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IÖW-Newsletter 4/2011   Dezember


Sehr geehrte Damen und Herren,

Energieeffizienz ist ein Thema für jeden – und zwar nicht nur zu Hause in den eigenen vier Wänden, sondern auch im Job. Das IÖW hat in einer Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung den Zusammenhang von Energieeffizienz und Beschäftigung untersucht. Wie Betriebsräte und Beschäftigte sich konkret einbringen können, wenn es darum geht, ihr Unternehmen energieeffizienter zu machen, und wie sie auch selbst davon profitieren können, zeigt das IÖW in einem frisch veröffentlichten Leitfaden.

Zudem zwei Terminankündigungen für 2012: Die Preisverleihung und ein Unternehmensworkshop des IÖW/future-Rankings der Nachhaltigkeitsberichte finden am 27. und 28. Februar 2012 in Berlin statt. Und am 8. und 9. März 2012 laden das IÖW und die VÖW zur Tagung „Was bewegt? Von sozial-ökologischen Experimenten in den Alltag“ ein, ebenfalls nach Berlin.

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre unserer aktuellen Neuigkeiten. Und besonders wünsche ich Ihnen eine schöne Adventszeit!

Ihr

Richard Harnisch
Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

Aktuell

Aktiv werden für Energieeffizienz – Leitfaden für Betriebsräte und Beschäftigte

Unternehmen, die beim Thema Reduktion des Energieverbrauchs aktiv ihre Mitarbeiter mit einbeziehen, können davon deutlich profitieren und gleichzeitig oft die Situation ihrer Beschäftigten verbessern. In einem Leitfaden zeigt das IÖW nun, wie sich Betriebsräte und Beschäftigte einbringen können, wenn es darum geht, ihr Unternehmen energieeffizienter zu machen. Im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung wurde anhand der drei Branchen Chemieindustrie, Maschinenbau und Transport & Logistik untersucht, wie Energieeffizienz in der Praxis auf die Beschäftigungssituation von Unternehmen wirkt.

Weiterlesen und Download | kostenfreie Bestellung: vertrieb@ioew.de

200 Bücher aus der Nachhaltigkeitsforschung – IÖW-Schriftenreihe feiert Jubiläum

Im Jahr 1985 erschien die erste IÖW-Schriftenreihe unter dem Titel „Auswege aus dem industriellen Wachstumsdilemma“. Seit September 2011 umfasst die Publikationsserie nunmehr 200 Bände. Regelmäßig ist die IÖW-Hausreihe Publikationsort für wichtige Forschungsergebnisse des Instituts. Zahlreiche Nachhaltigkeitsthemen hat die IÖW-Schriftenreihe in ihrer Frühzeit geprägt, bevor sie Mainstream wurden.

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IÖW-Schriftenreihe Nr. 200: Eingestellt auf Klimawandel?

Die 200ste Schriftenreihe des IÖW betritt empirisches Neuland: die Forschungsgruppe Chamäleon hat Unternehmen der Energie- und Verkehrswirtschaft befragt, wie sie sich auf die zu erwartenden Folgen des Klimawandels einstellen. Zentrales Ergebnis: Das Thema ist zunehmend präsent, einige Versorgungsunternehmen beginnen, sich aktiv mit den Auswirkungen des Klimawandels zu befassen. Ob und, wenn ja, welche konkreten Maßnahmen daraus folgen, unterscheidet sich zwischen den Branchen und Unternehmen.

Zur Schriftenreihe Nr. 200: Eingestellt auf Klimawandel

Strategischen Konsum stärken – Fachgespräch im Bundestag zu Nachhaltigkeitssiegeln

Auf Einladung der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen diskutierten Nachhaltigkeitsexpert/innen bei einem Fachgespräch am 21. Oktober in Berlin, wie die Kennzeichnung von Produkten und Dienstleistungen verbessert werden kann, um Verbraucherinnen und Verbraucher besser über Nachhaltigkeit zu informieren. IÖW-Labelexpertin Ria Müller war als externe Sachverständige auf dem Podium und ging der Frage nach, welche Faktoren ein Produktkennzeichen glaubwürdig machen und wie es am Markt erfolgreich wirken kann.

