Sollte dieser Newsletter nicht korrekt angezeigt werden, klicken Sie bitte hier.

IÖW-Newsletter 2/2011   Juni


Sehr geehrte Damen und Herren,

immer häufiger wird in jüngerer Zeit diskutiert, wie Wohlstand und Wachstum so gemessen werden können, dass auch soziale und ökologische Aspekte adäquat berücksichtigt werden. Das Monopol des Bruttoinlandsprodukts (BIP) schwindet. Das IÖW befasst sich seit längerem mit dieser Frage und hat nun wieder einen Diskussionsbeitrag geliefert. Eine aktuelle Studie, an der das IÖW beteiligt war, zeigt am Beispiel Schleswig-Holsteins, wie Wohlstandsmessung auch anders gehen kann und welche Schere sich zwischen der herkömmlichen und der grünen BIP-Berechnung auftut. So zeigt die neue Perspektive auf Wirtschaftswachstum und Lebensqualität, dass sich Wohlfahrt ganz anders entwickeln kann, als es die herkömmlichen BIP-Zahlen vermuten lassen. Diese und weitere Neuigkeiten aus der IÖW-Nachhaltigkeitsforschung lesen Sie in diesem Newsletter. Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre!

Ihr

Richard Harnisch
Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

AKTUELL

Kongress „Das Grüne BIP“ stellt Studie zu grüner Wirtschaftspolitik und regionalem Wohlfahrtsindex vor

Die Diskussion um gesellschaftliche Wohlfahrt ist in einer neuen Phase angekommen. Es wird verstärkt betont, dass ökonomische Kenngrößen wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP) maßgebliche ökologische und soziale Kosten nicht abbilden. Eine Studie der Evangelischen Studiengemeinschaft in Heidelberg, des IÖW und des Forschungszentrums für Umweltpolitik der Freien Universität Berlin zeigt am Beispiel des Bundeslands Schleswig-Holstein neue Ansätze einer zukunftsfähigen Wirtschaftspolitik und stellt eine alternative Messung von Wachstum und Wohlstand mittels eines regionalen Wohlfahrtsindexes vor. IÖW-Volkswirt Ulrich Petschow, Koautor der Studie, präsentierte das Gutachten am 7. Juni 2011 auf dem Kieler Kongress "Das Grüne BIP".

Studie zum Download | zur Konferenz | zum Projekt

Bloggen für die Postwachstumsgesellschaft

Trotz zahlreicher wachstumskritischer Stimmen halten Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bisher an ihrer Orientierung am Wirtschaftswachstum fest. “Nachhaltige Entwicklung“ wird oft mit „nachhaltigem Wachstum“ gleichgesetzt. Umweltschutz steht unter Wachstumsvorbehalt. Auf der Internetseite postwachstum.de bloggt unter anderem IÖW-Fellow Angelika Zahrnt zur Wachstumsdiskussion und zu kulturellem Wandel hin zu einer Postwachstumsgesellschaft. Mit einem aktuellen Relaunch bietet der Blog nun neue Funktionen. Schalten Sie sich ein in die Postwachstumsdiskussion unter www.postwachstum.de.

Erneuerbare Energien in Berlin bis 2020 versechsfachen – IÖW-Potenzialanalyse im Berliner Energiekonzept

Die Energieerzeugung im Land Berlin kann bis zum Jahr 2020 deutlich umweltfreundlicher werden als bisher, so eine aktuelle Studie des IÖW zu den Potenzialen erneuerbarer Energien in der Hauptstadt. Die Arbeit im Auftrag der Berliner Energieagentur ist Grundlage der Ausbaustrategie für erneuerbare Energien im Berliner Energiekonzept, das am 5. April 2011 vom Berliner Senat verabschiedet wurde.

Weiterlesen… |  Zur Studie

Energiekonzerne verweigern Investitionen in Erneuerbare Energien – IÖW-Studie im Auftrag von Greenpeace veröffentlicht

Die vier großen Energiekonzerne RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW verweigern sich bisher der Energiewende. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle IÖW-Studie im Auftrag von Greenpeace. Gerade einmal 3,9 Prozent des Stroms aus Wind- und Sonnenkraft stammt von den vier Stromriesen. Daran soll sich laut Planung der Konzerne auch in Zukunft wenig ändern. Die Energieversorgung aus Wind- und Sonne wird zu 96 Prozent von Regionalversorgern, Stadtwerken, Bürgerwindparks und Privathaushalten getragen.

