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IÖW-Newsletter 3/2017   April


Sehr geehrte Damen und Herren,

halten Sie es wie die Mehrheit der Deutschen? Über 90 Prozent meinen, dass das Leben besser werde, wenn man in Städten oder Gemeinden kaum noch auf ein Auto angewiesen ist. Dies ist eines der Ergebnisse der Umweltbewusstseinsstudie, die das IÖW zum zweiten Mal gemeinsam mit Partnern im Auftrag des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamtes durchgeführt hat. Gestern hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die Studie in Berlin vorgestellt.

Außerdem: Wir freuen uns, dass der Ansatz einer interdisziplinären und ganzheitlichen Lehre zur Energiewende unseres Energieexperten Bernd Hirschl weitergehen wird: Das Land Brandenburg und die BTU Cottbus-Senftenberg haben seine Professur „Management regionaler Energieversorgungsstrukturen“ nach fünf Jahren erfolgreicher Stiftungsprofessur entfristet.

Mit besten Frühlingsgrüßen aus dem IÖW,

Ihr
Richard Harnisch
Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

PS: Bleiben Sie über tagesaktuelle Neuigkeiten aus dem IÖW immer auf dem Laufenden: Das IÖW auf Twitter @ioew_de.

Aktuell

Umweltbewusstseinsstudie: Besser leben in Städten und Gemeinden ohne Auto

Eine große Mehrheit der Deutschen will in ihrer Stadt oder Gemeinde nicht mehr so stark auf das Auto angewiesen sein. Das ist eines der Ergebnisse der Umweltbewusstseinsstudie, einer repräsentativen Umfrage des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamtes. 91 Prozent der Befragten sagen, dass das Leben besser werde, wenn der oder die Einzelne kaum noch auf ein Auto angewiesen ist. 79 Prozent wünschen sich eine Stadtentwicklung, die die Alternativen zum Auto stärkt, auch in ihrer eigenen Stadt oder Gemeinde. Die Studie hat das IÖW gemeinsam mit Holzhauerei und Sociodimensions durchgeführt.

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Neue BMBF-Nachwuchsforschungsgruppe: Saatgut und Pflanzensorten als Gemeingüter

Produziert die Agrarindustrie das richtige Saatgut für eine zukunftsfähige Landwirtschaft? Können gemeinschaftliche Besitzrechte an Pflanzensorten einen ökologischen und sozialen Wandel im Pflanzenbau anstoßen? Ob und wie man Saatgut und Sorten als Gemeingüter denken kann, erforscht das IÖW gemeinsam mit Partnern in der neuen Nachwuchsgruppe „Right Seeds“. Die Forschergruppe wird geleitet von der Universität Oldenburg und im Verbund mit der Universität Göttingen und weiteren Partnern aus der Praxis vom BMBF gefördert.

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Leitfaden für Klimawirkungs- und Vulnerabilitätsanalysen

Wie verletzlich sind wir gegenüber den Folgen des Klimawandels? Um hierauf systematisch Antworten zu finden, etablieren sich in jüngerer Zeit neue Methoden: Klimawirkungs- und Vulnerabilitätsanalysen. Ein neuer Leitfaden, den das IÖW im Auftrag des Umweltbundesamtes erarbeitet hat, gibt Empfehlungen für die Durchführung entsprechender Analysen und stellt die einzelnen Arbeitsschritte übersichtlich dar. Er beruht auf dem methodischen Ansatz der ersten gesamtdeutschen Studie „Vulnerabilität Deutschlands gegenüber dem Klimawandel“.

Der Leitfaden soll den Durchführenden einen Teil der methodischen Vorarbeit und Konzeption abnehmen. Ziel ist es, vergleichbare Forschungsergebnisse sektoraler und sektorenübergreifender Klimawirkungs- und Vulnerabilitätsanalysen auf Bundes- und Landesebene zu erarbeiten.

