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IÖW-Newsletter 01/2018   Januar


Sehr geehrte Damen und Herren,

Umwelt- und Klimaschutz sind für viele junge Menschen Zukunftsthemen. Das zeigt unsere Studie „Zukunft? Jugend fragen!“, die wir im Auftrag des Bundesumweltministeriums durchgeführt haben. Für 44 Prozent der 14- bis 22-Jährigen gehört demnach eine intakte, natürliche Umwelt zu einem guten Leben unbedingt dazu. Gleichzeitig sind viele beunruhigt, wenn sie daran denken, unter welchen Umweltverhältnissen die nachfolgenden Generationen aufwachsen müssen. Welche Erwartungen ergeben sich daraus an die Politik? Und wie engagiert sind die jungen Menschen, für sozial-ökologischen Wandel einzutreten? Letzte Woche haben wir auf der #Jugendkonferenz2018 mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen darüber diskutiert.

Klimaneutral bis 2050. Dieses Ziel, das sich das Land Berlin selbst gesetzt hat, kommt nun in die breite Umsetzung. Das Abgeordnetenhaus hat letzte Woche das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK) beschlossen und damit die Umsetzungsphase für den Zeitraum bis 2030 eingeläutet. Das IÖW hatte die Grundlage für das Programm, das aus rund 100 Maßnahmen in verschiedenen Handlungsfeldern besteht, gemeinsam mit Partnern und mit enger Beteiligung der Berliner Öffentlichkeit erarbeitet. Projektleiter Bernd Hirschl hob nun noch einmal hervor, dass die Umsetzung des Programms nicht nur zu mehr Klimaschutz, sondern auch zu positiven Effekten für die Wirtschaft und einer Verbesserung der Lebensqualität in Berlin führen wird.

Mit herzlichen Grüßen aus dem IÖW,

Ihr

Richard Harnisch
Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

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Aktuell

BMUB-Studie „Zukunft? Jugend fragen!“ erschienen

Für 44 Prozent der 14- bis 22-Jährigen gehört eine intakte, natürliche Umwelt zu einem guten Leben unbedingt dazu. Das ist ein zentrales Ergebnis der ersten repräsentativen Umfrage des Bundesumweltministeriums unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die das IÖW gemeinsam mit Partnern durchgeführt hat. Damit Umweltschutz gelingt, sehen die Jugendlichen vor allem eine starke Verantwortung beim Staat. 43 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass durch gezielte gesetzliche Maßnahmen mehr Umweltschutz für Alle erreicht werden kann.

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Bernd Hirschl: „Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm ist nun Realpolitik“

Klimaneutral bis 2050. Dieses Ziel, das sich das Land Berlin selbst gesetzt hat, kommt nun in die breite Umsetzung. Das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK) wurde vom Abgeordnetenhaus am 25. Januar 2018 beschlossen. Das Programm besteht aus rund 100 Maßnahmen in verschiedensten Bereichen wie etwa eine sozialverträgliche und baukulturell sensible Gebäudedämmung, mehr Solaranlagen auf Berliner Dächern oder der Einführung eines Labels „Berlin Green Club“, das die zahlreichen Diskotheken in Deutschlands Partyhauptstadt dabei unterstützt, klimafreundlicher zu arbeiten und darüber auch die jungen Besucher/innen zu erreichen.

Das IÖW hatte die Grundlage für das Programm gemeinsam mit Partnern und mit enger Beteiligung der Berliner Öffentlichkeit erarbeitet. Der Beschluss läutet nun die Umsetzungsphase für den Zeitraum bis 2030 ein. IÖW-Energieexperte Bernd Hirschl war an der Erarbeitung der Vorlage für das Programm federführend beteiligt.

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Ecornet-Buch: Klimaschutz kommunal umsetzen

Welchen Beitrag zum Klimaschutz können Städte und Gemeinden leisten? Welche kommunalen Institutionen, Akteure und Verfahren spielen eine Rolle? Mit diesen Fragen befasst sich der Sammelband des Ecological Research Network (Ecornet), der von IÖW-Wissenschaftler Johannes Rupp mitherausgegeben wurde. 14 Beiträge beschreiben und analysieren darin, wie auf kommunaler Ebene die Umsetzung des Pariser UN-Klimaabkommens weiter vorangebracht werden kann. Der Sammelband bietet einen Überblick zu Herausforderungen und Chancen des kommunalen Klimaschutzes und fächert eine Vielzahl unterschiedlicher Institutionen, Verfahren, Akteure und Handlungsfelder auf. 

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Studie: MINT the gap – Umweltschutz als Motivation für technische Berufsbiographien?

Der Wandel zu einer ressourcenschonenden, klimafreundlichen Wirtschaftsweise erfordert viel technologisches und naturwissenschaftliches Wissen. Doch zählen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) bei vielen Schüler/innen nicht zu den Lieblings-Unterrichtsfächern. Wenige – vor allem wenige Frauen – entscheiden sich für entsprechende Berufe. Das IÖW hat gemeinsam mit dem Schulbüro der TU Berlin im Auftrag des Umweltbundesamtes untersucht, ob Umweltschutz ein Anknüpfungspunkt sein kann, um junge Menschen und insbesondere junge Frauen erfolgreicher für MINT-Berufe zu motivieren. Der Bericht „MINT the gap – Umweltschutz als Motivation für technische Berufsbiographien?“ ist jetzt in der Reihe UBA-Texte erschienen.

