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Wie wertvoll ist ein guter Boden? EU-Forschungsprojekt ‚SOILGUARD‘ startet

Logo Soilguard, EU-Flagge, verschiedenfarbige Erdschichten

Nachhaltiges Bodenmanagement stärkt die biologische Vielfalt und birgt damit auch Potenziale für das ökologische, wirtschaftliche und soziale Wohlergehen. Wie genau? Das untersuchen fünfundzwanzig transdisziplinäre Projektpartner aus siebzehn Ländern im Horizon-2020-Projekt SOILGUARD. Den Startschuss gab der Projektkoordinator LEITAT (Barcelona) gemeinsam mit den Leiter/innen der acht Arbeitspakete am 21. und 22. Juni 2021. Agraringenieurin Alexandra Dehnhardt vom IÖW stellte das Teilprojekt „Bewertung von bodenbasierten Ökosystemleistungen“ vor: Ziel ist es, ein Bewertungsverfahren für die Bereitstellung von bodenbasierten Ökosystemleistungen zu entwickeln, das monetäre und nicht-monetäre Faktoren integriert und ökonomische wie soziokulturelle Besonderheiten der jeweiligen Region berücksichtigt. 

Durch eine einseitige Landnutzung, aber auch infolge des Klimawandels, gerät das Ökosystem Boden zunehmend unter Druck. Um die Bodendegradation aufzuhalten, will SOILGUARD fundierte Argumente für eine naturbasierte, nachhaltige Bodenbewirtschaftung zusammentragen: Untersucht wird, wie genau Bodenmanagement, Klima, Boden-Biodiversität, Bodenmultifunktionalität und menschliches Wohlergehen miteinander zusammenhängen – innerhalb sogenannter biogeografischer Regionen. 

Neuer Bewertungsansatz sensibilisiert für den Nutzen eines gesunden Bodens

Diese Wechselwirkungen werden dank eines neuartigen, ganzheitlichen Ansatzes greifbar – dem „Soil Biodiversity and Wellbeing Framework“. SOILGUARD bewertet den Zustand der Boden-Biodiversität und seinen Beitrag zur Bereitstellung und zum Wert der von Böden ausgehenden Ökosystemleistungen. Zu diesen Leistungen zählt zum Beispiel eine gute Aufnahmefähigkeit für Regenwasser, die bei Starkregen vor Überschwemmungen schützen kann. Ein weiteres Ziel des Projekts: Es soll besser vorhersagbar werden, wie die Boden-Biodiversität auf aktuelle und prognostizierte Herausforderungen – etwa Bodendegradation oder Klimawandel – reagiert und welche Auswirkungen dies auf das menschliche Wohlbefinden haben kann.

Das IÖW und die Universität Potsdam tragen wesentlich zu dem Projekt bei, indem sie den ökologischen, ökonomischen und sozialen Nutzen von nachhaltigem Bodenmanagement und Boden-Biodiversität quantifizieren. Hierfür kombinieren die Forschenden verschiedene Methoden: Bereitstellende und regulierende Ökosystemleistungen wie die Nahrungsmittelproduktion und das Binden von CO2 werden vorwiegend mit kostenbasierten Methoden bewertet. Der Wert von kulturellen Ökosystemleistungen, etwa von charakteristischen Landschaftsbildern, wird stattdessen mithilfe einer empirischen Umfrage in ausgewählten Regionen untersucht. 

Fortschritte mitverfolgen: Newsletter und Social-Media-Kanäle

Mit den Forschungsergebnissen liefert SOILGUARD Hintergrundwissen für die nationale, EU-weite und globale Politik, um die Umsetzung von nachhaltigen Bodenmanagement-Praktiken zu unterstützen und zu verankern. Wenn Sie über die Entwicklungen im SOILGUARD-Projekt auf dem Laufenden bleiben wollen, dann melden Sie sich für den jährlichen Newsletter an oder folgen Sie SOILGUARD auf Twitter, Facebook, Instagram, YouTube, LinkedIn oder TikTok
Mehr Informationen finden Sie auf dem CORDIS Factsheet.

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SOILGUARD wird vom Programm Horizon 2020 Research & Innovation der Europäischen Union gefördert (Nr. 101000371).

Mehr zum Teilprojekt „Bewertung von bodenbasierten Ökosystemleistungen

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