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IÖW-Newsletter 5/2014   September


Sehr geehrte Damen und Herren,

wie kann eine Wirtschaft ohne Wachstum aussehen? Auf der Suche nach Antworten auf diese große Frage kamen in diesem Monat mehr als 3000 Menschen aus aller Welt zur Degrowth-Konferenz nach Leipzig. Wir waren mit zahlreichen Beiträgen dabei und begleiteten die Konferenz zudem auf unserem Blog Postwachstum. Besonders in unserem Fokus: Die Rolle von Unternehmen in einer Postwachstumsgesellschaft. Denn wir finden, zu diesem Thema wird noch zu viel über und zu wenig mit den Unternehmen geredet. Das IÖW möchte mit seiner Arbeit dazu beitragen, Unternehmen nicht nur als Objekte des Wandels, sondern vor allem als Pioniere der Veränderung zu begreifen. In diesem Newsletter blicken wir zurück auf die Degrowth 2014 und geben Ihnen weitere aktuelle Einblicke in unsere Arbeit.

Viel Spaß bei der Lektüre und einen sonnigen Altweibersommer wünscht Ihnen Ihr

Richard Harnisch
Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

PS: Bleiben Sie über tagesaktuelle Neuigkeiten aus dem IÖW immer auf dem Laufenden: Das IÖW auf Twitter @ioew_de

Aktuell

Degrowth 2014 – Neue Perspektiven für die ökologische Wirtschaftsforschung?

Vom 2. bis 6. September 2014 fand die vierte internationale Degrowth-Konferenz in Leipzig statt, an der sich das IÖW als offizieller Partner beteiligte. Neben vielen internationalen und nationalen Expertinnen und Experten nahm ein Publikum an der Konferenz teil, das überwiegend aus der „Generation Y“ stammte. Per Live-Blogging vom IÖW-Stand auf dem Markt der Möglichkeiten ermöglichte das IÖW auch denjenigen das Geschehen zu verfolgen, die bei der mit über 3000 Teilnehmer/innen ausgebuchten Konferenz nicht live vor Ort sein konnten. Auch in Zukunft wird die Diskussion über Degrowth auf dem Blog Postwachstum weitergehen.

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Bundesregierung zeichnet fünf Unternehmen mit CSR-Preis aus

Die Bundesregierung hat am 17. September 2014 wirtschaftlich, sozial und ökologisch verträglich handelnde Unternehmen mit dem CSR-Preis ausgezeichnet. Als Abschluss des diesjährigen CSR-Praxistages wurden vor rund 250 Gästen in Anwesenheit der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles, im Berliner Humboldt Carré Auszeichnungen in unterschiedlichen Größenkategorien an Speick Naturkosmetik, Lebensbaum, Bischof + Klein und die Otto Group vergeben. Zudem wurde die Micas AG mit dem Sonderpreis der Jury geehrt. Das IÖW und das Institut für Management an der Humboldt-Universität zu Berlin waren die Methodik-Partner des CSR-Preises und führten die Bewertungen der Unternehmen durch. (Foto: BMAS/Maelsa)

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Auf dem Weg zu einer politikrelevanten Nachhaltigkeitsforschung – Bericht gibt Handlungsempfehlungen

Gute Nachhaltigkeitsforschung ist möglich, wenn die Interessen und Erwartungen gesellschaftlicher und politischer Akteure systematisch in den Forschungsprozess integriert werden. Außerdem ist es wichtig, die Anschlussfähigkeit an die Praxis sicherzustellen. Dies sind Ergebnisse des Berichts „Verbesserung der strategischen umweltpolitischen Beratung im Kontext des Leitbilds Nachhaltiger Entwicklung“, den das IÖW gemeinsam mit Partnern im Auftrag des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamts erarbeitet hat. Der Bericht stellt Anforderungsprofile für eine politikrelevante Nachhaltigkeitsforschung vor und steht beim UBA zum Download bereit.

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Wie wirkt Klimapolitik auf Privathaushalte in Großstädten? IÖW-Studie untersucht Erfahrungen in Frankfurt und München

Kommunen besitzen ein großes Potenzial das klimafreundliche Verhalten ihrer Bürger/innen zu fördern. In ihrem Bericht „Klimawandel und Alltagshandeln: Wirkungspotenziale von klimapolitischen Instrumenten“ formulieren die beiden IÖW-Wissenschaftler Frieder Rubik und Michael Kreß Schlussfolgerungen und Empfehlungen für kommunale Akteure. Die Ergebnisse beruhen auf der Analyse von ausgewählten klimapolitischen Maßnahmen der Städte Frankfurt/Main und München, die im BMBF-Projekt „KlimaAlltag“ stattfanden. Hierfür hat das IÖW über 80 Interviews, vier Gruppendiskussionen und eine repräsentative Bevölkerungsbefragung durchgeführt.

