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Begleitforschung zur Weiterentwicklung der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel

Das Bundes-Klimaanpassungsgesetz (KAnG) definiert Klimaanpassung als gemeinsame Aufgabe des Bundes, der Länder und der Kommunen. Ziel ist es, negative Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesellschaft, Wirtschaft, Infrastruktur sowie Natur und Ökosysteme zu vermeiden oder bestmöglich zu reduzieren. Um die Gesellschaft und die ökologischen Systeme widerstandsfähiger zu machen, müssen auf verschiedenen Ebenen Klimaanpassungsmaßnahmen entwickelt und umgesetzt werden. Mit der vorsorgenden Klimaanpassungsstrategie wurden im Jahr 2024 erstmals messbare Ziele und Unterziele für die Cluster Infrastruktur (Verkehr und Gebäude); Land und Landnutzung; menschliche Gesundheit und Pflege; Stadtentwicklung, Raumplanung und Bevölkerungsschutz; Wasser; Wirtschaft sowie für übergreifende Aspekte festgelegt.

Das transdisziplinär angelegte Begleitforschungsvorhaben unterstützt das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt wissenschaftlich bei der Weiterentwicklung der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) als Teil der Steuerung der nationalen Klimaanpassungspolitik (DAS-Governance). 

Für ausgewählte Handlungs- und Aktionsfelder der DAS entwickelt das Projektteam gemeinsam mit relevanten Akteuren Vorschläge für ebenenübergreifende Ziele, Maßnahmen und Indikatoren, die über die DAS 2024 hinausgehen. Im Fokus stehen staatliche und nicht-staatliche Akteure – Bund, Länder, Kommunen sowie Umwelt-, Sozial- Gesundheits- oder Wirtschaftsverbände und weitere Interessensvertreter*innen. Ein partizipativer, inklusiver Prozess nach dem „Whole of Society“-Ansatz, der besagt, dass alle Bereiche der Gesellschaft zusammenarbeiten müssen, um komplexe Krisen zu bewältigen, soll sektor- und ebenenübergreifendes Handeln fördern; die Reflexion der Partizipationsformate liefert zugleich Schlussfolgerungen für die zukünftige DAS-Governance. 

In dem Projekt wird die 2023 erstmals repräsentativ durchgeführte bundesweite Kommunalbefragung zur Klimawandelanpassung weiterentwickelt und erneut durchgeführt. Sie erfasst den Status quo und Bedarfe von Kommunen. Das Projektteam untersucht zudem den Mehrwert und die Bedingungen einer möglichen Verstetigung der Kommunalbefragung. Als Monitoringinstrument der DAS kann sie die Rückkopplung zwischen Bund und Kommunen stärken.

Um die zuständigen Ressorts bei der Fortschrittserfassung und -bewertung der DAS 2024 zu unterstützen, wird eine Methodik und eine Handreichung entwickelt. Sie machen es möglich, die Fortschritte bei der Anpassung an den Klimawandel zu bewerten – anhand der gesetzten Ziele und Indikatoren bzw. anhand des Umsetzungsstands der formulierten Anpassungsmaßnahmen. Aus dieser Arbeit werden Erkenntnisse und Erfahrungen zu Methoden und Ansätzen der Fortschritts- und Wirksamkeitsmessung zusammengetragen und Interessierten zugänglich gemacht. 

Die Projektergebnisse sollen Impulse für die Weiterentwicklungen der DAS über das Jahr 2028 hinaus geben und Politikkohärenz und -integration zwischen einzelnen Bereichen und Ebenen stärken. Das IÖW verantwortet neben der Gesamtprojektleitung federführend die Entwicklung ebenenübergreifender Ziele, Maßnahmen und Indikatoren. 

IÖW-Projektteam