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Handwerker als Gestalter der Wärmewende (c.HANGE)

Die Energiewende funktioniert nicht ohne Heizungswende. Mehr als 80 Prozent des Energieverbrauchs privater Haushalte geht auf die Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser zurück. Fast 20 Jahre beträgt das Durchschnittsalter der Heizungen in Wohngebäuden in Baden-Württemberg. Kommt es zum Kesseltausch, spielt das SHK-Handwerk (Sanitär, Heizung, Klima) eine ganz zentrale Rolle. Für Hausbesitzer/innen ist das Handwerk erster Ansprechpartner und zentrale Vertrauensinstanz. Hier setzt das Projekt c.HANGE (HANdwerk als GEstalter der Wärmewende) an.

Im Vorhaben stehen die Potenziale von Handwerkern/innen für die Überwindung von Hemmnissen bezüglich einer nachhaltigen Heizungserneuerung im Mittelpunkt. Die Rolle des Sanitär-Heizung-Klima-Handwerks und die Rezeption durch und Wechselwirkungen mit privaten Endkunden/innen sowie konkrete Weiterentwicklungsansätze für Dienstleistungen werden analysiert. Das Reallabor c.HANGE hat das Ziel, die Beratungssituation zwischen Handwerkern/innen und Endkunden/innen insofern zu verbessern, dass eine deutliche Steigerung der Energieeffizienz und des Anteils von erneuerbarer Wärme im Projektquartier realisiert wird. Das Wechselspiel zwischen Handwerkern/innen und Endkunden/innen wird detailliert analysiert, um sowohl sinnvolle Hilfsmittel (z.B. fachlich, methodisch, kommunikativ) zu nutzen als auch systematisch neue Dienstleistungen rund um die Beratung zu entwickeln.

Durch eine Verbreitung und Nutzung der Ergebnisse erwarten wir eine Erhöhung der Modernisierungsraten und des Einsatzes erneuerbarer Energien und entsprechende Klimaschutzwirkungen und wirtschaftliche Effekte bei Dritten (Handwerk, Kommunen, etc.).
Das IÖW wird im Vorhaben insbesondere eine Befragung der Endkunden/innen zu den Erfahrungen mit einer Heizungsberatung durch Handwerker/innen sowie Interventionen im Reallabor in den Fokusgebieten Heidelberg-Ziegelhausen sowie Schriesheim durchführen.