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IÖW-Newsletter 7/2017   September


Sehr geehrte Damen und Herren,

Technologien allein werden die sozial-ökologischen Krisen der Welt nicht lösen. Für einen nachhaltigen Wandel der Gesellschaft sind vor allem neue Ideen gefragt, wie Bildung, Produktion und Arbeit anders organisiert werden können. Um solche Innovationen zu entwickeln, werden Freiräume zum Experimentieren und Austauschen benötigt.

Offene Werkstätten wie FabLabs, Makerspaces oder RepairCafés bieten diese Freiräume, in denen sich die Entwicklung von Technologien mit neuen sozialen Praktiken verbindet. Auf der Tagung „Werkstätten des Wandels“ gehen wir am 25. Oktober 2017 im Fab Lab Berlin der Frage nach, wie das transformative Potenzial offener Werkstätten erhöht und der Ansatz offener Werkstätten in die Breite getragen werden kann (zum Tagungsprogramm).

In diesem Herbst veranstalten wir am IÖW einen kleinen Veranstaltungsmarathon, alle unsere Tagungstermine haben wir in diesem Newsletter für Sie zusammengestellt.

Ihr

Richard Harnisch
Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

Aktuell

Erneuerbaren Strom speichern: Projekt Esquire entwickelt Dienstleistungen mit Großbatterien

Für die Energiewende wird es immer wichtiger, erneuerbaren Strom auch dezentral zu speichern. Er kann dadurch flexibel verbraucht werden und entlastet die Stromnetze. Einen wichtigen Baustein könnten zukünftig Batteriespeicher bilden, die mehrere Haushalte gemeinsam nutzen. Das dreijährige Forschungsprojekt „Energiespeicherdienste für smarte Quartiere (Esquire)“ entwickelt nun Dienstleistungen und Geschäftsmodelle für solche Speicher mit einem besonderen Fokus auf die Akzeptanz der Nutzer vor Ort. Das Projekt unter Leitung des IÖW stellt sich unter www.esquire-projekt.de vor.

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Broschüre: Wie Kommunen Eigentümer/innen bei energetischer Gebäudesanierung unterstützen können

Deutschland braucht eine Gebäude-Energiewende. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, müssen Energieverbrauch und CO2-Emissionen deutlich reduziert werden. Ein- und Zweifamilienhäuser sowie kleinere Mehrfamilienhäuser spielen hierfür eine wichtige Rolle. Die jetzt erschienene Broschüre „Eigentümerinnen und Eigentümer bei der energetischen Gebäudesanierung unterstützen“ liefert Empfehlungen für Kommunen und Regionen, wie private Eigentümer/innen als wichtige Zielgruppe bei der Sanierung unterstützt werden können. Sie entstand im BMBF-Projekt Gebäude-Energiewende unter Leitung des IÖW.

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Blog Postwachstum: Durch kritisches Hinterfragen neues Handeln anstoßen

Wie kommt es, dass keine aktuelle wirtschaftsjournalistische Veröffentlichung ohne wenigstens den impliziten Rückbezug auf das Wachstumsparadigma auskommt? Felix Holtermann fordert einen Journalismus, der sich kritisch mit der Rolle des Wirtschaftswachstums als Zweck ökonomischen Handelns auseinandersetzt. Für ein Ende der Cowboy-Ökonomie, die eine abgegraste Landschaft hinterlässt und blind ist für die biophysikalischen Grundlagen des Wirtschaftens, plädiert Norbert Nicoll.
Vom Mathematiker zum Aktivisten: Mit Alexander Grothendieck präsentiert Marc Hieronimus einen weiteren Vordenker der französischen Décroissance-Bewegung. Nicht weniger als fünfzig Kritiker/innen der bestehenden und Vordenker/innen einer anderen Welt stellt der Sammelband „Aux origines de la décroissance. Cinquante penseurs“ vor, rezensiert in einem weiteren Blogbeitrag von Marc Hieronimus.

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Ökologisches Wirtschaften

Ökologisches Wirtschaften 3/2017: Industrie 4.0

Ersetzen bald digitale Simultanübersetzer/innen das Vokabel-Büffeln und intelligente Roboter dringend benötigte Pflegeleistungen? Die Digitalisierung durchdringt längst alle Bereiche des Zusammenlebens. Die Autor/innen der aktuellen Ausgabe von ÖkologischesWirtschaften diskutieren den Begriff im ökonomischen und nachhaltigen Diskurs. Aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten die Beiträge Auswirkungen der Digitalisierung auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Ökonomie und Nachhaltigkeit.

