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Meldungen des IÖW

Wie verhalten sich Umweltpolitik und Sozialpolitik zueinander? Überwiegen Widersprüche und Zielkonflikte? Oder lassen sich auch gemeinsame Positionen und Ziele identifizieren? Dieser Frage geht das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung gemeinsam mit Partnern in dem Projekt „Neue Allianzen für Nachhaltigkeitspolitik“ im Auftrag des Umweltbundesamtes nach. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler analysierten sozial- und umweltpolitische Programme sowie bisherige Kooperationen umwelt- und sozialpolitischer Akteure und leiten aus den Ergebnissen ein großes Potenzial für gemeinsame Zukunftsstrategien und Kooperationen der Akteure ab. > mehr Informationen

 

Windparks, Solardächer, Biogasanlagen und Co. – die Energiewende verändert unsere Umwelt. Rasch und für alle sichtbar. Ob der Umstieg auf erneuerbare Energien gelingt, hängt besonders an der Akzeptanz in der Bevölkerung vor Ort. Erstmals hat nun eine Studie im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz (BfN) Akzeptanzfaktoren miteinander in Beziehung gesetzt wie Naturschutz oder Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner. In drei Regionen in Schleswig-Holstein, Thüringen und Baden-Württemberg wurden Befragungen durchgeführt, um zu erfassen, wie Akzeptanz beeinflusst wird. In der Broschüre „Naturverträgliche Energiewende – Akzeptanz und Erfahrungen vor Ort“ werden anhand der regionalen Beispiele nun Handlungsempfehlungen gegeben. > mehr Informationen

 

Wie kann eine Wirtschaft mit Nullwachstum stabil funktionieren? Dieser Frage geht Dr. Steffen Lange in seinem Beitrag „Beyond A-Growth: Sustainable Zero Growth“ im Sammelband „Routledge Handbook of Global Sustainability Governance“ nach. Sein Fazit: Mit den richtigen Maßnahmen ist eine nachhaltige Wirtschaft ohne Wachstum möglich. Dies beinhaltet eine Internalisierung ökologischer Kosten, negative Skaleneffekte, kollektive Unternehmensformen und stabile Staatsausgaben. > mehr Informationen

 

In der neuen Ausgabe von ÖkologischesWirtschaften diskutieren wir, warum es für den sozial-ökologischen Wandel innerhalb der Zivilgesellschaft mehr Kooperationen geben sollte und an welchen Herausforderungen „neue Allianzen“ aktuell scheitern. Die IÖW-Wissenschaftler/innen Ulrich Petschow, Pauline Riousset und Helen Sharp werten hierzu die Ergebnisse aus über 40 Interviews mit Verbandsverteter/innen aus. Beiträge von Olaf Bandt (BUND), Konrad Klingenburg (DGB) und Marie-Luise Abshagen (Forum Umwelt und Entwicklung) geben Einblicke in die komplexe Verständigung auf eine gemeinsame Zukunftsvision. Neugierig? Im freien Online-Zugang erwartet Sie ein Einblick in das Schwerpunktthema. > mehr Informationen

 

Ob Begrünung des Bürodachs, Entsiegelung des Schulhofes, Anbau klimaangepasster Pflanzensorten in der Landwirtschaft oder Maßnahmen zum Hochwasserschutz – bereits zum vierten Mal zeichnet das Umweltbundesamt (UBA) lokale und regionale Projekte aus, die konkret dazu beitragen, den Folgen des Klimawandels in Deutschland zu begegnen. Die extreme Dürre und Hitze 2018 und 2019 zeigen, warum wir solche Lösungen jetzt dringender denn je brauchen. Es werden daher Projekte gesucht, die zeigen, dass sich Weitsicht und vorausschauende Planung auszahlen. Das IÖW ist im Expertengremium zur Nominierung von 15 Projekten beiteiligt. > mehr Informationen

 

