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IÖW-Newsletter 1/2014   März


Sehr geehrte Damen und Herren,

in Deutschland wird derzeit verstärkt darüber diskutiert, inwieweit eine „Postwachstumsgesellschaft“ möglich und nötig ist. Jedoch geht es bisher noch selten um die Rolle, die Unternehmen in einer entsprechenden Transformation zukommen könnte und müsste. Dies möchte das DBU-Projekt „Postwachstumspioniere“ ändern. Das IÖW hat jüngst eine Pilotstudie zur Unternehmensperspektive im Postwachstumsdiskurs veröffentlicht, die zum freien Download verfügbar ist. Eine Befragung von KMU soll jetzt ans Licht bringen, welchen Stellenwert Wachstum in der Unternehmenspraxis hat und welche weiteren Indikatoren es jenseits von Umsatz und Gewinn gibt, um Unternehmenserfolg zu messen.

Viel Vergnügen bei der Lektüre dieser und weiterer aktueller Nachrichten aus dem IÖW.

Herzlich, Ihr

Richard Harnisch
Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

Inhaltsverzeichnis

AKTUELL
ÖKOLOGISCHES WIRTSCHAFTEN
TERMINE
AUS DEM IÖW
AUS DEM IÖW-NETZWERK

    Aktuell

    Postwachstumspioniere: Online-Befragung für KMU läuft

    Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg führen derzeit eine Online-Befragung von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zum Thema Wachstum durch. Die Forscherinnen und Forscher wollen herausfinden, wie wichtig wachsende Gewinne oder Beschäftigtenzahlen für die Unternehmensstrategie sind, ob und wie stark die Unternehmen wachsen und welche Unternehmen bewusst nicht wachsen wollen.

    Weiterlesen... I Zur Online-Befragung "Wie wichtig ist Wachstum für KMU?"

    Neue IÖW-Schriftenreihe: Wachstumsneutrale Unternehmen

    In Deutschland wird derzeit verstärkt darüber diskutiert, inwieweit eine „Postwachstumsgesellschaft“ möglich und nötig ist. Die wesentliche Rolle, die Unternehmen in einem entsprechenden Transformationsprozess zukommen könnte und müsste, bleibt in diesem Diskurs jedoch außen vor. Die IÖW-Studie „Wachstumsneutrale Unternehmen“ richtet daher den Blick auf die Unternehmensebene, um Wege zu erkunden und aufzuzeigen, wie dort mit ökologischen und volkswirtschaftlichen Wachstumsbegrenzungen umgegangen werden kann. Im Mittelpunkt stehen hierbei die Qualitäten, die sich aus einem proaktiven Umgang mit den Begrenzungen ergeben können. Die Studie ist in diesem Sinne ein Plädoyer für ein Leitbild wachstumsneutraler Unternehmensführung, mit dem die derzeit verengten Vorstellungen von Unternehmenserfolg zugunsten vielfältiger alternativer Entwicklungsperspektiven von Unternehmen aufgebrochen werden können.

    Download (pdf)

    Nationaler Dialog: Expert/innen diskutierten potenzielle Schwerpunktsetzungen für die Klimaanpassungspolitik des Bundes

    Mehr als 100 Teilnehmer/innen diskutierten am 28. und 29. Januar im Umweltbundesamt in Dessau über geeignete Politikinstrumente zur Mitgestaltung der Fortschreibung des Aktionsplans Anpassung an den Klimawandel (APA II) der Bundesregierung. Thematisiert wurden Klimarisiken und Anpassungsoptionen in den Handlungsfeldern Bauwesen, Energiewirtschaft, Gesundheit sowie Verkehr und Logistik. Die Tagung hat das IÖW im Rahmen des Projektes „Stakeholderdialoge zur Klimaanpassung“ im Auftrag des Umweltbundesamtes konzipiert und durchführt. Die Tagung ist online dokumentiert. (Foto: Gordon Welters / IÖW)

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    Langfristiger Wärmeschutz: IÖW untersucht Entwicklungsoptionen für den Wohngebäudebestand

    Rund ein Drittel des Energieverbrauchs in Deutschland wird derzeit genutzt, um Gebäude zu beheizen. Für eine erfolgreiche Energiewende ist es daher von zentraler Bedeutung, in diesem Bereich deutlich effizienter zu werden. Im Projekt „Gebäude-Energiewende“, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms Sozial-ökologische Forschung (SÖF), identifiziert das IÖW Entwicklungsoptionen für den Wärmeschutz und die Wärmeversorgung des Wohngebäudebestands, die ökonomisch und ökologisch vorteilhaft sowie sozial verträglich sind und von den beteiligten Akteuren akzeptiert werden. Ziel des Projekts ist es, neues Wissen zu erarbeiten und somit zu einer zukünftig nachhaltigen Wärmeversorgung beizutragen.

