Paris-konform“

Bildquelle: pixabay

Im Jahr 2016 hat das Land Berlin beschlossen, seine CO2-Emissionen bis zum Jahr 2050 gegenüber 1990 um 85 Prozent zu reduzieren und so damit beizutragen, die Erderwärmung zu begrenzen. Seither ist in der Klimapolitik viel passiert. Fazit: Die Klimaschutzanstrengungen müssen noch ambitionierter werden. Daher lässt das Land Berlin nun die Grundlage seines Klimaschutzkonzeptes und die Zielwerte für den Klimaschutz überarbeiten.

Insbesondere geht es darum, den Berliner Klimafahrplan „Paris-konform“ zu machen, also die Vorgaben des völkerrechtlich verbindlichen Pariser Übereinkommens zum Klimaschutz aus dem Jahr 2015 einzuhalten. Das Land Berlin hat das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) beauftragt die Studie durchzuführen, Projektpartner sind BLS Energieplan, LUP – Luftbild Umwelt Planung, das Reiner Lemoine Institut und IFOK.

„Die Grundlage der bisherigen Berliner Klimaschutzpolitik bildet das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm. Diesem Programm liegen verschiedene Szenarien zugrunde, die aus der Machbarkeitsstudie Klimaneutrales Berlin 2050 aus den Jahren 2012 bis 2014 stammen. Diese müssen nun an die heutigen, höheren Anforderungen angepasst werden“, erklärt Projektleiter Prof. Bernd Hirschl vom IÖW, der auch Sprecher des Berliner Klimaschutzrates ist.

Klimaszenarien: welche CO2-Reduktionen bis wann?

In dem Projekt wird berechnet, in welchen Mengen Berlin in den nächsten Jahren seine Treibhausgasemissionen senken muss, aber auch was möglich wäre, um die Paris-Ziele in unterschiedlichen Zeithorizonten zu erfüllen. Hierfür werden unter anderem Szenarien für die Jahre 2030, 2040 und 2050 erarbeitet, um zu erfassen, welche Effekte verschiedene Kombinationen von Klimaschutzmaßnahmen unterschiedlicher Reichweite erbringen können.

Die Forscher wollen mit ihren Vorschlägen den Klimaschutzdiskurs über das, was nötig und das, was möglich ist, auf eine neue Stufe heben und die Erfordernisse und Konsequenzen drastischer Klimaschutzmaßnahmen beispielhaft transparent machen. Vor allem sollen die Zusammenhänge zwischen einzelnen Handlungsfeldern sowie mögliche Zielkonflikte, die ein sehr schneller Wandel mit sich bringt, herausgearbeitet und transparent gemacht werden, um die Debatte zwischen relevanten Akteuren und Interessengruppen voranzubringen.

Im Ergebnis sollen neben den neuen Paris-konformen Zielen und Szenarien auch kurzfristige Sofortmaßnahmen abgeleitet werden, insbesondere in den quantitativ bedeutenden Handlungsfeldern Energie, Gebäude und Verkehr. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Treibhausgasreduktion in Berlin zu beschleunigen.

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