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IÖW-Newsletter 4/2017   Mai


Sehr geehrte Damen und Herren,

jedes Jahr wird die EEG-Umlage zum Streitthema. Dabei ginge es auch anders. Unsere Studie zur Umverteilung der Umlage auf den Endenergieverbrauch für Wärme und Verkehr im Auftrag des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft hat letztes Jahr eine breite Debatte um eine Reform des Abgabe- und Umlagesystems angestoßen.

Nun zeigen wir in einer neuen Berechnung, wie die Umlage stufenweise umverteilt werden könnte. Was das bringen würde? Einen Schub für die dringend benötigte Sektorkopplung durch eine ökologische Lenkungswirkung, bei der fossile Energien wie Heizöl oder Benzin entsprechend ihrer Emissionsfaktoren mehr belastet würden, während Strom entlastet würde.

Und noch ein aktueller IÖW-Beitrag zum Strukturwandel: Der Ausbau erneuerbarer Energien bietet ausreichendes Potenzial, um die Braunkohlearbeitsplätze in den Bundesländern Brandenburg, Sachsen und Nordrhein-Westfalen vollständig zu ersetzen – unter der Voraussetzung, dass Unternehmen und Bürger/innen vor Ort einbezogen werden. Dies haben wir in einer Studie im Auftrag von Greenpeace Energy ermittelt.

Viel Spaß bei der Lektüre und ein schönes Himmelfahrtswochenende wünscht Ihnen
Ihr

Richard Harnisch
Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

PS: Bleiben Sie über tagesaktuelle Neuigkeiten aus dem IÖW immer auf dem Laufenden: Das IÖW auf Twitter @ioew_de.

Aktuell

Solarenergie statt Braunkohle: Studie zeigt, wie und wo Arbeitsplätze ersetzt werden können

Der Ausbau erneuerbarer Energien bietet ausreichendes Potenzial, um 3.900 Braunkohlearbeitsplätze im Lausitzer Revier (Brandenburg und Sachsen) und 4.500 Jobs im Rheinischen Revier vollständig zu ersetzen, die es dort im Jahr 2030 bei einer Fortsetzung der Braunkohleverstromung noch geben würde. Dies belegt eine Studie des IÖW im Auftrag von Greenpeace Energy. Die Arbeitsplätze können in den Bundesländern Brandenburg, Sachsen und Nordrhein-Westfalen alleine durch den Ausbau der Wind- und der Solarenergie vollständig ersetzt werden, so die Studie – unter der Voraussetzung, dass Unternehmen und Bürger/innen vor Ort einbezogen werden.

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Urbane Wärmewende: Auftaktveranstaltung und Konferenz auf Berliner Energietagen

Das Projekt Urbane Wärmewende untersucht, wie die zukünftige Wärmeversorgung umwelt- und klimaschonend gestaltet werden kann. Das Projekt hat Fahrt aufgenommen: Auf der Auftaktveranstaltung am 4. April 2017 wurde mit Praxispartnern diskutiert, welche Konzepte und Quartiere sich für die Simulation von Wärmeszenarien eignen und „Reallabor“ werden können. Die Diskussion innovativer Bausteine für eine umwelt- und klimaschonende Wärmeversorgung in urbanen Räumen setzte das Projekt auf den Berliner Energietagen am 4. Mai 2017 fort. Die Erkenntnisse und Ergebnisse beider Veranstaltungen fließen in den kommenden Monaten in das Projekt ein. (Bild: Rolf Schulten)

Mehr zur Auftaktveranstaltung des Projekts Urbane Wärmewende
Mehr zum Projekt auf den Berliner Energietagen

Unpatentierbar: IÖW-Praxispartner stellen Tomatenzüchtung Sunviva vor

Am 26. April 2017 haben die vom Verein Agrecol ins Leben gerufene Initiative Open Source Seeds und ein Freiland-Tomatenprojekt der Universität Göttingen die Tomatenzüchtung Sunviva lizensiert. Die Besonderheit sind ihre Nutzungsbedingungen: Die Samen sind für jedermann frei verwendbar und dürfen nicht patentiert werden. Gemeinsam mit dem IÖW und den Universitäten Oldenburg und Göttingen engagiert sich Agrecol für gemeingüterbasierte Saatgutsysteme im BMBF-Forschungsprojekt „Right Seeds?“.