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Termine

8. Oktober 2017: Fishbowl-Diskussion „Digitalisierung für oder gegen eine nachhaltige Gesellschaft?“

Panelisten aus Wissenschaft, Politik und Praxis werden gemeinsam mit Teilnehmer/innen der VÖW-Herbstakademie und dem Publikum debattieren, welche Potenziale und Gefahren die zunehmende digitale Vernetzung mit sich bringt und wie mögliche Transformationspfade aussehen können. Interessierte, Aktivist/innen und Praktiker/innen aus der Digitalisierungs- und Nachhaltigkeitsszene sind eingeladen mitzudiskutieren.

Datum: Sonntag, 8. Oktober 2017, 14:30-16:30 Uhr
Ort: Impact Hub Berlin
Veranstalter: Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung (VÖW) gemeinsam mit der Forschungsgruppe „Digitalisierung und sozial-ökologische Transformation“ des IÖW und der TU Berlin

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10. Oktober 2017: Strategieworkshop „Wärmewende Berlin 2030“

Das Gelingen der Wärmewende in Berlin braucht die Mitwirkung aller Akteur/innen wie Energieversorger, Wohnungsbaugesellschaften, Verwaltungen, Klima- und Sanierungsmanager/innen, Stadtplanungs- und Ingenieurbüros, Handwerk, NGOs und engagierte Bürger/innen. Viele Fragen sind zu klären: Gibt es ein gemeinsames großes Bild, wie man mit Blick auf die Klimaziele 2030 entscheidend vorankommen kann? Welche Akteure sind bereit, welche konkreten Schritte zu unternehmen? Der Strategieworkshop lädt Vertreter/innen verschiedener Stakeholdergruppen ein, sich darüber auszutauschen.

Datum: Dienstag, 10. Oktober 2017, 15:00-20:00 Uhr
Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin
Veranstalter: Projekt "Urbane Wärmewende", Heinrich-Böll-Stiftung, Agentur für Erneuerbare Energien

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25. Oktober 2017: Tagung „Werkstätten des Wandels“

Auf der Tagung stellt der Forschungsverbund COWERK dar, wie offene Werkstätten zum Nährboden für gesellschaftlichen Wandel werden und wie innovative soziale Praktiken entstehen: In FabLabs, Makerspaces oder RepairCafés werden neue Wege erprobt, wie wir voneinander lernen und Wissen teilen, gemeinsam arbeiten und nachhaltiger produzieren können. Die Tagung geht der Frage nach, wie aus diesen experimentellen Orten „Werkstätten des Wandels“ im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung werden können: Wie kann das transformative Potenzial offener Werkstätten erhöht und der Ansatz offener Werkstätten in die Breite getragen werden?

Datum: Mittwoch, 25. Oktober 2017, 10.00-18:00 Uhr
Ort:
Open Innovation Space, Fab Lab Berlin
Veranstalter:
Projektverbund COWERK

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6. November 2017: Tagung „Wirtschaftswissenschaften und sozial-ökologische Transformation“

Welchen Beitrag können die Wirtschaftswissenschaften zur gesellschaftlichen Transformation hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft leisten? Auf der Tagung treten Ökonom/innen verschiedener Strömungen in einen produktiven Austausch: Vertreter/innen einer pluralen sowie heterodoxen Ökonomik, der Standard-Ökonomik in ihren verschiedenen Facetten, der Ökologischen Ökonomik sowie Forscher/innen aus dem Kontext der sozial-ökologischen Wirtschaftsforschung und transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung.

Datum: Montag, 6. November 2017 +++ SAVE THE DATE
Ort: Berlin
Veranstalter:
IÖW und Partner

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10. November 2017: Tagung „Wie wird die Stromversorgung resilienter?“

Die Digitalisierung schreitet im Energiesystem voran: Immer mehr IKT-gestützte Mess- und Steuerungssysteme wie Smart Meter werden eingesetzt, es entsteht ein intersektoriell gekoppeltes Smart Grid. Das Projekt Strom-Resilienz hat diese Entwicklung mit den Konzepten von Vulnerabilität und Resilienz untersucht. Auf der Tagung stellen wir Ihnen die Ergebnisse vor und diskutieren mit Ihnen verschiedene Resilienzstrategien ebenso wie Handlungsempfehlungen für die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Datum: Freitag, 10. November 2017, 10:00-17:00 Uhr +++ SAVE THE DATE
Ort: Tagungshotel Aquino, Berlin
Veranstalter: IÖW

