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IÖW-Newsletter 4/2019   Mai


Sehr geehrte Damen und Herren,

wären Sie auch froh, wenn Sie seltener zur gelben Tonne gehen müssten, weil im Alltag weniger Plastikmüll anfällt? Oft haben wir etwa bei Lebensmitteln oder Kosmetik ja nicht einmal die Wahl unverpackt zu kaufen. In dem neuen Forschungsprojekt Innoredux wollen wir aufzeigen, wie innovative Geschäftsmodelle im Handel Plastikmüll reduzieren können. In einem Reallabor-Forschungsansatz in der Stadt Heidelberg erarbeiten wir gemeinsam mit dem IFEU und mehreren Handelsunternehmen alternative Verpackungslösungen für den Online- und stationären Handel.

Auf eine plastikarme Zukunft!

Mit besten Grüßen,

Ihr
Richard Harnisch

PS: Bleiben Sie über tagesaktuelle Neuigkeiten aus dem IÖW immer auf dem Laufenden: Wir twittern @ioew_de.

Aktuell

Projekt EE-Rebound gestartet: Haushalte verschwenderischer oder sparsamer bei Ökoenergie?

Zahlreiche Haushalte in Deutschland sind auf Ökostromanbieter umgestiegen oder erzeugen mit eigenen Erneuerbare-Energien-Anlagen selbst Strom oder Wärme. Im kürzlich gestarteten Forschungsprojekt „EE-Rebound“ untersucht das IÖW gemeinsam mit Partnern, ob und wie sich der Wechsel auf erneuerbare Energien auf den Energieverbrauch auswirkt. Sinkt etwa durch das gute Gewissen – „ich beziehe ja umweltfreundlichen Strom“ – oder durch Einsparungen bei den laufenden Kosten die Bereitschaft zum Energiesparen? Oder beeinflusst der Umstieg den Energieverbrauch nicht oder führt sogar zu einer Reduktion? Ziel ist es, Wege zu finden, wie Rebound-Effekte, die der Umwelt schaden, vermieden werden können und Haushalte ihren Energieverbrauch weiter senken können.

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Forschung für weniger Plastik im Einkaufskorb

Beim Einkauf von Lebensmitteln, Kleidung oder Kosmetik wächst die Zahl der Kunststoffverpackungen scheinbar unaufhaltsam und hat sich in zwei Jahrzehnten verdoppelt. Die Kundinnen und Kunden haben oft nicht einmal die Wahl, Produkte unverpackt zu kaufen. Das will das Forschungsprojekt Innoredux ändern und Wege aufzeigen, wie innovative Geschäftsmodelle im Handel Plastikmüll entlang der Wertschöpfungskette reduzieren können. Mit einem Reallabor-Forschungsansatz in der Stadt Heidelberg erarbeiten das IÖW und das Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu) gemeinsam mit Handelsunternehmen innovative Verpackungslösungen für den Online- und stationären Handel. Basierend auf den Erfahrungen im Reallabor der Stadt Heidelberg entwickelt das Projekt eine Strategie, wie Kommunen und Unternehmen dazu beitragen können, Plastikmüll zu reduzieren.

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Crowdfunding: »Was Bits & Bäume verbindet« – Das Buch

Die Konferenz „Bits & Bäume“ (2018, Berlin) bot das bis dato größte Debattenforum für Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Das Buch zur Konferenz »Was Bits & Bäume verbindet« beinhaltet Ansätze für die Gestaltung einer Digitalisierung, die dem Gemeinwohl dient, Datenschutz ernst nimmt und soziale und ökologische Ziele gleichermaßen fördert. Es richtet sich an alle, die aktuelle Digitalisierungstrends kritisch hinterfragen und an einer sozial-ökologischen Gestaltung der Digitalisierung aktiv teilhaben wollen. Das Buch wird über Crowdfunding finanziert. (Bild: Santiago Engelhardt)

Zum Crowdfunding

Saatgut und Sorten: Von philippinischen Gemeingut-Bauern lernen

Was passiert, wenn Saatgut nicht mehr verkauft, sondern verschenkt wird? Im philippinischen Reisbauernnetzwerk Masipag züchten und tauschen Kleinbauern seit Mitte der 1980er Jahre gemeinsam Saaten und Sorten. Ein Beispiel auch für deutsche Landwirt/innen? Um das herauszufinden, besuchte Lea Kliem vom IÖW gemeinsam mit anderen Forscher/innen der BMBF-Nachwuchsforschungsgruppe „Right Seeds?“ den philippinischen Praxispartner. Auf den Philippinen führte das Projektteam einen einwöchigen Workshop durch, bei dem sie sich gemeinsam mit Praxispartnern aus dem deutschsprachigen Raum mit dem philippinischen Reisbauernnetzwerk Masipag über Chancen und Risiken von Gemeingut-Netzwerken austauschten.