Weiterlesen… |  Zur Studie

Europäische Workshopserie zu nachhaltiger Mobilität: Experten aus Politik und Forschung starten Austausch

Die zukünftige Entwicklung der Mobilität steht vor grundlegenden ökologischen, sozialen und ökonomischen Herausforderungen. Um den Weg hin zu einer nachhaltigeren Mobilität zu fördern, startete das europäische Konsortium CORPUS eine Reihe von Workshops zum Thema Mobilität, die das Ziel haben, einen auf Forschungsergebnissen basierenden Politikstil auf diesem Gebiet zu etablieren. Der erste Knowledge-Brokerage-Workshop der dreiteiligen Serie fand am 5. und 6. Mai 2011 in Szentendre, Ungarn, statt.

Weiterlesen… |  Weitere Informationen

Neuerscheinung: Umweltgovernance in globalen Wertschöpfungsketten

Die Produktion von Konsumwaren in Entwicklungs- und Schwellenländern ist oft mit weitreichenden Umweltproblemen verbunden. Für europäische Einzelhändler, Importeure und Markenanbieter können sich hieraus geschäftliche Risiken ergeben – beispielsweise durch negative Berichterstattung oder rechtliche Sanktionierung. Das neue Buch des IÖW-Wissenschaftlers Christian Dietsche behandelt diese Thematik am Beispiel des globalen Handels mit tropischen Garnelen und Ledererzeugnissen.

Weiterlesen…Zur Publikation

IÖW-Studie: Windenergie lässt Wohlstand im Südwesten wachsen

Ein beschleunigter Ausbau der Windenergie hätte im Südwesten starke positive Effekte auf Wirtschaft, Beschäftigung und Umweltschutz. Zu diesem Ergebnis kommt die heute veröffentlichte IÖW-Studie "Wertschöpfung und Beschäftigung durch Windenergie in Baden-Württemberg". Die Untersuchung im Auftrag des Bundesverbands WindEnergie (BWE) und von Greenpeace geht davon aus, dass der Bestand an Windkraftanlagen in dem Bundesland bis zum Jahr 2020 verfünffacht werden kann.

Weiterlesen…

IÖW-Energieexperte Bernd Hirschl auf „Alternativem Energiegipfel 2011“

Auf Einladung der Klima-Allianz diskutierten führende Vertreter der Energiewirtschaft, der Umweltverbände und der Politik am 17. Mai 2011, welche konkreten ökonomischen Auswirkungen ein Wandel zu immer mehr Erneuerbaren Energien für den deutschen Energiemarkt hat. IÖW-Forschungsfeldleiter Dr. Bernd Hirschl betonte die netto positiven Effekte der Erneuerbaren, die in bisherigen Kosten-Nutzen-Analysen ausgewiesen wurden. Untersuchungen des IÖW zur lokalen Wertschöpfung der Erneuerbaren kamen zu dem Ergebnis, dass zwei Drittel der Wertschöpfungseffekte durch die zahlreichen vor- und nachgelagerten Dienstleistungen sowie den Betreibergewinn generiert werden.

Weitere Informationen

nach oben

ÖKOLOGISCHES WIRTSCHAFTEN

Internationale Klimapolitik nach Cancún – Ökologisches Wirtschaften 2/2011

Nach der enttäuschenden UN-Klimakonferenz von Kopenhagen Ende 2009 hat die Nachfolgekonferenz in Cancún den internationalen Klimaschutzprozess neu belebt. Die dort getroffenen Vereinbarungen gelten als wichtiger Schritt hin zu einem umfassenden Klimaschutzabkommen. Doch nicht alle Skepsis konnte ausgeräumt werden. Nach wie vor sind die Knackpunkte eines Kyoto-Nachfolgeprotokolls nicht gelöst und besonders die Fokussierung auf marktwirtschaftliche Mechanismen wird kritisch betrachtet. Das Schwerpunktthema der aktuellen Ausgabe des Ökologischen Wirtschaftens bietet eine kontroverse Debatte um die internationale Klimapolitik nach Cancún.

Weiterlesen…Ökologisches Wirtschaften Online

nach oben

TERMINE

International Conference: Changing the Energy System to Renewable Energy Self-Sufficiency (RESS)

Die internationale Konferenz RESS richtet sich an Wissenschaftler/innen aus einem breiten Disziplinenspektrum, die das Interesse teilen, einen Wandel des Energiesystems hin zu einer Versorgung aus erneuerbaren Energien zu untersuchen. Die Konferenz findet im Rahmen der BMBF-Nachwuchsgruppe „EE-Regionen“ statt und wird vom Zentrum für Erneuerbare Energien der Universität Freiburg, der Universität Hohenheim und dem IÖW veranstaltet.

