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IÖW-Newsletter 4/2012   Juni


Sehr geehrte Damen und Herren,

seit über zehn Jahren fördert das BMBF in der Sozial-ökologischen Forschung Projekte, die das Ziel haben, die Welt zu verändern – ja die Welt besser zu machen. Nun steht eine Neuauflage dieses Programms an. Führende Akteure der Nachhaltigkeitsforschung setzen sich in einem aktuellen Memorandum dafür ein, diesen innovativen Forschungstypus in den kommenden Jahren konsequent auszubauen. Denn nur mit neuem Wissen sind die grundlegenden anstehenden Transformationen der Gesellschaft zu meistern. Seien Sie dabei, das Memorandum kann ab sofort unterzeichnet werden.

Mit sommerlichen Grüßen aus Berlin

Ihr

Richard Harnisch
Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

Aktuell

Memorandum zur sozial-ökologischen Forschung – jetzt unterzeichnen

Das Memorandum „Verstehen – Bewerten – Gestalten. Transdisziplinäres Wissen für eine nachhaltige Gesellschaft“ haben führende Akteure der transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung vorgelegt. Sie setzten sich dafür ein, dass die sozial-ökologische Forschung in den kommenden Jahren konsequent vertieft und verbreitert wird – inhaltlich, organisatorisch und institutionell. Das IÖW begrüßt das Memorandum und ruft zur Unterzeichnung auf. Das Memorandum mit ersten Unterschriften soll Bundesforschungsministerin Annette Schavan am 18. Juni 2012 übergeben werden. IÖW-Geschäftsführer Thomas Korbun hat in einer Expertengruppe das Memorandum mit erarbeitet.

Das Memorandum mitunterzeichnen | Das Memorandum zum Download

Ecological Research Network – Ecornet jetzt online

Sieben Pionierinstitute der Nachhaltigkeitsforschung in Deutschland, darunter auch das IÖW, haben sich zusammengeschlossen. Sie sind das „Ecological Research Network“ (Ecornet), das Netzwerk führender außeruniversitärer Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschungsinstitute in Deutschland. Die Mission von Ecornet: das wissenschaftliche Fundament für gesellschaftliche Transformationen in Richtung Nachhaltigkeit zu schaffen. Die Ecornet-Institute forschen praxisnah und über die Grenzen der wissenschaftlichen Disziplinen hinweg an Wegen in die postfossile und postnukleare Gesellschaft. Jetzt präsentiert sich das Netzwerk online: www.ecornet.de.

Strategische Kooperation des IÖW und der Hochschule Lausitz

Mit der Berufung von Dr. Bernd Hirschl zum Professor für „Management regionaler Energieversorgungsstrukturen“ haben die Hochschule Lausitz und das IÖW eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen, zukünftig eng in Forschung und Lehre zusammenarbeiten zu wollen. Hiermit betreten beide Institutionen wissenschaftspolitisches Neuland. Die Stärken der Hochschule werden dabei mit denen des drittmittelstarken außeruniversitären Instituts verbunden. Der wissenschaftliche Nachwuchs soll früh in praxisorientierte Forschungsprojekte eingebunden werden und zudem der neueste Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Forschung direkt in die Lehre an der Hochschule einfließen. Bernd Hirschl leitet weiterhin das Forschungsfeld "Nachhaltige Energiewirtschaft und Klimaschutz am IÖW".

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Wie weiter bei der Enquete-Kommission? Aktuelles Blicklicht auf den Blog Postwachstum.de

Was vermag die Enquete zu leisten? Diese Frage wurde zur Halbzeit der Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ auf dem Postwachstum-Blog ausführlich und kontrovers diskutiert. Das Kommissionsmitglied Claudia Bögel spricht davon, dass wirtschaftliches Wachstum „unverzichtbar“ sei. Ähnlich argumentiert auch Georg Nüßlein, der jedoch nachhaltige Bedingungen an einen "Wohlstand 2.0" stellt. Kritik an der Enquete übt Sophia Göppel im Artikel „Enquete-Kommission auf dem Prüfstand“. Der Beitrag analysiert auch, woran ein Vorankommen der Kommission hakt und welche Fragen bisher unbeantwortet bleiben. Doch Enquete ist nicht alles. Auch Geldmärkte sind transformationsbedürftig. Wie sie reformiert werden könnten, schlägt Joseph Huber mit einer lesenswerten Ausführung zum Vollgeld vor.

Postwachstum – wo geht es hin? Diskutieren Sie mit!

Fair Fuels? – Workshop zur „Quantifizierung von Treibhausgasemissionen aus indirekten Landnutzungsänderungen (ILUC)“

Am 25. April 2012 führte das Projekt „Fair Fuels?“ einen Workshop zur Quantifizierung von Treibhausgasemissionen aus indirekten Landnutzungsänderungen durch. Das Thema dominiert seit einigen Jahren die öffentliche Debatte um die Förderung von Biokraftstoffen, da Biokraftstoffe bei Berücksichtigung dieser Effekte unter Umständen mehr Schaden anrichten als ihre fossilen Pendants. Die Präsentationen des Workshops stehen online zum Download. 