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Bernd Hirschl: „Berliner Stadtwerk zentral für Klimaneutralität“

Die Energiewende in Berlin habe zwar an Fahrt aufgenommen, müsse aber engagiert vorangetrieben werden, damit das Ziel der Klimaneutralität erreicht werden kann. Es brauche aktive Player, die mit viel Elan vorangehen, sagte IÖW-Energieexperte Prof. Bernd Hirschl im Ausschuss für Wirtschaft, Energie und Betriebe im Berliner Abgeordnetenhaus am 13. Februar 2017. Viele Aufgaben, die das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK) vorsieht, seien dem 2014 gegründeten Berliner Stadtwerk wie auf den Leib geschneidert. (Bild: Abghs - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, Link).

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Heizen: Weniger energiebewusst am Arbeitsplatz

Studien zeigen, dass nach energetischen Sanierungen oft weniger Heizenergie eingespart wird als erwartet. Denn: die Nutzer/innen verhalten sich nach der Sanierung nicht so energiebewusst wie erhofft. Die Studie „Quantifizierung von Rebound-Effekten bei der energetischen Sanierung von Nichtwohngebäuden/ Bundesliegenschaften“ untersuchte, wie es sich bei Büro- und Verwaltungsgebäuden verhält. Sie zeigt, dass ein energiebewusstes Verhalten der Nutzer/innen noch wichtiger ist als in Wohngebäuden, um Energie zu sparen. Auch müssendie Bedarfswerte besser berechnet und Verbräuche genauer erfasst werden. Den Bericht haben das IÖW, die BTU Cottbus-Senftenberg und die RWTH Aachen im Auftrag des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) erstellt.

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Transformationsräume gesucht – Auftakt für Urbane Wärmewende

Damit die Wärmewende in Berlin erfolgreich wird und ihren Beitrag zu einer klimaneutralen Stadt leisten kann, muss die zukünftige Wärmeversorgung umwelt- und klimaschonend gestaltet werden. Im Projekt Urbane Wärmewende werden daher unterschiedliche Wärmeszenarien simuliert und bewertet. Bei der Auftaktveranstaltung am 4. April 2017 wurde mit Praxispartnern diskutiert, welche Konzepte und Quartiere sich dafür eignen und „Reallabor“ werden können. „Es gibt noch viel zu wenige Wärmewendebeispiele im Berliner Gebäudebestand, die auf das Langfristziel der Klimaneutralität ausgerichtet sind. Hier wollen wir einen Schritt weiter kommen“, so Professor Bernd Hirschl vom IÖW.

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Deutschlandradio Kultur: Tilman Santarius über Onlineshopping und Nachhaltigkeit

Digitaler Kaufrausch durch Onlineshopping – Wie verändern E-Commerce-Riesen unser Einkaufsverhalten und den Einzelhandel? IÖW-Fellow und Leiter der Nachwuchsgruppe "Digitalisierung und sozial-ökologische Transformation" Dr. Tilman Santarius sprach mit dem Deutschlandradio Kultur darüber, wie Shopping mit Smartphone oder Tablet zu einer nachhaltigeren Gesellschaft beitragen kann – oder genau das Gegenteil bewirkt.

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Blog Postwachstum: Theoretische Vordenker/innen neu entdecken

Welche Theorieansätze bringen den Postwachstumsdiskurs voran? Andreas Siemoneit plädiert für eine differenziertere Auseinandersetzung mit möglichst vielfältigen Positionen. Andrea Pürckhauer stellt die neue Online-Plattform Exploring Economics vor, die dazu einlädt, die Theorie- und Methodenvielfalt der Volkswirtschaftslehre zu erkunden. Marc Hieronimus begibt sich auf die Spuren der Avantgarde der französischen Décroissance-Bewegung, deren Denken bisher im deutschsprachigen Raum wenig bekannt ist. Felix Ekardt analysiert die individuellen und gesellschaftlichen Bedingungen für die sozial-ökologische Transformation. Dass Normalitätsvorstellungen wandelbar sind, stimmt ihn durchaus optimistisch. Rudi Kurz kommentiert den jüngsten Bericht des Weltressourcenrates und erläutert, warum es nicht ausreicht, allein auf Effizienzgewinne zu setzen.