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Bioenergie: IÖW berechnet Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte – Schriftenreihe erschienen

Bioenergie ist ein Multitalent – sie kann als flüssiger, gasförmiger und fester Brennstoff gespeichert, transportiert und für Wärme und Strom oder als Kraftstoff eingesetzt werden. Diese Flexibilität macht sie zu einer wichtigen Säule in einem Energiesystem, das auf erneuerbaren Energien basiert. Anders als beim Import von fossilen Brennstoffen profitiert von der Bioenergie die heimische Wirtschaft: Ernte und Verarbeitung der Rohstoffe sowie Handel und Vertrieb schaffen Wertschöpfung und Arbeitsplätze. In welchem Umfang dies bereits erfolgt, hat das IÖW für drei Regionen in Deutschland berechnet und stellt die Ergebnisse nun in der Schriftenreihe „Ermittlung der Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte in drei ausgewählten Bioenergie-Regionen“ vor. 

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Conceptualizing the New Commons – Call for Abstracts

The International Association for the Study of the Commons and the Research Group Right Seeds invite researchers to participate in the international workshop “Conceptualizing the New Commons: The Examples of Knowledge Commons & Seed and Variety Commons” in Oldenburg, Germany from 6th to 8th June 2018. Abstract submission is now open. Interested researchers are invited to advance conceptual-theoretical and organizational perspectives on the new commons. Deadline for submission of abstracts is February 25th, 2018. IÖW is project partner in the project Right Seeds.

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Wertschöpfung vor Ort: Dissertation von Dr. Steven Salecki erschienen

IÖW-Wertschöpfungsexperte Dr. Steven Salecki hat in seiner Promotion die ökonomischen Faktoren der regionalen Nutzung erneuerbarer Energien untersucht. Unter Anwendung des IÖW-WEBEE Modells ermittelte er die Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte und bewertete sie in drei Regionen Deutschlands regionalökonomisch. Er liefert damit makroökonomische Kennzahlen über den Beitrag der erneuerbaren Energien zur gesamtwirtschaftlichen Leistung der Volkswirtschaft. Seine Dissertation „Wertschöpfung vor Ort – Quantifizierung ökonomischer Faktoren der regionalen Nutzung Erneuerbarer Energien – Betriebs-, regional- und volkswirtschaftliche Perspektiven“ ist nun erschienen.

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Bayerischer Rundfunk: Gerd Scholl zur Ökobilanz des Teilens

Wie nachhaltig ist Peer-to-Peer Sharing? Darüber sprach PeerSharing-Projektleiter Gerd Scholl am 22. Dezember 2017 mit dem Bayerischen Rundfunk in der Sendereihe „IQ – Wissenschaft und Forschung“. Er verwies dabei auf die Forschungsergebnisse des Projektes, die zeigen, dass die Wirkung nicht so positiv sei wie angenommen. So werde die Umwelt durch die untersuchten Sharingangebote in den Bereichen Kleidung, Mobilität und Reiseunterkunft oft nur wenig entlastet. Teilweise führten die Angebote sogar zu zusätzlichem Konsum und damit zu mehr Ressourcenverbrauch. Dies sei beispielsweise der Fall, wenn statt des öffentlichen Nahverkehrs ein geteiltes Auto genutzt werde, gab Scholl zu bedenken. Das ökologische Potenzial der Sharing Economy sei jedoch weiterhin groß, allerdings nur, wenn Teilen Besitzen wirklich ersetzt. 

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Interview mit Steffen Lange: Moderne Gesellschaften ohne Wirtschaftswachstum

Ist „grünes Wachstum“ eine Chance oder eine Mogelpackung? Hat die Realwirtschaft im materiellen Sinn nur noch eine Alibifunktion, da ihr ein entfesseltes und ihren Wert um ein Vielfaches übersteigendes Finanzkapital gegenübersteht? Und was ist dran am Totschlagargument „Wirtschaftswachstum ist alternativlos“? Im Interview mit dem Philosophischen Wirtschaftsmagazin Agora42 beantwortet IÖW-Wissenschaftler Steffen Lange diese Fragen rund um das Titelthema „Wirtschaft im Widerspruch“.

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Termine

15. Februar 2018: Projekt Cowerk im Mittagsgespräch „Wie können wir gemeinwohlorientiert wirtschaften?“

Wertschöpfung und Wohlbefinden dürfen nicht zu Lasten der sozialen Gerechtigkeit und der Umwelt gehen. Deshalb kann nachhaltige, gesellschaftliche Transformation nicht ohne eine Veränderung bestehender Wirtschaftsweisen gedacht werden. Diese Veränderung erfordert ein erweitertes Wohlstandsverständnis sowie neue, an vielfältigeren Funktionen als nur Wachstum orientierten Modelle des Wirtschaftens. Auf diesem Mittagsgespräch im Rahmen der Fördermaßnahme „Nachhaltiges Wirtschaften“ (NaWi) des BMBF stellt das Projekt Cowerk seine Forschungsergebnisse vor.

