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IÖW-Newsletter 11/2018   November


Sehr geehrte Damen und Herren,

vorletztes Wochenende war für uns ein Highlight in diesem Herbst und es fühlte sich etwas nach Klassenfahrt an: Mit zahlreichen Kolleg/innen war das IÖW auf der Konferenz für Digitalisierung und Nachhaltigkeit „Bits & Bäume“ vertreten, die wir gemeinsam mit neun anderen Organisationen an der TU Berlin ausgerichtet haben. Oft fiel die Entscheidung für diese oder jene der zahlreichen parallelen Sessions nicht leicht. Ein großer Dank geht daher an den Chaos Computer Club, der viele Talks und Panels auf Video aufgezeichnet hat. Schauen Sie mal rein!

Außerdem: Save the Date – am 21. Februar 2019 stellen das IÖW und die Unternehmensvereinigung Future im Bundesarbeitsministerium in Berlin die Ergebnisse des Rankings der Nachhaltigkeitsberichte 2018 sowie eines Monitorings zur CSR-Berichtspflicht vor.

Mit herbstlichen Grüßen aus dem IÖW

Ihr

Richard Harnisch

Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

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Inhaltsverzeichnis

AKTUELL

BLOG POSTWACHSTUM

TERMINE

AUS DEM IÖW

AUS DEM IÖW-Netzwerk

Aktuell

Bündnis fordert nachhaltige Digitalisierungspolitik

Die Digitalisierung muss so gestaltet werden, dass sie dem Gemeinwohl und Frieden dient, Datenschutz ernst nimmt und soziale und ökologische Ziele gleichermaßen fördert. Dies forderte ein Bündnis von zehn Organisationen aus Umwelt- und Netzpolitik, Entwicklungszusammenarbeit und Wissenschaft unter Beteiligung des IÖW am 18. November 2018 zum Abschluss der Konferenz „Bits & Bäume“ in Berlin. Eine nachhaltige Digitalisierung ist machbar, aber ihre Gestaltung dürfe nicht alleine Politik und Wirtschaft überlassen werden. Zivilgesellschaft und kritische Wissenschaft müssten diese nachhaltig mitgestalten, so die Veranstalter. (Foto: Santiago Engelhardt)

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Bits und Bäume: Viele Talks und Panels als Video online

An der bislang größten Konferenz für Digitalisierung und Nachhaltigkeit nahmen am 17. und 18. November 2018 in Berlin mehr als 1.700 Nachhaltigkeits- und Umwelt-Engagierte sowie Netzaktivist/innen teil. Die Konferenz wurde von zehn Organisationen aus Umwelt- und Netzpolitik, Entwicklungszusammenarbeit und Wissenschaft gemeinsam ausgerichtet. Initiiert hatte sie Tilman Santarius, Leiter der Nachwuchsforschungsgruppe „Digitalisierung und sozial-ökologische Transformation“ von IÖW und TU Berlin. Zahlreiche Talks und Panels können auf der Webseite des Chaos Computer Clubs als Video angeschaut werden. Unter #bitsundbaueme wurde die Konferenz intensiv bei Twitter weiterverbreitet und kommentiert.

Hier geht es zu den Videos der Konferenz | Bits und Bäume auf Twitter

Streitpunkt Wachstum – Wirtschaftsforscher legen neuen Konsensvorschlag vor

Das Wohlergehen weltweit hängt davon ab, ob es gelingt, die ökologischen Grenzen des Planeten einzuhalten. Was folgt daraus für eine wohlhabende Volkswirtschaft wie Deutschland? Kann sie weiterhin wachsen – oder muss sie gar eher schrumpfen? Hierüber wird politisch gestritten, eine breit akzeptierte Antwort gibt es bislang nicht. Eine neue Studie von IÖW, RWI und Wuppertal Institut präsentiert nun einen Konsensvorschlag zum Streitpunkt „Wachstum“ in der Nachhaltigkeitsdebatte. Sie wurde am 5. November 2018 auf der Tagung „Herausforderung Wachstumsunabhängigkeit“ in Berlin mit über 150 Akteuren aus verschiedenen Politikressorts, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutiert.

