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SustAIn-Magazin zu nachhaltiger KI in der Praxis

Heißlaufende Rechenzentren, horrende CO2-Emissionen etwa von großen Sprachmodellen, Diskriminierung und Ausbeutung natürlicher sowie sozialer Ressourcen: Bei solchen Meldungen bekommt man den Eindruck, Künstliche Intelligenz würde den Planeten und soziale Ungerechtigkeit weiter anheizen. Die Debatte über die Nachhaltigkeit von KI ist bisher allerdings noch sehr theoretisch und ungenau. Inmitten der Klimakrise, bei der es alles zu verlieren gibt, gilt es genauer, differenzierter und faktenbasierter zu diskutieren. Denn es gibt Wege und Möglichkeiten KI nachhaltiger zu gestalten, ihren Ressourcenverbrauch zu minimieren, Betroffene in der Entwicklung mitzudenken und menschliche Autonomie aufrechtzuerhalten.

Das neue SustAIn-Magazin von Algorithmwatch, IÖW und DAI-Labor der TU Berlin gibt ‚Butter bei die Fische‘. Es enthält Interviews mit Expert*innen und gibt Einblicke in Praxisbeispiele, die wirkliche Veränderungen bringen. Die Basis für die Debatte liefern handfeste Kriterien, die im Projekt „SustAIn: Der Nachhaltigkeitsindex für Künstliche Intelligenz“ entwickelt wurden und mit denen sich die Nachhaltigkeit von KI-Systemen bewerten lässt – sozial, wirtschaftlich und ökologisch. Denn die einzige KI, die es zu entwickeln lohnt, ist eine, die die planetaren Grenzen respektiert, problematische ökonomische Dynamiken nicht weiter verstärkt und den gesellschaftlichen Zusammenhalt nicht gefährdet.

Das Baukasten-Prinzip

KI-Anwendungen sind für viele kleine und mittelständische Unternehmen zu teuer, was zu Marktkonzentration führt und Innovation ausbremst. Das Software-Unternehmen Elevait entwickelt KI-Systeme mit einem modularen Aufbau, die immer wieder verwendet können – was Kosten und Energie durch wegfallende Trainingszeiten spart. Im Magazin erfahren Sie auf Seite 48 mehr.

KI-Entwicklung als Gemeinschaftsaufgabe

Aktuell dominieren wenige Unternehmen den globalen KI-Markt. Bei der Entwicklung der Systeme geht es in der Regel um Wirtschaftsinteressen, Betroffene werden kaum einbezogen, soziale Ungleichheiten verstärken sich. Das DAIR-Institut will KI entwickeln, die die Interessen von marginalisierten Gruppen berücksichtigt. Lesen Sie das Interview mit Soziologin Alex Hanna im PDF auf Seite 18.

Cloud&Heat

Die KI-Branche wächst rasant, was zu besorgniserregend steigenden Emissionen der Rechenzentren führt. Das Unternehmen Cloud&Heat hat ein Kühlungssystem entwickelt, das die Abwärme der Zentren zu Heizwärme umwandelt. Einzelne Länder erwägen bereits, die Abwärmenutzung zu subventionieren. Mehr erfahren Sie im Magazin auf Seite 52.

Entdecken Sie im Magazin weitere Artikel, einen Comic, Interviews und Methodenbeispiele.

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