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IÖW-Newsletter 7/2012   Dezember


Sehr geehrte Damen und Herren,

das Jahr 2012, das Wissenschaftsjahr "Zukunftsprojekt Erde", neigt sich dem Ende entgegen. Am 10. Dezember 2012 fand in Berlin der Abschluss der Veranstaltungsreihe "Transformatives Wissen schaffen?" statt. Über 1500 Personen waren an 16 Tagungen in diesem Jahr dabei – Tagungen, die diskutiert haben, wie die Wissenschaft aktiver als bisher zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen kann. Das Wissenschaftsjahr endet, das Zukunftsprojekt Erde fängt gerade erst an.

Den Beitrag der Forschung zur Lösung von Zukunftsproblemen thematisiert der jüngst erschienene "Wegweiser für eine politikrelevante Nachhaltigkeitsforschung", an dem IÖW-Volkswirt Ulrich Petschow mitgearbeitet hat. Die zugrundeliegende Frage: Wie kann der Wissenstransfer aus der Forschung in die umweltpolitische Praxis verbessert werden? Der "Wegweiser" liefert nun pünktlich zum Ende des Wissenschaftsjahres einen wichtigen Debattenbeitrag zur Erhöhung des "policy impact" der Nachhaltigkeitsforschung.

Das IÖW wünscht Ihnen eine schöne Winterpause, glückliche und konsumstressfreie Weihnachten und einen fröhlichen Start im Jahr 2013.

Ihr

Richard Harnisch
Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

Aktuell

Experten fordern nachhaltigen Wandel der Wissenschaft – Abschlussveranstaltung der Veranstaltungsreihe „Transformatives Wissen schaffen“

Damit die Erde auch in Zukunft noch lebenswert bleibt, muss die Wissenschaft aktiver als bisher mit Lösungen zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen. Diese Forderung stellten Experten aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft auf dem Kongress „Schafft Wissenschaft die große Transformation?“, der am 10. Dezember 2012 in Berlin stattfand. Die Veranstaltung bildete den Abschluss der Veranstaltungsreihe „Transformatives Wissen schaffen“ im Rahmen des bundesweiten Wissenschaftsjahres „Zukunftsprojekt Erde“. Der Verbund für Nachhaltige Wissenschaft (Nawis) und das Ecological Research Network (Ecornet), dem das IÖW angehört, hatten die Reihe gestartet, um die deutsche Wissenschaft angesichts der drängenden Herausforderungen aufzufordern, mehr und aktiver als bisher den notwendigen gesellschaftlichen Wandel zu thematisieren.

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Wissenstransfer: „Wegweiser für eine politikrelevante Nachhaltigkeitsforschung“ veröffentlicht

Nachhaltigkeitsforschung soll zur Lösung von Zukunftsproblemen beitragen. Doch wie gelangen die Forschungsergebnisse in die umweltpolitische Praxis? Was müssen Forschungsförderer, Forschende und Akteure aus der Politik wissen, um den „policy impact“ der Nachhaltigkeitsforschung in Deutschland zu erhöhen? Antworten gibt der „Wegweiser für eine politikrelevante Nachhaltigkeitsforschung“. Er wurde unter Leitung des ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung und unter Mitwirkung des IÖW-Wissenschaftlers Ulrich Petschow erstellt und nun vom Umweltbundesamt veröffentlicht.

Download “Wegweiser für eine politikrelevante Nachhaltigkeitsforschung“

Wohnen in Europa nachhaltiger gestalten – Experten aus Wissenschaft und Politik schlagen neue Forschungsagenda vor

Am 12. November 2012 haben europäische Experten aus Wissenschaft und Politik die "CORPUS Research Agenda for Sustainable Housing in Europe" veröffentlicht. Wohnen ist in der Politik zur Förderung nachhaltigen Konsums ein zentrales Feld, da große Wirkungen auf Umwelt, Gesundheit und sozialen Zusammenhalt ausgehen. Mehr als 100 Spezialisten aus ganz Europa haben die Forschungsagenda in einzigartiger Zusammenarbeit entwickelt. Der Fokus der Agenda liegt auf den dringendsten Aspekten nachhaltigen Wohnens. Die wichtigsten Punkte sind vier thematischen Strängen zugeordnet, die die ökonomischen und sozialen Seiten von Nachhaltigkeit sowie die ökologischen Aspekte von Wohnen abdecken.