Weiterlesen | Zum Download der Studie | Mehr zur Konferenz

Studie: Braunkohlereviere zu Energiewenderegionen transformieren

Der geplante Kohleausstieg bewegt das Land und die Gemüter. Eine neue Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zeigt, wie die deutschen Kohlereviere auch zukünftig als wichtige Player in der Energiewirtschaft in Deutschland mitspielen können. Fazit: Eine gezielte Transformation hin zu Energiewenderegionen könnte maßgeblich neue Perspektiven für Beschäftigung und Wertschöpfung im Rheinischen, Mitteldeutschen, Lausitzer und Helmstedter Revier schaffen. Das IÖW hat in der Studie berechnet, in welchem Umfang Arbeitsplätze und Wertschöpfung in den Bereichen Wind- und Solarenergie neu entstehen können.

Weiterlesen | Zum Download der Studie

Kohleausstieg: Übernahme von RWE-Braunkohlesparte durch Greenpeace Energy als Chance für die Reviere

Greenpeace Energy will die Braunkohle-Tagebaue und -Kraftwerke des RWE-Konzerns im Rheinischen Revier ab 2020 stufenweise übernehmen und bis 2025 stilllegen. Im Gegenzug sollen auf den ehemaligen Tagebauflächen Windkraft- und Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 8,2 Gigawatt entstehen. Das IÖW hat auf Basis aktueller Studien den Übernahmevorschlag eingeordnet. Das Vorhaben „bringt den erforderlichen Strukturwandel voran und nimmt die Potenziale der Braunkohlereviere in den Blick, als Energiewenderegionen vorwegzugehen“, so IÖW-Energieexperte Bernd Hirschl. 

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Klimavorsorge-Konferenz im Umweltbundesamt: Kontakt zwischen Anbietern und Nutzern von Klimaanpassungsdiensten fördern

Die Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu managen, stellt viele Akteure vor große Herausforderungen. Immer mehr Hilfsmittel wie Leitfäden, Wissensportale, Checklisten, interaktive Webtools, Beratungsangebote oder rechtliche Planungshilfen versuchen, Ämtern, Unternehmen und anderen Organisationen dabei zu helfen. Auf einer Konferenz im Umweltbundesamt (UBA) wurde am 12. November 2018 diskutiert, wie solche „Klimaanpassungsdienste“ die Praxisakteure noch besser unterstützen können. Fazit: Der direkte Austausch zwischen Anbietern und Nutzern sollte gefördert werden, damit die Dienste entsprechend der Nutzerbedürfnisse weiterentwickelt und optimiert werden können. IÖW-Anpassungsexpertin Esther Hoffmann moderierte die Konferenz gemeinsam mit Jürgen Ritterhoff von Ecolo.

Weiterlesen | Zur Konferenz | Zum Klimavorsorge-Portal (KLiVO)

Mit Sharing nachhaltiger Wirtschaften – Buch „Digitale Kultur des Teilens“ zeigt wie

Die Sharing Economy boomt. Neue Mietkonzepte, geteilte Autos, Tausch- und Verleihplattformen verändern die Wirtschaft. Warum noch kaufen, was man für wenig Geld leihen kann? Das Teilen von Gütern zwischen Privatpersonen kann helfen, Ressourcen einzusparen. Und es kann Menschen zusammenbringen. Bisher haben sich die ökologischen und sozialen Potenziale der Sharing Economy allerdings kaum entfaltet. Wie kann sich das ändern? Antworten gibt der Sammelband „Digitale Kultur des Teilens – Mit Sharing nachhaltiger Wirtschaften“, der von Forscherinnen und Forschern von IÖW, IZT und ifeu gemeinsam erarbeitet wurde. Das Buch ist im Springer Gabler Verlag erschienen.