Datum: Donnerstag, 15. Februar 2018, 11:30-15:00 Uhr
Ort:
NABU Bundesgeschäftsstelle, Charitéstraße 3, 10117 Berlin
Veranstalter:
Plattform Forschungswende

Weitere Informationen | Zum Forschungsprojekt COWERK

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Aus dem IÖW

Neu am IÖW: Alexander Deisböck

Alexander Deisböck ist seit Januar 2018 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsfeld Nachhaltige Energiewirtschaft und Klimaschutz. 2016 schloss er sein Masterstudium des Wirtschaftsingenieurwesens (Energie- und Ressourcenmanagement) an der Technischen Universität Berlin ab und arbeitete danach als Referent für Energiesystemmodellierung und Planungsingenieur für Energieversorgungskonzepte bei der Gasag.
Seine Schwerpunkte am IÖW sind Energiepolitik & -märkte, Energieversorgungskonzepte und Klimaschutz.

Mehr über Alexander Deisböck | E-Mail an Alexander Deisböck

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Aus dem IÖW-Netzwerk

Jetzt bewerben: VÖW-Mentoring-Programm 2018/19

Nachhaltiges Wirtschaften – Berufseinstieg geplant, aber wie? Vielen interessierten Nachwuchskräften fehlt eine gezielte Beratung. Die VÖW lädt daher nun zum zweiten Mal zum Mentoring-Programm ein. 25 Mentorinnen und Mentoren möchten ihre relevanten Erfahrungen aus Wissenschaft und Praxis im Bereich des Nachhaltigen Wirtschaftens mit interessierten Nachwuchskräften teilen. Als Mentee bewerben können sich Studierende (Bachelor erst ab dem 4. Fachsemester), Promovierende und Berufseinsteiger/innen oder Menschen, die sich in ihrem Beruf noch einmal umorientieren möchten.

Die Bewerbung ist bis 28. Februar 2018 möglich. Der Programmzyklus startet im April 2018. 

Weitere Informationen | Bewerbungsbogen

31. Januar 2018: Podiumsdiskussion „Transformative Wirtschaftswissenschaft“

Energiewende, Mobilitätswende, der digitale Wandel, die soziale Desintegration, die Prozesse der Globalisierung: Die großen Transformationen dieser Tage haben in ihrem Kern immer ökonomische Ursachen und Wirkungen. Geben die heutigen Wirtschaftswissenschaften für diese Debatten eine ausreichende Orientierung? Oder braucht es eine neue und erweiterte Wirtschaftswissenschaft?

In einem Aufruf haben über 30 namhafte Wirtschaftswissenschaftler/innen in der Fachzeitschrift „Ökologisches Wirtschaften“ eine „transformative Wirtschaftswissenschaft“ gefordert. Sie setzt sich mit der Rolle der Wirtschaftswissenschaften in Transformationsprozessen auseinander und fordert, dass die Wirtschaftswissenschaften diese Rolle aktiver und verantwortungsvoller sowie mit neuen Methoden und konzeptionellen Ansätzen wahrnehmen. Brauchen wir eine andere Wirtschaftswissenschaft für die Politik- und Gesellschaftsberatung?

Über diese Fragen diskutieren Uwe Schneidewind (Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie), Katharina Dröge (MdB Bündnis 90/Die Grünen) und Peter Bofinger (Universität Würzburg).

Datum: 31. Januar 2018, 19:00-21:00 Uhr
Ort:
Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin
Veranstalter: Heinrich-Böll-Stiftung

Weitere Informationen

BUND-Forschungspreis für Nachhaltige Entwicklung

Der BUND lobt 2018 zum zweiten Mal einen Forschungspreis aus, der für Forschung zur Nachhaltigen Entwicklung vergeben wird. Damit soll das Thema gestärkt werden und die öffentliche Aufmerksamkeit für wissenschaftliche Leistungen in diesem Bereich erhöht werden. Mit dem Preis will der BUND wissenschaftliche Arbeiten für Nachhaltige Entwicklung anregen, herausragende Leistungen anerkennen und insgesamt zu einer stärkeren Ausrichtung des Wissenschaftssystems an den großen gesellschaftlichen Herausforderungen beitragen.

Der Preis wird in drei Kategorien vergeben: Abschlussarbeiten Bachelor und Master sowie Forschungsarbeiten (Dissertation, Forschungsbericht). Bewerbungsschluss ist der 15. Februar 2018.

Weitere Informationen und zur Bewerbung

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Impressum

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH (gemeinnützig)
Potsdamer Str. 105 | D-10785 Berlin
Telefon: +49-(0)30 - 884 59 4-0 | Fax: +49-(0)30 - 882 54 39
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Redaktion: Richard Harnisch, Thomas Korbun

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