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Tilman Santarius diskutiert mit Svenja Schulze über Digitalagenda

Eines der Schwerpunktthemen der größten Digitalkonferenz Europas Republica war in diesem Jahr Nachhaltigkeit. Bundesumweltministerin Svenja Schulze stellte dort am 7. Mai 2019 ihr Eckpunktepapier für eine nachhaltige Digitalisierung vor. Tilman Santarius, IÖW-Nachwuchsgruppenleiter und Buchautor von „Smarte Grüne Welt?“, diskutierte die neue Agenda mit der Ministerin. „Digitalisierung führt nicht automatisch zu mehr Nachhaltigkeit, sondern muss aktiv umweltpolitisch gestaltet und reguliert werden“, fordert Santarius. (Bild: Einstein Stiftung)

Weiterlesen... l Session „Die neue DNA: Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Action“ als Stream

Werkstatt Urbane Wärmewende: Was braucht Berlin für die kommunale Wärmeplanung?

Braucht Berlin eine kommunale Wärmeplanung? Welche Maßnahmen und Instrumente sind für die Bezirksverwaltungen wichtig? Und wo brauchen die Verwaltungen Unterstützung? Diese Fragen wurden auf der Projekt-Werkstatt zur kommunalen Wärmeplanung mit Vertreter/innen der Berliner Verwaltungen diskutiert. Die Werkstatt war Bestandteil des Projekts „Urbane Wärmewende“ und fand am 5. März 2019 im Institut für ökologische Wirtschaftsforschung statt.

www.urbane-waermewende.de

»Möglichkeitswissenschaften« – Buch anlässlich des 70. Geburtstags von IÖW-Gründer Reinhard Pfriem

Zukunft ist keine Tatsache, die sich einstellt, sie wird imaginiert, ermöglicht, durchgesetzt. Doch während das Ringen um eine lebenswerte Zukunft die visionäre Verständigung der Vielfalt der Verschiedenen, mitunter Fremden braucht, drückt eine ökonomisch beförderte Fantasielosigkeit der Gegenwart zunehmend die Luft ab. Das Buch „Möglichkeitswissenschaften“ versammelt anlässlich des 70. Geburtstages von Reinhard Pfriem, Gründer des IÖW, fachübergreifende Erkundungen dazu, was es heißen kann, Ökonomie mit Möglichkeitssinn zu betreiben. Auf 800 Seiten gehen rund 35 Beiträge der Frage nach, wie Ökonomie mit Möglichkeitssinn betrieben werden kann. Das Buch wurde herausgegeben von Lars Hochmann, Silja Graupe, Thomas Korbun, Stephan Panther und Uwe Schneidewind.

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Blog Postwachstum

Blog Postwachstum: Kratzt „Scientists for Future“ nur an der Oberfläche?

Fridays for Future ist ein Lichtblick: Schüler/innen, also die Generation, die von Ökokrisen am meisten betroffen sein wird, verlangen Rechenschaft. Dass Wissenschaftler/innen dies mit ihrer Stellungnahme „Scientists for Future“ unterstützen, begrüßt Joachim Spangenberg. Er kritisiert jedoch, dass die Stellungnahme die Ursachen für die ökologischen Probleme nicht benennt.

Wie lassen sich solidarische Projekte aus ihrem Nischendasein befreien? In ihrem neuen Buch „Das Gute Leben für Alle“ begibt sich das I.L.A. Kollektiv auf die Suche nach Antworten. Claudia van Leeuwen hat das Buch rezensiert.

