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IÖW-Newsletter 2/2019   Februar


Sehr geehrte Damen und Herren,

viele Akteure der Zivilgesellschaft – Umweltschützerinnen, Verbraucherschützer, Gewerkschafterinnen oder Mitarbeiter aus Sozial- und Wohlfahrtsverbänden – bemühen sich in ihren Organisationen darum, die großen umwelt- und gesellschaftspolitischen Herausforderungen wirkungsvoll anzupacken.

Aber ziehen sie an einem Strang? Kooperieren sie miteinander, um gemeinsam an Lösungen zu arbeiten? Sind angesichts der Größe und Dringlichkeit vieler Probleme nicht noch mehr Kooperationen gefragt – gemeinsam stark, für unsere Gesellschaft und unsere Umwelt?

Im Auftrag des Umweltbundesamtes analysieren wir derzeit Kooperationsmöglichkeiten zwischen umwelt- und sozialpolitischen Akteuren, aber auch deren Grenzen.

Zur Erfassung von Kooperationen insbesondere auf regionaler Ebene befragen wir Umwelt-, Sozial- und Wohlfahrtsverbände, Stiftungen, Gewerkschaften und Verbraucherorganisationen. Wir freuen uns über wertvolle Informationen aus dem Kreise unserer Newsletter-Leser/innen, die sich zu dieser Zielgruppe zählen (hier geht es direkt zum Fragebogen).

Mit herzlichen Grüßen aus dem IÖW

Ihr

Richard Harnisch
Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

PS: Bleiben Sie über tagesaktuelle Neuigkeiten aus dem IÖW immer auf dem Laufenden: Wir twittern @ioew_de.

Aktuell

Befragung: (Wie) kooperieren umwelt- und sozialpolitische Akteure miteinander?

Die umwelt- und gesellschaftspolitischen Herausforderungen sind groß und eine nachhaltige Entwicklung lässt sich nur mit einem weitreichenden Wandel erreichen. Hierfür bedarf es breiter gesellschaftlicher Unterstützung und neuer Kooperationen. Um zu verstehen, wie sozial- und umweltpolitische Akteure sowie Verbraucherorganisationen bislang miteinander kooperieren, führt das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) im Auftrag des Umweltbundesamtes eine Bestandsaufnahme von regionalen und lokalen Kooperationen zwischen Umweltverbänden und Gewerkschaften, Sozial-, Wohlfahrtsverbänden und Verbraucherorganisationen durch. Dabei werden Kooperationserfahrungen sowie Erfolgsbedingungen abgefragt.

Zur Befragung | Mehr Infos zum Projekt

Bundestag: Vorsorgeorientierte Postwachstumsposition im parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung vorgestellt

Wäre unsere Gesellschaft unabhängiger vom Wachstum, würde dies erlauben, Umweltpolitik nicht aufgrund von Wachstumsvorbehalten auszubremsen. Dies ist der Kern der vorsorgeorientierten Postwachstumsposition, die ein Forscherteam des IÖW, RWI und Wuppertal Instituts vor Kurzem als neuen Konsensvorschlag in die Nachhaltigkeitsdebatte eingebracht hat. Der Parlamentarische Beirat für nachhaltige Entwicklung des Deutschen Bundestags hat diese Studie am 13. Februar 2019 in einem öffentlichen Fachgespräch zum Thema Postwachstumsstrategien aufgegriffen und diskutiert. Ausgehend von der Prämisse, dass das Ziel der Einhaltung planetarer Grenzen für umweltpolitisches Handeln maßgeblich sein sollte, stellte IÖW-Umweltexperte Ulrich Petschow vier Thesen der Studie vor und zeigte Anknüpfungspunkte zum Peer Review der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie auf.

IÖW-Stellungnahme (Download PDF) | Fachgespräch als Video

Erfassung von Beispielen einer nachhaltigen Bioökonomie in Brandenburg

Biologische Ressourcen sind vielfältig, sie sind Rohstoffe für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, aber auch für die Bauwirtschaft, Kunststoffindustrie oder die Energiewirtschaft. Im Vorhaben „Nachhaltige Bioökonomie in Brandenburg“ bereiten wir im Auftrag vom Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg besonders nachhaltige Unternehmungen und Aktivitäten im Bereich der Bioökonomie auf. Hierfür erfassen wir derzeit klima- und umweltschonende regionale Beispiele aus Brandenburg. Gerne weitersagen!

