Städte und Gemeinden stehen zunehmend unter Druck, den Folgen des Klimawandels – etwa häufigeren Hitzeperioden und Starkregenereignissen – wirksam zu begegnen und gleichzeitig weiterhin eigene Treibhausgasemissionen aktiv zu verringern.
Die Städtebauförderung ist seit Jahrzehnten ein zentrales Instrument für die städtebauliche Erneuerung und die Weiterentwicklung von Stadtteilen und Quartieren. Ziel ist es, eine nachhaltige Stadtentwicklung in den Bereichen Wirtschaft, Soziales, Kultur und Ökologie zu fördern. Klimaschutz und Klimafolgenanpassung spielen dabei eine wichtige Rolle. So legt die Verwaltungsvereinbarung der Städtebauförderung die Umsetzung von Maßnahmen zu Klimaschutz und -anpassung als Fördervoraussetzung fest. Allerdings werden im Monitoring der Städtebauförderung Informationen zur Klimarelevanz der umgesetzten Maßnahmen bisher nicht ausreichend detailliert erhoben, um die Klimawirkung der Städtebauförderung zu erfassen.
Das Projekt entwickelt daher eine Methodik, um die Wirkung der Städtebauförderung in Bezug auf Klimaschutz und Klimaanpassung systematisch zu erfassen. Hierfür recherchiert das Projektteam zum einen Fachdaten aus öffentlichen und privaten Quellen, die sich für ein flächendeckendes Monitoring eignen. Zum anderen besteht die Kernaufgabe im Projekt darin, Vorschläge zur Weiterentwicklung des bestehenden Monitoring-Fragebogens zu entwickeln, die in Interviews mit Kommunen aus allen Bundesländern evaluiert werden. Die Bearbeitung der Klimaschutzwirkung erfolgt dabei durch das Öko-Institut, während das IÖW erarbeitet, wie die Erfassung der Klimaanpassungswirkung verbessert werden kann.