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    „Geschäftsmodell Nachhaltigkeit“: Multimedia-Dokumentation der IÖW-Jahrestagung jetzt online

    Teilen statt Besitzen, Energie selbst erzeugen, Verbraucher in die Produktentwicklung einbeziehen – diese und weitere aktuelle Trends diskutierten rund 200 Teilnehmende der Jahrestagung des IÖW „Geschäftsmodell Nachhaltigkeit – Wirtschaft und Wirtschaftsförderung in der Transformation“ am 20. und 21. November 2013. Die umfassende Dokumentation der Tagung mit Präsentationen und Video-Clips von ausgewählten Vorträgen ist online verfügbar.

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    Umweltfreundliche öffentliche Beschaffung in China: Delegation der nationalen Reformkommission zu Besuch im IÖW

    Die chinesische Regierung sucht nach Möglichkeiten für die Ökologisierung staatlichen Handelns, etwa bei der öffentlichen Beschaffung. Am 15. Januar 2014 war das IÖW Gastgeber einer hochrangigen Delegation der Rechtsabteilung der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC). Im Rahmen des Projekts „Führungskräftefortbildung im Bereich Umwelt und Klima“ des Bundesumweltministeriums tauschten sich IÖW, Öko-Institut und die Freie Universität Berlin mit Meng Wei, Direktorin der Rechtsabteilung der NDRC und Dr. Li Kang, stellvertretender Leiter der Rechtsabteilung der NDRC, über den Stand umweltfreundlicher öffentlicher Beschaffung in Deutschland aus.

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    Energiewende in Japan? IÖW stellt Wertschöpfungsmodell in Tokio vor

    Ist eine Energiewende in Japan denkbar? Ökonomisch sinnvoll und weniger gefährlich wäre ein Wechsel zu Erneuerbaren Energien auf jeden Fall für Japan – das hat die Katastrophe von Fukushima verdeutlicht. Auf der Deutsch-Japanischen Forschungskonferenz „Economic Effects of Renewable Energy“ an der Ritsumeikan University in Tokio Anfang Februar präsentierten die IÖW-Wissenschaftler Andreas Prahl und Steven Salecki das IÖW-Wertschöpfungsmodell für Erneuerbare Energien. Die Konferenz wurde von Prof. Jörg Raupach-Sumiya vom wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereich der Ritsumeikan University zusammen mit der Friedrich-Ebert Stiftung und dem Institute for Sustainable Energy Policies (ISEP) veranstaltet.

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    Natur, Kultur und Technik nicht als Gegensätze begreifen! – TTN-Essay-Preis für IÖW-Wissenschaftler Sascha Dickel

    IÖW-Wissenschaftler Dr. Sascha Dickel ist für seinen Essay „Paradoxe Natur – Plädoyer für eine postromantische Ökologie“ mit dem Essay-Preis 2013  des Instituts Technik-Theologie-Naturwissenschaften (TTN) der Ludwig-Maximilians-Universität München ausgezeichnet worden. Die Jury lobte seinen Essay als inhaltlich und sprachlich gelungenen Text, mit starker analytischer Kraft. Das Thema der diesjährigen Ausschreibung lautete: „Natur verbessern: Grüne Biotechnologie im Zeitalter des Anthropozäns“. Dickel schlägt ein neues  Verständnis von Ökologie vor – eines, in dem Natur, Kultur und Technik nicht als Gegensätze betrachtet werden.

