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Fiskalische und sozio-ökonomische Effekte von Maßnahmen nachhaltiger Stadtentwicklung

Der Klimawandel sowie die Anpassung an dessen Folgen stellt die nachhaltige Stadtentwicklung vor große Herausforderungen. Städte sollen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Gleichzeitig wird der Umgang mit Starkregenereignissen und mit Hitze für das städtische Leben immer relevanter. Anforderungen an eine nachhaltige Stadtentwicklung ergeben sich darüber hinaus aus nationalen und internationalen Entwicklungszielen und Rahmensetzungen. Vor diesem Hintergrund müssen Städte weitere umweltbedingte Gesundheitsrisiken – etwa durch Lärm oder Luftverschmutzung – sowie Fragen der sozialen Inklusion und Gerechtigkeit adressieren, um die Lebensqualität sicherzustellen und zu fördern.

Das Projekt „Fiskalische und soziökonomische Effekte von Maßnahmen nachhaltiger Stadtentwicklung“ unterstützt die Politik im Umgang mit diesen Herausforderungen. Dazu quantifiziert und bewertet das IÖW in Zusammenarbeit mit der medizinischen Fakultät der Universität Bielefeld die vielfältigen Effekte, die eine nachhaltige Stadtentwicklung auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der Stadtbevölkerung haben kann. Zu den Maßnahmen der nachhaltigen Stadtentwicklung gehören unter anderem:

  • eine zusätzliche Begrünung und der Erhalt bestehender Grünflächen,
  • das Flächenrecycling und die Bodenentsieglung,
  • Maßnahmen zur Stärkung der nachhaltigen und inklusiven Mobilität
  • sowie der nachhaltige Wohnungsbau und Ausbau der städtischen Infrastrukturen.

Das Projektteam trägt die Effekte dieser unterschiedlichen Maßnahmen mithilfe einer umfassenden Literaturrecherche zusammen und systematisiert und bewertet diese durch geeignete ökonomische Methoden. Zentrales Anliegen ist es, die Informationen zu den positiven Effekten und deren Bewertung für die kommunale Praxis nutzbar zu machen. Dies stellt das Projekt durch Aufbereitung konkreter Fallbeispiele und durch die Zusammenarbeit mit vier Kommunen sicher. Das Vorhaben will auf diese Weise dazu beitragen, dass nicht nur die Kosten der Maßnahmen nachhaltiger Stadtentwicklung, sondern auch deren Nutzen für das Gemeinwohl und das Wohlbefinden der Bevölkerung stärker berücksichtigt werden – sowohl im öffentlichen Diskurs als auch in konkreten Entscheidungsprozessen. 

IÖW-Projektteam