Weiterlesen | Zum Projekt „PeerSharing“

Marktstudie Bürobedarf: Öffentliche Hand kann Großteil des Einkaufs auf biobasierte Projekte umstellen

Ordner, Stifte, Briefumschläge –  für mehr als 95 Millionen Euro kauft die öffentliche Hand jedes Jahr Büroartikel ein. Welchen Beitrag zu Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit kann die öffentliche Beschaffung leisten, indem sie vermehrt auf Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz, Naturkautschuk oder Biokunststoffe setzt? Dies untersuchte das IÖW im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Ein Ergebnis: Für etwa dreiviertel der Artikel gibt es biobasierte Alternativen. Welche das sind, stellt eine aktuelle Marktstudie zu biobasierten Büroartikeln vor. Wer nach bestimmten Produkten sucht, wird in der nun aktualisierten Datenbank der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe fündig: www.die-nachwachsende-produktwelt.de.

Weiterlesen | Zum Download der Marktstudie (PDF, 1,4 MB)

Journal-Artikel – Between mandatory and voluntary: non-financial reporting by German companies

Nichtfinanzielle Berichterstattung war für deutsche Unternehmen lange Zeit freiwillig. Durch das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz wurde sie ab dem Geschäftsjahr 2017 für etwa 500 große deutsche Unternehmen verpflichtend. Anhand einer Analyse der Qualität von Nachhaltigkeitsberichten deutscher Unternehmen aus den Jahren 2014 und 2015 stellen die IÖW-Wissenschaftler/innen Esther Hoffmann, Christian Dietsche und Christine Hobelsberger im Journal Sustainability Management Forum Trends und Entwicklungen bei der freiwilligen Berichterstattung vor dem Inkrafttreten der CSR-Berichtspflicht vor. Der Open-Access-Journalartikel steht online zum Download bereit.

Weiterlesen | Mehr zum Journal

Wo bleibt das Solare Zeitalter? – Acht Thesen zu Status Quo und Aussichten der Energiewende

Unter der Fragestellung „Wo bleibt das Solare Zeitalter?“ diskutieren Ende September bei den Toblacher Gesprächen Experten aus Deutschland, Italien und Österreich über die globale Energiewende. Die zentralen Debatten sind in acht Thesen gemündet, an denen IÖW-Forschungsfeldleiter Bernd Hirschl mitgearbeitet hat. Die globale Energiewende sei zwar eine beispiellose Herausforderung, aber sie ist möglich – und alternativlos, so das Fazit.

Weiterlesen  | Mehr zu den Toblacher Gesprächen | Zum Download des Thesenpapiers (PDF, 163 KB)

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Blog Postwachstum

Agenda 2030: Wachstum und kein Ausweg?

Um die Ziele der Agenda 2030 verwirklichen zu können, sind komplexe Informationen über die Welt nötig. Oft beruhen Szenarien aber auf dem derzeitigen Wachstumsparadigma. Warum dies problematisch sein kann, begründet Saadya Windauer vom Projekt 2030Watch und stellt vor, wie dieser Widerspruch in den Indikatoren überwunden werden kann. Längst ist das Wachstumsprinzip nicht mehr nur ein wirtschaftliches Phänomen, sondern wirkt sich inner- und außerhalb der Produktionssphäre auf Individuen aus. Franz Hochstrasser beleuchtet den Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Konsumismus. Wie befreit man sich im persönlichen Alltag am besten aus den Wachstumszwängen? Wir sollten uns gemeinschaftlich auf den Weg machen, findet Dirk Henn und stellt eine Kampagne von Suffizienz-Pionier/innen vor, die sich vernetzen, um einen umweltgerechten Lebenswandel zu erleichtern.

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Termine

2. Dezember 2018: Grüner Salon Paderborn

Der Grüne Salon Paderborn lädt am 2. Dezember 2018 zur Digitalisierungskonferenz "Smarte grüne Welt? Klima und Nachhaltigkeit in Zeiten der Digitalisierung". Keynote-Redner ist IÖW-Wissenschaftler Dr. Steffen Lange. Der Grüne Salon ist ein Debattenformat der Heinrich Böll Stiftung NRW.

