
Richard Harnisch
IÖW-Pressestelle
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Berlin, 15. Dezember 2025
Eigenheim energetisch sanieren: Forschungsprojekt zeigt Informationsbedarf und hilft mit Online-Wegweiser
Für Hausbesitzer*innen ist es schwierig, einen Überblick zum Thema energetische Gebäudesanierung zu bekommen. Informationsdefizite gibt es besonders bei geeigneten Heizungstechnologien, Förderbedingungen und gesetzlichen Verpflichtungen. Das zeigt das Forschungsprojekt „building-dialogue“, gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE). Das Projektteam hat mit dem Online-Tool Building Dialogue einen Wegweiser entwickelt, der frei verfügbar ist und mit dem sich Hauseigentümer*innen ohne Vorwissen unabhängig informieren können. Forschende des Reiner Lemoine Instituts (RLI), des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), des Unabhängigen Instituts für Umweltfragen (UfU) und der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie Berlin Brandenburg (DGS) arbeiteten zusammen an dem Projekt.
Berlin, 4. Dezember 2025
Tag des Ehrenamts: Projekt zeigt, wie Menschen ihren ländlichen Raum gestalten
Der internationale Tag des Ehrenamtes macht auf den Wert des Engagements von Bürger*innen aufmerksam. Die freiwillige Arbeit ist in ländlichen Regionen besonders relevant, da sie den Zusammenhalt und die Lebensqualität vor Ort fördert. Das Forschungsprojekt WIRinREGIONEN hat die Bedeutung sozialer Innovationen im ländlichen Raum untersucht und legt nun Ergebnisse vor: Die Forschenden vom IÖW und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) regen Kommunen an, ehrenamtliches Engagement gezielt zu fördern, um Begegnungsorte in ländlichen Räumen zu unterstützen. Das Projekt, das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert wurde, zeigt mit einer Broschüre und einem Spiel, wie Kommunen vor Ort den Austausch und Ideenreichtum fördern können.
Berlin, 24. November 2025
Nahwärme in kleinen Kommunen: Mit lokalen Energiequellen heizen
Viele Kommunen in Deutschland wollen neue Wärmenetze umsetzen. Mit ihnen lassen sich lokale erneuerbare Energiequellen nutzen, etwa Erdwärme, Solarthermie oder Biomasse. Damit Nahwärme wirtschaftlich umsetzbar ist, braucht es jedoch einen geeigneten Netzbetreiber und genügend Gebäudeeigentümer*innen, die sich ans Wärmenetz anschließen lassen wollen. Wie dies auch für kleinere Kommunen ohne eigenes Stadtwerk gelingen kann, zeigen das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), die Technische Universität Berlin (TUB) und das Umweltzentrum Stuhr-Weyhe im Projekt Suburbane Wärmewende 2.
Berlin, 12. November 2025
Weniger Kunststoff: Wie Lebensmittel zukünftig nachhaltiger verpackt werden können
Welche innovativen Wege gibt es, um den Einsatz von Kunststoffen in Lebensmittelverpackungen zu reduzieren? Eine Reihe von Forschungsprojekten, die vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gefördert werden, hat Innovationen entwickelt, die dazu beitragen können, Verpackungen von Lebensmitteln nachhaltiger zu gestalten. Die Vorhaben zeigen auf, wie Mehrwegsysteme verbessert, Datenbanken und Zertifizierungen für mehr Transparenz genutzt und nachhaltige Materialien entwickelt werden können. Gestern stellten die Projekte ihre Forschungsergebnisse auf einer Fachtagung in Berlin vor. Diese war Teil des RePack-Netzwerks, das die Vorhaben begleitet und vernetzt.
Berlin/Heidelberg, 6. November 2025
Weltweiter Biodiversitätsverlust – Wie die EU naturverträglichen Konsum fördern kann
14 Tonnen Materialverbrauch pro Kopf – so groß ist laut Eurostat (2024) der Fußabdruck des Konsumverhaltens der Menschen in Europa. Ziel wären 5,5 bis 8 Tonnen, so das Umweltprogramm der Vereinten Nationen. Dieser Verbrauch trägt zum weltweiten Verlust von Biodiversität bei, besonders im Globalen Süden. Eine neue Studie vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und vom Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) beleuchtet die Rolle der Produktion von Soja, Palmöl und Shrimps. Die Forschenden geben Empfehlungen für eine EU-Politik im Einklang mit Zielen des Biodiversitätsschutzes. Diese Woche wurden die Ergebnisse der Studie „Towards nature-friendly consumption“ im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz (BfN) auf einer Onlinekonferenz mit internationalen Expert*innen diskutiert.