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„Green Publishing“ – wie kann die Verlagsbranche nachhaltiger werden?

Klimawandel und Ressourcenengpässe machen auch vor der Verlagswelt nicht halt. Doch über ihren eigenen ökologischen Fußabdruck wissen viele Unternehmen der Branche noch wenig – und das, obwohl es viele Stellschrauben für eine bessere Ökobilanz gibt. Das BMU-Projekt „Nachhaltig Publizieren – Neue Umweltstandards für die Verlagsbranche“, an dem das IÖW beteiligt ist, beleuchtet nun die Wertschöpfungskette von Publikationen, um den Verlagen Verbesserungspotenziale beim Papiereinsatz und im Druckprozess aufzuzeigen. Der Auftakt des Projektes fand auf der Frankfurter Buchmesse statt.

www.nachhaltig-publizieren.de

Renewable Energy Self Sufficiency – Konferenzdokumentation online

Die Transformation des Energiesystems hin zu einer nachhaltigen Versorgung aus erneuerbaren Energien wird weltweit diskutiert und hat seit Fukushima eine neue Dimension erreicht. Wie die Selbstversorgung mit Strom, Wärme und Kraftstoffen aus erneuerbaren Energien vorangebracht werden kann, diskutierten internationale Experten auf Einladung der Universitäten Freiburg und Hohenheim sowie des IÖW auf der Konferenz „Renewable Energy Self Sufficiency“ (RESS) in Freiburg. Eröffnet wurde die Veranstaltung von der Wissenschaftsministerin Baden-Württembergs Theresia Bauer. Die Konferenz war Teil des Forschungsprojektes EE-Regionen, das im Schwerpunkt „Sozialökologische Forschung“ vom BMBF gefördert wird.

Dokumentation der Konferenz

Neues Buch: Ernährungsökologie – Komplexen Herausforderungen integrativ begegnen

Die Ernährungsökologie erforscht den Umgang mit Komplexität im Bereich Ernährung entlang der Dimensionen Gesundheit, Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft. Das Buch führt in das lösungsorientierte Konzept Ernährungsökologie ein und zeigt, welches Potenzial darin liegt, Fragen der Ernährung als mehrdimensionale Phänomene zu begreifen. IÖW-Forscher Jesko Hirschfeld analysiert in seinem Beitrag externe Effekte der Landwirtschaft und des Ernährungssektors in Deutschland und präsentiert eine Berechnung der monetären Kosten, die durch die verursachte Gewässerverschmutzung und die Klimawirkungen entstehen. Entlang der Produktionskette entstehen erhebliche externe Kosten, die bisher nur in begrenztem Umfang von den einzelnen Produzenten getragen werden, sondern überwiegend von der Gesamtgesellschaft.

Mehr Informationen zum Buch

IEA-Bioenergie-Workshop: Fair-Fuels-Fallstudie zu „Zuckerrohr-Ethanol-Produktion in Malawi“ präsentiert

Auf dem Workshop “Quantifying and managing land use effects of bioenergy“ der Internationalen Energieagentur (19.-21.09.2011, Campinas/Brasilien) präsentierte IÖW-Wissenschaftlerin Elisa Dunkelberg Ergebnisse aus einer Fallstudie zur Zuckerrohr-Ethanol Produktion in Malawi. Sie zeigte etwa, dass die malawische Treibhausgasbilanz im Bereich Zuckerrohr-Ethanol deutliche Optimierungspotenziale aufweist und dass indirekte Landnutzungsänderungen durch Investitionen in Bewässerungssysteme, an denen auch Kleinbauern partizipieren, vermieden werden könnten. Die Studie ist Teil des Forschungsprojektes „Fair Fuels?“, das im Schwerpunkt „Sozialökologische Forschung“ vom BMBF gefördert wird.