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Quo vadis Postwachstum? – Eine internationale Debatte auf dem Blog Postwachstum.de

Wie geht es weiter mit der Postwachstumsidee? Auf dem Blog Postwachstum macht sich MdB Gerhard Schick für konkrete Schritte in die Postwachstumsgesellschaft stark. Doch was genau kennzeichnet diese Gesellschaft eigentlich? Filka Sekulova und François Schneider (Research & Degrowth) geben einen Überblick über die Entwicklung des Diskurses. Matthias Schmelzer schlägt fünf verschiedene Perspektiven auf Postwachstum vor. Einen suffizienzorientierten Ansatz vertritt Niko Paech. Per Live-Blogging hat der Blog Postwachstum verschiedene Debatten der Vierten Internationalen Degrowth-Konferenz begleitet und in Beiträgen aufgegriffen.

Postwachstum – wo geht es hin? Diskutieren Sie mit!

Blog Postwachstum kooperiert mit „The Daly News“ von Degrowth-Vordenker Herman Daly

Seit September 2014 kooperiert der Blog Postwachstum mit „The Daly News“ des Center for the Advancement of the Steady State Economy (CASSE). Damit erweitert der vom IÖW betreute Blog sein Angebot um die internationale Degrowth-Debatte und trägt dazu bei, den internationalen Austausch der Community zu stärken. „The Daly News“ ist nach Herman Daly, einem der internationalen Pioniere der Degrowth-Debatte, benannt. Neben Herman Daly selbst schreiben auch Brian Czech, Brent Blackwelder, James Magnus-Johnston und Eric Zencey sowie weitere Gastautoren auf dem Blog.

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ÖKOLOGISCHES WIRTSCHAFTEN

ÖkologischesWirtschaften 3/14: Industrial Ecology & Degrowth 2014

Die Ausgabe 3/14 von ÖkologischesWirtschaften behandelt zwei große Themen: Industrial Ecology und Degrowth. Im Schwerpunkt wird erörtert, wie die Industrial Ecology die Gesamtheit von Stoff- und Energieströmen untersucht und die Einbettung wirtschaftlicher Prozesse in die Natur anerkennt. Aus dieser Einbettung entstammt eine Perspektive der Degrowth-Bewegung, die die Grenzen wirtschaftlichen Wachstums ableitet. Alle Beiträge der Rubrik „Neue Konzepte“ beschäftigen sich mit Konzepten und Fragestellungen rund um die Degrowth-Debatte. Damit hat das Heft unter anderem die vierte internationale Degrowth Konferenz begleitet.

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Termine

Erfolgreiche Unternehmen zwischen Wachstum und Nachhaltigkeit – Zweiter Unternehmensworkshop

Unternehmenswachstum gilt als Leistungs- und Erfolgsnachweis: Wer es richtig macht, wird auch wachsen. Aber was bedeuten Wachstum und Erfolg für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU)? Wie begegnen sie Wachstumsgrenzen oder auch Risiken von zu starkem Unternehmenswachstum? Diese und weitere Fragen rund um die erfolgreiche und nachhaltige Entwicklung wachsender und nicht-wachsender KMU werden auf dem Workshop vor dem Hintergrund aktueller empirischer Forschungsergebnisse und konkreter Unternehmens- und Politikerfahrungen diskutiert. Die Veranstaltung richtet sich an unternehmerische Akteure, Vertreterinnen und Vertreter kleiner und mittelständischer Unternehmen und ermöglicht einen intensiven Austausch.

8. Oktober 2014, Karlshochschule International University, Karlsruhe

Die Einladung und kostenlose Anmeldung finden Sie hier (pdf).

Book-Launch: Social Entrepreneurship in the Water Sector – Getting Things Done Sustainably

Welchen Beitrag kann Social Entrepreneurship für eine nachhaltige Nutzung von Wasser leisten? In Geschichten und Bildern zu Reisen und Aktionen rund ums Wasser präsentieren die Autor/innen des Buches „Social Entrepreneurship in the Water Sector“ (Elgar 2014) die Essenz aus vier Jahren Forschung in zwei Stunden. In sechs Fallstudien zu Initiativen aus Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika untersuchten sie, wie das Motto „Getting Things Done Sustainably“ (GETIDOS) in der Praxis umgesetzt wird – in so verschiedenen Bereichen wie Trinkwasser, sanitäre Anlagen oder Wassernutzung in Landwirtschaft, Industrie und Ökosystemen. Das Projekt GETIDOS der Universität Greifswald und des IÖW wurde im Programm Sozial-ökologische Forschung des BMBF gefördert.

