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Kompetenz für die Ernährungswende in Berlin – Lea Kliem wird erneut Sprecherin des Ernährungsrats

Rechtzeitig zur Entwicklung der Ernährungsstrategie für Berlin wurde IÖW-Mitarbeiterin Lea Kliem erneut in den Sprecher/innenkreis des Berliner Ernährungsrats gewählt. Eine der Aufgaben des Rats: Er berät den Senat auf dem Weg zu einem demokratischen Ernährungssystem für die Hauptstadt.

Regionale Bio-Erzeugung und Weiterverarbeitung fördern, Lebensmittelverschwendung begrenzen und mehr Flächen für ökologischen Anbau in der Stadt schaffen – all dies will der Berliner Senat mit seiner Ernährungsstrategie erreichen. Die Entwicklung der Strategie ist nun gestartet. Doch wie kann das Ernährungssystem der Stadt demokratisch und zukunftsfähig relokalisiert werden? Der gerade öffentlich gewählte Sprecher/innenkreis des Ernährungsrates rund um IÖW-Mitarbeiterin Lea Kliem berät und unterstützt den Senat ab sofort bei der Strategieentwicklung. „Das Ernährungssystem in Berlin muss ökologisch nachhaltiger und sozial gerechter werden“, so Lea Kliem. „Das bedeutet faire Marktstrukturen, mehr regionale, ökologische Erzeugung, vielfältige Versorgungsstrukturen, vorbildliche städtische Gemeinschaftsverpflegung und mehr ernährungspolitische Bildung“.

Startschuss für eine Berliner Ernährungsstrategie

Bereits im Koalitionsvertrag hatte sich der Senat verpflichtet, eine Ernährungsstrategie für Berlin zu entwickeln, unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Berliner Ernährungsrat. Dieser legte im Herbst 2017 in einem Forderungskatalog seine Vision für das Berliner Ernährungssystem vor – mit einer Vielzahl konkreter Vorschläge: So soll die „essbare Stadt Berlin“ durch mehr Nutzpflanzen in der Stadtbegrünung geschaffen und „LebensMittelPunkte“ als Orte der lokalen Verarbeitung und Lagerung etabliert werden. Weitere Vorschläge beziehen sich auf Förderprogramme für ein nachhaltiges Ernährungssystem, die auf ökologische und soziale Kriterien ausgerichtet sind oder auf Maßnahmen, um Verpackungen zu reduzieren.

„Als Ernährungsrat haben wir nun die Möglichkeit, unsere Forderungen aktiv in die Politik zu tragen“, so Lea Kliem. Für die Umsetzung erster Pilotprojekte bestehen bereits konkrete Pläne: Etwa ist ein „Ernährungshaus“ nach dem Kopenhagener Modell geplant, das Großküchen darin unterstützt, auf Bio-Produkte und nachhaltigere Menüoptionen umzusteigen. Die Strategieentwicklung soll Ende des Jahres abgeschlossen sein.

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Der Berliner Ernährungsrat ist ein zivilgesellschaftliches Bündnis, das sich als unabhängige Interessenvertretung ernährungspolitisch engagierter Bürger/innen der Stadt versteht.

Lea Kliem arbeitet am IÖW in der Nachwuchsgruppe „RightSeeds“. Ihre Schwerpunkte sind Saatgutsysteme, Landnutzung und Agrarumweltpolitik. Seit 2016 ist sie eine der Sprecher/innen des Berliner Ernährungsrates. Der Ernährungsrat Berlin ist eine der Initiativen im IÖW-Lab

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