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Diskussion zu „Beyond Growth“ – Finnische Delegation zu Gast im IÖW

Das Interesse an der Wachstumsdebatte ist auch in Finnland groß, wie der Besuch einer finnischen Delegation am 7. November 2012 im IÖW zeigte. Die Gäste diskutierten mit IÖW-Wissenschaftlern zum Thema „Beyond Growth“. Die Anwesenden waren Teil einer fünfunddreißigköpfigen Gruppe von finnischen Entscheidungsträger/innen aus verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Bereichen, die sich in den nächsten fünf Monaten anlässlich eines Trainingsforums mit dem Thema „Nachhaltige Wirtschaft in Finnland“ beschäftigen. Der Besuch im IÖW war Teil einer fünftägigen Exkursion nach Berlin, die einen Einblick in die Entwicklungen im Bereich Nachhaltigkeit in Deutschland vermitteln sollte.

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Experten diskutieren eine "Green Economy" für Europa

Zwei Tage lang haben europäische Experten aus Wissenschaft und Politik in Brüssel über Europas nachhaltige Zukunft diskutiert. Der "Europäische Dialog für nachhaltigen Konsum und ökonomisches Wachstum", organisiert vom Konsortium RESPONDER, hat die Herausforderungen des Konzepts einer Green Economy thematisiert, um die Entwicklung angemessener politischer Strategien zu ermöglichen. Mehr als 50 Fachleute aus 13 europäischen Ländern haben an der Diskussion teilgenommen. Das IÖW ist Partner im Projekt RESPONDER.

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Debattenbeitrag: Gibt es ein gutes Leben jenseits des Wachstums?

Stellen wir uns vor, das Bruttonationaleinkommen sei im vergangenen Jahr um zehn Prozent zurückgegangen, doch nicht einmal die Wirtschaftspresse hält es für eine Meldung wert. Stattdessen berichtet sie darüber, dass die durchschnittliche Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit dem eigenen Leben gestiegen und dass der Ausstoß von Treibhausgasen um fünf Prozent gesunken sei. Verkehrte Welt? Lesen Sie, was Eugen Pissarskoi, IÖW-Wissenschaftler und Redakteur des Blogs Postwachstum.de, dazu denkt.

Artikel der WirtschaftsWoche Green

Wege in die Postwachstumsgesellschaft – Innovative Ideen gesucht!

Die Abkehr vom Wirtschaftswachstum fordern viele. Doch wie könnte eine Gesellschaft auf einem Postwachstumspfad konkret aussehen? Andreas Exner gibt mit seiner Forderung nach sozialen Basisinnovationen eine Antwort darauf. Soziale Sicherheit ohne Wirtschaftswachstum? Stephan Fasshauer kommt zu dem Schluss, dass dies in der Praxis derzeit (noch) undenkbar ist. Den Grund für die vorherrschende Alternativlosigkeit des ökonomischen Mainstreams sieht Christoph Gran in der fehlenden Methoden- und Theorienvielfalt der ökonomischen Lehre. Deshalb ruft er mit anderen Studierenden und Lehrenden in einem offenen Brief zu einer Neugestaltung der VWL auf. Und: Lesenswerte Rezensionen zur Postwachstums-Literatur können eine innovative Idee für ein Weihnachtsgeschenk entzünden.

Postwachstum – wo geht es hin? Diskutieren Sie mit!

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ÖKOLOGISCHES WIRTSCHAFTEN

Ökologisches Wirtschaften 4/12 – „Zwischen Green Economy und Postwachstum“

Die Nachhaltigkeitsdebatte wird sowohl national als auch international intensiv und vor allem facettenreich geführt: Spätestens seit der WBGU das sogenannte „Transformationsgutachten” publiziert hat, wird die Analyse und Gestaltung sozial-ökologischer Transformationsprozesse von immer mehr Forschungseinrichtungen aufgegriffen und zunehmend auch in politischen Prozessen verankert. Die aktuelle Ausgabe von Ökologisches Wirtschaften bemüht sich um eine Bestandsaufnahme der Debatte sowie eine Klärung der Überzeugungen innerhalb der wissenschaftlichen, politischen, nationalen und internationalen Diskussionen, die sich „zwischen Green Economy und Postwachstum“ bewegen.

www.oekologisches-wirtschaften.de

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TERMINE

Exploring Emerging Policies and Open Research Questions – RESPONDER Workshop

2nd multinational knowledge brokerage event on "Green ICT for Sustainable Consumption?"