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Termine

4. Mai 2017 | Projekt Urbane Wärmewende auf den Berliner Energietagen

Auf den Berliner Energietagen (3.-5. Mai 2017) reflektiert das Forschungsprojekt „Urbane Wärmewende“ verschiedene Ansätze für eine umwelt- und klimaschonende Wärmeversorgung. Neben konzeptionellen und politischen Überlegungen werden innovative Praxisprojekte auf dem Weg zur klimaneutralen Wärmeversorgung vorgestellt und diskutiert.

Datum: Donnerstag, 4. Mai 2017, 9:30-13.00 Uhr
Ort: Ludwig Erhard Haus, IHK zu Berlin, Berlin
Veranstalter: Berliner ImpulsE

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9. & 16. Mai 2017 | Fachgespräche „Innovative NRO-Unternehmens-Kooperationen für nachhaltiges Wirtschaften“

Welche Formen der Zusammenarbeit zwischen Umweltorganisationen und Unternehmen haben sich in den letzten Jahren etabliert? Welche Erfolgsfaktoren zeichnen sich in der Praxis ab? Welchen ökologischen Nutzen haben Kooperationen und wann leisten Kooperationen einen Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften? Diese Fragen wurden in einem Forschungsprojekt untersucht, das nun seine Ergebnisse sowie daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen vorstellt. Zudem berichten Unternehmen und NRO über eigene Beispiele aus der Praxis.

Datum: Dienstag, 9. Mai 2017 (für Unternehmen) und Dienstag, 16. Mai 2017 (für Umweltorganisationen)
Ort:
IÖW, Potsdamer Straße 105, 10785 Berlin
Veranstalter:
Unabhängiges Institut für Umweltfragen, UPJ und IÖW im Auftrag des Umweltbundesamtes

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10. Mai & 14. Juni 2017 | Gastvorträge: Steffen Lange in Paderborn und Leipzig

Als Teil der Ringvorlesung „Wachstum und Wandel“ wird Dr. Steffen Lange am 10.5.2017 an der Universität Leipzig zu Postwachstumsökonomien sprechen. Ebenfalls als Teil einer Ringvorlesung ist er am 14.6.2017 zu Gast an der Universität Paderborn mit dem Vortrag „Die Digitalisierung der Ökonomie: Arbeitsplätze, Ökologie und Demokratie“ als Teil der Vorlesungsreihe „Arbeit 4.0 – Wandel der Arbeitswelt durch Digitalisierung und seine gesellschaftlichen Herausforderungen“.

Mehr Informationen zu der Ringvorlesung in Leipzig
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27.-28. Juni 2017 | Save the Date: Gemeinsam sind wir klimaresilient – Nationaler Dialog in Dessau

Im Auftrag des Kompetenzzentrums Klimafolgen und Anpassung (KomPass) im Umweltbundesamt organisiert das IÖW den nationalen Dialog „Gemeinsam sind wir klimaresilient – Wie Beteiligung in Städten und Regionen gelingt“. Er fokussiert auf Beteiligungsprozesse, in denen gemeinsam mit Bürger/innen, Verbänden und Wirtschaftsakteuren kommunale oder regionale Strategien und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel entwickelt und begleitet werden.

Datum: 27. und 28. Juni 2017
Ort: Umweltbundesamt, Dessau
Veranstalter: Umweltbundesamt
Organisation und Durchführung: IÖW

Weitere Informationen folgen in Kürze

3.-9. September 2017 | Summer School Discrete Choice Experiments

This summer school provides an introduction to Discrete Choice Experiments (DCEs) for the economic valuation of ecosystem services in rural landscapes.​

During the day lectures are given and combined with exercises, using the open source statistical software R. In the afternoons participants will present and discuss their own projects (20 minutes per person).

Datum: 3.-9. September 2017
Ort:
Vierraden, Uckermark, Germany
Veranstalter:
ZALF, IÖW, TU Berlin

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4.-8. Oktober 2017 | Save the Date: Digitalisierung im Grünen – Herbstakademie

Die zunehmende Digitalisierung von Produktion und Konsum verändert unsere Gesellschaft radikal. Doch die sozial-ökologischen Implikationen dieser Entwicklung sind noch zu wenig erforscht. Gemeinsam mit 35 Teilnehmenden soll in den fünf Tagen der Herbstakademie über die Chancen und Risiken der Digitalisierung für eine nachhaltige Gesellschaft diskutiert werden. Der Call for Active Participation startet am 18. April 2017 (Bild: GFBM).