Berlin, 25. September 2025
Alle mitnehmen: Impulse für gerechten Klimaschutz
Ob CO2-Preis, Wärmewende oder der Umbau der Autoindustrie – Klimaschutz ist eine gesellschaftliche Anstrengung mit Konfliktpotenzial. Doch statt Klimaschutzmaßnahmen aufzuweichen, braucht es wirksame Ansätze, die Lasten und Chancen gerecht verteilen. Auf der Suche nach besseren Lösungen kann die Zivilgesellschaft ein wertvoller Partner für die Politik sein, so Forschende vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW). Im Magazin „Zukunftsgerecht“ mit Förderung der Robert Bosch Stiftung zeigen sie: Gewerkschaften, Sozial-, Wohlfahrts- und Umweltverbände haben in den letzten Jahren neue Allianzen gebildet, um soziale und ökologische Fragen integriert anzugehen. In dem Magazin geben zivilgesellschaftliche Akteure Einblicke, wie mehr Solidarität und Teilhabe im Wandel möglich sind. Um über gerechte Transformationen zu diskutieren, lädt das IÖW am 9. Oktober 2025 in Berlin zu der Tagung „Wandel am Limit. Und jetzt?“ ein.
Witten/Berlin, 30. Juni 2025
Grüne Transformation: Wie die Politik Finanzströme in Richtung Nachhaltigkeit umlenken kann
Noch immer fließt ein Großteil des weltweiten Kapitals in klimaschädliche Aktivitäten. Die Finanzierung des ökologischen Umbaus ist ein maßgeblicher Faktor dafür, ob die Klimaziele erreicht werden. Wie die Finanzierungslücke geschlossen werden kann und was Politik und Finanzsektor dafür tun sollten, hat ein Forschungsprojekt der Universität Witten/Herdecke (UW/H) und des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) mit Förderung des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) untersucht. Heute hat das Projektteam seine Ergebnisse vorgestellt und im Policy Brief „Die grüne Transformation finanzieren“ drei zentrale Empfehlungen für eine nachhaltigere Finanzpolitik an die Politik gerichtet.
Berlin, 3. Juni 2025
Innovationen für Bürgerenergie: Jetzt bis zu 100.000 Euro Förderung beantragen
Bürgerenergiegemeinschaften treiben in Deutschland den Ausbau erneuerbarer Energien voran. Solche lokalen und regionalen Projekte können im Energiesystem der Zukunft noch wichtiger werden. Um die Bürgerenergie zu stärken, gibt es nun neue Fördermittel: Im Projekt „CommunitE-Innovation“ können Bürgerenergiegemeinschaften gemeinsam mit einem Forschungspartner Projektskizzen einreichen. Ziel des Förderaufrufs ist es, technische und soziale Innovationen in der Bürgerenergie zu etablieren. Etwa sollen neue Organisationsmodelle entwickelt oder die Durchführbarkeit von Dienstleistungen erprobt werden. Gefördert werden Ideen, die die Bürgerenergie-Community professionalisieren und neue übertragbare Geschäftsmodelle entwickeln.
Berlin/Lüneburg, 6. Mai 2025
Bürgerenergie: Warum und wie die Politik sie fördern sollte
Immer mehr Bürger*innen schließen sich zusammen, um vor Ort ihre eigene Energie zu erzeugen. Der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD bestärkt dieses Engagement: Die Parteien wollen, dass Verbraucher*innen die Energiewende aktiv mitgestalten – etwa durch Bürgerenergie, Mieterstrom oder Energy Sharing. Mit welchen Hemmnissen die Bürgerenergie noch konfrontiert ist und wie diese abgebaut werden können, zeigen Forschende des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und der Leuphana Universität Lüneburg: Im Impulspapier „Bürgerenergie fördern: Gemeinschaftlich die Energiewende beschleunigen“ der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Nachwuchsgruppe SteuerBoard Energie empfiehlt das Forschungsteam der Politik, Bürgerenergie gemäß EU-Zielsetzung zu verankern und Ziele zu setzen.