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    Bundesverdienstkreuz an IÖW-Fellow Angelika Zahrnt verliehen

    IÖW-Fellow Prof. Dr. Angelika Zahrnt wurde von Bundespräsident Joachim Gauck mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse für Ihr langjähriges umweltpolitisches Engagement geehrt. Die promovierte Volkswirtin hat maßgeblich dazu beigetragen, das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung in die öffentliche Diskussion einzubetten. (Foto: Evangelische Akademie Bad Boll)

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    Effizienz oder Suffizienz? Das ist hier die Frage – Eine Debatte auf dem Blog Postwachstum.de

    Während der Nachhaltigkeitsdiskurs besonders auf Effizienzstrategien zur Problemlösung setzt, sieht der  Postwachstumsdiskurs einen einseitigen Fokus darauf teilweise kritisch und ergänzt diesen um Suffizienzstrategien. Angelika Zahrnt und Uwe Schneidewind sehen in Entschleunigungsstrategien sogar neue Marktchancen für Unternehmen. Für solche Strategien braucht es jedoch Erfahrungsräume. In Suwon in Südkorea wurde solch ein entschleunigter Erfahrungsraum geschaffen. Über einen Monat hinweg verzichteten die Bewohner/innen dort auf motorisierten Verkehr und probierten alternative Formen der Mobilität aus, berichtet Theresa Zimmermann (IÖW). Im Interview mit Gerrit von Jorck (IÖW) verteidigt hingegen Ernst Ulrich von Weizsäcker Effizienzstrategien, da diese Rebound-Effekte effektiver eindämmen würden.

    Postwachstum – wo geht es hin? Diskutieren Sie mit!

    Mehr Alternativen zum Wirtschaftswachstum: Blog Postwachstum und Degrowth 2014-Team bloggen gemeinsam

    Die politische Debatte darüber, wie wir in der Zukunft anders leben und wirtschaften wollen, ist, nach dem Abschluss der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ im Bundestag weitgehend eingeschlafen. Außerhalb des Parlaments wird sie allerdings weiter lebendig geführt. Die Macher des Blogs Postwachstum am Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) erhalten jetzt Verstärkung durch das Team der internationalen Degrowth-Konferenz 2014, die vom 2.-6. September 2014 in Leipzig stattfinden wird.

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    Projekt „KlimaAlltag“: Ergebnisse der Abschlusskonferenz jetzt online

    Wenn es um Klimaschutz geht, stehen meist Industrie und Gewerbe im Mittelpunkt. Wenig bekannt ist hingegen, dass mehr als die Hälfte der Gesamtemissionen von elf Tonnen CO2 pro Peron und Jahr direkt oder indirekt durch private Haushalte verursacht werden. Das Forschungsprojekt „KlimaAlltag“ zeigt Potenziale für CO2-arme Lebensstile auf. Die Ergebnisse der Abschlusskonferenz sind nun veröffentlicht worden. In den Beiträgen beleuchtet IÖW-Wissenschaftler Frieder Rubik die Wahrnehmung von Klimaschutzmaßnahmen in der Bevölkerung und IÖW-Konsumforscher Michael Kress fasst die Effektivität klimapolitischer Maßnahmen für die Stadt Frankfurt zusammen.

    Weitere Informationen und Konferenzdokumentation: www.klima-alltag.de 

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    Ökologisches Wirtschaften

    Ökologisches Wirtschaften 1/2014: Bürger und die Energiewende

    Lesen Sie in der neuen Ausgabe von Ökologisches Wirtschaften, wie Bürger/innen sich in verschiedener Weise an der Energiewende beteiligen können. Neben den klassischen Konsumentscheidungen, wie dem Bezug von Ökostrom oder Maßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung, können Bürger/innen sich etwa auch finanziell an dem Neubau von Anlagen Erneuerbarer Energien (EE) beteiligen. Des Weiteren können sie durch politisches Engagement einen positiven oder negativen Einfluss auf den Ausbau erneuerbarer Energien ausüben.

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    Termine

    RESPONDER-Abschlusskonferenz: Widersprüche an der Schnittstelle von Wachstum und nachhaltigem Konsum

    Bei der Abschlusskonferenz des EU-geförderten Vorhabens RESPONDER kommen wachstumsaffine und wachstumskritische Forscher/innen aus den Gebieten Nachhaltigkeit und nachhaltigem Konsum mit politischen Entscheidungsträgern zusammen, um über paradigmatische Widersprüche oder Interessenkonflikte an der Schnittstelle von Wachstum und nachhaltigem Konsum zu diskutieren. Die Konferenz bildet den Abschluss zahlreicher multinationaler Dialogveranstaltungen und Foren. Ziel des Projektes ist es, den Wissenstransfer und Dialog zu den Themen Bauen & Wohnen, Mobilität & Transport, Ernährung, Finanzdienstleistungen und Haushaltselektronik fortzuentwickeln.

