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Kosten durch Klimawandelfolgen in Deutschland

Der Klimawandel ist in Deutschland angekommen – fühlbar und nachweisbar. Blüten finden zwei Wochen früher statt als noch vor einigen Jahren, außergewöhnliche Hitze- und Dürreereignisse sind zunehmend weniger außergewöhnlich. Unter anderem sind wirtschaftliche Mindereinnahmen etwa durch Ernteausfälle, Reparaturkosten durch Infrastrukturschäden oder steigende Gesundheitskosten die Folge. Dennoch sind die Klimawandelschäden und Anpassungskosten bislang deutlich weniger erforscht als die Vermeidung von Treibhausgasen oder die wirtschaftlichen Auswirkungen von Klimaschutzmaßnahmen.

Vor diesem Hintergrund nimmt das Projekt „Kosten durch Klimawandelfolgen in Deutschland“ eine explorative, systematische und umfassende Analyse und Abschätzung der Folgekosten für die deutsche Volkswirtschaft vor. Dies umfasst die Kosten von Klimaschäden durch Extremwetterereignisse ebenso wie durch das graduelle Voranschreiten des Klimawandels (Schadenskosten) sowie die Kosten von Anpassungsmaßnahmen (Anpassungskosten).

Gesamtziel ist es, das Ausmaß vergangener und zukünftiger Kosten des Klimawandels sichtbar zu machen und darüber einen Kommunikationsprozess mit gesellschaftlichen Akteuren zu initiieren. Auf Grundlage belastbarer Daten und Informationen können verständliche Aussagen zur Verteilung von Risiken und Kosten entlang verschiedener räumlicher, sektoraler und sozialer Dimensionen getroffen sowie die Relevanz einzelner Klimawirkungsketten herausgestellt werden. Darauf aufbauende Kosten-Nutzen-Bewertungen zu Klimawandelschäden und Anpassungsausgaben können öffentliche und private Entscheidungsträger/innen dabei unterstützen, konkrete Anpassungsmaßnahmen für ein klimaresilientes Deutschland zu identifizieren. Eine handlungsfeldorientierte und zielgruppengerechte Aufbereitung der erarbeiteten und mit Fachexpert/innen diskutierten Ergebnisse ist ein wichtiger Bestandteil des Vorhabens.

IÖW-Projektteam

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