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EQUAL-Q: Energetische Quartiersplanung für eine soziale Quartiersentwicklung

Die energetische Quartiersplanung ist ein wichtiger Baustein, um die Wärmewende erfolgreich umzusetzen. Sie ermöglicht es, gebäudeübergreifende, quartiersweite Maßnahmen und Strategien zu entwickeln, um den Wärmeverbrauch zu reduzieren und auf eine Wärmeversorgung auf Basis erneuerbarer Energien umzustellen. 

Quartiere sind jedoch individuell und unterscheiden sich in vielen Aspekten: von den baulichen Strukturen über die Art der vorhandenen Wärmeversorgungstechnologien bis hin zu den ansässigen Akteursgruppen. Die Interessen und Wünsche der verschiedenen Akteure und die damit oftmals verbundenen Hemmnisse werden bei der Planung und Umsetzung von energetischen Quartierslösungen bislang allerdings nur unzureichend betrachtet. Stakeholder-Interessen einzubeziehen und sozio-ökonomische Faktoren zu berücksichtigen, etwa von Gebäudeeigentümer*innen und Mietenden (bspw. Haushaltstypen und -einkommen), ist jedoch essenziell, um die Wärmewende vor Ort sozialverträglich auszugestalten.

Im Projekt EQUAL-Q wird ein integriertes Planungswerkzeug für die Wärmewende in Quartieren entwickelt, das sozio-ökonomische Erhebungen und Analysen zu Stakeholder-Interessen berücksichtigt. Ziel ist es, auf diese Weise die Umsetzungswahrscheinlichkeit und Akzeptanz von energetischen Quartierskonzepten zu erhöhen, die in vielen Kommunen aktuell entwickelt werden.

Das IÖW befasst sich im Projekt mit der partizipativen Entwicklung von Zielbildern für die energetische Quartiersentwicklung. Dafür werden in zwei Modellquartieren gemeinsam mit lokal ansässigen Akteuren mögliche Optionen einer sozialverträglichen Wärmewende ausgelotet. Dabei sollen neben zentralen Zielkonflikten und akteursspezifischen Hemmnissen insbesondere Lösungsansätze und Erfolgsfaktoren herausgearbeitet werden, die relevant für die Planung und Umsetzung von integrierten Quartierskonzepten sind.

Zudem entwickelt das Projekttteam Gebäudecluster, die sozio-ökonomische Aspekte berücksichtigen wie Eigentumsverhältnisse, Haushaltseinkommen der Bewohnenden und die Bestandsmiete. Diese Gebäudecluster ermöglichen es, unterschiedliche soziale Zusammensetzungen im Quartier in der Planungsmethodik abzubilden und sie sollen zudem dazu beitragen, die Projekterkenntnisse auf andere Quartiere zu übertragen.

IÖW-Projektteam