Zum Erfassungsbogen für Beispiele einer nachhaltigen Bioökonomie in Brandenburg

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Blog Postwachstum

Blog Postwachstum: Mit Bildung aus dem Wachstumszwang?

Wie hängen Bildung und das Wachstumsparadigma zusammen? Katharina Dutz und Niko Paech kritisieren, dass innerhalb einer am Wachstum ausgerichteten Gesellschaft jene basalen Fähigkeiten verdrängt werden, die eine suffiziente und an moderner Subsistenz orientierte Lebensführung ermöglichen. Kräuterspiralen, Hügelbeete und Waldgärten? Bei Permakultur geht es um weit mehr. Es werden Prinzipien und Praktiken vermittelt, die in einer Postwachstumsgesellschaft dringend benötigt werden. Vivian Frick beleuchtet die Synergien der beiden Bewegungen.

Bilder von vermüllten Stränden und Berichte über Mikroplastik in Meeresfischen zeigen Wirkung. Immer mehr Menschen hinterfragen die moderne Wegwerfgesellschaft und suchen nach Alternativen. Lukas Sattlegger und Luca Raschewski bewerten das transformative Potenzial der Zero Waste Bewegung und verdeutlichen die Herausforderungen von Müllvermeidung auf gesamtgesellschaftlicher Ebene.

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Termine

21.02.2019 Konferenz | CSR-Reporting in Zeiten der Berichtspflicht

Am 21. Februar 2019 veröffentlichen das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung und die Unternehmensinitiative Future die Ergebnisse des Rankings der Nachhaltigkeitsberichte 2018 und zeichnen im Bundesarbeitsministerium die besten Berichterstatter aus. Weiterhin wird ein Einblick zum Stand und den Entwicklungen der Nachhaltigkeitsberichterstattung in Deutschland nach dem ersten Berichtszyklus im Zuge der CSR-Berichtspflicht gegeben. IÖW und Future haben die Berichte von über 400 berichtspflichtigen Unternehmen analysiert.

Die Konferenz ist ausgebucht. Alle Ergebnisse werden am 21. Februar 2019 online veröffentlicht auf:

www.ranking-nachhaltigkeitsberichte.de

12.03.2019 Workshop | Ländliche Bioökonomie: Potenziale durch nachwachsende Rohstoffe und biogene Reststoffe

Auf der Veranstaltung werden die Projektergebnisse der ökonomischen, ökologischen und technischen Bewertung ausgewählter Wertschöpfungsketten im Bereich der Verwertung von Gärrest-, Hanf- und Grasfasern vorgestellt und diskutiert. Zudem sollen Handlungsempfehlungen für die Praxis und Empfehlungen zur Gestaltung des politischen Rahmens für eine ländliche Bioökonomie erarbeitet werden.

Datum: 12. März 2019
Ort: Hotel Aquino Tagungszentrum, Hannoversche Straße 5b, 10115 Berlin
Veranstalter: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung, Institut für angewandtes Stoffstrommanagement
Gefördert durch
: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

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26.03.2019 Fachtagung | Mit wissenschaftlichen Methoden die Klimaanpassung unterstützen

Ist Deutschland bei der Anpassung an den Klimawandel auf dem richtigen Weg? Wie können geeignete Anpassungsmaßnahmen identifiziert und bewertet werden? Diese Fachtagung geht der Frage nach, wie mit wissenschaftlichen Methoden die Klimaanpassung unterstützt werden kann.

Datum: 26. März 2019
Ort: Umweltbundesamt, Dessau
Veranstalter: Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung im Umweltbundesamt (KomPass)
Beratung und Organisation: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung

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Aus dem IÖW

Neu am IÖW: Sabrina Schmidt

Sabrina Schmidt ist seit Februar 2019 am IÖW und arbeitet im Team des Forschungsfeldes Ökologische Produktpolitik. Sie hat an der Technischen Universität Chemnitz Psychologie und Management & Organisation Studies studiert. Ihr Schwerpunkt sind alternative Ökonomien aus einer betriebswirtschaftlichen Perspektive. Am IÖW arbeitet sie im Projekt Innoredux mit, das sich mit Plastikreduktion beschäftigt.