Inwieweit sind die Argumente von Wachstumskritiker/innen offen für eine Vereinnahmung durch nationalistische und völkisch-rassistische Akteure? In unserer Reihe zum Schwerpunktheft „Degrowth“ des Forschungsjournals Soziale Bewegungen, die in Zusammenarbeit mit dem Degrowth-Webportal des Konzeptwerk Neue Ökonomie entstanden ist, geht Dennis Eversberg dieser Frage nach und untersucht, wie solchen Vereinnahmungsversuchen entgegengewirkt werden kann.

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Termine

20. Mai 2019 | Berliner Energietage: Der klimaneutrale Gebäudebestand

Berlin kann auf eine erfolgreiche Klimaschutzpolitik verweisen. Die CO2-Pro-Kopf-Emissionen in Berlin liegen deutlich unterhalb des bundesweiten Durchschnitts. Um die angestrebte Klimaneutralität Berlins (mindestens minus 85 Prozent CO2-Emissionen) bis zum Jahr 2050 zu erreichen, müssen die Anstrengungen allerdings erheblich verstärkt werden. Doch wie kann die energetische Sanierung des Berliner Gebäudebestandes sozial und baukulturell verträglich umgesetzt werden?

Konferenz mit Prof. Dr. Bernd Hirschl und Dr. Julika Weiß

Datum: Montag, 20. Mai 2019, 13:30-16:30 Uhr
Ort: Ludwig Erhard Haus Berlin, Fasanenstraße 85, 10623 Berlin
Veranstalter: Berliner Impulse, Berliner Klimaschutzrat

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28. Mai 2019 | Studies for Future: Ökonomie und Gesellschaftsgestaltung studieren

Zwischen Politikberatung und akademischer Tiefenbohrung – Die Cusanus Hochschule und das IÖW stellen ihre neue Kooperation vor:

An der Cusanus studieren, am IÖW Praxiserfahrungen sammeln – ein innovatives Bildungs- und Studienkonzept für die sozial-ökologische Transformation. Diskutieren Sie mit Prof. Dr. Reinhard Loske und Thomas Korbun Herausforderungen universitärer Bildung in Zeiten des Klimawandels.

Datum: Dienstag, 28. Mai 2019, 18:30-20:00 Uhr
Ort: IÖW, Potsdamer Str. 105, 10785 Berlin
Veranstalter: IÖW, Cusanus Hochschule
Anmeldung: Wir bitten um eine formlose Anmeldung an mailbox@ioew.de

Programm als PDF [0,3 MB]

18. Juni 2019 | Fachkonferenz: Herausforderungen des Onlinehandels für Umwelt- und Verbraucherschutz

Shopping rund um die Uhr und rund um die Welt – der Onlinehandel nimmt stetig zu und die Wachstumsraten sind enorm. Für Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland sind auch räumlich weit entfernte Händler und Produzenten mit wenigen Klicks erreichbar. Doch mit den Onlinebestellungen kommen auch Produkte aus Drittländern nach Deutschland, die nicht immer EU-konform sind. Die Konferenz beleuchtet die Erfordernisse für eine effiziente Regulierung und Überwachung in den Bereichen Elektrogeräte inklusive Batterien und Verpackungen sowie Chemikalien.

Datum: Dienstag, 18. Juni 2019, 10-16 Uhr
Ort: Tagungswerk Jerusalemkirche, Lindenstraße 85, 10969 Berlin
Veranstalter: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) und Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)

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19. Juni 2019 | Praxisdialog: Effizienz wirksam umsetzen – zum Umgang mit Rebound-Effekten in Unternehmen

Als Nebenwirkung von Effizienzsteigerungen kann es in Unternehmen zu neuen Energie- oder Ressourcenverbräuchen kommen – etwa, wenn durch Effizienzgewinne Verbrauchskosten sinken und so neue Investitionen ermöglicht werden. Solche Rebound-Effekte können den Umweltnutzen von Effizienzbemühungen mindern. Der Praxisdialog diskutiert, wo und wodurch solche Effekte in Unternehmen auftreten, wie man sie erfassen kann und welche Strategien im Umgang mit ihnen denkbar sind.