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Studie: EEG-Umlage schrittweise umverteilen

Ohne eine Reform des Abgabe- und Umlagesystems wird die Sektorkopplung in der Energiewende nicht gelingen. Ein vom IÖW im Auftrag des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft (bne) aktualisiertes Gutachten schlägt nun eine schrittweise Umverteilung der EEG-Umlage auf den Endenergieverbrauch für Wärme und Verkehr vor. Der Vorschlag sieht vor, die EEG-Umlage auf den Stromverbrauch zu senken und den fossilen Energieverbrauch für Wärme und Mobilität gemäß der jeweiligen Emissionen in die Umlage einzubeziehen. Das IÖW hat verschiedene Varianten berechnet, in denen der private Energieverbrauch für Wärme und Verkehr sowie der von Gewerbe, Handel und Industrie in die EEG-Umlage miteinbezogen werden. (Bild: pixabay)

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Blog Postwachstum: „Was Sie da vorhaben, wäre eine Revolution...“

Welche Pfade führen in eine sozial gerechte und ökologisch nachhaltige Gesellschaft? Gilt es bei der Transformation besonders auf die Zivilgesellschaft oder die Politik zu setzen? Hermann Ott rezensiert das Streitgespräch „Was Sie da vorhaben, wäre ja eine Revolution…“ zwischen Erhard Eppler und Niko Paech, das als Buch veröffentlicht wurde.

Wie lässt sich eine Suffizienzpolitik gestalten, die den heterogenen Vorstellungen von einem guten Leben gerecht wird? Laura Spengler führt liberale Argumente für eine solche Politik an. Warum die in der „Charta für Holz 2.0“ empfohlenen Strategien kontraproduktiv wirken und eher als Stolper- denn als Meilenstein im Klimaschutzplan der Bundesregierung 2050 zu charakterisieren sind, erläutert Stephen Wehner in seinem kritischen Kommentar.

Christine Ax gibt einen Einblick in das avantgardistische Denken von John Ruskin und seinem Zeitgenossen William Morris. Marc Hieronimus stellt einen der Vordenker der französischen Décroissance-Bewegung vor: Jaques Ellul war ein scharfer Kritiker der technologischen Entwicklungen seiner Zeit und hat den populären Slogan „Global denken, lokal handeln“ geprägt.

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Termine

14. Juni 2017 | Berliner Postwachstums-Slam

Eine Bühne für Postwachstum: Zehn Minuten für jede Idee. Premiere des Berliner Postwachstums-Slam. Nachwuchswissenschaftler/innen präsentieren ihr Thema rund um das Thema Postwachstum/Degrowth – nicht im kahlen Hörsaal, sondern...:

Datum: 14. Juni 2017, 19:00-21:00
Ort: Prinzessinnengärten (in- und outdoor), Prinzenstr. 35-38/ Prinzessinnenstr. 15 (U8 Moritzplatz), Berlin.
Veranstalter: FairBindung, Förderverein Wachstumswende, IÖW und netzwerk n

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14. Juni 2017 | Die Digitalisierung der Ökonomie: Arbeitsplätze, Ökologie und Demokratie

Als Teil der Vorlesungsreihe „Arbeit 4.0 - Neue Arbeit und neue Ungleichheit?“ ist Dr. Steffen Lange zu Gast an der Universität Paderborn mit dem Vortrag „Die Digitalisierung der Ökonomie: Arbeitsplätze, Ökologie und Demokratie“.

Datum: 14. Juni 2017, 16:00-18:00
Ort/Veranstalter: Universität Paderborn

Mehr Informationen zur Veranstaltung

27.-28. Juni 2017 | Gemeinsam sind wir klimaresilient – Nationaler Dialog in Dessau

Der nationale Dialog „Gemeinsam sind wir klimaresilient – Wie Beteiligung in Städten und Regionen gelingt“ fokussiert auf Beteiligungsprozesse, in denen gemeinsam mit Bürger/innen, Verbänden und Wirtschaftsakteuren kommunale oder regionale Strategien und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel entwickelt und begleitet werden.

Datum: 27.-28. Juni 2017
Ort: Umweltbundesamt Dessau
Veranstalter: Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung (KomPass) im Umweltbundesamt
Beratung und Durchführung: IÖW

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3.-9. September 2017 | Summer School Discrete Choice Experiments

This summer school provides an introduction to Discrete Choice Experiments (DCEs) for the economic valuation of ecosystem services in rural landscapes.​ During the day, lectures are combined with exercises, using the open source statistical software R. In the afternoons, participants will present and discuss their own projects (20 minutes per person).

Date: 3.-9. September 2017
Location:
Vierraden, Uckermark
Organized by:
ZALF, IÖW, TU Berlin

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4.-8. Oktober 2017 | VÖW-Herbstakademie: Digitalisierung im Grünen – Call for Participation

Wie können nachhaltige Lebensstile oder Produktionsformen mittels Digitalisierung ermöglicht werden? Wann wird durch Digitalisierung riskiert, dass Energie- und Ressourcenverbräuche oder soziale Ungleichheit zunehmen? Die Herbstakademie richtet sich an (junge) Wissenschaftler/innen sowie politische Aktivist/innen und Praktiker/innen aus der Digitalisierungs- und Nachhaltigkeitsszene, Bewerbungsschluss ist der 15. Juni 2017.