Zum Workshop | Vortrag Elisa Dunkelberg (pdf) | www.fair-fuels.de

Handlungsfelder unternehmerischer Nachhaltigkeit – Broschüre zeigt Praxisbeispiele und Entwicklungsbedarf

Immer mehr Unternehmen erkennen die Notwendigkeit, sich auf Nachhaltigkeit auszurichten und betreiben „Corporate Social Responsibility“ (CSR) mittlerweile als festen Bestandteil ihrer Geschäftstätigkeit. Doch inwieweit hält die Handlungsmaxime Nachhaltigkeit tatsächlich Einzug in die Unternehmenskultur? Adelphi und das IÖW untersuchten die Nachhaltigkeitsstrategien von insgesamt 16 nationalen und internationalen Unternehmen.

Download Broschüre (pdf) | www.innovative-nachhaltigkeit.de

Rat für Nachhaltige Entwicklung verabschiedet „Deutschen Nachhaltigkeitskodex“

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat am 13. Oktober 2011 der Bundesregierung eine Empfehlung für einen „Deutschen Nachhaltigkeitskodex“ übermittelt. Der Kodex liefere eine zuverlässige und nachvollziehbare Definition der Nachhaltigkeitsleistungen von Unternehmen, so der RNE, seine Wirksamkeit und Verbindlichkeit erhalte er über den Markt. Der Rat empfiehlt allen Unternehmen, den Kodex freiwillig anzuwenden. Das IÖW unterstützt die Initiative des RNE. Seine Erfahrungen mit unternehmerischem Nachhaltigkeitsmanagement und Nachhaltigkeitsberichterstattung hat das IÖW in den Dialogprozess, der Teil der Erstellung des Kodexes war, mit eingebracht.

Mehr zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex

Arbeit, Geld und Glück: Aktuelle Themen im Postwachstums-Blog

Wie sehen Arbeit, Geld und Glück in einer Postwachstumsgesellschaft aus? Hierum ranken aktuelle Diskussionen auf dem Postwachstums-Blog: So zeigen etwa Frigga Haug und Christian Felber, wie viel und welche Arbeit es in einer Gesellschaft gibt, auch wenn die Wirtschaftsleistung nicht zunimmt. Helge Peukert plädiert für eine Reform der Geldmärkte und für eine Einführung von „Vollgeld“. So solle die Geldschöpfung durch exzessive Kreditvergabe als eine Ursache der Finanzkrisen erkannt und drastisch begrenzt werden. Und wo bleibt da das persönliche Glück? Johannes Hirata weist darauf hin, dass wachsendes Einkommen Menschen nicht zufriedener mache, solange das Einkommen von anderen auch wachse. Denn allein das Wissen um neue und bessere Produkte wecke latente Bedürfnisse, die für das persönliche Glück schnell als unabdingbar angesehen werden.

Postwachstum – wo geht es hin? Diskutieren Sie mit!

Bioökonomierat unter Kritik – IÖW-Studie für den NABU veröffentlicht

Die Weltbevölkerung befindet sich in konstantem Wachstum, während die Rohstoffe der Erde immer knapper werden. Einen möglichen Lösungsansatz bietet die Bioökonomie – Nachhaltigkeit im Umgang mit biologischen Ressourcen wie Pflanzen und Tieren. In einem Gutachten des Bioökonomierates wurde die Entwicklung untersucht und Handlungsempfehlungen ausgesprochen. IÖW-Wissenschaftler Ulrich Petschow setzt sich in einer Studie im Auftrag des Nabu mit diesem Gutachten auseinander. Er kritisiert etwa die Einseitigkeit des Bioökonomierates, der sich primär auf technologische Lösungen beschränkt, anstelle auch einen Blick auf gesellschaftliche und politische Problemlösungsansätze zu legen.

Mehr Informationen | Download Studie (pdf)

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TERMINE

Biokraftstoffe aus ethischer Perspektive – Vortrag und Fachgespräch

Bei zwei Veranstaltungen in Bonn und Berlin werden die wichtigsten Ergebnisse und Empfehlungen des Berichtes "Biofuels. Ethical Issues" des Nuffield Council on Bioethics vorgestellt und diskutiert. Die Veranstaltungen finden auf Einladung des Forschungsprojektes "Fair Fuels?" statt.