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30. November 2017: Tagung „Mit Sharing nachhaltiger wirtschaften?“

Innovative Onlineplattformen ermöglichen eine neue Form der Sharing Economy. Sie reichen von sozial orientierten Nachbarschaftsbörsen bis hin zu global agierenden und kommerziell ausgerichteten Vermittlungsunternehmen. Die neuen Geschäftsmodelle verändern traditionelle Branchen und stimulieren Service-Innovationen in konventionellen Industrien. Auf der Konferenz stellt das Projekt PeerSharing neue empirische Erkenntnisse im Kontext aktueller Entwicklungen der Sharing Economy vor – etwa zu Nutzermotiven, wirtschaftlichen Entwicklungspotenzialen und zu Umweltwirkungen. Gemeinsam mit Stakeholdern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft werden die sozial-ökologischen Potenziale der digitalen Kultur des Teilens ausgelotet und Entwicklungspfade zu einer nachhaltigen Ökonomie des Teilens skizziert.

Datum: Donnerstag, 30. November 2017, 10:00-17:00 Uhr +++ SAVE THE DATE
Ort: Almodóvar Hotel, Berlin
Veranstalter: IÖW, IZT, ifeu

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Aus dem IÖW

Neu am IÖW: Clara Wolff

Die Volkswirtin und Mathematikerin Clara Wolff arbeitet seit September 2017 im Forschungsfeld „Umweltökonomie und Umweltpolitik“ in der Berliner Geschäftsstelle des IÖW. Als Teil der Nachwuchsforschungsgruppe Platforms2Share beschäftigt sie sich mit den volkswirtschaftlichen Aspekten einer dezentralisierten digitalen Sharing Economy.

Mehr über Clara Wolff | E-Mail an Clara Wolff

Stellenausschreibung: Wissenschaftliche Mitarbeit Energie und Klima

Wir suchen ab sofort eine/n Wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in im Themenfeld Nachhaltige Energiewirtschaft und Klimaschutz in Berlin.

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Aus dem IÖW-Netzwerk

Zukunftsthema Energielogistik an der BTU studieren

Den Herausforderungen der Energiewende stellen sich die Studiengänge Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen an der BTU Cottbus-Senftenberg. Sowohl fachhochschulisch und dual in Senftenberg als auch universitär in Cottbus können diese zulassungsfreien Bachelor- und Masterstudiengänge an der BTU absolviert werden. Das IÖW bringt aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse im Bereich der Energiewirtschaft und der Energiesysteme über die Professur von Bernd Hirschl in die Lehre an der Hochschule ein. Bewerbungen sind bis zum 30. September 2017 möglich.

Weitere Informationen

10.-12. November 2017: Ernährungsdemokratie jetzt! Erster Kongress zur Vernetzung von Ernährungsräten

Seit in Köln und Berlin im Frühjahr 2016 die ersten beiden Ernährungsräte im deutschsprachigen Raum gegründet wurden, ist viel in Bewegung gekommen – in vielen Städten und Regionen sind Gründungen in Planung, zum Teil stehen sie kurz bevor! Während Ernährungsräte hier noch etwas Neues sind, blicken sie (z.B. als Food Policy Councils) in anderen Teilen der Welt teils auf mehrere Jahrzehnte erfolgreiche Arbeit zurück. Die Ernährungsräte in Köln und Berlin wollen die hiesige, noch junge Bewegung zusammenbringen und vernetzen und gemeinsam von erfahrenen Gründer*innen aus Europa, Nord- und Südamerika lernen. Dazu laden sie für ein Wochenende nach Essen, in die diesjährige Grüne Hauptstadt Europas, ein. Der Ernährungsrat Berlin ist als Initiative im IÖW-Lab aktiv.

Mehr Informationen und zur Anmeldung

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Impressum

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH (gemeinnützig)
Potsdamer Str. 105 | D-10785 Berlin
Telefon: +49-(0)30 - 884 59 4-0 | Fax: +49-(0)30 - 882 54 39
E-Mail: mailbox@ioew.de
Das IÖW bei Twitter: www.twitter.com/ioew_de

Redaktion: Richard Harnisch, Nina Prehm, Luisa Steinmeyer

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