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IÖW-Newsletter 6/2012   November


Sehr geehrte Damen und Herren,

was macht es eigentlich so schwer, sich an mögliche Folgen des Klimawandels anzupassen? Ist es, dass Entscheidungen unter Unsicherheit getroffen werden müssen? Ist es die Erkenntnis, dass es hierfür keine unbegrenzten Kapazitäten gibt und dass Grenzen der Anpassung definiert und akzeptiert werden müssen? Hierüber diskutierten IÖW-Wissenschaftler/innen gemeinsam mit anderen erfahrenen Expert/innen der Adaptationsforschung im internationalen Workshop „Barrieren der Anpassung an Klimawandelfolgen“ des Projektes Chamäleon. Lesen Sie mehr in diesem Newsletter.

Herbstliche Berlingrüße

Ihr

Richard Harnisch
Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

Inhaltsverzeichnis

AKTUELL
ÖKOLOGISCHES WIRTSCHAFTEN
TERMINE
AUS DEM IÖW
AUS DEM IÖW-NETZWERK

Aktuell

Energiegipfel: IÖW/Greenpeace-Studie berechnet wirtschaftliche Effekte eines schnelleren Ausbaus erneuerbarer Energien

Die Bundesländer würden mit ihren höheren Windenergiezielen 30.000 zusätzliche Arbeitsplätze bis zum Jahr 2020 schaffen. Die Wertschöpfung läge im Jahr 2020 um fünf Milliarden Euro höher als bei den Zielen der Bundesregierung. Diese Zahlen hat das IÖW im Auftrag von Greenpeace errechnet. Während die Bundesregierung den Ausbau der Erneuerbaren Energien bei 40 Prozent bis zum Jahr 2020 begrenzen will, zielen die Bundesländer auf einen Anteil von 53 Prozent.

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Bundesregierung lobt erstmals CSR-Preis aus

Bis zum 23. November können sich Unternehmen in vier Größenkategorien für den von der Bundesregierung neu ausgelobten Corporate-Social-Responsibility-Preis bewerben, der ökonomisch, ökologisch und sozial verträgliche Unternehmensführung honoriert. Die Gewinner werden im April 2013 im Rahmen einer festlichen Preisverleihung prämiert. Partner bei der Entwicklung der Methodik für den CSR-Preis der Bundesregierung sind das IÖW und das Institut für Management an der Humboldt-Universität zu Berlin. Der Preis steht unter der Schirmherrschaft von Bundesarbeitsministerin Dr. Ursula von der Leyen.

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Memorandum zur sozial-ökologischen Forschung – Endspurt zum Jahresende

Das Memorandum "Verstehen - Bewerten - Gestalten. Transdisziplinäres Wissen für eine nachhaltige Gesellschaft" haben führende Akteure der transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung vorgelegt. Inzwischen unterstützen mehr als 900 Unterzeichner/innen die genannten Vorschläge zur Weiterentwicklung der sozial-ökologischen Forschung in Deutschland. Bis zum Ende des Jahres kann das Memorandum noch unterzeichnet werden.

Das Memorandum mitunterzeichnen

Internationaler Expertenworkshop: „Barrieren der Anpassung an Klimawandelfolgen“

Vom 18. bis 21. September 2012 fand der internationale Workshop „Barrieren der Anpassung an Klimawandelfolgen“ der SÖF-Nachwuchsgruppe Chamäleon in Berlin statt. Insgesamt 33 Wissenschafter/innen aus zehn verschiedenen Ländern (USA, Australien, Indien, Europa) nahmen daran teil und diskutierten zentrale Fragen wie: Wie können Barrieren der Anpassung konzeptioniert und analysiert werden? Wie unterscheiden sich Barrieren hinsichtlich verschiedener Akteure und Ebenen? Welche politischen, institutionellen und organisationalen Strategien sind nützlich um die Hindernisse zu bewältigen?