17.-18. Januar 2013, Wien

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Tagung: EE-Regionen – Soziale und ökologische Selbstversorgung aus Erneuerbaren Energien, Practice meets Science

Die Energiewende passiert – hundertfach, dezentral, vor Ort. Wie Kommunen und Regionen erfolgreich nachhaltig auf Erneuerbare Energien umsteigen können, hat das vom BMBF geförderte Forschungsprojekt EE-Regionen untersucht. Auf der Tagung stellt es seine Ergebnisse vor und präsentiert Handlungsmöglichkeiten für Kommunen, die eine sozial-ökologische – also sozial gerechte und naturverträgliche – Selbstversorgung aus Erneuerbaren Energien anstreben, und verdeutlicht dies an kommunalen Best-Practice-Beispielen.

5. März 2013, Berlin

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Konferenz: Biokraftstoffe zwischen Sackgasse und Energiewende – Diskurse, Effekte und Konflikte aus transnationaler Perspektive

Welche Rolle spielen Biokraftstoffe in der Energiewende? Können sie einen wichtigen Beitrag leisten oder führen sie im Gegenteil zu neuen sozialen und ökologischen Problemen? Wissenschaft, Politik und Gesellschaft streiten seit langem über diese Fragen, nun scheint die Zukunft der Biokraftstoffe an einem Scheidepunkt angekommen zu sein. Neue Antworten hat die vom BMBF geförderte Forschungsgruppe „Fair-Fuels? Zwischen Sackgasse und Energiewende: Eine sozial-ökologische Mehrebenenanalyse transnationaler Biokraftstoffpolitik“ gesucht und stellt nun die Ergebnisse der vierjährigen interdisziplinären Forschungsarbeiten vor, unter anderem aus den Weltregionen Europa, Lateinamerika und Afrika.

19. April 2013, Berlin

www.fair-fuels.de

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Aus dem IÖW

Neu am IÖW: Sabine Fritz

Sabine Fritz, Master of Science der Angewandten Geographie, ist neue Assistentin im Forschungsfeld Umweltökonomie und Umweltpolitik am IÖW. Sie arbeitet in den Projekten "Regionale Anpassungsstrategien für die deutsche Ostseeküste (RADOST)" sowie "Wasserflüsse in Deutschland".

Mehr zu Sabine Fritz

Gerd Stadermann neuer IÖW-Fellow

Seit 1. November 2012 ist Dr. Gerd Stadermann neuer IÖW-Fellow. Stadermann, der zuvor Geschäftsführer des Forschungsverbundes Erneuerbare Energien (FVEE) war, wird am IÖW an der Schnittstelle zwischen Forschung und Politik tätig sein, auch am Beispiel der Energiewende.

Mehr zu Dr. Gerd Stadermann

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Aus dem IÖW-Netzwerk

Zivilgesellschaftliche Plattform ForschungsWende

Zivilgesellschaftliche Organisationen sind wichtige Pioniere im Wandel zu einer partizipativen und transparenten Wissenschafts- und Forschungskultur. Deshalb wurde eine Plattform dieser Organisationen aufgebaut, die sowohl programmatische als auch strukturelle Lösungen für den Wandel erarbeitet. Die Plattform ForschungsWende fordert und fördert Transformation und Partizipation in Wissenschaft und Forschung. Unterstützt wird die Zivilgesellschaftliche Plattform von den Pionieren der transdiziplinären Wissenschaft, die sich in dem Nawis-Verbund und in Ecornet organisiert haben.

www.forschungswende.de

Video „Was ist eigentlich Corporate Social Responsibility (CSR)?“ von Thomas Beschorner

Welchen Beitrag können Unternehmen für eine gute Gesellschaft durch gute Geschäfte leisten? Und warum geht es bei CSR nicht darum, wie ein Unternehmen seine Gewinne verwendet, sondern wie diese überhaupt erst erwirtschaftet werden? Das animierte Video aus der Reihe "Little Green Bags" von IÖW-Fellow Prof. Dr. Thomas Beschorner versucht, diese Fragen fachkundig und zugleich unterhaltsam zu beantworten.

Zum Video

Birgit Soete: Gastprofessur für Mikroökonomie an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

Dr. Birgit Soete ist seit November 2012 Gastprofessorin für Mikroökonomie und zudem Mitglied im Harriet Taylor Mill-Institut für Ökonomie und Geschlechterforschung an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. Weiterhin arbeitet IÖW-Fellow Soete als wissenschaftliche Referentin für Ökonomie beim Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU).

Mehr zu Prof. Dr. Birgit Soete

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Impressum

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH (gemeinnützig)
Potsdamer Str. 105 | D-10785 Berlin
Telefon: +49-(0)30 - 884 59 4-0 | Fax: +49-(0)30 - 882 54 39
E-Mail: mailbox@ioew.de
Das IÖW bei Twitter: www.twitter.com/ioew_de

Redaktion: Richard Harnisch, Thomas Korbun

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