Datum: 4.-8. Oktober 2017
Ort: Gästehaus Insel Schwanenwerder, Berlin-Zehlendorf
Veranstalter: Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung (VÖW) gemeinsam mit der Forschungsgruppe „Digitalisierung und sozial-ökologische Transformation“ des IÖW und der TU Berlin

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Aus dem IÖW

BTU Cottbus-Senftenberg: Professur von Bernd Hirschl entfristet

Zum 1. März 2017 haben das Land Brandenburg und die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg die Professur des IÖW-Energieexperten Bernd Hirschl entfristet. Nach fünf Jahren erfolgreicher Stiftungsprofessur kann das im Jahr 2012 neu gegründete Fachgebiet „Management regionaler Energieversorgungsstrukturen“ an der Universität fortbestehen. Hirschl hält dort Vorlesungen im Bachelor und Master der Wirtschaftsingenieure und führt eigene Forschungsaktivitäten durch. Er wird auch weiterhin das Forschungsfeld Nachhaltige Energiewirtschaft und Klimaschutz am IÖW leiten und mit den Einblicken aus aktuellen Forschungs- und Beratungstätigkeiten die Lehre anreichern können.

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Freiwilliges Ökologisches Jahr am IÖW: Jetzt bewerben!

Das IÖW ist anerkannte Einsatzstelle für das Freiwillige Ökologische Jahr und den Ökologischen Bundesfreiwilligendienst. Angeboten wird die Mitarbeit in der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation.
Die nächste Stelle ist ab September 2017 verfügbar. Bei Interesse können Sie sich jetzt bei der Stiftung Naturschutz bewerben. 

Mehr Informationen zum FÖJ am IÖW
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Aus dem IÖW-Netzwerk

Erste VÖW-Wanderakademie „Was ist ökologische Wirtschaftsforschung 2017?“

Die Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung ergänzt ihre Sommerakademien um ein besonderes Schmankerl für Mitglieder und Freund/innen der Vereinigung: Die Wanderakademie. "Wir wollen sehen, woher der Sturmwind braust, schauen was hinter den Bergen haust, und erkennen, was richtungsweisende ökologische Wirtschaftsforschung heute bedeutet", so die VÖW in ihrer Einladung. 

Datum: 30. Juni bis 2. Juli 2017
Ort: Meißner Haus, Tuxer Alpen
Veranstalter: Vereinigung ökologische Wirtschaftsforschung (VÖW)

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3. Sommerakademie „Nach dem Wachstum“ der Vereinigung für Ökologische Ökonomie (VÖÖ)

Die Sommerakademie bietet Arbeitsraum für Forschende und Praktiker/innen, die sich mit den Herausforderungen einer Ökonomie und Lebenswelt jenseits des Wachstums beschäftigen. Angeboten wird ein Rahmen jenseits des Alltags für fachlichen Austausch. Gleichzeitig bietet die Akademie für Suffizienz als Veranstaltungsort Raum, um Postwachstum zu erproben. Die Alltagsorganisation wird exemplarisch genutzt, um institutionelle und organisatorische Vorschläge nachhaltigen Wirtschaftens in der Praxis durchzuspielen.

Datum: 28. August bis 1. September 2017
Ort: Prignitz, Brandenburg
Veranstalter: VÖÖ (Vereinigung für Ökologische Ökonomie) in Kooperation mit der Akademie für Suffizienz

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Impressum

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH (gemeinnützig)
Potsdamer Str. 105 | D-10785 Berlin
Telefon: +49-(0)30 - 884 59 4-0 | Fax: +49-(0)30 - 882 54 39
E-Mail: mailbox@ioew.de
Das IÖW bei Twitter: www.twitter.com/ioew_de

Redaktion: Richard Harnisch, Nina Prehm, Judith Sievers

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