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IÖW-Newsletter 2/2014   März


Sehr geehrte Damen und Herren,

kann eine Großstadt wie Berlin es schaffen, klimaneutral zu werden? Ja, sie kann, belegt eine aktuelle Machbarkeitsstudie, an der das IÖW beteiligt war. Theoretisch zumindest. Nun ist es an den Berliner/innen und der Landespolitik, die Vorschläge der Expert/innen zu diskutieren.

Insbesondere zeigt die Studie, dass urbane Räume und Großstädte vom Klimaschutz nicht nur belastet werden, sondern auch Impulse für eine zukunftsorientierte Wirtschaftsentwicklung erhalten. Weiterhin wird deutlich, dass gerade große Städte über sehr gute Voraussetzungen verfügen, zu einem maßgeblichen Baustein der Energiewende und Versorgungssicherheit zu werden. Die Stichworte sind hier etwa Kraft-Wärme-Kopplung, Fernwärme, Solarpotenziale oder umweltfreundliche Mobilitätsangebote.

Lesen Sie in diesem Newsletter weiterhin, welche Fragen sich die Braunkohle in Brandenburg stellen lassen muss oder wo der Klimawandel Wasser in Deutschland verknappt. Viel Vergnügen bei der Lektüre!

Ihr

Richard Harnisch
Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

PS: Tagesaktuelle Neuigkeiten aus dem IÖW gibt es übrigens in unserem Twitterkanal @ioew_de.

Aktuell

Machbarkeitsstudie: Berlin kann bis 2050 klimaneutral werden

Berlin kann seine CO2-Emissionen von derzeit rund 21 Millionen Tonnen pro Jahr auf 4,4 Millionen Tonnen im Jahr 2050 reduzieren – trotz Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum. Dieser Zielwert entspricht einer Reduktion von rund 85 % gegenüber dem Basisjahr 1990 und erfüllt das globale Ziel, Berlin zu einer klimaneutralen Stadt zu machen. Insbesondere, so IÖW-Energieexperte Professor Bernd Hirschl, zeige die Machbarkeitsstudie "Klimaneutrales Berlin 2050", dass entgegen landläufiger Vorstellungen eine Großstadt wie Berlin nicht per se eine Energiesenke sein muss. Das Projektteam, das dieses Fachgutachten im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt erstellte, wurde vom PIK geleitet, das IÖW hatte die stellvertretende Projektleitung inne. Die Studie wurde am 17. März 2014 in Berlin vorgestellt. (Bild: Gordon Gross / pixelio.de)

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Weltwassertag: Neues Poster zeigt Wissenswertes und Überraschendes rund ums Wasser in Deutschland

Deutschland ist ein wasserreiches Land, doch regional ist es sehr unterschiedlich, wie viel Wasser verfügbar ist und genutzt wird. Wo Wasser vor Ort knapp ist und wo sich Knappheiten mit dem Klimawandel noch verschärfen können, zeigt das Poster „Alles im Fluss – eine deutsche Wasserbilanz“, das das IÖW zum Weltwassertag am 22. März in einer neuen, aktualisierten Auflage auf Deutsch und Englisch herausgegeben hat. Das Poster eignet sich für alle, die ihr Wissen rund ums Wasser erweitern möchten, von Schulen über Weiterbildungsinstitutionen bis hin zu Fachleuten aus dem Wasserbereich. Es entstand im Projekt "Wasserflüsse in Deutschland", das vom BMBF im Schwerpunkt "Nachhaltiges Wassermanagement" (NaWaM) gefördert wird.

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IÖW präsentiert fünf Projekte auf BMBF-Tagung zur Energiewende

An der aktuellen Forschungsinitiative des BMBF zur Energiewende ist das IÖW mit fünf Forschungsprojekten beteiligt. Das Neue an der Forschungsagenda, die Bundesforschungsministerin Johanna Wanka am 11. März 2014 in Berlin vorstellte, ist, dass sie technologische Grundlagenforschung, Systemforschung und sozial-ökologische Forschung integriert. Neben dem Wärmeschutz von Wohngebäuden und dem Potenzial der Energieerzeugung seitens privater Haushalte befassen sich die Projekte des IÖW mit dem Übergang zu resilienten Energiesystemen und den vielfältigen Beteiligungsoptionen für Bürger in der Energieerzeugung sowie der Frage, wie umweltfreundliche Innovationen erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden können. Insgesamt fördert das BMBF 33 Verbundprojekte.

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Netze, die selber denken: IÖW untersucht Entwicklungsoptionen für das Stromnetz der Zukunft

Anders als bisher muss das Stromnetz der Zukunft auf eine dezentrale, flexible Energieversorgung ausgelegt sein. Sogenannte „Smart Grids“ sollen Angebot, Verbrauch und Speicherung von Strom preis- und bedarfsgerecht ausbalancieren und so langfristig zur Netzstabilität beitragen. Wie Innovationen und Geschäftsmodelle rund um Smart Grids erfolgreich in die Praxis eingeführt werden können, untersucht das Projekt „InnoSmart“ unter Leitung des IÖW. Dreh- und Angelpunkt des Vorhabens ist es, Bürgerinnen und Bürger früh in die innovative Gestaltung von Smart Grids einzubeziehen.

