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Mit weniger Ressourcen gut leben: Landkarte Suffizienzpolitik unterstützt bei praktischer Umsetzung

Suffizienz beschäftigt sich mit der Frage nach einem guten Leben bei verringertem Ressourcenverbrauch. Zivilgesellschaftliche und politische Akteure, die sich dafür einsetzen, dass aus der Theorie Praxis wird, erhalten ab sofort Unterstützung im Internet durch die „Landkarte Suffizienzpolitik“. Mit einem Leitfaden für die Erarbeitung von Strategien oder Inspirationen für die Kommunikation hilft das Online-Tool dabei, suffiziente Ansätze und Politikmaßnahmen praktisch umzusetzen. Dominik Zahrnt von (r)evolutionäre ideen und Angelika Zahrnt, Fellow am Institut für ökologische Wirtschaftsforschung und Ehrenvorsitzende des BUND, haben die Plattform anlässlich der 5. Internationalen Degrowth-Konferenz, die noch bis zum 3. September 2016 in Budapest stattfindet, auf dem Blog Postwachstum veröffentlicht. 

In der Praxis noch zu viele Hürden – Landkarte Suffizienzpolitik regt Strategiebildung und Projekte an

Nachhaltige und suffiziente Lebensstile stehen in der Praxis noch vor vielen Hürden. Wie politische Rahmenbedingungen das gute Leben leichter machen können, zeigt das Buch „Damit gutes Leben einfacher wird. Perspektiven einer Suffizienzpolitik“ von Uwe Schneidewind und Angelika Zahrnt (2013). Die Website geht nun einen Schritt weiter: „Leider müssen wir erkennen, dass nachhaltige Lebensstile in der Praxis noch vor vielen Hürden stehen und gegen eine „gläserne Wand“ laufen“, so Angelika Zahrnt, die die Landkarte gemeinsam mit Dominik Zahrnt und dem IÖW in einem partizipativen und design-orientierten Prozess entwickelt hat. „Aber das muss nicht so bleiben“, bekräftigt Zahrnt. Die digitale Strategie-Landkarte zeigt konkrete Praxisbeispiele und will wachstumskritische und umweltpolitische Akteure zusammenbringen, um Erfahrungen zu teilen, relevante Politikfelder zu identifizieren und suffiziente Ansätze sichtbarer zu machen. Dies kann bei der Planung von Projekten und Strategieprozessen von großer Bedeutung sein. Zudem bietet die Landkarte in unterschiedlichen Thermenbereichen Hintergrundinformationen und einen Überblick über relevante Akteure, zum anderen Inspirationen für eigene Kampagnen oder Ratschläge für eine positive Kommunikation des Themas.  

Ressourcenschonung greifbar machen

Die Landkarte ermöglicht es, den eigenen inhaltlichen Fokus zu schärfen, Anknüpfungspunkte zu potenziellen Kooperationspartnern zu finden und Ansätze zur stärkeren Ressourcenschonung erfolgreich umzusetzen. Dieser Ansatz wird auch in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Ökologisches Wirtschaften“ von Dominik Zahrnt und Angelika Zahrnt beschrieben. Der Artikel bietet einen Überblick zum aktuellen Stand und den Perspektiven der Suffizienzpolitik und beschreibt die theoretisch-konzeptionellen Hintergründe der Landkarte. Die Online-Fassung der Landkarte wurde durch eine Förderung der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung ermöglicht.

Das IÖW beschäftigt sich in verschiedenen aktuellen Projekten mit den Themen Suffizienz und Ressourcenschonung, beispielsweise in „Digitalisierung und sozial-ökologische Transformation - Rebound Risiken und Suffizienz-Chancen der Digitalisierung von Dienstleistungen“ oder „Ansätze zur Ressourcenschonung im Kontext von Postwachstumskonzepten“ oder „Postwachstumspioniere“.

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Link zur Suffizienz-Landkarte: http://www.postwachstum.de/suffizienzpolitik

Zum Artikel im Ökologischen Wirtschaften: http://oekologisches-wirtschaften.de/index.php/oew/article/view/1491

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