Datum: 4.-8. Oktober 2017
Ort: Gästehaus Insel Schwanenwerder, Berlin-Zehlendorf
Veranstalter: Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung (VÖW) gemeinsam mit der Forschungsgruppe „Digitalisierung und sozial-ökologische Transformation“ des IÖW und der TU Berlin

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Aus dem IÖW

Neu am IÖW: Jan Knoefel

Seit April 2017 ist der Wirtschaftswissenschaftler Jan Knoefel neuer Wissenschaftlicher Mitarbeiter am IÖW. Er arbeitet im Forschungsfeld Nachhaltige Energiewirtschaft und Klimaschutz unter anderem in dem Projekt Esquire (Energiespeicherdienste für smarte Quartiere).

Mehr über Jan Knoefel | E-Mail an Jan Knoefel

 

 

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Aus dem IÖW-Netzwerk

Stellenausschreibung: Akademische/r Mitarbeiter/in an BTU Cottbus-Senftenberg

In der Fakultät für Maschinenbau, Elektro- und Energiesysteme der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg in Senftenberg ist im Fachgebiet Management regionaler Energieversorgungssysteme (Prof. Dr. Bernd Hirschl) zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle für eine/n Akademische/n Mitarbeiter/in (Qualifikationsstelle) zu besetzen.

Zur Stellenausschreibung

Crowdfunding-Kampagne – „Exploring Economics“ bis zum 4. Juni 2017

Vom 8. Mai bis 4. Juni 2017 läuft die Crowdfunding-Kampagne zur Finanzierung der Lernplattform Exploring Economics. Die virtuelle Universität für Pluralismus in der Ökonomik bietet Alternativen zur neoklassischen Lehre an, indem sie Theorien und Themen verschiedener ökonomischer Denkschulen präsentiert. Mit der Crowdfunding-Kampagne sollen die Plattform ausgebaut und verschiedene Aktivitäten finanziert werden.

Hier geht's zur Crowdfunding-Kampagne
Zur Online-Plattform Exploring Economics

12. Juli 2017 | Konferenz: „Postwachstums-Politiken in Zeiten von Rechtspopulismus“

Der zunehmende Rechtspopulismus bedroht hierzulande und in unseren Nachbarländern die demokratischen Errungenschaften und das europäische Projekt. Auf der anderen Seite des Atlantiks setzt Donald Trump ähnlich populistisch seine abstrusen Wahlversprechen in die Tat um. Gerade in Zeiten wie diesen werden neue, progressive und emanzipatorische Ideen für unsere Gesellschaft gebraucht. Die Konferenz sucht nach Vorschlägen für eine Wachstumswende in Politik und Zivilgesellschaft und fragt, wie demokratische, sozial-gerechte und ökologische Alternativen gefördert werden können.

Datum: 12. Juli 2017, 14:30 – 22:00 Uhr
Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin
Veranstalter:
Zivile Enquete Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität und Projekt Fokus Wachstumswende

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oekom crowd – Die erste Crowdpublishing-Plattform für nachhaltigen Wandel

Oekom Crowd ist die erste Crowdpublishing-Plattform für nachhaltigen Wandel, initiiert vom oekom Verlag. Die Leser/innen werden zu Verleger/innen: Sie entscheiden, welche Bücher besonders interessant sind und publiziert werden, welche Themen eine so große Relevanz haben, dass sie eine möglichst große Resonanz erfahren sollen. Autor/innen stellen ihre Projekte vor, Leser/innen können sie unterstützen und ermöglichen so einen Beitrag zum gesellschaftlichen Wandel.

Das IÖW gibt gemeinsam mit der VÖW die Zeitschrift ÖkologischesWirtschaften bei oekom heraus und hat zahlreiche weitere Publikationsprojekte gemeinsam mit dem Münchner Verlag realisiert.

Zur Crowdpublishing-Plattform oekom crowd

Enquete-Kommission „Fluchtursachen“

100 Trägerinnen und Träger des Bundesverdienstkreuzes fordern den Bundestag auf, eine Enquete-Kommission „Fluchtursachen“ einzurichten. Ralf-Uwe Beck, Ehrenvorsitzender des BUND-Landesverbands Thüringen und Sprecher von „Mehr Demokratie“, Klaus Töpfer und IÖW-Fellow Angelika Zahrnt (Foto) haben den Aufruf in Berlin vorgestellt und auf den politischen Weg gebracht. Der Aufruf wurde an die Vorsitzenden der Parteien und Bundestagsfraktionen gesandt mit der Bitte, sie in die Wahlprogramme aufzunehmen und im neuen Bundestag eine solche Enquete-Kommission einzusetzen.

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Impressum

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH (gemeinnützig)
Potsdamer Str. 105 | D-10785 Berlin
Telefon: +49-(0)30 - 884 59 4-0 | Fax: +49-(0)30 - 882 54 39
E-Mail: mailbox@ioew.de
Das IÖW bei Twitter: www.twitter.com/ioew_de

Redaktion: Richard Harnisch, Nina Prehm, Judith Sievers

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