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Dr. Vivian Frick
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)
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Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)
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Über uns

Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) ist ein führendes wissenschaftliches Institut auf dem Gebiet der praxisorientierten Nachhaltigkeitsforschung. Rund 60 Mitarbeiter*innen erarbeiten Strategien und Handlungsansätze für ein zukunftsfähiges Wirtschaften – für eine Ökonomie, die ein gutes Leben ermöglicht und die natürlichen Grundlagen erhält. Das Institut arbeitet gemeinnützig und ohne öffentliche Grundförderung. Das IÖW ist Mitglied im „Ecological Research Network“ (Ecornet), dem Netzwerk der außeruniversitären, gemeinnützigen Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschungsinstitute in Deutschland.

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Pressemitteilung des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)

Gesunde Mobilität in und um Frankfurt (Oder): Studie „Mobil auf Deine Weise“ lädt zum Mitforschen ein

  • In der Citizen-Science-Studie „Mobil auf Deine Weise“ untersuchen Bürger*innen, wie die Mobilität in Frankfurt (Oder) und Umland gesünder und gerechter werden kann. Interessierte können sich bis zum 15. April 2026 bei dem Projekt der Freien Universität Berlin und des IÖW anmelden.
     
  • Besonderer Fokus auf Personen, die in ihrer Mobilität benachteiligt werden: ältere Menschen, junge Familien, Personen mit Einschränkungen, Behinderungen, chronischen Krankheiten und Menschen mit Migrationsgeschichte.
     
  • Ab April 2026 erforschen die Teilnehmenden ihre alltäglichen Wege und teilen ihre Erfahrungen. Im Frühjahr 2027 sollen Ergebnisse und Empfehlungen für die Politik aufbereitet werden.
     

Berlin, 31. März 2026 – Wie sind Menschen in der Region Frankfurt (Oder) unterwegs? Welche Barrieren gibt es dabei? Und was ist zu tun, damit Gehen, Radeln und Co. attraktiver werden? Im April 2026 startet eine Citizen-Science-Studie zum Thema gesunde, gerechte und nachhaltige Mobilität. Unter dem Motto „Mobil auf Deine Weise“ laden die Freie Universität Berlin (FU Berlin) und das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) zum Mitforschen ein. Ziel ist herauszufinden, wie die Mobilität in Frankfurt (Oder) und Umland besser gestaltet werden kann. Interessierte können sich bis zum 15. April 2026 für die Studie anmelden, die vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert wird.

Frankfurt (Oder) und die Umgebung sind interessant für die Mobilitätsforschung

„Citizen-Science-Projekte zur Mobilität gab es bisher häufiger in Großstädten. Ich freue mich sehr darauf, mit Menschen aus Frankfurt (Oder) und Umland ins Gespräch zu kommen“, sagt Universitätsprofessor Jan Keller von der FU Berlin, der selbst aus Frankfurt (Oder) stammt. 

„Die Region ist ein spannendes Fallbeispiel für die Mobilitätsforschung“, betont Keller. „Einerseits können wir hier etwas über typische Herausforderungen vieler Kleinstädte lernen. Andererseits wollen wir uns auch den besonderen Pendelverkehr in der deutsch-polnischen Grenzstadt anschauen.“ 

Gerechter Zugang zu gesunder Mobilität  

Die Alltagsmobilität wirkt sich auf die Gesundheit aus. Regelmäßige Bewegung, beispielsweise zu Fuß, mit dem Rad oder Handrollstuhl, kann Stress abbauen und das Risiko etwa für Herz-Kreislauf-Krankheiten senken. „Wir wollen herausfinden, wie alle Menschen von diesen Vorteilen profitieren können, also wie der Zugang zu gesunder Mobilität erleichtert werden kann“, sagt Forscherin und Co-Projektleiterin Dr.Vivian Frick vom IÖW. 

Gleichzeitig stellt der Verkehr auch ein Gesundheitsrisiko dar, sei es durch Kollisionen, Luftverschmutzung oder Lärm. Zudem ist Bewegung im Mobilitätsalltag nur dann für alle möglich, wenn Wege und Strecken barrierefrei und intakt sind. Bereits 2025 war Frankfurt (Oder) eine von drei Pilotkommunen für den Fußverkehrscheck des Landes Brandenburg. Dabei konnten Bürger*innen Vorschläge für bessere Gehwege und Übergänge einbringen. Die geplante Citizen-Science-Studie möchte Erkenntnisse nicht nur zu Fuß- und Radverkehr, sondern auch zu Automobil- und ÖPNV-Verkehr ergänzen und erweitern. 

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf benachteiligten Gruppen. „Die meisten Menschen sind irgendwann einmal in ihrer Mobilität eingeschränkt – sei es durch Alter, Krankheit, Behinderung, Schwangerschaft, Sorgearbeit oder Geldknappheit. Eine Stadtplanung, die sich an Bedürfnissen benachteiligter Gruppen orientiert, kommt somit allen zugute“, so Frick. Um Benachteiligung und Hürden sichtbar zu machen, ermutigt das Team vor allem ältere Personen, Familien oder Menschen mit Migrationsgeschichte sowie Personen mit Einschränkungen, Behinderungen oder chronischen Krankheiten, ihre Erfahrungen zu teilen.

Citizen Science: Mitforschen und mitreden 

Die Studie läuft von April 2026 bis März 2027 und beginnt mit persönlichen Auftakttreffen ab dem 14. April 2026 in der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Danach beobachten die Teilnehmenden unter anderem für zwei Wochen ihre Alltagswege. In dieser Zeit beantwortet man jeden Tag einige Fragen zur eigenen Mobilität – entweder per App oder über ausgedruckte Fragebögen. Um zu verstehen, wie sich Hitze auf die tägliche Mobilität auswirkt, gibt es weitere Kurzbefragungen im Sommer während einer Hitzewelle. 

Wer sich intensiver einbringen will, kann in einer Forschungsgruppe mitwirken. Dort werden Forschungsfragen entwickelt, Daten erhoben und ausgewertet sowie Forschungserkenntnisse abgeleitet. Gemeinsam mit dem Projektteam werden die Forschungsgruppen ihre Ergebnisse im März 2027 bei einer Abschlussveranstaltung vorstellen. Ziel ist auch, konkrete Empfehlungen an Akteure aus Verwaltung und Politik zu übergeben.

Für die Teilnahme an der Studie gibt es eine Aufwandsentschädigung je nach Teilnahmeumfang zwischen 80 und 120 Euro. Alle Daten werden anonym ausgewertet.

Mehr zum Projekt

Im Projekt „Aktive Mobilität zur Förderung von Gesundheit und Umweltschutz – AMBER“ arbeiten Forschende aus den Bereichen Gesundheitspsychologie, Umweltsozialwissenschaften, Public Health, Meteorologie und Nachhaltigkeitsmanagement zusammen. Herzstück sind zwei Citizen-Science-Studien, die erste von April 2025 bis Ende März 2026 in Berlin, die zweite daran anschließend zwischen April 2026 und März 2027 in Frankfurt (Oder).

Das Projekt von der Freien Universität Berlin (FU Berlin) und vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) gehört zum Förderprogramm „Globaler Wandel: Klima, Umwelt und Gesundheit“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).

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