Berlin, 7. April 2025
„Unerkannter Wirtschaftsfaktor“: Bundesregierung sollte zivilgesellschaftliche Unternehmen fördern
Solidarische Landwirtschaft, Energiegenossenschaften, Plattform-Kooperativen oder Seniorengemeinschaften leisten viel für die Gesellschaft: Als gemeinwohlorientierte Organisationen sorgen sie für sozialen Zusammenhalt, ermöglichen Bürgerbeteiligung, treiben die Energie- oder Ernährungswende voran oder bieten eine demokratische Alternative zu profitorientierten Plattformunternehmen. Die Menschen engagieren sich hier oftmals ehrenamtlich und wirtschaften weniger sichtbar als große Unternehmen. Sie sind ein relevanter „unerkannter Wirtschaftsfaktor“ sagt Unternehmensforscher Christian Lautermann vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW). Er empfiehlt der Bundesregierung im Impulspapier „Kooperatives Wirtschaften: den unerkannten Wirtschaftsfaktor unterstützen“ den neu gegründeten Verbund Kooperatives Wirtschaften zu fördern.
Berlin, 2. April 2025
Wärmespeicher für ein klimaneutrales Berlin
Berlin muss seine Wärmeversorgung klimaneutral gestalten – so sieht es das Wärmeplanungsgesetz vor. Wärmespeicher spielen dabei eine zentrale Rolle. Das zeigt eine gemeinsame Untersuchung des Reiner Lemoine Instituts (RLI), des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und des Instituts für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM) im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU). Fazit: Wärmespeicher ermöglichen es, überschüssige Wärme zu nutzen, unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu werden und das Stromnetz zu entlasten. Für Berlin sehen die Wissenschaftler*innen Handlungsbedarf bei der Flächenverfügbarkeit, Rechtsunsicherheiten im Genehmigungsverfahren und Informationsbedarf zu den geologischen Bedingungen.
Berlin, 1. April 2025
Artenschutz: Kommunen ermuntern Bürger*innen zum naturnahen Gärtnern
Jeder Garten kann etwas für die Biodiversität tun – durch eine vielseitige Gestaltung, heimische Wildpflanzen und eine pestizidfreie Pflege. Die über 16 Millionen Privatgärten in Deutschland sind bereits jetzt wichtig für Insekten und Co. Doch die meisten von ihnen könnten noch deutlich mehr für den Artenschutz erreichen als bisher, wie das Projekt gARTENreich zeigt. Mit Förderung durch das Bundesforschungsministerium hat der Forschungsverbund unter Leitung des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) Materialien zu naturnahem Gärtnern erstellt, mit denen nun immer mehr Kommunen ihre Bürger*innen informieren.
Berlin, 19. März 2025
Forschungspolitik zukunftsorientiert gestalten: Ecornet legt Positionspapier vor
Die künftige Bundesregierung sollte ihre Forschungspolitik auf einer zukunftsorientierten und zuverlässigen Forschungsstrategie aufbauen, die aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen aufgreift und zukünftige Entwicklungen berücksichtigt. Diese und weitere Empfehlungen hat das Ecological Research Network, ein Netzwerk führender Institute der Nachhaltigkeits- und Zukunftsforschung, heute in einem Positionspapier veröffentlicht.
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Berlin, 11. März 2025
Gesunde Mobilität für alle: Studie „Mobil auf Deine Weise“ lädt zum Mitforschen in Berlin ein
Zu Fuß, auf dem Fahrrad, mit dem Rollator oder Kinderwagen, im Rollstuhl, Auto oder Nahverkehr: Die Mobilität einer Stadt ist so vielfältig wie ihre Bewohner*innen. Wie kann die Metropole Berlin den diversen Ansprüchen besser gerecht werden? Im April 2025 startet dazu eine Citizen-Science-Studie. Unter dem Motto „Mobil auf Deine Weise“ laden die Freie Universität Berlin und das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) zum Mitforschen ein. Ziel ist herauszufinden, welche Barrieren es für Menschen gibt, die sich gesund durch die Stadt bewegen möchten. Interessierte können sich bis zum 1. April 2025 für die Studie anmelden, die vom Bundesforschungsministerium (BMBF) gefördert wird.