15.-16. September 2011, Freiburg

Zur Konferenz

CORPUS Sustainable Mobility Workshop II

Zweiter Workshop einer dreiteiligen Serie zum Thema Nachhaltige Mobilität. Die Workshopreihe unter dem Motto „Politik trifft Forschung“ ist ein Forum intensiven Wissenstransfers und professionellen Networkings. Gegenstand dieser Veranstaltung sind politische Strategien und Instrumente zur Unterstützung nachhaltiger Mobilität.

6.-7. Oktober 2011, Szentendre (Ungarn)

Zum Workshop

1st EU Dialogue on Sustainable Consumption and Economic Growth

Der Dialog bringt Forscher und Politikexperten auf europäischer Ebene zusammen, um Widersprüche zwischen nachhaltigem Konsum und Wirtschaftswachstum zu erörtern und Ansätze zu deren Überwindung zu entwickeln. Die Veranstaltung ist die erste in einer Reihe von drei EU-Dialogen des Projekts RESPONDER.

19.–21. Oktober 2011, Berlin

Zum Workshop

Sustainable Consumption Conference 2011

Die internationale Konferenz im Rahmen des sozial-ökologischen (SÖF) Forschungsprogramms „From Knowledge to Action – New Paths towards Sustainable Consumption“ des BMBF legt ihren Fokus auf Konsumverhalten, dessen soziale und kulturelle Einbettung und Abhängigkeiten zu institutionellen, wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Das IÖW ist Partner der Konferenz, IÖW-Wissenschaftlerin Dr. Julika Weiß Mitglied des Scientific Committee.

6.-8. November 2011, Hamburg

Zur Konferenz

Save the date: IÖW/VÖW-Jahrestagung

Jahrestagung des Instituts und der Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung

11. November 2011, Berlin

nach oben

AUS DEM IÖW

Kathrin Ankele neue IÖW-Fellow

Kathrin Ankele, langjährige IÖW-Wissenschaftlerin von 1994 bis 2006 und CSR-Expertin, ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Sustainum – Institut für zukunftsfähiges Wirtschaften Berlin. Als IÖW-Fellow arbeitet sie gemeinsam mit dem Institut am aktuellen IÖW/future-Ranking der Nachhaltigkeitsberichte 2011.

Mehr zu Kathrin Ankele

Neu am IÖW: Steven Salecki, Maike Gossen und Dora Schwenke

Der Volkswirt Steven Salecki arbeitet im Forschungsfeld Klima und Energie mit den Schwerpunkten Erneuerbare Energien, Systemanalyse, Elektrizitätsmärkte, Energiewirtschaftliche Modellierung. Maike Gossen hat Medien und Information studiert und arbeitet am IÖW im Forschungsfeld Nachhaltiger Konsum. Sie arbeitet in den Projekten Corpus und Responder und absolviert berufsbegleitend das Masterstudium Nachhaltigkeit und Qualitätsmanagement. Die Betriebswirtin Dora Schwenke ist neue Mitarbeiterin in der Verwaltung für Projektkalkulation, -abrechnung und -controlling.

Steven Salecki | Maike Gossen | Dora Schwenke

nach oben

AUS DEM IÖW-NETZWERK

Sommerakademie „Nachhaltige Wertschöpfungsketten“ der VÖW

Vom 22. bis 26. August 2011 laden die Vereinigung für Wirtschaftsforschung (VÖW) und das Studentische Netzwerk für Wirtschafts- und Unternehmensethik sneep zusammen mit der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät der Humboldt-Universität zu ihrer ersten gemeinsamen Sommerakademie in Berlin ein. Ein ganzheitlicher, interdisziplinärer Ansatz, wie ihn sneep vertritt, begleitet von Praktiker/innen, Wissenschaftler/innen und Vordenker/innen nachhaltigen Wirtschaftens, wie sie die VÖW mitbringt, verspricht eine spannende Seminarwoche auf hohem Niveau. Die Ausschreibung stieß auf großes Interesse bei Studierenden, Doktorand/innen und Young Professionals.

Weitere Informationen

nach oben

Impressum

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH (gemeinnützig)
Potsdamer Str. 105 | D-10785 Berlin
Telefon: +49-(0)30 - 884 59 4-0 | Fax: +49-(0)30 - 882 54 39
E-Mail: mailbox@ioew.de
Das IÖW bei Twitter: www.twitter.com/ioew_de

Redaktion: Richard Harnisch, Thomas Korbun

Anmeldung zum IÖW-Newsletter-Abonnement

Wenn Sie unseren Newsletter nicht weiter beziehen möchten, können Sie sich hier abmelden.