12. Dezember 2011, Bonn | 13. Dezember 2011, Berlin

Weitere Informationen: www.fair-fuels.de

Save the date: IÖW/future-Ranking der Nachhaltigkeitsberichte – Preisverleihung und Unternehmensworkshop

Das IÖW und die Unternehmensinitiative future e. V. bewerten im Ranking der Nachhaltigkeitsberichte die gesellschaftsbezogene Berichterstattung deutscher Unternehmen in zwei getrennten Wettbewerben für Großunternehmen und für KMU. Zur Preisverleihung im aktuellen Ranking laden wir Sie herzlich nach Berlin ein. Am Folgetag stellen die Ranker auf einem ganztägigen Unternehmensworkshop aktuelle Trends und Perspektiven der Nachhaltigkeitsberichterstattung vor. Das Ranking wird unterstützt vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und dem Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE).

Bitte merken Sie sich die Termine schon jetzt vor, weitere Informationen in Kürze: www.ranking-nachhaltigkeitsberichte.de

Preisverleihung: 27.02.2012, Abendveranstaltung, GIZ-Repräsentanz Berlin
Unternehmensworkshop: 28.02.2012, ganztägig, Berlin

Save the date: IÖW/VÖW-Jahrestagung – 8./9. März 2012

"Was bewegt? – von sozial-ökologischen Experimenten in den Alltag"

Wer sind die gesellschaftlichen Vorreiter einer nachhaltigenTransformation? Welche Ansätze gibt es und wie können diese in die Gesellschaft diffundieren? Die Tagung diskutiert die Gestaltung der Rahmenbedingungen und die theoretische Einbettung gesellschaftlicher Transformationsprozesse.

Weitere Informationen in Kürze.

8./9. März 2012, Berlin

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Aus dem IÖW

Neu am IÖW: Nils Marscheider

Nils Marscheider, M. A. Sustainability Economics and Management, ist neuer Forschungsassistent im Bereich Nachhaltige Unternehmensführung.

Nils Marscheider

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Aus dem IÖW-Netzwerk

IÖW-Alumni-Netzwerk startet Jour-Fixe-Reihe

Auf Initiative des IÖW-Alumni-Netzwerkes wurde am 14. September 2011 die Alumni-Jour-Fixe-Reihe gestartet. Rüdiger Haum, Wissenschaftlicher Referent im Bereich Technologie und Innovation des WBGU, gewährte Einblicke in den Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen. Jan-Peter Ferdinand präsentierte anschließend einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand der Bionik am IÖW. Ziel des Alumni-Jour-Fixe ist es, regelmäßige Zusammenkünfte aktiver und ehemaliger IÖW’ler zu organisieren und so einen Raum für Diskussionen, Austausch, und Vernetzung zu schaffen. Das Alumni-Netzwerk wurde 2010 gegründet und hat derzeit 130 Mitglieder.

Mehr zum IÖW-Alumni-Netzwerk

Sommerakademie Nachhaltige Wertschöpfungsketten von sneep und VÖW: Dokumentation online

Das studentische Netzwerk für Wirtschafts- und Unternehmensethik sneep, die VÖW und die Humboldt Universität zu Berlin haben vom 22. bis 26. August 2011 eine Sommerakademie zum Thema "Nachhaltige Wertschöpfungsketten" durchgeführt. Dabei kamen Student/innen mit Praktiker/innen, Wissenschaftler/innen und Vordenker/innen nachhaltigen Wirtschaftens zusammen. In zahlreichen Vorträgen standen Unternehmen im Fokus: Als Teil der Lösung, aber natürlich auch mit Blick auf ihre Herausforderungen wurden Methoden zu ihrer „Wertschöpfung“ ausprobiert. 

Zur Dokumentation der Sommerakademie

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Impressum

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Potsdamer Str. 105 | D-10785 Berlin
Telefon: +49-(0)30 - 884 59 4-0 | Fax: +49-(0)30 - 882 54 39
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Das IÖW bei Twitter: www.twitter.com/ioew_de

Redaktion: Richard Harnisch, Thomas Korbun

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