9. Oktober 2014, 19:00 Uhr, IÖW, Berlin

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Bitte melden Sie sich online unter www.ioew.de/book-launch an.

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Aus dem IÖW

Green Talents am IÖW – International nachhaltig Vernetzen

Online-Spiele für den Umweltschutz oder Crowdfunding für den Schutz von Gelbschwanz-Wollaffen – so verbinden Alexander Iscenco aus Moldawien und Bruno Monteferri aus Peru Wissenschaft und Praxis für eine nachhaltige Entwicklung. Die beiden Nachwuchswissenschaftler sind derzeit für drei Monate zu Gast am IÖW. Hier lernen die Preisträger im Wettbewerb „Green Talents – International Forum for High Potentials in Sustainable Development“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung die interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung des Instituts kennen und bereichern sie mit ihren Ideen und Erfahrungen.

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Aus dem IÖW-Netzwerk

The Politics of Sufficiency – Englische Fassung von „Damit gutes Leben einfacher wird“ online verfügbar

Das Buch „Damit gutes Leben einfacher wird – Perspektiven einer Suffizienzpolitik“ von IÖW-Fellow Angelika Zahrnt und Uwe Schneidewind erweitert den Blick auf die Debatte über die Wohlstandspolitik und es provoziert. Es verbindet die individuelle Suche nach dem guten Leben mit der Aufforderung an die Politik, diese Suche zu erleichtern und zu unterstützen. Denn eine gute Politik sorgt dafür, so Schneidewind und Zahrnt in ihrem Buch, dass eine Vielfalt individueller Lebensstile möglich ist, ohne die Lebensentwürfe anderer einzuschränken. Sie schafft Möglichkeitsräume für gutes Leben.

Ray Cunningham hat das Buch nun ins Englische übersetzt. Es kann kostenfrei auf der Homepage des Wuppertal Instituts heruntergeladen werden.

Link zum Download

Jahrbuch Ökologie 2015 – Re-Naturierung

Kehrt die Natur zu uns zurück? Oder wir zu ihr? Renaturierung sei wichtig, so der Tenor des Jahrbuchs Ökologie 2015, weil der Mensch und die Gesellschaft sich zu sehr von der Natur entfremdet haben. Naturzerstörung ist zu einem strukturellen Problem geworden, im Großen wie im Kleinen. Doch auch ein Gegentrend ist zu beobachten: Renaturierung in vielfältiger Form und an unterschiedlichsten Orten. Vielen Menschen ist der Erhalt der Natur äußerst wichtig, viele Menschen können sich sogar mehr Wildnis vorstellen. Das Jahrbuch Ökologie 2015 widmet sich diesen Werten und Möglichkeiten, zeigt Ideen zu einem neuen Naturverständnis auf und präsentiert einen bunten Strauß von Konzepten und Projekten für einen besseren Einklang der Gesellschaft mit der Natur. Das IÖW begleitet die Entwicklung des seit 1992 jährlich erscheinenden Buches.

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Eine nachhaltige Großstadtinsel 2030 – Der Mierendorff-Kiez in Berlin

Mitten in Berlin, umgeben von Spree, Westhafenkanal und Charlottenburger Verbindungskanal, befindet sich die ca. 14.400 Einwohner zählende Mierendorff-Insel. Unternehmerinnen und Unternehmer sowie weitere gesellschaftliche Akteure haben sich hier mit Unterstützung der Bertelsmann-Stiftung zur „Verantwortungspartner-Region Berlin Mierendorff-Insel“ zusammengeschlossen. Bis zum Jahr 2030 wollen sie ihren Kiez zu einem Leuchtturmprojekt für Nachhaltigkeit machen. Mit vielfältigen Initiativen wie der „Energieoffensive Mierendorff-Insel“ zur ressourcenschonenden und regionalen Energiegewinnung oder dem kommerziellen Betrieb eines Dachgewächshauses zur lokalen Versorgung sollen die Lebens- und Standortbedingungen vor Ort verbessert werden. IÖW-Wissenschaftlerin Jana Gebauer unterstützt den Initiativkreis mit ihrer Expertise.

Mehr zur Verantwortungspartner-Region Berlin Mierendorff-Insel und der nachhaltigen Mierendorff-Insel 2030.

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Impressum

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH (gemeinnützig)
Potsdamer Str. 105 | D-10785 Berlin
Telefon: +49-(0)30 - 884 59 4-0 | Fax: +49-(0)30 - 882 54 39
E-Mail: mailbox@ioew.de
Das IÖW bei Twitter: www.twitter.com/ioew_de

Redaktion: Richard Harnisch, Thomas Korbun

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