Weiterlesen ... | www.innosmart-projekt.de 

Welche regionalwirtschaftliche Bedeutung hat die Braunkohle für Brandenburg? – Große Anfrage an die Landesregierung

Das Land Brandenburg geht in seiner Energiestrategie 2030 davon aus, dass insbesondere die Beschäftigungs- und fiskalischen Effekte der Braunkohlegewinnung und -verstromung einen zentralen Wertschöpfungsfaktor für das Land – und speziell für die Region Lausitz – darstellen. Die Fraktion Bündnis90/Die Grünen im Brandenburgischen Landtag fragt die Landesregierung nun in einer Großen Anfrage unter anderem vor dem Hintergrund von Studien des IÖW, „welche Zukunft die Braunkohle aus ökologischer und wirtschaftlicher Sicht tatsächlich in Brandenburg hat“. Das IÖW hatte die Bedeutung des Wirtschaftsfaktors Braunkohle vor dem Hintergrund der regionalwirtschaftlichen Möglichkeiten der Erneuerbaren Energien jüngst in einer Stellungnahme relativiert. (Bild: Julian Nitzschke / pixelio.de)

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Welche Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte stecken in der Bioenergie?

Eine Vielzahl von Anlagen wurde bisher in Deutschland errichtet, die aus land- und forstwirtschaftlicher Biomasse Energie erzeugen, sei es Strom, Wärme oder auch Kraftstoff. Davon profitiert auch die regionale Wirtschaft. Wie hoch die Effekte an Wertschöpfung und Beschäftigung aus regionalökonomischer Sicht vor Ort tatsächlich sind, untersucht das IÖW nun als Teil der Begleitforschung der Fördermaßnahme „Bioenergie-Regionen“ in den drei ausgewählten Regionen Bodensee, Mecklenburgische Seenplatte und Mittelhessen. Die Expert/innen erheben eine Reihe von Kennzahlen zur Ermittlung der Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte der Bioenergienutzung. Die Fördermaßnahme wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) initiiert und wird von der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) betreut. (Bild: Florian Gerlach / pixelio.de)

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Was ist eigentlich Arbeit? - Eine Debatte auf dem Blog Postwachstum.de

Laut Hartmut Rosa leben wir in einer beschleunigten Gesellschaft, der es an Resonanzerfahrungen fehle. Die zunehmende Robotisierung der Arbeit mache, so Benjamin Best in seiner Rezension des Buches „Arbeitsfrei“, auch vor wissensbasierten Berufen nicht Halt. Eine Studentin wirft daher die Frage auf: Was ist eigentlich Arbeit? Insbesondere Fürsorgearbeit sei innerhalb des Postwachstumsdiskurses bisher kaum thematisiert, kritisiert Christine Bauhardt. Dass diese Kritik in einigen alternativen Perspektiven auf Arbeit und Zeit teilweise aufgenommen wurde, zeigt Gerrit von Jorck in seiner Rezension des Buches „Zeitwohlstand“

Postwachstum – wo geht es hin? Diskutieren Sie mit!

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Termine

RADOST-Abschlusskonferenz: Regionale Anpassungsstrategien für die deutsche Ostseeküste

Auf der RADOST-Abschlusskonferenz werden die Forschungsergebnisse aus fünf Jahren Projektarbeit vorgestellt. IÖW-Umweltökonom  Dr. Jesko Hirschfeld  präsentiert die Ergebnisse einer sozio-ökonomischen Analyse über die Kosten des Klimawandels an der Ostseeküste. André Schröder berichtet zudem über die Auswirkung des Klimawandels auf die deutschen Ostseehäfen. Ziel von RADOST ist es, Anpassungsstrategien für die deutsche Ostseeküstenregion im Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft zu erarbeiten. Dabei geht es gleichermaßen darum, Schaden für Wirtschaft, Gesellschaft und Natur zu minimieren und mit dem Wandel verbundene Entwicklungschancen optimal zu nutzen.

1.-2. April  2014, Rostock

Weitere Informationen

Projekt „Wasserflüsse in Deutschland“ auf der IFAT München

Auf der diesjährigen Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft (IFAT) stellt das IÖW auf einer interaktiven Touchtable-Präsentation dem Messepublikum vor, wie viel Wasser in Deutschland wo verfügbar ist und genutzt wird, welche regionalen Klimaauswirkungen Forscher erwarten oder aus welchen Ländern wir mit landwirtschaftlichen Produkten und Industrieprodukten virtuelles Wasser importieren. Das BMBF-Forschungsprojekt "Wasserflüsse in Deutschland" setzt erstmals die natürlichen, künstlichen und virtuellen Wasserflüsse unmittelbar zueinander in Beziehung.

5.-9. Mai 2014, Messe München, BMBF-Stand

www.ifat.de | www.bmbf.wasserfluesse.de

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Aus dem IÖW-NETZWERK

Industrial Ecology Netzwerk gegründet

Die Universität Bremen und die Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung (VÖW) haben die Gründung eines Netzwerks Industrial Ecology initiiert. Eingeladen sind Forschungseinrichtungen und Lehrstühle, die zu Industrial Ecology forschen und lehren. Ziel des Netzwerks, in dem das IÖW Mitglied ist, sind Austausch und Zusammenarbeit zum Beispiel im Rahmen von Tagungen, Workshops oder Publikationen zu den Themen des kreislauforientierten, ressourceneffizienten und nachhaltigen Wirtschaftens. Die neue Internetseite des Netzwerks Industrial Ecology wird in Zukunft regelmäßig zu den Themen und Aktivitäten des Netzwerks informieren.

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Impressum

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH (gemeinnützig)
Potsdamer Str. 105 | D-10785 Berlin
Telefon: +49-(0)30 - 884 59 4-0 | Fax: +49-(0)30 - 882 54 39
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Das IÖW bei Twitter: www.twitter.com/ioew_de

Redaktion: Richard Harnisch, Thomas Korbun

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