Textilien werden bis heute ganz überwiegend aus frischen Fasern hergestellt. Eine Kreislaufwirtschaft in der Textilwirtschaft? Bislang weitgehend Fehlanzeige. Ein neues Forschungsprojekt möchte dies ändern. Die Idee: Von der Faser zur Faser – aussortierte Kleidungsstücke oder andere Textilien wie Handtücher und Bettwäsche dienen als Rohstoff, um daraus Fasern für neue Stoffe in gleicher Qualität zu gewinnen. Auf diese Weise können im stark wachsenden Textilsektor Ressourcen geschont und die Produktivität gesteigert werden, so der Ansatz des Forschungsvorhabens „DiTex“, das vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) gemeinsam mit Partnern durchgeführt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. > mehr Informationen

 

Den „Klimanotstand“ auszurufen, bedeutet für viele Kommunen mehr als reine Symbolik. Mit einer Klimanotstandskommune tritt ein neuer Akteur in Erscheinung, der seitens der nationalen Klimaschutzpolitik stärker beachtet werden sollte. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung, die Prof. Bernd Hirschl vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung am 2. November 2019 auf dem „Klimanotstandkongress“ in Berlin vorstellte. Aus ganz Deutschland kamen Kommunen zusammen, die einen Beschluss gefasst haben, mit dem sie erklären, dass die Klimakrise existiert und dass die bisher ergriffenen Maßnahmen nicht ausreichen um gegenzusteuern. Hirschl: „Die nationale Förderpolitik sollte solche Kommunen, die durch ihren in der Regel breit angelegten Klimaschutz- und Vorsorgeansatz zu neuen Vorreitern werden können, bei der Umsetzung unterstützen.“ > mehr Informationen

 

Von Energieversorgung über Landschaftsplanung zu nachhaltiger Digitalisierung – IÖW-Mitarbeiter/innen und Fellows bringen Ergebnisse und Erkenntnisse der praxisorientierten Nachhaltigkeitsforschung auch in die universitäre Lehre. In diesem Wintersemester bieten sie unterschiedliche Seminare und Vorlesungen in Senftenberg, Bernkastel-Kues, Berlin, Hamburg und anderen Städten an. Ein Überblick. > mehr Informationen

 

Shopping, Suchmaschinen, Sharing: Die Digitalisierung verändert das Konsumverhalten. Inwieweit jedoch wirkt sie auch auf nachhaltigen Konsum? IÖW-Mitarbeiterinnen Vivian Frick und Maike Gossen geben in dem Bericht „Digitalisierung von Märkten und Lebensstilen – Neue Herausforderungen für nachhaltigen Konsum“ einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu Zusammenhängen und Auswirkungen der Digitalisierung auf nachhaltigen Konsum. Beide arbeiten in der Forschungsgruppe „Digitalisierung und sozial-ökologische Transformation“ zum Thema Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Der Bericht ist beim Umweltbundesamt erschienen. > mehr Informationen

 

Die Annahme, dass wirtschaftliches Wachstum per se wünschenswert sei, ist tief im wirtschaftswissenschaftlichen Mainstream verankert. Aber auch stabiles Nullwachstum lässt sich innerhalb einflussreicher neoklassischer Theorien grundsätzlich abbilden. Allerdings kommen dabei bedeutsame Aspekte zu kurz. Im Buchbeitrag „Zur Konzeptualisierbarkeit einer Postwachstumsökonomie“ zeigt IÖW-Wissenschaftler Steffen Lange gemeinsam mit den beiden Autoren Jonathan Barth und Johannes Euler, dass es vieler Zugänge und theoretischer Perspektiven bedarf, um eine Postwachstumsökonomie umfassend zu analysieren: Hierzu zählen etwa die Rolle des Geldsystems, von Gewinnen, Zinsen, Sozialsystemen und Reproduktionsarbeit, Privateigentum und Wettbewerb, politischer Ökonomie und Macht. > mehr Informationen