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ÖKOLOGISCHES WIRTSCHAFTEN

Nachhaltige Wertschöpfungsketten – Ökologisches Wirtschaften 2/12

Angesichts massiver globaler ökologischer und sozialer Herausforderungen und der Grenzen transnationaler Regulierung kommt Unternehmen eine besondere Verantwortung bei der Durchsetzung von Umwelt- und Sozialstandards zu. Ein nachhaltiges Management der Wertschöpfungskette eines Unternehmens ist dabei nicht nur gut für Mensch und Umwelt, sondern häufig auch ein wirtschaftlicher Vorteil für Unternehmen. Die aktuelle Ausgabe der Fachzeitschrift Ökologisches Wirtschaften präsentiert die Ergebnisse der ersten Sommerakademie des studentischen Netzwerks für Wirtschafts- und Unternehmensethik (sneep) und der VÖW zum Thema „Nachhaltige Wertschöpfungsketten“.

www.oekologisches-wirtschaften.de

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TERMINE

Wissenschaft für Nachhaltigkeit: Der Durchbruch muss gelingen

2012 ist das Jahr der Nachhaltigkeitsforschung. Der Rio+20-Gipfel und das Wissenschaftsjahr „Zukunftsprojekt Erde“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung setzen das Thema ganz oben auf die Agenda. Der Vorstand der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) hat aus diesem Anlass ein Memorandum zu Wissenschaft für Nachhaltigkeit mit dem Untertitel "Der Durchbruch muss gelingen" verabschiedet, das nun in Berlin vorgestellt wird. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Transformatives Wissen schaffen", die Ecornet und der Nawis-Verbund im Wissenschaftsjahr 2012 durchführen.

14.06.2012, Berlin

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Runder Tisch "Forderungen der Zivilgesellschaft an eine künftige Wissenschaftspolitik"

Eine "Wissenschaft für und mit der Gesellschaft” bedarf der aktiven Beteiligung zivilgesellschaftlicher Akteure wie Umweltverbände, Kirchen, Sozial- und Gesundheitsverbände und Gewerkschaften. Die heutigen forschungspolitischen Institutionen und Strukturen sind jedoch nicht darauf angelegt. In einem Workshop soll durch Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher zivilgesellschaftlicher Gruppen eine übergeordnete zivilgesellschaftliche Plattform für eine veränderte Wissenschaftspolitik auf den Weg gebracht werden. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Transformatives Wissen schaffen", die Ecornet und der Nawis-Verbund im Wissenschaftsjahr 2012 durchführen.

03.07.2012, NABU Geschäftsstelle, Berlin

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Multinationale Knowledge Brokerage Events zu Nachhaltigem Konsum und Wachstum – Projekt Responder

* 2nd EU Dialogue on Sustainable Consumption and Economic Growth ( 5-7 September, Brussels)

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Aus dem IÖW

Jan-Peter Ferdinand neuer IÖW-Fellow

Jan-Peter Ferdinand, IÖW-Wissenschaftler von 2010 bis 2012 in den Bereichen Innovation und Technologien sowie Evaluation und Bewertung, ist nun Doktorand an der TU Berlin. Als IÖW-Fellow unterstützt er das Institut weiterhin im Rahmen des Vorhabens "Produzieren und Konsumieren 2.0" und befasst sich mit kollaborativen Innovationsprozessen unter dem Einsatz neuer Technologien.

Mehr zu Jan-Peter Ferdinand

Neu am IÖW: Katharina Heinbach

Katharina Heinbach, Diplom-Geoökologin, ist neue Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Klima und Energie am IÖW. Sie arbeitet zum Schwerpunkt ökonomische Bewertungen Erneuerbarer Energien.

Mehr zu Katharina Heinbach

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Aus dem IÖW-Netzwerk

Buch: „Wie weiter mit der Wachstumsfrage?“ von Dr. Reinhard Loske

Mit seinem Essay "Abschied vom Wachstumszwang" hat IÖW-Gesellschafter Reinhard Loske Ende 2010 eine kontroverse Debatte ausgelöst. In seinem neuen Band „Wie weiter mit der Wachstumsfrage?“ antwortet Loske nun seinen Kritikern. Seine These: Der Schlüssel für eine nachhaltige Gesellschaft liegt nicht in erster Linie in technischen Innovationen, obwohl auch die gebraucht werden, sondern in sozialen Innovationen und einem Kulturwandel, der auf Gemeinsinn, Gemeinschaftsgüter, sozial eingebettete Märkte und neue Formen der Tätigkeit setzt.

Weitere Informationen zum Buch

WeGreen Suchmaschine für Nachhaltigkeit

Die neue Suchmaschine für Nachhaltigkeit von WeGreen hat das Ziel, Internetnutzern die Tür zur ganzen grünen Welt zu öffnen. Das Herzstück bildet die "Nachhaltigkeitsampel", die schnell und einfach visualisiert, wie ökologisch, sozial und transparent Unternehmen, Marken und Produkte sind: Grün bedeutet gut, gelb mittelmäßig und rot schlecht. Ein Teil der Daten, auf die die Suchmaschine dabei zurückgreift, ist das Ranking der Nachhaltigkeitsberichte, mit dem das IÖW und future alle zwei Jahre die gesellschaftsbezogene Berichterstattung deutscher Unternehmen bewerten und eine Rangfolge der besten Berichterstatter erstellen.

Zur WeGreen Suchmaschine | Zum IÖW/future-Ranking

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Das IÖW bei Twitter: www.twitter.com/ioew_de

Redaktion: Richard Harnisch, Thomas Korbun

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