    21. März 2014, Brüssel

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    RADOST-Abschlusskonferenz: Regionale Anpassungsstrategien für die deutsche Ostseeküste

    Auf der RADOST-Abschlusskonferenz werden die Forschungsergebnisse aus fünf Jahren Projektarbeit vorgestellt. IÖW-Umweltökonom  Dr. Jesko Hirschfeld  präsentiert die Ergebnisse einer sozio-ökonomischen Analyse über die Kosten des Klimawandels an der Ostseeküste. André Schröder berichtet zudem über die Auswirkung des Klimawandels auf die deutschen Ostseehäfen.  
    Ziel von RADOST ist es, Anpassungsstrategien für die deutsche Ostseeküstenregion im Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft zu erarbeiten. Dabei geht es gleichermaßen darum, Schaden für Wirtschaft, Gesellschaft und Natur zu minimieren und mit dem Wandel verbundene Entwicklungschancen optimal zu nutzen.

    1.-2. April  2014, Rostock

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    IÖW auf Kongress "Work in Progress: Gute Arbeit" und 3. Wirtschaftsethischem Salon

    IÖW-Unternehmensexpertin Jana Gebauer ist am 14. März 2014 zu Gast auf dem Kongress "Work in Progress: Gute Arbeit". Ihr Thema: „Nicht wachsen, sondern werden – Wenn Entwicklung zum Erfolgsmaßstab für Unternehmen wird“. Weiterhin diskutiert Jana Gebauer am 18. März 2014 auf dem 3. Wirtschaftsethischen Salon in einem Impulsvortrag Corporate Social Responsibility und Social Entrepreneurship als „contested concepts“, um hieraus Parallelen in den Debatten zum Verständnis der beiden Konzepte sowie deren Schnittstellen und Entwicklungsbedarfe herzuleiten.

    14 . März 2014, Hamburg
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    18. März 2014, Berlin
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    Aus dem IÖW

    Neu am IÖW: Lydia Richter

    Die Soziologin Lydia Richter unterstützt seit Januar 2014 das Forschungsfeld „Ökologische Unternehmenspolitik“ als Forschungsassistentin. Sie arbeitet unter anderem in dem Projekt „InnoSmart“, das untersucht, wie intelligente Stromnetze durch Bürgerbeteiligung erfolgreicher entwickelt und umgesetzt werden können.

    Mehr zu Lydia Richter

    Neue IÖW-Fellows: Andrea Liesen und Hans Haake

    Das IÖW begrüßt zwei neue Fellows in seinen Reihen: Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit mit der Betriebswirtin Dr. Andrea Liesen stehen Publikationen und Projekte im Themenfeld Nachhaltige Unternehmensführung. Die ehemalige IÖW-Mitarbeiterin ist aktuell Lecturer an der Umea Universität in Schweden.

    Der Wirtschaftswissenschaftler Hans Haake befindet sich aktuell zu einem Forschungsaufenthalt in den USA. Der ehemalige Mitarbeiter der Bundestags-Enquete „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ entwickelt mit dem IÖW Alternativen zur Wachstumsgesellschaft und verstärkt die Redaktion des Blogs Postwachstum.

    Mehr zu Andrea LiesenMehr zu Hans Haake

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    Aus dem IÖW-Netzwerk

    Grundlagentexte zur Tierethik veröffentlicht

    Bildquelle: Suhrkamp Verlag

    Friederike Schmitz, Philosophin an der Universität Tübingen, hat im Suhrkamp-Verlag eine Sammlung von Grundlagentexten zur Tierethik herausgegeben. IÖW-Ethikexperte Eugen Pissarskoi hat zur Konzeption der Sammlung beitgetragen und sie mit einer Übersetzung unterstützt. Das Standardwerk versammelt – größtenteils erstmals  in deutscher Übersetzung – die wichtigsten Beiträge zu der noch jungen philosophischen Disziplin der Tierethik. Das im Januar 2014 erschienene Buch knüpft so auch an die aktuelle Diskussion über Fleischkonsum in Deutschland an.

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    Impressum

    Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH (gemeinnützig)
    Potsdamer Str. 105 | D-10785 Berlin
    Telefon: +49-(0)30 - 884 59 4-0 | Fax: +49-(0)30 - 882 54 39
    E-Mail: mailbox@ioew.de
    Das IÖW bei Twitter: www.twitter.com/ioew_de

    Redaktion: Richard Harnisch, Thomas Korbun

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