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Studie erschienen: MINT the gap – Umweltschutz als Motivation für technische Berufsbiographien?

Der Wandel zu einer ressourcenschonenden, klimafreundlichen Wirtschaftsweise erfordert viel Wissen und Fachkenntnisse im technologischen und naturwissenschaftlichen Bereich. Doch zählen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) bei vielen nicht zu den Lieblings-Unterrichtsfächern. Wenige – vor allem wenige Frauen – entscheiden sich für entsprechende Berufe, in einigen Bereichen wie etwa Informatik und Elektrotechnik wird derzeit der Bedarf an Fachkräften nicht gedeckt. Das IÖW hat gemeinsam mit dem Schulbüro der TU Berlin im Auftrag des Umweltbundesamtes untersucht, ob Umweltschutz ein Anknüpfungspunkt sein kann, um junge Menschen und insbesondere junge Frauen erfolgreicher für MINT-Berufe zu motivieren. Der Bericht „MINT the gap – Umweltschutz als Motivation für technische Berufsbiographien?“ ist jetzt in der Reihe UBA-Texte erschienen.

Welche Hürden gibt es für die Aufnahme eines technischen Studiums oder einer technischen Ausbildung?

Die Studie ging folgenden Fragen nach: Kann die kommunikative Verknüpfung von Umwelt und Beruf einen Beitrag dazu leisten, dass Jugendliche sich in erhöhtem Maße für technische Berufe begeistern? Ist dies ein Ansatzpunkt, um zusätzlich mehr Mädchen und junge Frauen für MINT-Studiengänge und technisch orientierte Ausbildungen zu gewinnen? Welche Motivationshürden und Überwindungsansätze für die Aufnahme eines technischen Studiums bzw. einer technischen Berufsausbildung lassen sich identifizieren?

Fazit: Umweltschutz kann ein Motiv sein, aber die Berufswahlentscheidung ist das Ergebnis eines Prozesses, der bereits mit der Kindererziehung und der Vermittlung von (MINT-)Wissen im Kindergarten und der Schule beginnt. Umweltschutz kann insofern ein zusätzlicher Motivator sein, wenn er auf „fruchtbaren Boden“ fällt.

Was macht MINT-Angebote erfolgreich?

Die Bestandsaufnahme erfasst, kategorisiert und analysiert aktuelle Akteure und MINT-Angebote. Grundlage für die Analyse bilden Studien der Fachrichtungen Psychologie, Pädagogik, Techniksoziologie und Geschlechterforschung zu der Fragestellung, wie sich die Unterschiede der Berufswahlentscheidungen von jungen Männern und Frauen erklären lassen. Auf ihrer Basis wurden Erfolgsfaktoren von MINT-Angeboten – von Angeboten für Kinder im Kindergartenalter über schulische und außerschulische Angebote bis hin zu Angeboten zur Berufswahl – und Handlungsempfehlungen für politische Entscheidungsträger/innen, Pädagog/innen und Programmverantwortliche erarbeitet und mit Expertinnen und Experten in Fachgesprächen diskutiert.

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Franziska Mohaupt, Ria Müller, Michael Kress, Bettina Liedtke, Astrid Gorsky (2017): MINT the gap – Umweltschutz als Motivation für technische Berufsbiographien? Eine Bestandsaufnahme. UBA-Texte 111/2017, Dessau-Roßlau, Download (PDF, 4 MB)

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