Weitere Informationen, Download Keynotes und Präsentationen

Deliberating Converging Technologies: IÖW-Wissenschaftler geben Special Issue des International Journal of Emerging Technologies and Society (iJETS) heraus

Die neue Ausgabe des International Journal of Emerging Techonologies and Society (iJETS) untersucht, wie die öffentliche Auseinandersetzung mit neuen Technologien im internationalen Vergleich stattfindet. Das Special Issue wurde von den IÖW-Experten Gerd Scholl, Ulrich Petschow und Jan-Peter Ferdinand herausgegeben. Die Beiträge des Journals zeigen ein breites Spektrum von Partizipationskulturen und institutionellen Settings von öffentlicher Beteiligung.

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GETIDOS-Conference: Wie Sozialunternehmen im Wassersektor nachhaltig Wirkung entfalten

Welchen Beitrag können internationale Social-Entrepreneurship-Initiativen für eine nachhaltige Trinkwasser- und Sanitärversorgung leisten? Diese Frage untersuchte die Forschungsgruppe GETIDOS von Wissenschaftler/innen der Universität Greifswald und des IÖW über drei Jahre und diskutierte nun die Ergebnisse ihrer Fallstudien mit den Praxispartnern. Die GETIDOS-Conference vom 16. bis 18. September 2012 bei der KfW in Frankfurt/Main fand in Kooperation mit der Konferenz der Community Impact Development Group (CIDG) von Siemens Stiftung und Ashoka statt. In gemeinsamen Workshops tauschten sich Forschung und Praxis international aus. Deutlich wurde, dass die Sozialunternehmen von der Kooperation und dem Wissensaustausch untereinander stark profitieren können. Allerdings zeigte sich auch, dass für eine nachhaltige Wirkung der Innovationen die gängige Förderpraxis überdacht werden muss.

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Nachhaltig Publizieren: Projekt präsentiert Ergebnisse auf Frankfurter Buchmesse

Über ihren eigenen ökologischen Fußabdruck wissen die meisten Unternehmen der Verlagsbranche noch zu wenig – und das, obwohl es beim Publizieren viele Stellschrauben für eine bessere Ökobilanz gibt. Wie aber lassen sich Bücher, Zeitungen und Zeitschriften umweltfreundlicher und sozial verantwortlicher herstellen? Das vom Bundesumweltministerium geförderte Projekt „Nachhaltig Publizieren – Neue Standards für die Verlagsbranche“ von oekom verlag, IÖW und ifeu ging dieser Frage nach. Unter dem Titel „A Roadmap to Green Publishing“ wurden die entwickelten Anforderungen zur Nachhaltigkeit bei Druckpapieren und in Druckprozessen am 10. Oktober 2012 auf der Frankfurter Buchmesse unter anderem durch IÖW-Wissenschaftlerin Ria Müller präsentiert.

Weitere Informationen | nachhaltig-publizieren.de

Aktiv für saubere Flüsse und Seen: Jugendliche Aktivisten im Deutschen Bundestag geehrt

23 Jugendliche wurden am 18. Oktober 2012 im Bundestag für ihr Engagement für besseren Schutz von Flüssen und Seen ausgezeichnet. Ein Jahr lang hatten sich in allen Teilen Deutschlands eigeninitiativ Gruppen zusammengefunden, die zu sogenannten "Big Jumps" aufriefen. Bei 55 Badeaktionen des Wettbewerbs "Big Jump Challenge" in Flüssen und Gewässern wie Alster, Nagold und Mühlenriede sorgten rund tausend Aktivisten für Aufsehen und protestierten damit für die konsequentere Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) in Deutschland. Die Big Jump Challenge war Teil der Forschungsgruppe GETIDOS der Universität Greifswald und des IÖW und wurde in Zusammenarbeit mit dem betterplace lab, der Deutschen Umwelthilfe, dem Global Nature Fund, der Grünen Liga und Viva con Agua de St. Pauli organisiert.