Zur Veranstaltung

21. Februar 2019: Konferenz CSR-Reporting in Zeiten der Berichtspflicht

++Save the Date++

► Wer berichtet am besten? Ergebnisse des zehnten Rankings der Nachhaltigkeitsberichte von IÖW und Future

► Vorstellung einer Monitoring-Studie zum ersten Berichtszyklus seit Inkrafttreten der CSR-Berichtspflicht

► Workshops zu Wesentlichkeit, Risiken und Digitalisierung    

Donnerstag, 21. Februar 2019, ganztägig
Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Berlin

Veranstalter: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), Future

Mehr Informationen | in den Einladungsverteiler eintragen

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Aus dem IÖW

Neu am IÖW: Patrick Schöpflin

Patrick Schöpflin ist seit November 2018 am IÖW und verstärkt als Wissenschaftlicher Mitarbeiter das Team des Forschungsfeldes Unternehmensführung und Konsum. Er hat Nachhaltiges Wirtschaften an der Universität Kassel studiert und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit unternehmerischem Nachhaltigkeitsmanagement, insbesondere in Bezug auf Wertschöpfungsketten.

Mehr zu Patrick Schöpflin | E-Mail an Patrick Schöpflin

Stellenausschreibung: Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in Kommunaler Klimaschutz und Klimaanpassung

Wir suchen eine/n wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in  für die Bearbeitung von inter- und transdisziplinären Forschungs- und Beratungsprojekten mit dem Fokus auf kommunalen Klimaschutz und Klimaanpassung sowie auf Fragestellungen der Akzeptanz und Beteiligung.

Bewerbungsschluss: 30. November 2018

Zur Stellenausschreibung

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Aus dem IÖW-Netzwerk

Frank Beckenback auf Professur für plurale Ökonomie an Cusanus Hochschule berufen

IÖW-Gesellschafter Prof. Dr. Frank Beckenback ist an die Cusanus Hochschule auf eine neugeschaffene Professur für plurale Ökonomie berufen worden. Beckenbach gilt als ausgewiesener Experte auf den Gebieten der Neuentwicklung pluraler Lehre, der ökologischen Ökonomik und der agentenbasierten Modellierung. Als solcher wird er das plurale Forschungs- und Lehrprofil am Institut für Ökonomie weiter ausbauen und zugleich festigen.

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Call for Abstracts: 19th European Roundtable on Sustainable Consumption and Production

Im Oktober 2019 findet in Barcelona der 19. Europäische Roundtable on Sustainable Consumption and Production statt. Unter dem Titel „Circular Europe for Sustainability: Design, Production and Consumption“ läuft nun bis zum 31. Januar 2019 ein Call for Abstracts für Paper, Poster und Dialogsessions. IÖW-Forschungsfeldleiter Frieder Rubik ist Mitglied der ERSCP Society sowie in den Komitees des European Roundtable on Sustainable Consumption and Production vertreten.

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2.-5. Mai 2019: International Karl Polanyi Conference 2019 “Universal Capitalism in Decline?”

Vom 2. bis 5. Mai 2019 findet in Budapest und Wien die internationale Karl-Polanyi-Konferenz zum Thema „Universal Capitalism in Decline?“ statt. Bis zum 31. Januar 2019 können Abstracts in drei Themensträngen eingereicht werden. IÖW-Gesellschafter Claus Thomasberger ist Mitglied im Board der in diesem Frühjahr neu gegründeten International Karl Polanyi Society.

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BUND-Forschungspreis nachhaltige Entwicklung

Der BUND lobt zum dritten Mal einen Forschungspreis aus, der für Forschung zur nachhaltigen Entwicklung vergeben wird. Damit soll das Thema gestärkt und die öffentliche Aufmerksamkeit für wissenschaftliche Leistungen in diesem Bereich erhöht werden. Der Preis wird in den drei Kategorien Bachelorarbeit, Masterarbeit und Dissertation/Forschungsbericht vergeben, Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2019.

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Impressum

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH (gemeinnützig)
Potsdamer Str. 105 | D-10785 Berlin
Telefon: +49-(0)30 - 884 59 4-0 | Fax: +49-(0)30 - 882 54 39
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Redaktion: Richard Harnisch, Julia Tovote, Zoe Rose

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