  • Vorstellung des Stands der Wissenschaft durch Prof. Stefan Schaltegger, Leuphana Universität Lüneburg
  • Praxis-Inputs der Deutschen Telekom, der Miele & Cie. KG und der Richard Henkel GmbH und Diskussion in Arbeitsgruppen


Datum: Mittwoch, 19. Juni 2019, 10-17 Uhr
Ort: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)
Veranstalter: Öko-Institut, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), Centre for Sustainability Management (CSM) der Leuphana Universität Lüneburg, Data Center Group und B.A.U.M. e.V

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19. Juni 2019 | Lunchtalk mit Ulrich Petschow an der Universität Hamburg

IÖW-Wissenschaftler Ulrich Petschow stellt die Ergebnisse der Studie „Gesellschaftliches Wohlergehen innerhalb planetarer Grenzen. Der Ansatz einer vorsorgeorientierten Postwachstumsposition“ bei den Aktionstagen Nachhaltigkeit der Universität Hamburg vor und diskutiert sie mit Prof. Elisabeth Allgoewer und weiteren.

Datum: Mittwoch, 19.06.19, 12 - 14 Uhr
Ort: Gästehaus der Universität Hamburg, Rothenbaumchaussee 34, 20148 Hamburg
Veranstalter: Universität Hamburg, Kompetenzzentrum Nachaltige Universität (KNU)

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22. Juni 2019 | Digitalisierung: Steffen Lange diskutiert mit Hartmut Rosa auf dem Kirchentag

Die Digitalisierung ist einer der gesellschaftlichen Megatrends – darin sind sich alle einig. Doch was bedeutet sie ganz konkret für Ökologie und Gerechtigkeit und für das Leben in Städten und Dörfern? IÖW-Wissenschaftler Dr. Steffen Lange diskutiert auf dem Kirchentrag mit Prof. Hartmut Rosa und anderen.

Datum: Samstag, 22. Juni 2019, 15:00 - 17:30 Uhr
Ort: Westfalenhallen Halle 3b, Dortmund
Veranstalter: Deutscher Evangelischer Kirchentag

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12. September 2019 | Konferenz: STADTGRÜN IST MEHRWERT

Welchen Wert haben städtische Grünflächen für die Menschen und wie können Kommunen diesen besser vermitteln? Welche Argumente und Strategien helfen, urbane Grünflächen zu erhalten und auszubauen? Auf der Konferenz stellt das Projekt STADTGRUEN seine Ergebnisse vor. Sie zielt zudem auf die Vernetzung von Akteuren, die sich für den Erhalt urbanen Grüns einsetzen. Die Veranstaltung möchte gute Beispiele für die Kommunikation mit gesellschaftlichen Gruppen und deren Einbindung in Planungsprozesse diskutieren.

Datum: 12. September 2019
Ort: Neues Rathaus Leipzig, Martin-Luther-Ring 4, 04109 Leipzig
Veranstalter: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW); Deutsche Umwelthilfe (DUH), Potsdam Institut für Klimafolgenfoschung, Stadt Augsburg, Stadt Karlsruhe, Stadt Leipzig, Stadt Nürnberg

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Aus dem IÖW

Neu am IÖW: Merle Hallmannseder

Merle Hallmannseder ist seit April 2019 am IÖW und arbeitet im Sekretariat des Instituts. Sie absolviert die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement mit den beiden Wahlqualifikationen Assistenz und Sekretariat und Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement.

Mehr zu Merle Hallmannseder | E-Mail an Merle Hallmannseder

 

 

Aus dem IÖW-Netzwerk

Gegründet: Netzwerk Reallabore der Nachhaltigkeit

Gemeinsam mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, der Leuphana Universität Lüneburg und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat das Ecological Research Network (Ecornet) am 9. April 2019 das „Netzwerk Reallabore der Nachhaltigkeit“ gegründet. Das Netzwerk versteht sich als Plattform über und für Reallabore, die im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung forschen und handeln – und lädt zum Mitmachen ein. Das IÖW ist Mitglied im Ecornet und forscht in mehreren Projekten gemeinsam mit Praxisakteuren in Reallaboren.

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Impressum

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH (gemeinnützig)
Potsdamer Str. 105 | D-10785 Berlin
Telefon: +49-(0)30 - 884 59 4-0 | Fax: +49-(0)30 - 882 54 39
E-Mail: mailbox@ioew.de
Das IÖW bei Twitter: www.twitter.com/ioew_de

Redaktion: Richard Harnisch, Julia Tovote

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