Weitere Informationen | bigjump2012.net

NRW: Umweltministerium stellt IÖW-Studie zur kommunalen Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien vor

Die Kommunen in Nordrhein-Westfalen profitieren von der Wertschöpfung durch den Einsatz Erneuerbarer Energien. Das ist das Fazit einer IÖW-Studie zur kommunalen Wertschöpfung, die das Umweltministerium auf dem Kommunalkongress der EnergieAgentur.NRW in Wuppertal vorstellte. „Die Untersuchung des IÖW zeigt, dass Ökologie und Ökonomie keine Gegensätze sind und NRW bereits heute von der Energiewende profitiert. Wir sind dabei, einen starken Wirtschaftszweig auszubauen“, sagte Umweltminister Johannes Remmel. Auf dem Kongress präsentierte IÖW-Wissenschaftlerin Dr. Julika Weiß die Studienergebnisse.

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Die Postwachstumsdiskussion lässt sich nicht bremsen: Aktuelle nationale wie internationale Debatten auf dem Blog Postwachstum.de

Mit einer heißen Phase von Diskussionen zu Postwachstum ging der Sommer 2012 zu Ende. Auf dem Blog wurden die Debatten fortgeführt: Worin liegen die Chancen für Unternehmen in einer vom Wachstumszwang befreiten Gesellschaft? Das war das Thema der sneep/VÖW-Sommerakademie. Was sind die zentralen Herausforderungen der Postwachstums-Forschung? Giorgos Kallis präsentierte sie auf der Degrowth-Konferenz in Venedig. Ist die Postwachstumsbewegung zu patriarchal? Diese Frage diskutiert Franziska Dübgen in ihrem Kommentar zu der Venedig-Konferenz. Nach der Sommerpause legte die Enquete-Kommission ihren Bericht zur Frage der Entkopplung vor. Der Blog hat ihn in einer Artikel-Reihe gründlich analysiert und bewertet.

Postwachstum – wo geht es hin? Diskutieren Sie mit!

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ÖKOLOGISCHES WIRTSCHAFTEN

Ökologisches Wirtschaften 3/12 – „Nachhaltigkeit im Klimawandel“

Das Thema Anpassung an den Klimawandel hat sich in den letzten Jahren auf der politischen und wissenschaftlichen Agenda etabliert. Den Auswirkungen des Klimawandels wird bisher allerdings vornehmlich so begegnet, dass Vulnerabilitäten analysiert werden, um darauf reagieren zu können. Dies birgt die Gefahr, dass sich nicht-nachhaltige Produktions- und Konsummuster stabilisieren und notwendige Transformationen für eine nachhaltige Ausrichtung der Gesellschaft vernachlässigt werden. Wie Anpassung nachhaltig gestaltet werden kann, steht als Frage auf internationaler Ebene schon länger im Raum, in Deutschland hingegen wird diese Debatte weder in der Praxis noch auf theoretisch-konzeptioneller oder politischer Ebene bisher ausreichend geführt. Die aktuelle Ausgabe der Fachzeitschrift Ökologisches Wirtschaften geht diesen Fragen für unterschiedliche Handlungsfelder wie etwa Agrarsektor, Logistik oder Skitourismus nach.

www.oekologisches-wirtschaften.de

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TERMINE

Transformatives Wissen schaffen – Veranstaltungsreihe im Wissenschaftsjahr

Das deutsche Bundesforschungsministerium (BMBF) hat das Jahr 2012 zum Wissenschaftsjahr Zukunftsprojekt Erde/Nachhaltigkeit“ ausgerufen. Die Initiative „Transformatives Wissen schaffen“, an der das IÖW beteiligt ist, nimmt dies zum Anlass, in einer Veranstaltungsreihe zu diskutieren, vor welchen Herausforderungen das Wissenschaftssystem steht, um eine Motorfunktion auf dem Weg zu einer nachhaltigen Gesellschaft zu erfüllen.