Mehr zu Sabrina Schmidt | E-Mail an Sabrina Schmidt

Aufruf zur Interessensbekundung: Wirtschaftswissenschaftler/in (m/w/div) für Habilitationsstelle am IÖW

Das IÖW plant gemeinsam mit der Universität Jena die Beantragung einer fünfjährigen Forschungsgruppe zur Erforschung der sozialen und ökologischen Transformationspotenziale von alternativen Wirtschaftskonzepten (wie bspw. kollaboratives Wirtschaften, Sharing-Ökonomie, solidarische Ökonomie, commonsbasierte Ansätze oder Postwachstumskonzepte). Die Antragstellung erfolgt im April 2019, Projektbeginn könnte im Frühjahr 2020 sein.

Wir laden interessierte Wissenschaftler/innen mit einer Promotion in Wirtschaftswissenschaften (abgeschlossen oder in der Endphase) ein, uns Ihr Interesse an der Mitarbeit an der Konzeption und, im Erfolgsfall, an der Bearbeitung des geplanten Projekts zu bekunden.

Weitere Informationen

Ausbildungsplatz für eine Kauffrau/einen Kaufmann für Büromanagement

In unserer Berliner Geschäftsstelle bieten wir ab dem 1. August 2019 einen Ausbildungsplatz für

eine Kauffrau/einen Kaufmann für Büromanagement

Weitere Informationen

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Aus dem IÖW-Netzwerk

VÖW-Mentoringprogramm: bis zum 28. Februar 2019 bewerben

Zum dritten Mal bietet die Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung (VÖW) ein Mentoringprogramm für Studierende, Promovierende und Berufseinsteiger/innen an. Ziel des Programmes ist es, eine Gemeinschaft aus interessierten Nachwuchskräften und erfahrenen Personen im Bereich des nachhaltigen Wirtschaftens zu bilden. Nachwuchskräfte sollen auf dem Ausbildungs- und Berufswegs Beratung und gezielte Impulse an die Hand gegeben werden.

Eine Bewerbung als Mentee ist online bis zum 28. Februar 2019 möglich.

Reinhard Loske wird neuer Präsident der Cusanus Hochschule

Prof. Dr. Reinhard Loske wird zum 1. April 2019 Präsident der Cusanus Hochschule. „Ich habe mich für den Wechsel an die Cusanus Hochschule entschieden, weil ich den Ansatz, Philosophie und Wirtschaft neu zu denken, als große Herausforderung für die Gesellschaft sehe“, so der renommierte Nachhaltigkeitsforscher und erfahrene Bundespolitiker. „Ich sehe die Förderung von Pluralität und Multiperspektivität als einen der Wesenskerne der Cusanus Hochschule. Im Wissenschafts- und Hochschulbetrieb gibt es heute zu viele, die auf Monokultur und Eindimensionalität setzen.“ Loske forschte Anfang der 90er Jahre am IÖW und ist ihm seither als Gesellschafter eng verbunden.

Weitere Informationen zu Reinhard Loske

Infoveranstaltungen zum Studium an der Cusanus Hochschule

Studieninteressierten bietet die Cusanus Hochschule im Frühjahr Orientierungstage in den Fächern Ökonomie und Philosophie an, vom 1.-3. März 2019 sowie 13.-16. Juni 2019. Am 18. März 2019 wird es für Berliner Interessent/innen einen Infoabend am IÖW zum Studium an der Cusanus Hochschule geben (nähere Infos folgen).

Zu den Orientierungstagen

30 Jahre Eurosolar: Beitrag von IÖW-Fellow Wolfhart Dürrschmidt

Anlässlich des dreißigjährigen Bestehens von Eurosolar blickt IÖW-Fellow Wolfhart Dürrschmidt auf die Erfolge und Schwierigkeiten des Vereins zurück und stellt Maßnahmen vor, um die Energiewende und wirksamen Klimaschutz zu realisieren.

Der Beitrag 30 Jahre Eurosolar: der „Energethische Imperativ“ ist in der Zeitschrift Solarzeitalter erschienen und steht online frei zur Verfügung.

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Das IÖW bei Twitter: www.twitter.com/ioew_de

Redaktion: Richard Harnisch, Kathrin Remus, Zoe Rose

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