Berlin/Ulm, 19. Februar 2025
Natürlicher Klimaschutz: Wie digitale Tools Kommunen unterstützen
Von Hitzewellen bis Starkregen – die Auswirkungen des Klimawandels treffen insbesondere städtische Gebiete. Urbane Ökosysteme können dazu beitragen, Klimafolgen zu mindern und auf natürliche Weise das Klima zu schützen, indem sie Kohlendioxid binden. Immer mehr Technologien unterstützen Kommunen dabei, ihre Ökosysteme gesund und intakt zu erhalten oder zu entwickeln. Forschende des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und von Net Positive Cities haben in der Studie „Digitale Technologien für natürlichen Klimaschutz in Kommunen“ im Auftrag des Bundesumweltministeriums nun erstmals einen Überblick über die Potenziale solcher Tools veröffentlicht.
Berlin/Bonn/Münster, 29. Januar 2025
Steinbruch, Sand- und Kiesgrube als Lebensraum: So kann die Baustoffbranche Biodiversität fördern
Immer mehr Menschen sorgen sich um das Artensterben. Der öffentliche Druck nimmt auch auf Rohstoffunternehmen zu, denn sie verändern Ökosysteme durch den Abbau beziehungsweise die Gewinnung von Baustoffen, zum Beispiel Sand und Gips. Doch gerade für seltene Arten können in Gewinnungsstätten – die es in ganz Deutschland gibt – wichtige neue Lebensräume entstehen. Um diese potenziellen Lebensräume besser zu entwickeln, haben Forschende im Dialog mit der Baustoffbranche ein Konzept für ein ganzheitliches Biodiversitätsmanagement erarbeitet. Mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erstellte das Projekt „Ganzheitliches Biodiversitätsmanagement in der Baustoffindustrie“ (GiBBS) ein Handbuch: Es unterstützt Rohstoffunternehmen dabei, Artenschutzmaßnahmen zu planen, umzusetzen und zu evaluieren.
Berlin, 28. Januar 2025
Pressemitteilung des Bündnisses Bits & Bäume
Bundestagswahl 2025 – Digitalpolitik jetzt in den Dienst von Mensch und Umwelt stellen
Das Bündnis Bits & Bäume fordert die zukünftige Bundesregierung dazu auf, die Potenziale der Digitalisierung für eine sozial gerechte und nachhaltige Zukunft zu nutzen. Die zwölf Organisationen des Bündnisses aus den Bereichen Umwelt-, Sozial- und Digitalpolitik kritisieren, dass die Chancen der Digitalisierung für gesellschaftlichen Zusammenhalt, Gute Arbeit und Innovation bislang nicht genutzt würden und dass negative Auswirkungen unbehandelt blieben. Insbesondere in Zeiten, in denen die enorme Macht einzelner großer Tech-Milliardäre sowie -Konzerne auf die Politik und Demokratie deutlich werde, müsse die deutsche Bundesregierung einen digitalpolitischen Kurs für soziale Gerechtigkeit und die Umwelt vorlegen. Das Forderungspapier mit dem Titel „Digitale Souveränität und nachhaltige Zukunft durch demokratische Kontrolle“ umfasst sieben Kernforderungen für eine nachhaltige Digitalpolitik für Mensch und Umwelt.
16. Januar 2025
Mit Mehrweg gegen den To-Go-Müll: Was Politik und Gastronomie tun können
Ob Kaffee „To Go“ oder Burger vom Lieferdienst: Kund*innen von Cafés, Restaurants oder Lieferplattformen bekommen ihre Bestellungen meistens in Einwegverpackungen, die danach weggeworfen werden. Wie können umweltfreundliche Mehrwegverpackungen als Alternativen attraktiver werden? Ein Projektteam aus Forschung und Praxis zeigt, was jetzt getan werden kann: Die Betriebe sollten einfache Maßnahmen im Verkaufsbereich umsetzen, zum Beispiel eine direkte Ansprache der Kund*innen durch das Personal sowie eine gut sichtbare Platzierung der Mehrwegbehälter. Damit sich Mehrweg ausweitet, müssen die Gastronom*innen aber von der Politik durch die Schaffung einer niederschwelligen Rücknahmeinfrastruktur vor Ort unterstützt werden.