Tagung: EE-Regionen – Sozialökologie der Selbstversorgung, Practice meets Science

Die Energiewende passiert – hundertfach, dezentral, vor Ort. Wie Kommunen und Regionen erfolgreich nachhaltig auf Erneuerbare Energien umsteigen können, das hat das vom BMBF geförderte Forschungsprojekt EE-Regionen untersucht. Auf einer Tagung stellt es seine Ergebnisse vor und präsentiert Handlungsmöglichkeiten für Kommunen, die eine sozial-ökologische, also sozial gerechte und naturverträgliche Selbstversorgung aus Erneuerbaren Energien anstreben, und verdeutlicht dies an kommunalen Best-Practice-Beispielen.

5. März 2013, Berlin

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Aus dem IÖW

Neu am IÖW: Dr. Andrea Liesen

Seit Oktober 2012 forscht Andrea Liesen am IÖW in den Themenfeldern Nachhaltige Unternehmensführung sowie Evaluation und Bewertung. Zuvor hatte sie zu Finanzmarkteffizienz und nachhaltige Investments an der University of Leeds promoviert. Sie arbeitet nun u. a. in den Projekten "CSR-Preis der Bundesregierung" und "Wachstumsneutrale Unternehmen".

Mehr zu Dr. Andrea Liesen

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Aus dem IÖW-Netzwerk

VÖW-Diskussionsveranstaltung "Perspektiven der Wachstumskritik"

Die Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung lädt am 09.11.2012 um 15:00 Uhr gemeinsam mit der Humboldt Universität Berlin zu einer Diskussion mit Dr. Christian Hey, Generalsekretär des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU) und Mitglied der VÖW zu den "Perspektiven der Wachstumskritik". Der SRU hat sich in einem aktuellen Gutachten im Sommer 2012 intensiv mit der Wachstumsfrage auseinandergesetzt und damit in die Endphase der Enquete-Kommission "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität" des Deutschen Bundestages einen wichtigen Akzent gesetzt. Mit Christian Hey wird u. a. Uwe Schneidewind, VÖW-Vorstandsmitglied und selber Mitglied der Enquete-Kommission, diskutieren.

09. November 2012, Berlin

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Wende überall? – Jahrbuch Ökologie 2013 veröffentlicht

"Wende überall?" Das Jahrbuch Ökologie 2013 fragt unter diesem Titel nach Stand, Form und Wirkung der Wende in den Bereichen Energie, Verkehr, Landwirtschaft, Ernährung, Wirtschaft und Wissenschaft. Außerdem fragt es nach "der Wende in unseren Köpfen und Herzen". Es zeigt sich, dass die einzelnen "Wenden" gewisse Gemeinsamkeiten haben, vor allem aber große Unterschiede. Das IÖW begleitet das Jahrbuch Ökologie. 

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sneep-VÖW-Sommerakademie: "Unternehmen Postwachstum" – Reader veröffentlicht

Die VÖW hat zusammen mit dem studentischen Netzwerk für Wirtschafts- und Unternehmensethik sneep vom 20. bis 24. August 2012 eine Sommerakademie zum Thema „Unternehmen Postwachstum: Unternehmensstrategien an den Grenzen des Wachstums“ veranstaltet. Ein ausführlicher Reader dokumentiert nun auf 69 Seiten Präsentationen, Berichte und weitere Informationen über die Sommerakademie. Er steht zum freien Download zur Verfügung.

Download Reader (pdf)

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Impressum

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH (gemeinnützig)
Potsdamer Str. 105 | D-10785 Berlin
Telefon: +49-(0)30 - 884 59 4-0 | Fax: +49-(0)30 - 882 54 39
E-Mail: mailbox@ioew.de
Das IÖW bei Twitter: www.twitter.com/ioew_de

Redaktion: Richard Harnisch, Thomas Korbun

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